Warframe gibt Spielern das, wovon Destiny-Fans träumen: Raumschlachten

Bei Warframe gehen Wünsche in Erfüllung, die Fans von Destiny und Destiny 2 hegen. Codename Railjack soll Raumschlachten zu Warframe bringen. Genau diese Dog Fights wünschen sich Fans von Destiny und Destiny 2 seit 4 Jahren, aber vergebens. Das zeigt einen Unterschied zwischen AAA Destiny und Indie Warframe, glaubt unser Autor Schuhmann.

Lang gehegter Wunsch der Destiny-Fans: Beim Ego-Shooter Destiny besitzen die Spieler eigene Raumschiffe. Die können sie seit 4 Jahren sammeln. Allerdings haben sie fast nichts von diesen Raumschiffen. Man sieht sie lediglich im Ladescreen, wenn der Hüter zu einer neuen Mission aufbricht. Bei Destiny fordern die Fans schon lange: „Bungie, lasst uns was mit diesen Raumschiffen anstellen. Wie wär’s mit Raumschlachten oder wir könnten doch in den Schiffen wohnen?“

Destiny-Schiff

„Macht doch mehr aus den Raumschiffen bei Destiny“: 2014 fragen die ersten Spieler danach (via Destiny-Forum). Seitdem taucht der Wunsch immer wieder auf. Im Dezember 2014 bestätigte Bungies PR-Chef Erik Osborne, dass man die Forderung nach „Dog Fights“ vernommen habe. Doch das wäre ein „sehr großes System“, das viel Zeit brauche (via YouTube). Wenn man das bei Bungie mache, müsse man es richtig machen. Man müsse eine Sandbox drumherum bauen und sicherstellen, dass Dog Fights eine Daseinsberechtigung hätten. Seitdem hat man von Bungie aber nie ein Signal in dieser Richtung empfangen.

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Bungie: Innovationsgehemmt

Ein irrer Wunsch eigentlich: So eine Idee scheint man bei Bungie als „irre“ anzusehen. Das ist auch durchaus verständlich. Raumschlachten in einem Ego-Shooter? Was hat das mit der „Kern“-Spielerfahrungen zu tun? Das mag vielleicht ein schöner Traum sein. Umsetzbar ist das aber nicht … sollte man meinen.

Warframe bekommt sie: Doch seit gestern Abend ist klar: Bei Warframe sieht das anders aus. Dort sollen mit dem Update „Railjack“ noch 2018 tatsächlich Raumschlachten kommen – wenn auch erst nach dem Update mit der Open World.

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Neuer Modus als Überraschung

Überraschung als Höhepunkt: Auf der TennoCon 2018, dem Fanfest von Warframe, rechnete zum Abschluss der Präsentation keiner mehr mit einem Highlight. Immerhin hatte Digital Extremes gerade die neue Open World vorgestellt. Doch das Indie-Studio setzte noch einen drauf. Während der Demo zur Open World stellte Warframe den Schurken „Nef Anyo“ vor. Der bombardierte die Spieler aus dem All heraus. Gerade, als die Präsentation vorbei zu sein schien, zeigte Warframe, wie die Spieler zurückschlagen werden: in ihrem Raumschiff.

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„Warframe ist jetzt offiziell das bessere Destiny“, schrien die Fans

Neuer Game-Modus: „Codename Railjack“ wird ein eigener, neuer Spielmodus sein. Die Gruppenmitglieder sollen hier Stationen in einem Battle-Cruiser besetzen. Einer steuert, einer besetzt einen Geschützturm etwa. Ein Highlight, das Fans besonders liebten: Es soll auch möglich sein, das Schiff zu verlassen und im eigenen Archwing herumzufliegen. Von dort kann man etwa die Flaks der Gegnerschiffe direkt zerstören. Außerdem gibt’s Invasionen des eigenen Schiffs und man kann das Capital-Schiff des Gegners entern.

11 Minuten Präsentation macht Spieler: 11 Minuten dauerte die Gameplay-Präsentation des Modus „Railjack“ und die Warframe-Fans waren aus dem Häuschen. Ein Highlight reihte sich an das nächste.

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Halle begeistert: Unsere Mein-MMO Autorin Leya, die selbst in Kanada auf der TennoCon 2018 war, schildert die Begeisterung des Publikums während der Szene. Vor allem als in der Präsentation enthüllt wurde, dass man direkt vom Planeten starten kann, ohne dass es zu Ladebildschirmen kommt, sei die Halle in Kanada explodiert. Die Fans hätten skandiert: „Warframe ist jetzt offiziell besser als Destiny.“

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Warframe – bereit zur Veränderung

Was bedeutet das? Warframe ist im Vergleich zu etablierten AAA-Spielen bereit zur Veränderung. Dazu geht man Risiken einzugehen. Das sah man schon 2017, als Warframe, ein „Lobby-Shooter“ mit Schlauchlevels, plötzlich eine Open-World wagte. Das war mutig und etwas, das man Warframe kaum zugetraut hat.

Auch 2018 bleibt es spannend, was Warframe zu bieten hat. Statt nur die 2. Open World zu planen – und das wäre schon genug – geht Warframe den nächsten Schritt. Das macht klar: Digital Extremes kann die Spieler bei Warframe immer wieder überraschen.

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Genau das fehlt bei Destiny

Dagegen fehlt bei Destiny genau dieses Überraschende-Element: Destiny 2 war keine innovative Weiterentwicklung von Destiny mit neuen Ideen, sondern eher ein „Relaunch“ mit nur wenigen frischen Elementen. Das Traurige ist: Die wenigen frischen Ideen haben nicht funktioniert und Bungie arbeitet seit einem Jahr daran, sie zurückzunehmen.

Eine Scheibe abschneiden, bitte: Auch wenn sich Warframe und Destiny schwer vergleichen lassen: Gameplay und Produktionswerte unterscheiden sich, wünscht man sich als Spieler doch mehr Wille zur Innovation bei Destiny. Warframe zeigt, wie man immer wieder auch mit kleinen Mitteln große Erfolge erzielen kann. Man kommt ins Schwärmen, was Destiny für ein Spiel sein könnte, bei dem tollen Grund-Gameplay und all den Ressourcen, die Bungie besitzt.

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Super Präsentation in 11 Minuten zu „Codename Railjack“

Erfrischend: Auch bei der Art der Präsentation kann Bungie sich gerne was von Digital Extremes abschauen. Alle große Enthüllungen auf einem Event für die Fans – das ist eine Erfrischung im Vergleich zu den monatelangen PR-Schnippselchen, die es von Bungie aktuell zu Destiny 2 Forsaken gibt.

Highlights hintereinander: Wenn man sich anschaut, wie die „Dog Fights“ in Warframe vorgestellt wurden, merkt man, dass die Halle etwa alle 90 Sekunden eine Überraschung sieht und in Jubel ausbricht. Das hat 2017 schon hervorragend funktioniert. Auch dieses Jahr war die Präsentation von Warframe vorbildlich.

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Autor(in)
Quelle(n): PC Gamer
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