Guild Wars 2 erreicht die besten Zahlen seit 2018 und das ohne ein einziges großes Update

NCSoft hat die Zahlen für das 3. Quartal 2021 veröffentlicht. Die verraten die Umsatzzahlen ihrer Spiele, darunter Blade and Soul, Aion, Lineage und auch Guild Wars 2. Das MMORPG von ArenaNet feierte ein sehr erfolgreiches Quartal, ohne auch nur einen großen Content-Patch zu veröffentlichen.

Was sagen die Zahlen für Guild Wars 2? Die koreanische Gaming-Firma hat die Umsatzzahlen für die Monate Juli, August und September veröffentlicht. Insgesamt lief es für NCSoft eher schwach, denn sie haben etwa 14 % des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr eingebüßt.

Für uns im Westen sind besonders die Zahlen von Guild Wars 2 spannend. Und die waren überraschend positiv.

Denn das MMORPG schaffte einen Umsatz von 19,11 Mrd. Won oder umgerechnet knapp 14,1 Millionen Euro. Das ist der beste Wert, denn das MMORPG seit dem 3. Quartal 2018 erreicht hat, zumindest wenn man nach koreanischen Won und US-Dollar geht. Der Euro hat allerdings im Kurs zugelegt, weswegen die Euro-Zahl im Vorjahr sogar minimal höher war.

Wie hat Guild Wars 2 das geschafft? Vor allem durch den Hype rund um die neue Erweiterung End of Dragons, die im Juli offiziell vorgestellt wurde und Anfang 2022 erscheinen soll. Auf neuen spielbaren Content haben die Entwickler fast im gesamten Q3 von 2021 verzichtet.

Einzig der Hype um End of Dragons reichte anscheinend dafür, viele Spieler zurückzuholen oder dazu zu animieren, ihr Geld auszugeben.

Guild Wars 2 alle Einnahmen seit Release
Eine Fan-Grafik mit allen Einnahmen von Guild Wars 2 seit dem Release 2012 (via reddit).

Sind im Quartalsbericht nicht die Einnahmen von EoD enthalten? Zwar wurden die Vorbestellungen für End of Dragons bereits mit der Ankündigung im Juli gestartet, doch bisher hat ArenaNet immer die Vorbestellungen in das vierte Quartal gerechnet.

Das war bereits zum Release 2012 so, wo der größte Spike im Q4 des Jahres und damit gute 2 Monate nach Release war. Auch die Erweiterung Heart of Thorns konnte 2015 bereits im Juni (und damit Q2) vorbestellt werden. Den höchsten Punkt der Einnahmen sieht man aber erst im Q4. Selbiges bei Path of Fire, das bereits im dritten Quartal 2017 erschien, den Spike aber erst später hatte.

Starker Rückgang besonders bei PC-MMORPGs, Aufschwung bei Lineage 2M

Wer sind die Verlierer bei NCSoft?

  • Blade & Soul hat im Vergleich zum Vorjahr stark eingebüßt. Die Zahlen gingen um über 40 % nach unten und sind vor allem deshalb schwierig, weil in Korea im Juni das neue Engine-Update erschien. Das sollte eigentlich für Aufwind bei dem MMORPG sorgen. Anfang September erschien das Engine-Update auch im Westen, doch auch hier löste es keinen Hype aus. Die neuen Klassen, die jedes Jahr kommen, scheinen den Spielern nicht mehr zu genügen.
  • Lineage 1 gilt als so etwas wie das WoW in Korea, weil es seit Jahrzehnten existiert und noch immer aktiv gespielt und entwickelt wird. Doch in den letzten beiden Quartalen gingen die Zahlen deutlich nach unten. Der Nachfolger Lineage 2 konnte seine Zahlen in dem gezeigten Zeitraum etwa halten.
  • Am schwersten hat es das Mobile-Game Lineage M getroffen. Das war 2017 ein großer Hit und machte innerhalb von 2 Jahren einen Umsatz von 2 Milliarden Dollar. Allerdings halbierten sich die Zahlen fast zwischen dem 3. Quartal 2020 und 2021. Grund für den Einbruch sind wohl der Erfolg von Lineage 2M als auch ein generell geringeres Interesse an Lineage 1, auf dem das Mobile-Game basiert.
NCSoft Quartalsbericht Q3 2021
Die Einnahmen von NCSoft in den letzten 5 Quartalen.

Wer sind die Gewinner bei NCSoft? Neben Guild Wars 2 gab es zwei weitere Gewinner, wenn man die Zahlen aus dem Vorjahr vergleicht:

Wie sieht die Zukunft von NCSoft aus? Im dritten Quartal erschien das neue Mobile-MMORPG Blade & Soul 2. Das war jedoch so Pay2Win, dass es sogar in Korea einen Shitstorm ausgelöst hat. Die Entwickler haben schnell reagiert, doch das Spiel scheint zum aktuellen Zeitpunkt kein großer Hit zu werden.

Für 2022 steht der Release von End of Dragons in Guild Wars 2 bevor.

Zudem hoffen die Spieler auf Project TL, das inzwischen wohl den Namen TL: Origin trägt. Dabei handelt es sich um ein neues MMORPG in der ISO-Perspektive, vergleichbar mit Lost Ark. Das Spiel soll viel Geld in der Entwicklung verschlungen haben und für PC und Konsolen erscheinen:

Neues 75 Millionen € MMORPG soll für PC, PS5, Xbox Series X kommen – Sieht aus wie Diablo

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Amensama

Ich würde gerne den Beitrag ergänzen aus der Sicht eines Rückkehrers…ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Drehen wir die Uhr zurück, 2018 war mein letzter Login. 2012 zu Release das Spiel geholt. Den holprigen Hearth of Thorns – Start mitgemacht (damals waren noch halbfertige Spiele und Content auf Raten verpönt).
Dann Path of Fire. Mounts kamen dazu. Generell gab es zwar mit den Zonen frischen Wind, aber man fragte sich irgendwann “Wofür das Ganze?”.
Denn zur Erklärung, in GW2 gibt es keine Gearspirale. Hast du einmal aufgestiegenes Gear für deine Klasse und dein Build, ist der Charakter quasi “fertig”.

Dann hatte ich einfach die Nase voll und bin 2018 ausgestiegen.
Mh. War in WoW, war in diversen anderen Spielen.
Zuletzt war ich sogar in WoW…war völlig angeödet. Fühlte sich alles irgendwie so stumpf an. Die Story hatte mich nicht mitgerissen. Zuletzt der Cut dank Blizzards täglichen Auftreten in den News.

Guild wars 2 hatte wieder mit seinem Halloween-Event gelockt. Ich hatte das noch super in Erinnerung, konnte man zu dieser Zeit echt gut Gold farmen. Also Chance genutzt, rein ins Game und direkt omgwtfwasistdasalles.

Raids, Strike Missions, neue World Bosse, interaktive Farmmaps, Halloweenevent, haufen neues kosmetisches Zeug, eine verdammt geile Story (wirklich, die Eisbrutsaga mag ich TOTAL und lerne jetzt erstmal wieder, was eigentlich eine packende Geschichte ausmacht!). Das Spiel hat mich sofort abgeholt. Du kannst ja jetzt bereits einen ganzen Tag nur durch Metaevents tingeln. Stichwort Metaevent – du gehst auf eine Karte zu einer Eventzeit, und machst einfach den Boss! Keine 5er-Gruppen, kein Zwang sondern direkt zack Event und Loot. Das hatte ich mir immer bei WoW gewünscht, aber sowas gabs nur zu den Preevents vor Addons…

Egal. Dann das Betaweekend zu den neuen Spezialisierungen mitgenommen. Viele frische neue Ideen aber einiges braucht noch viel Feinschliff oder nen zweiten Blick.
Wie auch immer, Engineer bekommt bald seinen eigenen Battle-Bot und damit ist dann alles enthalten was ich jemals wollte. 🙂

Ich glaube, man weiß einfach was man in dem Spiel hat. Man ist einfach mal zufrieden wenn man es spielt und nicht dauerverärgert, weil die Entwickler Experimente an einem durchführen oder ignorieren. Und man kann viel Spaß haben. Und ich glaube das ist es doch, was ein MMO ausmachen sollte.

Tronic48

Tolle Nachricht, aber irgendwie hatte ich damit gerechnet, den GW2 ist nun mal ein klasse MMO.

Eines möchte ich aber noch dazu sagen, bzw. ergänzen.

End of Dragon, also die 3 Erweiterung ist ja noch nicht alles.

A-Net will ja auch noch mit GW2 zu Steam, und eine neue Engine soll auch noch kommen bei der dann DX11 zum Einsatz kommt, und somit auch alle Kerne der CPU unterstützen soll, im Moment hat GW2 ja nur DX9 und unterstützt damit nur 1 Kern einer CPU.

Wann genau das alles kommen soll weis man noch nicht so genau, nur eben bei der Erweiterung, aber ich denke kommen wird es, und das wird nochmal nenn Hype oder wenigstens noch mal für neuen Schwung sorgen.

Namma

Vielleicht wird’s mal wieder Zeit rein zu schauen.
Damals hat mich diese Skalierung extrem gestört.
mittlerweile ist es ja überall so und man ist sensibilisierter, auch wenn es für mich die anderen Spiele ebenso kaputt gemacht hat, besonders Teso und Wow.

Rikone

Ich bin auch stark am überlegen nach Jahren mal wieder reinzuschauen, befürchte aber, dass ich viel zu viel verpasst habe.

Björn

Sehr schön das freut mich für Guild Wars 2. Für mich immer noch eines der besten MMO´s am Markt mit hoffentlich noch einer langen Zukunft.

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