10 großartigen Story-Momente in FFXIV, die das MMORPG so einzigartig machen – Teil 2

10 großartigen Story-Momente in FFXIV, die das MMORPG so einzigartig machen – Teil 2

Final Fantasy XIV ist für seine langjährige Story bekannt, die mit jedem Addon fortgesetzt wird. Hier ist der zweite Teil der absoluten Highlights, die die MeinMMO-Autorin Irina Moritz nach vielen schlaflosen Nächten zusammengetragen hat.

Die Geschichte von FFXIV hat sich über 10 Jahre hinweg gezogen, zählt etwa 1.000 einzelne Quests, Hunderte von Spielstunden und zahllose Cutscenes. Stellenweise kann sie echt zäh sein und an Spannung verlieren, doch ihre Höhepunkte ließen so manchen FFXIV-Spieler oder Spielerin und sogar den Chef selbst in Tränen und emotional völlig erschöpft zurück.

Hier ist der zweite Artikel, der die Addons Stormblood, Shadowbringers und Endwalker behandelt. Den ersten Teil findet ihr hier:

Schreibt in den Kommentaren gerne, welche eure Lieblingsmomente waren, die so richtig gesessen haben.

Achtung: Dieser Artikel enthält natürlich schwere Spoiler zu der kompletten Story von FFXIV. Wenn ihr also noch Interesse daran habt, dann solltet ihr mit dem Lesen definitiv noch warten.

Stormblood: Tsukuyomi

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Um Rache an ihren Peinigern zu nehmen, wurde Yotsuyu zu einem Primae.

Nach mehreren Jahren der fortlaufenden Story von FFXIV ließ sich ein Trend erkennen: Die Entwickler bauten in jedem Addon bei den Spielern eine bestimmte Vorstellung von der Wirklichkeit auf und zerstörten sie daraufhin direkt.

Die Guten wurden zu den Bösen, die Trennlinien zwischen richtig und falsch waren nicht mehr so klar, wie es vorher schien. Diesen Trend setzten die Post-Addon-Updates von Stormblood auch fort und warfen diverse moralische Fragen auf, die sich vor allem um Kriegsverbrechen drehten.

Der Höhepunkt davon war aber das Schicksal der Vizeregentin Yotsuyu. Zusammen mit Gosetsu überlebte sie den Einsturz der Burg von Doma, verlor aber ihr Gedächtnis und wurde zu einem unschuldigen Mädchen.

Im Verlauf der Story erfährt man, dass sie als Kind und später als junge Frau von ihrer Familie und Fremden missbraucht wurde. Durch die Konfrontation mit ihrem hinterhältigen Bruder Asahi und ihren Eltern, kehren ihre Erinnerungen zu ihr zurück und sie bereut es, dass sie in ihrem Leben keinen guten Menschen begegnet war.

Sie akzeptiert, dass sie „ein Monster“ ist und wird zu dem Primae Tsukuyomi. Die Story um Tsukuyomi ist eine, über die man eigentlich den ganzen Tag reden könnte, weil darin so vieles richtig gemacht wurde.

Am meisten hat mich aber beeindruckt, wie man mit der Verbrecherin Yotsuyu am Ende sogar Mitleid haben konnte, weil ihre Familie ein richtig mieses Pack war. Ebenfalls wichtig und richtig war es, dass die Devs nicht versucht haben, Yotsuyus Verbrechen zu entschuldigen, ihr aber dennoch ein zufriedenstellendes Ende ohne Happy End schenkten.

Tsukuyomi hat übrigens bei unserer User-Abstimmung den ersten Platz der beliebtesten Primae in FFXIV abgeräumt.

Final Fantasy XIV: Die beliebtesten Primae im Ranking

Shadowbringers: Tesleen

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Nachdem ihre Mutter schon von den Südenvertilgern verdorben wurde, wird nun auch Tesleen von ihnen erwischt.

Es war wirklich nicht einfach, sich für nur zwei Highlights in einem Addon wie Shadowbringers zu entscheiden. Die Story ist vollgestopft mit richtig gut gemachten Momenten, bei denen es mir immer wieder die Sprache verschlug.

Die Verwandlung von Tesleen war aber die ersten und hinterließ mit den größten Eindruck. Zwar wusste man schon vorher, dass die Welt bedroht wird und die Sündenvertilger böse sind und Blah-blah-blah. Aber es war dieser Moment, an dem klar wurde, wie furchtbar die Situation auf der ersten Splitterwelt ist.

Dabei ist Tesleen eigentlich kein großer NPC. Die junge Frau kümmert sich liebevoll um die Verstoßenen, deren Körper vom Licht verdorben wurde, bis sie selbst von einem Sündenvertilger erwischt wird.

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Um einen kleinen Jungen zu schützen, greift Tesleen einen Sündenvertilger an und wird von dessen Schwert durchbohrt. Das verdirbt ihren Körper und ja ... Die Verwandlung gehört zu wenigen „Body-Horror“-Momenten in FFXIV und ist sowohl visuell als auch auditiv echt verstörend.

Die gesamte Inszenierung von der Verwandlung ist erstklassig gemacht und ich kriege heute noch beim Zuschauen Gänsehaut. Es ist ein Vorgeschmack darauf, was den Spieler in dieser Welt erwartet und der Vorgeschmack kann sich richtig sehen lassen.

Die Tatsache, dass man Tesleen kurze Zeit später als Boss in einem Dungeon erscheint und man sie von ihrem Leid erlösen kann, ist nur dann ein schwacher Trost.

Shadowbringers: Das Ending

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Ardbert ist zwar schon seit über 100 Jahren tot, spielt aber dennoch eine Schlüsselrolle in Shadowbringers.

Es ist extrem wichtig für eine Geschichte, die in ihrem Verlauf viel Spannung aufbaut, zum Schluss auch ein zufriedenstellendes Ende zu liefern. Genau das hatte mir beim Spielen von Shadowbringers Sorgen bereitet. Die Devs hatten es geschafft, so extrem viel Spannung aufzubauen, dass ich Angst hatte, enttäuscht zu werden.

Denn die Situation auf der ersten Splitterwelt erscheint gegen Ende von Shadowbringers völlig hoffnungslos. Das Licht ist wieder außer Kontrolle und droht den eigenen Charakter zu überwältigen. Nachdem man gesehen hat, was aus Tesleen bei ihrer Verwandlung wurde, will man sich nicht vorstellen, was passieren wird, wenn der Krieger des Lichts zum Sündenvertilger wird.

Dennoch stellt man sich im finalen Kampf gegen Emet-Selch, auch wenn die Chancen praktisch bei 0 liegen. Die befreundeten Charaktere werden einer nach dem anderen ausgeschaltet, der eigene Charakter verliert die Kontrolle.

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Für Mobile-User ab 13:30 Minuten.

Der Moment, in dem die Gitarre in dem Video ansetzt und das Theme von Shadowbringers startet, hat mich aus meinem Sessel gehauen. Im letzten Moment kommt der Geist von Ardbert, der einst ein Feind war, und rettet nicht nur den Spielercharakter, sondern wendet die ganze Situation um 180°.

Das Licht wird bezwungen und der Charakter ist wieder bereit zum Kampf. Das Sahnehäubchen in dieser Cutscene war aber der kurze Augenblick, in dem Emet-Selch die ursprüngliche Form des Spielercharakters als „Azem“ sieht.

Begleitet von erstklassiger Musik von Masayoshi Soken, ist das einer der absolut coolsten Momente in der FFXIV-Story, an den ich mich immer erinnern werde.

Endwalker: Der Leidensweg von Venat

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Venat spaltet die Welt und wird zu Hydaelyn.

Den meisten Spielern wird die Göttin Hydaelyn, unsere Schutzpatronin, spätestens ab Shadowbringers gelinde gesagt „mega sus“ vorkommen. Sie soll das Gute in der Welt repräsentieren, doch ihr Licht sorgt auf der ersten Splitterwelt für unglaubliches Leid.

Entsprechend war auch ich eher zurückhaltend, als ich ihr zum ersten Mal in Endwalker begegnete. Vielleicht ist sie ja gar nicht gut. Vielleicht hat sie uns die ganze Zeit nur manipuliert. Doch selbst, nachdem diese Zweifel zerstreut wurden, behandelt FFXIV Venat nicht als rein positiven Charakter.

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Nachdem man in Endwalker herausgefunden hat, was das Ende der Welt ausgelöst hat, beschließt Venat es vor allen geheim zuhalten. Sie spaltet die Welt und den Primae Zodiark, der das Ende aufhalten konnte, in 14 Splitter.

Ihre letzten Momente als „Venat“ sind mit dem ikonischen Song Answers unterlegt und zeigen, die Verzweiflung, die sie zu der Tat getrieben hat. Und das Spiel schreckt auch nicht davor, zu zeigen, was die Folgen davon waren. Sie verdammte die Menschheit damit zu einer Ewigkeit von Leiden und begleitete sie auf diesem Weg.

Der gesamte Abschnitt in Elpis war einfach toll gemacht. Das Wiedersehen mit Emet-Selch, die unschuldige Freundschaft mit Meteion und natürlich die Sticheleien von Hythlodeus haben ganz Elpis zu einem Highlight gemacht. Der Leidensweg von Venat hat dem ganzen eine Krone aufgesetzt.

Endwalker: Das Ende

Der Bürde, eine jahrelange Geschichte zu einem würdigen Abschluss zu bringen, haben schon so manche Serien-Macher nicht standhalten können. Zu häufig erlebte man einst extrem beliebte Serien, deren Ende oft nur enttäuschend war. Daher hatte ich auch gewisse Sorgen um das Ende von FFXIV. Immerhin verglich Direktor Yoshida sie immer wieder mit einer TV-Serie.

Meine größte Befürchtung war, dass die Ursache für das drohende Ende der Welt irgendein neuer großer und völlig gesichtsloser Bösewicht sein würde, der alles vernichten will, weil, haha, er ist halt böse. Nach den vielen moralisch grauen Gegenüberstellungen hätte es zu FFXIV einfach nicht gepasst.

Diese Befürchtung verschwand spätestens als ich Meteion zum ersten Mal sah, weil es direkt klar war, dass das niedliche und unschuldige Wesen in etwas Furchtbares verwickelt werden würde.

Das Ende von Endwalker war auf mehreren Ebenen wahnsinnig zufriedenstellend. Während ich im Gegensatz zu vielen anderen Spielern keine Tränen vergossen habe, war es für mich dennoch ein Highlight. Es ist schon fast eine Tradition von Final Fantasy, in ihren Geschichten den Sinn des Lebens zu hinterfragen.

Wenn Meteions Schwestern in den Weiten des Weltalls nichts als Tod und Leid finden, werden sie von Verzweiflung überwältigt und kommen zum Schluss, dass das Ende allen Lebens auch das Ende des Leids bedeuten würde. Wofür sollte man denn überhaupt leben?

Es regt zum Nachdenken an, zwingt dem Spieler die Antwort aber nicht auf, denn darum geht es ja. Die eigenen Gründe und Freude am Leben zu finden. Daher fühlte sich das Ending für mich an, wie ein langes Ausatmen und ließ mich mit einem Lächeln auf dem Gesicht zurück.

Erzählt mal: Was waren eure absoluten Highlights aus der FFXIV-Story? Welche Momente haben euch sprachlos zurückgelassen? Schreibt es uns in die Kommentare.

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Drahn

Shadowbringers ist mein absolutes Lieblings-Add-On. Die Charaktere, das Setting, das Design und die Atmosphäre. Es hatte irgendwie etwas Bayonetta-mäßiges gehabt. Doch im Gegensatz zu Bayonetta war die Story ziemlich düster und deprimierend. Selbst das farbenfrohste Gebiet hatte es faustdick hinter den Ohren. Was könnte ich anfangen zu erzählen, aber damit würde zu arg spoilern : D

Abgesehen von der Szene mit Tesleen mochte ich ganz besonders den Kampf gegen Innozenz. Die Musik, die Arena, den Kampf selbst und die kleine Sequenz zur nächsten Phase… einfach nur brillant.

Drahn

Hätte SE an vielleicht 4-5 Stellen noch einen Funken mehr gewagt, wäre es das perfekte Add-On geworden:

  1. Wie gerne hätte ich gesehen, wie man als ein NPC vom Bund gegen den eigenen Charakter hätte kämpfen müssen. Viel hätte nicht gefehlt…
  2. Die Filler-Questreihe in Ahm Araeng mit den Robotern hätte man ruhig kürzen können. Die fühlte sich etwas in die Länge gezogen an.
  3. Ikonische Waffen aus Nier Automata haben mir im Raid gefehlt. Waffen gab es zwar nie aus den 24ern aber es wäre eine nette Dreingabe, hätte man sie von den Münzen kaufen können. Aber mit den 2B-Klamotten bin ich mehr als zufrieden.
  4. Etwas mehr Unterschiede bei den Rassen im ersten Splitter. Die Rassen heißen zwar etwas anders, sind aber optisch identisch. Hier hätte SE die perfekte Gelegenheit gehabt, den Charakter-Editor um ein paar wenige Optionen zu erweitern.

Aber das sind nur Kleinigkeiten. Shadowbringers bot eine so interessante Story, wie ich sie lange nicht mehr erlebt hatte. Vor allem weil sich zusätzliche Infos über die vergangenen Ereignisse auch noch in diversen Quests und dem Eden Raid finden ließen.

Und dann wäre noch der komplette Nier Automata-Raid. SE hätte auch einfach ein Event machen können, aber sie machen gleich eine komplette Raidserie! Und dann noch der Soundtrack. Endwalker bot schon viele coole Stücke, aber bei Shadowbringers merkte man, dass Soken seinen Freiraum richtig auslebte. Sands of Amber, Ruby Weapon, Insatible, Insanity, Return to Oblivion, Tears in the Rain und so viele mehr (falls jemand es mal auf youtube anhören will). Von den Nier Automata Stücken mal ganz abgesehen.

So sehr ich die die ganzen Welten am Ende von Endwalker mochte, Shadowbringers bleibt meine Nummer 1! Deshalb ist meine Wohnung nach Mt. Gulg-Art eingerichtet : )

Sin Eater since Heavensward ^^.

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von Drahn
xeboxe

Ich fand auch wenn es nicht von vielen gemocht wird Heavenward ich liebe Drachen und die Mittelalter verschneite Wolkenstadt Ishgard und auch die Vorgeschichte auch heute noch und die Areale wie die fliegende Inseln auch musikalisch wunderbar und abwechselnd von Orgel bis Epic und viele Instrumente und am geilsten Dragonsong habe ich sogar auch gespielt das Lied, da ich Musik mache, mit Nidhogg und Krieger des Lichts sowie T13 Song Answers auf meiner Favoriten Liste auch von der Inszenierung und der gesamte Fight.
Das Addon Endwalker hat mich zum Ende bei der Verabschiedung wo ich dachte sie gehen echt war ich Traurig weil man so vieles durch gemacht hat mit die Charaktere auch wenn mir viele 0850 rüberkommen und teils nervig waren, so ging es mir am Herzen.

Snoopy

Heavenward von vielen nicht gemocht ??? echt? Kenne jetzt keinen in meiner Spiele Gemeinschaft die Heavenward nicht mochten, Stormblood hingegen war etwas schwach war jetzt nicht so meins.

xeboxe

Aus meiner Gilde stimmten einige ab viele fanden Shadowbringers und Endwalker am besten.
Stormblood fand ich die Szene geil wo die Garlear ihre Hymne hatten und das Ende das war heftig, Zenos Auftritt wo er auf dem Thron saß genauso und Lyse fand ich noch sehr gut aber ansonsten finde ich Stormblood auch am schwächsten.

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von xeboxe
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