Final Fantasy XIV: 5 NPCs, die eigentlich cooler sind als die Hauptcharaktere

Manche Neben-NPCs in Final Fantasy XIV sind so spannend geschrieben, dass sogar die Hauptcharaktere der Story von ihnen was abgucken können. Unsere Autorin Irina Moritz hat hier ihre Top-5 aufgezählt.

In vielen Spielen gibt es diese besonderen Nebencharaktere, die in der Story eigentlich nur kurz vorkommen. Sie tauchen in einem bestimmten Abschnitt auf und verschwinden oft dann wieder, weil sie ihre Rolle gespielt haben. 

Aber dieser kurze Auftritt hinterlässt einen so starken Eindruck, dass man sie oft mehr ins Herz schließt als so manchen Hauptcharakter des Spiels. Final Fantasy XIV ist voll von solchen NPCs und hier sind 5 meiner Favoriten.

Achtung: Es folgen Spoiler zur Story von FFXIV.

Lohnt es sich 2020 noch, frisch mit Final Fantasy XIV zu beginnen?

Riol Forrest

final fantasy xiv riol

Wer ist das? Zum ersten Mal begegnen wir Riol während der allseits beliebten Quest-Reihe, die zum Kampf gegen Titan führt. Er ist ein ehemaliges Mitglied des Heeres der Helden, die vor mehreren Jahren Titan bezwungen hatten.

Riol hat sich auf Infiltration und die Beschaffung von Informationen spezialisiert. Er war es, der den Weg in die verwinkelten Schächte der Kobolde gefunden hat, der zu dem Beschwörungsort von Titan führt. Und Jahre später gibt er dieses Wissen an uns weiter, damit wir uns dem Primae entgegenstellen können.

Später im Verlauf der Story bewegen wir Riol dazu den Kristallklingen beizutreten. Er bekommt das Kommando über eine der Truppen und setzt seine Fähigkeiten zum Wohl von Eorzea ein. 

Warum ist Riol toll? Seinen großen Auftritt hatte Riol für mich kurz vor dem Ende von “A Realm Reborn” in den Patches 2.4 und 2.5. Er war fast der einzige von den ganzen Mitgliedern des Bundes, der auf die wahnwitzige Idee gekommen ist, dass Ilbert und Yuyuhase Verräter sein könnten. 

Selbst Thancred, der normalerweise clever ist, hat nichts geahnt und war überrascht, als ihn während der Konferenz die Wachen umzingelt haben. Von Alphinaud mal ganz zu schweigen. 

Riol war für mich während dieser Patches der Star, obwohl er in der Geschichte nur eine kleine Rolle spielt. Als ich dann während der Story von Heavensward zum ersten Mal in die Rising Stones zurückgekehrt bin, war meine ersten Frage “Wo ist Riol?”. 

Ich wollte unbedingt wissen, dass mit ihm alles okay ist und er es geschafft hat, zu fliehen. Es hat mich dann auch gefreut ihn in Shadowbringers kurz wiederzusehen.

Hilda Ware

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Wer ist das? In der Story von Heavensward lernen wir Hilda als die Bastard-Tochter eines Adeligen von Ishgard und seines Hausmädchens kennen. Hildas Vater hat ihre Mutter verstoßen und seine Tochter nie anerkannt. 

Aufgewachsen in Armut und umgeben von Rechtlosigkeit und Unterdrückung, stellte sich Hilda an die Spitze des Widerstandes, der im Hintergrund gegen die Willkür der Obrigkeit von Ishgard kämpfte. Wir suchen sie auf, um sie um Hilfe zu bitten, als es klar wird, wer der eigentliche Verursacher des Krieges zwischen Ishgard und den Drachen war.  

Im späteren Verlauf der Story gründet Hilda eine Bürgerwehr, die vor allem den armen Leuten von Ishgard Schutz bietet. 

Warum ist Hilda toll? Charaktere wie Hilda hatten bei mir schon immer eine besondere Stellung. Sie ist eine junge Frau, die in ihrem Leben viel Leid erfahren hat, sich davon aber nicht brechen ließ. 

Trotz ihrer Erfahrungen mit den Adligen und dem Klerus hat sie sich bereit erklärt mit Aymeric zusammenzuarbeiten, um das Leben der armen Leute zu verbessern. Sie ist aber trotzdem kein gutmütiger Mutter-Theresa-Verschnitt, sondern weiß sich durchzusetzen. Wenn es sein muss, auch mit Waffengewalt.

Während die Hauptcharaktere von FFXIV gerne viel schwafeln und sich häufig vornehm ausdrücken, nimmt Hilda kein Blatt vor den Mund. Sie nennt Dinge beim Namen und hat einige richtig bissige Sprüche auf Lager.

Damit hat sie bei mir genug Bonus-Punkte gesammelt, dass ich mir wünschte, sie würde in der Story viel häufiger auftauchen.

Fray Myste

final fantasy xiv fray myste

Wer ist das? Wir finden Fray zum ersten Mal in den dreckigen kalten Gassen von Ishgard. Sein scheinbar toter Körper wurde in den Schwaden abgeworfen und den Plünderern überlassen. Denn als Dunkelritter hat er ein richtiges Begräbnis nicht verdient.  

Als wir uns der Leiche nähern, reagiert der Seelenstein des Dunkelritters und uns wird schwindelig. Sobald sich das Schwindelgefühl gelegt hat, steht der angeblich tote Körper plötzlich neben uns und stellt sich als Fray vor. 

Er erklärt, dass er den Kampf in der Arena von Halone gerade noch so überlebt hat und bietet an, uns in die Geheimnisse der Dunkelritter einzuweihen. Doch dann hören wir einen Schrei um Hilfe und die Geschichte nimmt seinen Lauf.

Warum ist Fray toll? Fray ist clever geschrieben. Anfangs scheint er ein ziemlich normaler Mentor-NPC zu sein, der euch durch die Job-Quests begleitet, doch mit jeder Quest merkt man immer mehr, dass mit ihm etwas nicht stimmt.

Die Art und Weise wie er redet, wie er von Ereignissen spricht, von denen er eigentlich nichts wissen sollte, seine Sorge um den Spielercharakter. Es ist klar, dass er kein normaler Mensch ist, aber was ist er dann?

Mich hat diese Frage so gequält, dass ich durch den Leveling-Prozess des Dunkelritters gesprintet bin. Ich habe mir in den Dungeons meinen Allerwertesten abgegrinded, um schneller erfahren zu können, was es mit Fray auf sich hat. Und die Job-Quests enttäuschten mich nicht.

Aber es war nicht nur das Geheimnis, das Fray interessant gemacht hat. Er sprach Dinge aus, die mir auf der Zunge lagen. Er zeigte die Frustration, die ich häufig fühlte. Er ist ein NPC, mit dem man sich als Spieler identifiziert und das ist großartig.

Asahi sas Brutus

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Wer ist das? Wir begegnen Asahi sas Brutus zum ersten Mal im Laufe der Story von Stormblood. Er kommt nach Doma in der Rolle eines Botschafters, um den Austausch der Kriegsgefangenen zu verhandeln. Er ist der Stiefbruder von Yotsuyu, der in der Hauptstadt von Garlemald politische Karriere gemacht hat. 

Auf seiner Reise durch Doma ist er entsetzt von dem Leid der Dorfbewohner und der Zerstörung, die seine Stiefschwester während ihrer Regentschaft angerichtet hat. Er schwört, dass er all seinen politischen Einfluss einsetzen wird, um das wiedergutzumachen. 

Ihm scheint das Wohl von Doma, seiner Heimat, sehr wichtig zu sein. Doch sobald er mit uns allein gelassen wird, zeigt er sein wahres Gesicht als fanatischer Anhänger von Zenos. 

Warum ist Asahi toll? Ist er nicht. Er ist zum Kotzen. Ich habe selten einen so hassenswerten NPC getroffen und genau das ist der Punkt. Sein Auftritt als Bösewicht ist kurz, aber so richtig effektiv. 

Sobald er in der Cutscene seinen allerersten Satz fertig gesprochen hatte, wollte ich ihm auf der Stelle meine Axt ins Gesicht rammen. Das hat in FFXIV bis dahin kein einziger Antagonist geschafft. Alles an ihm ist perfekt darauf abgestimmt ein ekliger, schleimiger und unangenehmer Charakter zu sein.

Entsprechend war einer der befriedigendsten Momente in der ganzen 6 Jahre langen Story von FFXIV, als seine Stiefschwester Yotsuyu ihn mit ihren Schwertern aufspießte. Was habe ich die Frau dafür gefeiert, da flog Konfetti. Ich bin mir aber sicher, dass es genau das Ziel der Entwickler war, weswegen Asahi ein ausgezeichneter schlechter Neben-Bösewicht ist.

Die Chais

final fantasy xiv chais ingame 1

Wer ist das? Das Ehepaar Chai Nuzz und Dulia Chai werden den Spielern während der Hauptstory des Addons Shadowbringers vorgestellt. Sie leben mit vielen anderen reichen Schnöseln in der Stadt Eulmore im verschwenderischen Luxus. 

Wir gelangen in die Stadt zusammen mit Alphinaud, der bei den Chais als Maler angestellt wird und bekommen anfangs ein Bild von ihnen, das alles andere als schmeichelhaft ist. Sie sind verwöhnt und gleichgültig gegenüber dem Leid anderer.

Alphinaud soll für sie ein Porträt zeichnen, nachdem sie ihren vorherigen Maler von den Mauern der Stadt ins Meer werfen ließen.

Warum sind die Chais toll? Die Chais waren eine tolle Überraschung für mich. Ich hatte fest damit gerechnet, dass ich sie als Charaktere im besten Fall nervig finden werde. Auf den ersten Blick sahen sie aus wie die üblichen “Wegwerf-Bösewichte”, die nur kurz da sind, um einen Konflikt zu schaffen, aber selbst keine großartige Persönlichkeit besitzen.

Sie haben sich aber als ein richtig liebenswertes Paar herausgestellt. Während Nuzz ein ernster und störrischer Charakter ist, ist Dulia leicht zu begeistern und etwas naiv. Als wir Eulmore wieder verlassen, rannte Dulia uns nach und da war mein Herz geschmolzen. 

Das wichtigste ist aber, dass ihre Beziehung zueinander in der Story gut rüberkommt. Man merkt, dass es eine Liebesheirat war und nicht aus Berechnung, wie es bei sehr reichen Leuten oft passiert. Kein Wunder, dass ein Cosplayer-Paar, das die Chais auf einer chinesischen Gaming-Messe darstellte, von den Fans gefeiert wurde. 

Habt ihr kleine Neben-NPCs, die ihr viel lieber habt als Hauptcharaktere? Welche sind es?

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Syntafin

Hach ja Fray 😭

Evilish

Ihr habt Hildibrand vergessen—der is OP

Syntafin

Pass auf das du keinen Goldschmiede Hammer irgendwo findest….

Kite5662

Ich bin ein wenig beleidigt das Hauchefant es nicht in die Liste geschafft hat.

Belpherus

Kennst du eigentlich den „echten“ Haurchefant? Also den japanischen? Kann ich jedem nur empfehlen sich mal wörtliche Übersetzungen seiner Zeilen mal zu geben. Komplett anderer Charakter.

Kite5662

Ne, klär uns auf.

Kite5662

Stimmt, er kam in der Hauptgeschichte vor, war jedoch trotzdem ein Nebencharakter. Er hatte meiner Meinung nach den emotionalsten auftritt im Spiel.

Nico

ich fand die geschichte um Ysayle ganz cool

Andy

Hilda fand ich auch toll,schade dass sie nicht weiter was zu tun hat(im Moment)Die Hais fand ich jetzt nicht so bewegend.Andere fand ich auch auch sehr spannend aber die dann schon tod wie z.b. Moenbryda oder Haurchefant,Conrad,die fand ich alle sehr interessant und bewegend.
Richtig traurig wurde ich bei Tesleen,dass schon wieder eine coole Person stirbt.
Oder die Wölfin(weiss nicht mehr wie sie heisst),die finde ich mega cool

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