Fortnite: Epic-Chef Sweeney macht starke Ansage zum Fall „Blizzard“

Der Bann eines Hearthstone-Spielers aufgrund einer politischen Äußerung sorgt aktuell für viel Diskussionsstoff in der Gaming-Community. Nun meldete sich auch der Gründer von Epic Games, Tim Sweeney, zu Wort. Er sagt, er würde keinen Spieler oder Content Creator von Fortnite für solche Änderungen bannen.

Wie reagiert der Gründer von Epic Games? Sweeney stellt fest, dass Epic Games so einen drastischen Schritt wie Blizzard nicht gehen würde. Der Webseite The Verge sagte er dazu:

Epic unterstützt das Recht eines jeden darauf, seine Eindrücke über Politik und Menschenrechte zu teilen. Wir würden keinen Fortnite-Spieler oder Content Creator dafür bannen oder bestrafen, dass er über solche Inhalte spricht.

„Sowas wird nie passieren, solange ich am Ruder bin“

Auf Twitter wiederholte Tim Sweeney seine Aussage und ergänzt sie damit, dass so ein Bann nie passieren werde, solange er „Gründer, CEO und mehrheitliche Besitzer der Aktien“ sei.

Dieser Punkt ist besonders wichtig, da nicht nur Sweeney viele Anteil an Epic Games besitzt. Knapp 40% gehören auch der großen chinesischen Firma Tencent.

Trotzdem sei Epic Games eine US-Firma, wie der Gründer deutlich betonte. Sweeney sei der Anteilseigner, der die Kontrolle besitzt.

Probleme zwischen China und Hongkong im Gaming ausgetragen

Was war der Auslöser für Epics Aussage? Chung „Blitzchung“ Ng Wai gehörte zu den besten 48 Hearthstone-Spielern weltweit und hatte damit den Grandmaster-Status.

In einem Interview während eines Grandmaster Livestreams rief er: „Liberate Hong Kong, revolution of our age!“. Er nahm damit Stellung zu den Protesten in Hongkong gegen ein Gesetz zur Auslieferung an China und für mehr Unabhängigkeit Hongkongs.

Blizzard gefiel dieser Ausruf jedoch nicht. Sie setzten eine Wettbewerbsregel durch, laut der ein Spieler weder das Spiel, noch Blizzard selbst in Misskredit bringen darf. Bestraft wurde Ng Wai damit, dass:

  • Ihm der Großmeister-Status entzogen wurde.
  • Er kein Preisgeld für die Season 2 erhält.
  • Er ein Jahr lang kein Hearhstone-Turnier mehr spielen darf.

Auch die beiden Shoutcaster wurden für ihr Verhalten entlassen.

Hearthstone schmeißt Großmeister raus, streicht sein Preisgeld

Was passiert in China? Schon im Juni wurden die Probleme der beiden Länder in World of Warcraft ausgetragen. Damals wurde ein Patch in der chinesischen Version des MMORPGs aufgespielt, der eine Überarbeitung des Schimpfwort-Filters enthielt.

In diesem wurden Begriffe wie:

  • „Hong Kong Strike“
  • „Hong Kong parade“
  • oder „FreeHongKong“

gesperrt.

Auch im westlichen League of Legends scheint es aktuell zu einer absurden Zensur zu kommen, in der ein Team anscheinend nicht beim vollen Namen genannt werden darf. Riot Games gehört seit einigen Jahren komplett der chinesischen Firma Tencent.

tencent

Solidarität mit dem Hearthstone-Spieler? Inzwischen sind viele Fans von Blizzard und auch einige Entwickler der Firma dem Spieler Chung Ng Wai zur Seite gesprungen.

Sie finden die Sperre unverhältnismäßig und rufen auch zum Boykott auf. Dabei wird der Champion Mei aus Overwatch gerade zum Symbol des Widerstands gemacht:

Mei aus Overwatch wird gerade zum Symbol des Widerstands in Hongkong
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