PvE-Spieler hassen es, in Destiny 2 zum PvP gezwungen zu werden

Mit der Rückkehr der exotischen Handfeuerwaffe „Das letzte Wort“ wird es einmal mehr offensichtlich: Spieler werden bei Destiny 2 in den Schmelztiegel gezwungen, ob sie wollen oder nicht. Vielen Hütern schmeckt das überhaupt nicht.

Was ist das Problem mit der Quest für „Das letzte Wort“? Wer die neue exotische Handfeuerwaffe „Das letzte Wort“ sein Eigen nennen möchte, muss zwingend in den Schmelztiegel. Wer also nicht PvP-affin ist, aber seine Sammlung vervollständigen möchte, hat einfach Pech gehabt.

In der Geschichte von Destiny gab es schon häufiger Quests, die Hüter dazu gebracht haben, Aktivitäten zu spielen, die eher nicht in ihrem Metier lagen. Reine PvE-Spieler haben sie gehasst. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Destiny 2 Forsaken breakthrough PVP

Diese drei Arten von Spielern gibt es in Destiny 2: Nicht jeder Hüter hat Spaß an allen Inhalten, die Destiny 2 zu bieten hat. Grundlegend lassen sich drei Spielertypen festlegen:

  • Reine PvE-Spieler lieben den Kampf gegen computergesteuerte Aliens, haben alle Raids absolviert und setzen, wenn überhaupt, nur dann einen Fuß in den Schmelztiegel, wenn es absolut unerlässlich ist.
  • Mixed-Spieler lieben jeglichen Content, den Destiny 2 zu bieten hat, egal ob PvE oder PvP.
  • Reine PvP-Spieler tummeln sich lediglich in den PvE-Inhalten, um die richtigen Werkzeuge zu ergattern, mit denen sie anderen Hütern im Schmelztiegel das Licht ausblasen können. Der Schmelztiegel ist ihr Reich und wird nur widerwillig verlassen.

Destiny 2 PvP

Speziell die Gruppe der reinen PvE-Spieler ist nicht begeistert, für exotische Waffen in den Schmelztiegel zu müssen und auch die Mixed-Spieler müssen sich zum Teil überwinden. Bungie sah sich schon häufiger deswegen Kritik ausgesetzt. Trotzdem werden die Hüter regelmäßig in den Schmelztiegel geschickt.

Auch bei diesen Quests kamen die Spieler nicht um den Schmelztiegel herum: Das Paradebeispiel für eine bockschwere Schmelztiegel-Quest dürfte noch immer der Dorn-Beutezug aus Destiny 1 sein. Hier mussten die Hüter im Schmelztiegel Kills mit Leere-Waffen erzielen, bei eigenen Toden wurde der Fortschritt wieder verringert.

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Der Schrecken vieler Hüter: Die Dorn-Quest

Die Quest galt damals als sehr schwer, da es kaum Primärwaffen mit dem Leere-Element gab, abgesehen vom Automatikgewehr aus der Gläsernen Kammer sowie der Handfeuerwaffe aus dem Crota-Raid.

Was viele Spieler vergessen haben dürften: Wer neu mit Destiny 2 startet, muss Meilensteine abspulen, die auch vorsehen, zwei Matches in der kompetitiven Playlist des Schmelztiegels zu absolvieren. Dies wirkt sich jedoch selten positiv auf das eigene Team aus, schließlich ist man nur unzureichend ausgestattet und im Zweifel unerfahren.

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Besonders viel Kritik gab es bei der Pikass. Hier mussten Hüter 25 Präzisions-Kills mit einer Handfeuerwaffe landen. Eine Aufgabe, die auch heute noch einigen Hütern die Tränen in die Augen treiben dürfte. Für eine Waffe, die eindeutig an eine Story-Questline gebunden ist, in den Schmelztiegel zu müssen, war für viele unverständlich.

Warum schickt Bungie die Spieler dauernd in den Schmelztiegel? Trotz der nicht abflauenden Kritik hält Bungie an dieser Praxis fest, was die Quest für das letzte Wort aufs Neue beweist. Die Gründe dafür mögen auf den ersten Blick nachvollziehbar sein:

  • Bungie möchte den Spielern die komplette Palette dessen zeigen, was Destiny 2 zu bieten hat. Dazu gehört auch der Schmelztiegel
  • Waffen wie Das letzte Wort und die Pikass sind äußerst stark im Kampf gegen andere Hüter, was die Anforderungen zumindest nachvollziehbarer erscheinen lässt
  • Hüter, die sich bisher nicht in den Schmelztiegel getraut haben, könnten durch die Quest-Schritte neugierig gemacht werden

Destiny-2-Crucible-pvp

Diese Grundüberlegungen ändern jedoch nichts daran, dass der Schmelztiegel für viele Spieler ein Ort ist, den sie niemals betreten möchten. Zu inkonsistent ist das Matchmaking, zu frustrierend die Erfahrung, wenn man komplett auseinander genommen wird.

Im Kern sind Destiny und Destiny 2 ganz klar auf die PvE-Inhalte fokussiert, der Schmelztiegel ist allenfalls „Beiwerk“. Die Hüter sollten also nicht gezwungen werden, frustrierende Erfahrungen auf sich nehmen zu müssen, so die Kritik.

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Wie könnte Bungie das Dilemma umgehen? Der grundlegende Ansatz, den Schmelztiegel in exotischen Quests mit einzubeziehen, mag nachvollziehbar sein. Für reine PvE-Spieler sollte jedoch eine Alternative ins Spiel gebracht werden.

So könnte Bungie eine Mechanik einbauen, die es einem Spieler erlaubt, zu wählen, ob er im PvE oder im PvP bestimmte Quest-Ziele erreichen möchte. Wer sein Glück im Kampf gegen andere Hüter versuchen möchte, könnte mit einem schnelleren Fortschritt belohnt werden.

Was haltet Ihr davon? Sollte Bungie seine Praxis überdenken, Spieler in den Schmelztiegel zu locken?

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