Destiny 2: Kann das PvE überzeugen? – Unser Anspielbericht zur Beta

Das Warten hat ein Ende. Die „Destiny 2″-Beta ist seit dem 18. Juli um 19 Uhr für alle Vorbesteller auf der PS4 geöffnet. Was hat sich gegenüber dem Vorgänger konkret geändert? Ist das Gunplay immer noch so überragend? Und was ist eigentlich mit dem Ball aus dem Turm passiert? Lest es im ersten Teil unseres Anspielberichts zu den PvE-Aktivitäten!

Termiten, überall Termiten

Der Beta-Start von Destiny 2 verlief holprig. Wer gestern unzählige Fehlermeldungen wie Termite erhalten hat, der weiß, wovon ich spreche.

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Ich musste ebenfalls mit der Termiten-Plage kämpfen, aber als ich erst einmal im Spiel war, lief es überraschend stabil. Einige User berichteten zwar von Client-Crashes und weiteren Fehlercodes,  aber davon konnte ich nichts feststellen.

Nach der Klassenwahl (ich startete die Beta mit der neuen Warlock Klasse Dämmerklinge) wurde die Story mithilfe von Zwischensequenzen eingeleitet. Anschließend ging es direkt ins Getümmel.Destiny 2-Beta charakter

Der Charakter-Bildschirm in der Beta

Meine erste Amtshandlung als Hüter, der den Turm retten soll? Entspannt das Menü öffnen und erstmal umsehen!

Der Charakterbildschirm hat große Ähnlichkeit mit dem des Vorgängers, weshalb sich Veteranen schnell zurechtfinden dürften. Die Anzahl der verfügbaren Reiter im Auswahlmenü hat Bungie für die Beta auf zwei reduziert. Ihr habt Zugriff auf Euren Charakter und die Spieleinstellungen, mehr nicht. Ihr habt weder Zugriff auf Nebenmissionen, noch auf Eure Clan-Seite.

Ein Blick auf die Fähigkeiten der jeweiligen Klasse offenbart das bereits im Vorfeld bekannt gewordene Layout. Mir hat die Fähigkeitenauswahl im ersten Teil besser gefallen, da ich zumindest das Gefühl hatte, dass ich beeinflussen konnte, wohin sich mein Charakter entwickelt, und bei verschiedenen Skills auch direkt Auswirkungen auf die Rüstung, Erholung und Agilität meines Charakters sehen konnte. Diese drei Klassenmerkmale gibt es (zumindest an dieser Stelle) nicht mehr.dawnblade-skill-tree

Bungie hat für die Beta bereits einige Perks und Fähigkeiten freigeschaltet. So sind bei der Dämmerklinge alle Sprünge, Nahkampf-Modifikationen, Granaten und Spezialfähigkeiten freigeschaltet, aus denen ich wählen kann. Auch alle Fähigkeiten oben rechts im Skill-Tree sind bereits ausgefüllt und aktiv. Der untere Viererpack an Perks kann in der Beta nicht getestet werden.

Die Statuswerte Intellekt, Disziplin und Stärke sind verschwunden. Sie werden abgelöst durch Belastbarkeit, Mobilität und Erholung. Beeinflusst werden diese Werte durch die angelegte Rüstung. Ein Blick in die Ausrüstungsgegenstände zeigt, dass die Werte variiert werden können.

Nicht schön gelöst ist, dass ich zwar sehen kann, wie die Werteverteilung für den einzelnen Gegenstand ist, aber keine Gesamtansicht habe. Die erhalte ich erst, wenn ich die Ansicht des Ausrüstungsgegenstands verlasse.

Auch konnte ich keine Möglichkeit entdecken, Abklingzeiten zu reduzieren oder die Nachladegeschwindigkeit von Waffen zu senken. Hoffentlich werden diese Möglichkeiten im Hauptspiel ergänzt, da die Rüstung sonst nur einem ästhetischen Zweck dient.zavala-bubble

Die Story-Mission „Heimkehr“

Kommen wir zur ersten und einzig spielbaren Story Mission in der Beta – Heimkehr. Zu dieser Mission liegen bereits seit Wochen viele Berichte und Videos vor, endlich dürfen wir nun selbst Hand anlegen. Ich starte mit dem Automatikgewehr im Kinetik-Slot und einem Impulsgewehr im Energie Slot. Als alter Fusionsgewehr-Enthusiast freue ich mich sehr über meine Wumme im Power-Slot.

Die Mission weiß durchaus zu gefallen. Schlauchpassagen wechseln sich mit offenen Gebieten ab, es gibt unterhaltsame Zwischensequenzen und bei kleineren Bossgegnern hatte ich auf einmal zufällige Spieler an meiner Seite, die mich unterstützt haben. Eine willkommene Abwechslung.

Es gab auch kleinere Rätsel und Sprungpassagen zu lösen. Das Ende war spannend inszeniert und dramatisch. Insgesamt eine abwechslungsreiche Mission, die Lust auf mehr macht. Ob Bungie diesen Stil im weiteren Verlauf der Hauptgeschichte halten kann, muss allerdings erst bewiesen werden. Trotz allem nicht zu vergleichen zur „Story“ aus dem Vorgänger. Bisher ist mir niemand über den Weg gelaufen, der keine Zeit hatte, mir zu erklären, warum er mir nichts erklären kann.tower-attack

Wo ist der Ball? Und steht die Jukebox noch?

Wer genau hingesehen hat, konnte sogar ein paar kleinere Easter-Eggs entdecken. So haben die Kabale tatsächlich die Luft aus dem beliebten Ball im Turm herausgelassen. Möglicherweise hat sich der Oberbösewicht Ghaul alte Videos von Hütern angesehen, die auf dem Ball balanciert sind, und hat versucht, das nachzumachen. Hätte er lieber lassen sollen.purple-ball

Wer im Hangar die Lauscher gespitzt hat, konnte sogar die Jukebox trällern hören. Bungie beweist hier Sinn für Humor, es läuft Paul McCartneys „Hope for the Future“ in Dauerschleife. Alte Hasen werden sich erinnern, der Song wurde extra für Destiny inszeniert und verschwand anschließend im Nirgendwo.

Wie sieht es mit dem Gunplay aus?

Das Gunplay ist Bungie-typisch überragend. Das Feedback der Waffen ist individuell und direkt. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, mit richtigen Knarren unterwegs zu sein, und nicht mit Soft-Air-Pistolen. Subjektiv fühlt sich das Ganze noch besser an als im Vorgänger.

Auch an den Sounds der jeweiligen Wummen hat Bungie gearbeitet. Es knallte und rummste unter meinen Kopfhörern, dass ich noch weiter geschossen habe, obwohl die Gegner schon am Boden lagen. Hier hat Bungie wirklich gute Arbeit geleistet.tower-homecoming

Ob dies der Grund war, warum ich häufiger Munitionsprobleme hatte? Oder lag es doch an meinen bescheidenen Fähigkeiten?

Gefühlt belohnt das Spiel Treffer auf gegnerische Schwachstellen stärker als noch im Vorgänger, die Gegner kippten bei Kopftreffern deutlich schneller aus den Latschen.

Der Strike „Die verdrehte Säule“

Nach der Story-Mission landet Ihr im Orbit. Über den Navigator lässt sich unter anderem der einzige in der Beta spielbare Strike auswählen. Also Freunde einladen und ab geht die wilde Fahrt.inverted-spire

Die Mechaniken wissen zu gefallen, insbesondere der Endgegner ist fordernd und macht Spaß. Wer hier die kleinen Gegner ignoriert und nur auf den Boss einhaut, wird schnell eine böse Überraschung erleben.

Zwischenzeitlich fanden wir uns in einer Art Arena wieder und wurden von hundeartigen Gegnern überrannt. Wer hier nicht aufpasst, wird schnell das Zeitliche segnen.

Hoffentlich wird Bungie dieser Linie auch bei den anderen Strikes treu bleiben und abwechslungsreiche Mechaniken bringen, um die Spieler bei Laune zu halten.

Wird der Hüter jetzt zur Quasselstrippe?

Ein Kritikpunkt aus Destiny 1 war der Umstand, dass unsere Hüter über weite Strecken stumm waren. Dieser Linie bleibt Bungie zumindest in der Beta treu. Mein Hüter hat nicht einen Mucks von sich gegeben. Dafür ist mein Geist nun noch aktiver.twitter-ghost

Mir persönlich gefällt das nicht, da ich das Gefühl hatte, das Zavala, Ikora und Amanda nur mit meinem Geist kommunizieren, und ich das Anhängsel bin, das hinterher läuft. Hier wird Bungie hoffentlich noch nachbessern und den Hüter deutlich prominenter in den weiteren Verlauf der Geschichte einbinden.

Wie ist Euer erster Eindruck bisher? Habt Ihr weitere Punkte entdeckt, die Euch begeistern oder verärgern? Lasst es uns den Kommentaren wissen.

Lest morgen im zweiten Teil unseres Anspielberichts, wie sich unser Autor im Schmelztiegel schlägt, und an welchen Schrauben Bungie hier gedreht hat.


Interessant: Welche Klasse Ihr in der Beta spielen solltet

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