Sons of the Forest knackt Steam-Server, ist das erfolgreichste Spiel auf Twitch – Darum ist das Game so im Hype

Sons of the Forest knackt Steam-Server, ist das erfolgreichste Spiel auf Twitch – Darum ist das Game so im Hype

Das neue Survival-Spiel Sons of the Forest legt einen fantastischen Release hin. Wie konnte ein Spiel von einem kleinen Indie-Studio so etwas schaffen? MeinMMO-Redakteur Maik Schneider ordnet den Release ein und stellt fest: Das Spiel hatte genau die richtigen Rezepte.

Was für ein Release von Sons of the Forest.

Das Spiel des kleinen Indie-Studios Endnight Games hat einfach mal Steam gebrochen. Die Server der Spieleplattform konnten dem Andrang über anderthalb Stunden nicht standhalten, man konnte keine Spiele kaufen, viele Steam-Seiten waren offline.

Dazu kommt ein riesiges Interesse auf Twitch. Aktuell sitzen über 200.000 Zuschauer vor den Bildschirmen, um Streamern dabei zuzusehen, wie sie vor schleimigen Mutanten flüchten und in der Wildnis verhungern (Stand: 24.02.2023 / 13:45 Uhr). Nur die Kategorie „Just Chatting“ ist noch knapp drüber.

Doch wie ist das möglich? Ist das Spiel tatsächlich so gut?

Ja, ist es. Auch wenn einige Forest-Veteranen über den geringen Content lästern. Aber es gibt noch weitere Gründe für den kräftigen Hype zum Release, die ich mit euch durchgehen möchte.

Wollt ihr vorher einen kurzen Einblick in Sons of the Forest bekommen, startet unser Video:

The Forest begeisterte Millionen

Sons of the Forest ist der Nachfolger von The Forest, das 2014 im Early Access auf Steam startete. 2018 folgte der komplette Release, ein paar Monate später kam die Portierung auf PlayStation 4 und die Unterstützung von VR-Headsets. In VR möchte ich mir den Grusel-Titel gar nicht erst vorstellen.

Allein die PC-Version kam dabei auf über 5 Millionen Verkäufe und begeisterte viele seiner Spieler. Auf Steam steht The Forest bei 96 % positiver Reviews – ein Top-Wert.

Und obwohl die Entwickler wenig kommunizieren und es kaum Werbung zu Sons of the Forest gab, haben sie es richtig klug gemacht. Denn schon vor 3 Jahren kam 2020 der erste Trailer zum Spiel, der deutlich machte: Der Nachfolger von The Forest wird noch mal dasselbe Spiel – nur größer und besser.

Der Buschfunk hat tadellos funktioniert und über die Jahre hat sich still und heimlich ein heftiger Hype aufgebaut, der sogar die Steam-Server zum Schmelzen brachte.

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Die Gaming-Dürre ist noch nicht überstanden

Zudem dürfen wir nicht vergessen, dass Gaming aktuell noch in der Krise steckt. Mit Hogwarts Legacy kam erst kürzlich ein großer und beliebter Top-Titel, der viele Spieler in den Bann zog.

Aber abseits davon kommen die Releases nach der langen Coronakrise erst wieder in Fahrt. Und Hogwarts Legacy ist ein reiner Singleplayer-Titel, ein Fan des Franchise sollte man auch sein, um es voll auskosten zu können.

Sons of the Forest konnte das Momentum nutzen und hat genau die richtigen Knöpfe bei Fans von Multiplayer-Titeln gedrückt. Anders als etwa Wild Hearts, das AAA-Jagdspiel von EA, das als Vollpreis-Titel sicher unter den Erwartungen der Verantwortlichen blieb:

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Lasst die Streamer leiden!

Der Erfolg auf Twitch lässt sich mit einem Muster erklären, das auch Show-Events wie Boxkämpfe unter Stream so erfolgreich macht – wir sehen die Content-Creator gerne leiden!

Sons of the Forest ist gruselig, an manchen Stellen unfair und hart. Das Crafting und die Bedienung sind kompliziert und während man noch versucht, seinen ersten Speer zu craften, hacken Mutanten schon das Haus zu Kleinholz.

Besonders am Anfang ist das Spiel geprägt von Verwirrung und Überforderung. Ist es dunkel, kommt auch noch Angst, vielleicht sogar Panik dazu. Das lieben die Zuschauer, es entlockt den Streamern wahrhaftige Emotionen und genau das wollen wir doch sehen.

Schwere Spiele immer beliebter

Außerdem erkenne ich einen interessanten Trend der letzten Jahre: Schwere Spiele rücken immer weiter in den Mainstream des Gamings.

Schon der Überraschungs-Erfolg von Valheim Anfang 2021 war ein Symptom. Das Survival-Game ging nicht zimperlich mit seinen Spielern um. Wer einmal im Sumpf war, wird das bescheinigen können. Trotzdem verkaufte es sich über 10 Millionen mal.

Doch spätestens mit Überflieger Elden Ring von 2022 war klar – um Erfolg zu haben, braucht man heutzutage keinen „Easy-Mode“ mehr. Millionen von Spieler sind bereit, sich einer Herausforderung zu stellen, um den eigenen, wohlverdienten Sieg zu schmecken.

Sons of the Forest ist ebenfalls so ein schweres Spiel, das mit knackigen Herausforderungen und schmackhaften Siegen lockt.

Survival als Genre der Zukunft

Zum Schluss spielt auch das Genre von Sons of the Forest eine Rolle. Spätestens seit dem Hype von Rust 2021 erlangte das Genre immer mehr Beliebtheit. Für mich selbst sind Survival-Games mit einer Open World das beste, was Gaming überhaupt zu bieten.

Das Genre steht für Freiheit, eigene Entscheidungen – eine Sandbox, in der ich tun und lassen kann, was ich will. Hier treffen Basenbauer von Aufbau-Strategiespielen auf mutige Krieger mit viel PvP-Erfahrung. Das Survival-Genre bedient so viele Spielstile, dass fast jeder Gamer etwas damit anfangen kann.

Zudem sind Millionen von Spielern des letzten Jahrzehnts mit Minecraft groß geworden, suchen mit höherem Alter aber auch düstere, erwachsenere Alternativen.

Dass es bisher kein großes Studio geschafft hat, ein AAA-Survival-Game auf die Beine zu stellen, ist für mich ein Unding. Darüber hat unser Survival-Experte Benedict Grothaus erst kürzlich philosophiert. Da kommt demnächst einiges auf uns zu.

Sons of the Forest hat offenbar vieles richtig gemacht und schafft es selbst als Spiel im Early Access, direkt zum Release eine große Spielerschaft zu überzeugen. Es ist aber auch wirklich ein gutes Spiel.

Diskutiert mit mir in den Kommentaren über Gründe des Hypes von Sons of the Forest. Stimmt ihr dem zu, seht ihr andere Gründe, habt ihr eine andere Meinung? Ich will alles hören.

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Toranes

Wie kann man die wenigen Stunden Content als gutes Spiel bezeichnen und was hat das mit Forest Veteran oder nicht zu tun? Sons of the Forest ist einfach nur overhyped. Es bietet in der jetzigen Form nahezu keinen Content. Ein paar Punkte auf der map die man ablaufen kann und die paar Höhlen die Teilweise nicht mal Gegner beinhalten. DAS soll das gute Spiel sein? Habe das Gefühl in dem Artikel wird einfach nur mit dem Strom geschwommen genau wie es aktuell XXX Streamer machen und nur positives erzählen.

Es gibt momentan doch nicht mal einen Grund eine Base zu bauen. Ich kann doch alles in meinem Rucksack mitnehmen, wozu irgendwas bauen? Die Kämpfe sind auch komplett anspruchslos. Die normalen Feinde kann man in der Regel mit 1-2 Headshots vom einfachen Bogen töten. Sobald man Schusswaffen oder die Armbrust hat wird es komplett öde.

30 Euro ist das Spiel in der jetzigen Form nicht Wert.

Zuletzt bearbeitet vor 11 Monaten von Toranes
Kass

Also doch kein gutes Spiel? Vielleicht hätten Sie die Werbekosten für Twitch “stars” lieber ins Spiel gesteckt und auf die drölf ich Kauf jedes hype Spiel ich bin jetzt ein kühler Nerd,verzichtet.

Nein

Ich war ziemlich enttäuscht nach dem anfänglichen Hype. Ich warte jetzt erst einmal ein paar Monate, bis da was Vernünftiges nach kommt.

Caliino

Ich bin ehrlich gesagt richtig enttäuscht was die da abgeliefert haben…

Den ersten Teil habe ich nur bei einem Streamer verfolgt und wollte den zweiten endlich selbst spielen. Gesagt getan und mittlerweile die “Story” durch.

Und da ist er auch schon, mein größter Kritikpunkt: die (nicht) vorhandene “Story” die nur durch ein paar Textschnippsel erklärt wird und irgendwie von einer KI zusammen gewürfelt wirkt. Keine Ahnung ob ich da was übersehen habe, aber ich hab jetzt mehr offene Fragen als vor dem Start xD

Tim

“early acsess”

Caliino

Sorry, aber das Early Access Argument zieht hier nicht:
a.) Der Full-Release war mit 23.02 geplant und erst am 03.02 – also drei Wochen vorher – wurde plötzlich auf EA umgeschwenkt – dabei war aber keine Rede dass die Story noch nicht fertig ist
b.) Du kannst die “Story” bereits durchspielen. In anderen EA-Titeln wurde die immer Schritt für Schritt erweitert und erst mit “1.0” konnte man die abschließen.
c.) Wenn du die paar Textschnippsel übersiehst, hast du NULL Story, du weißt nicht was es mit den Typen auf sich hat, was die da vorhaben usw….

Ich habe absolut nichts gegen EA, kaufe und spiele die auch sehr gerne während der Phase. (800h Satisfactory, 210h Grounded, 40h Planet Crafter, 110h Raft, 156h Below Zero, 96h Subnautica usw…)

Aber SotF kann ich aufgrund der nicht vorhandenen Story nicht empfehlen. Wenn einem das Bauen/Survival wichtig ist, dann ja, aber sonst definitiv nicht.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr von Caliino
Wurschglagla

Doch wie ist das möglich? Ist das Spiel tatsächlich so gut?
Ja, ist es. Auch wenn einige Forest-Veteranen über den geringen Content lästern. Aber es gibt noch weitere Gründe für den kräftigen Hype zum Release, die ich mit euch durchgehen möchte.

Nein ist es nicht, und das hat auch nix damit zutun ob man The Forest Veteran ist oder nicht. Für knapp 30€ sollte man erwarten dürfen dass das Spiel Content hat, und man nicht einfach einen EA abliefert. Das ist dreiste Abzocke und eine Beleidigung jener, die wirklich auf dieses Spiel gewartet haben.

Hier fehlt nicht einfach nur Content, hier fehlt die ganze Hauptstory. 3 GPS-Punkte abklappern kann doch nicht alles sein. Das stellt weder zufrieden, noch erklärt es irgendwas, was eigentlich los ist. Dann fehlen auch noch extrem viele Baupläne und man bekommt eine KI mitgeschickt die völlig nutzlos ist und einen sogar noch tötet oder das Lager kaputt macht.

Noch dazu wird man bereits an Tag 1 auf leichtesten individuellen Einstellungen ständig mit Gegner Horden überrannt und man hat keine Chance eine Base zu errichten. Ich habe es solo versucht, keine Chance.

Das Spiel in seiner jetzigen Form ist Mist.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr von Wurschglagla

Du hast den ersten Teil nie gespielt? Ich meine der war ewig im EA das ist kein Spiel was man einfach nur durch spielt

Wurschglagla

Das was du Ende nennst ist ein trauriger Witz, es gibt nichtmal einen Endboss. Man rennt einfach durch bis zum Artefakt und hat dann die Möglichkeit draußen am Heli einzusteigen, oder umzudrehen und den Rucksack zu nehmen um da zu bleiben. Das ist kein Ende, das ist ein Schlag ins Gesicht.

Todesklinge

Ich gönne den Erfolg der Entwickler.
An der Stelle könnte man schon sagen, wie es nicht so gut um die anderen Vertreter dieses generes steht.
Bin kein Fan von Survival, daher trifft es nicht mein Geschmack.

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