Verdammt, Pokémon GO – Die Story um die Rückkehr von Professor Willow habt ihr echt verbockt

Verdammt, Pokémon GO – Die Story um die Rückkehr von Professor Willow habt ihr echt verbockt

Das Pokémon GO Fest Finale 2022 sollte Ultrabestien, Shaymin und das Ende der Willow-Story bringen. Doch das große Mysterium fiel schlussendlich flach aus, meint MeinMMO-Autor Max Handwerk.

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber: Ich liebe es einfach, wenn ein Spiel es schafft, eine packende Story zu erzählen. Und ja, mir ist schon klar, dass Pokémon GO nicht gerade das Spiel ist, in dem man eine fesselnde Geschichte erwarten sollte.

Umso überraschter war ich, als sich das Reale-Welt-Monster-Sammel-Spiel im Juni 2022 so richtig was traute.

Plötzlich eine spannende Story: Nach Jahren der Forschung, Erzählung und Beratung war Professor Willow, die Nummer-1-Ansprechperson für Trainer in Pokémon GO, plötzlich verschwunden. Die Figur, die neue wie alte Trainer durch das Spiel leitet, Forschungen regelt und neue Elemente vorstellt, war einfach futsch.

An seine Stelle trat Rhi, ein mysteriöses Mitglied des „Ultraforschungsteams“, mit dem Ziel, die neuen Wurmlöcher zu untersuchen und eine mögliche Invasion der Ultrabestien aufzuhalten. Außerdem erzählte Rhi uns, dass Willow „irgendwo in der Ultradimension“ feststeckt – spannend!

Normalerweise klicke ich mich schnell durch die Questtexte und lese nur ab und zu, was der Professor zu erzählen hat. Doch dieser Umbruch war so auffällig, dass ich dachte: Hier steckt vielleicht eine wirklich gute Geschichte drin.

Aber so richtig wollte die Story einfach nicht abheben.

Ein starker Start verläuft im Sande – Schade

Das machte den Anfang so gut: Ich finde es in Pokémon GO immer spannend, wenn etwas Unerwartetes passiert. Zum Beispiel, als plötzlich überall Meltan auftauchten oder als Massen von Bidiza anfingen, über den Verlauf einer Woche das Spiel zu überrennen. Da merkt man richtig, dass irgendwas Besonderes los ist. Oft laufen Dinge aber eher so „nebenbei“.

Die Geschichte um den verschwundenen Professor hingegen startete ebenfalls mit spannenden Elementen. Da war zum einen der auffällige Ersatz durch Rhi, aber auch Dinge wie die neuen „Ultrapforten“.

Klar, die funktionieren genau wie die Raid-Eier – aber hey, immerhin hat Pokémon GO versucht, Elemente der Story auch spielerisch umzusetzen.

In den folgenden Wochen erzählte Rhi uns immer mehr über die Ultrabestien und wies darauf hin, dass unsere Forschung dabei helfen könnte, den Professor zu retten oder wenigstens wiederzufinden.

Nun stieg langsam die Vorfreude – schließlich war ja damit zu rechnen, dass beim GO Fest Finale auch eine Art „Story-Finale“ anstehen könnte. Ich war gespannt, wie Pokémon GO das umsetzen würde.

Pokémon-GO-Spezialforschung-Rhi-Titel
Der Professor war dahin, Rhi übernahm die Leitung

Die ersten Probleme: Schon während dieser Wochen bekam die Story leichte Risse. Der Grund war ein ganz simpler: Rhi übernahm zwar die Leitung bei Events wie dem Community Day mit Kapuno, doch beim Forschungsdurchbruch oder dem Abschluss älterer Spezialforschungsaufträge tauchte ein bekanntes Gesicht auf: Hier geisterte Professor Willow weiter im Spiel herum und zeigte sich auf den Smartphones der Trainer, als wäre nichts gewesen.

Gut, da wurde Rhi halt einfach nicht reinprogrammiert. Schade, denn: Es hätte noch deutlicher gezeigt, dass wir hier gerade ein Problem bekämpfen und der Professor tatsächlich weg ist.

Rückkehr beim Finale: Das GO Fest Finale stieg am Wochenende und sollte auch, wie mittlerweile angekündigt, das Finale der Willow-Story mitbringen. Ich war gespannt, wie wir den Professor wohl wiederfinden und retten würden.

Die Antwort: Gar nicht. Rhi regelte das nämlich selbst und frühstückte die Geschichte in wenigen Sätzen ab.

Gute Nachrichten, teilte Rhi uns da mit: Nach der Datenanalyse der Wurmlöcher wurde der Professor gefunden und zurückgeholt. Ohne unsere große Mühen wäre das nicht möglich gewesen. Ich meine… haben wir was gemacht?

Danach richtete auch Willow das Wort an uns. Der gute Mann hat offenbar ganz schön was erlebt, was an der heftigen Abenteurer-Jacke und der neuen Brille deutlich zu erkennen ist. Er sagt auch selbst, dass er ein fantastisches Abenteuer erlebt hatte, jetzt aber erstmal schlafen gehen wolle.

Klingt super-spannend. Da stellt sich die Frage: Warum waren wir denn nicht dabei?

Professor Willow
Der Professor hat sich offensichtlich verändert

Das war’s schon? Während es spannend war, die Geschichte um den Professor zu lesen, machten wir spielerisch im Grunde dasselbe wie immer – Pokémon in der Wildnis fangen, Monster in Raids bekämpfen.

Rein Story-technisch war dann im Grunde eher noch etwas interessant, was nach dem Event passierte: Kurz sprach der Professor von einer Präsenz der Sonne und des Mondes auf seinem Abenteuer – und plötzlich spawnten ohne Ende Sonnfel und Lunastein nach Final-Schluss. Das wird allerdings wohl nur ein Teaser darauf sein, was die Saison des Lichts bringt.

Bei all dem Vorlauf war das überraschend wenig. Ich erwarte ja nicht, dass die gesamte Map im Spiel in die Ultra-Dimension verwandelt wird – aber dass wir absolut gar nichts tun mussten, um den Professor zu retten, hatte ich dann doch nicht erwartet. Wer den Text einfach durchgeklickt hat, dürfte von der Story kaum was mitbekommen haben.

Auch im Pokémon-GO-Subreddit „TheSilphRoad“ wird über die Rückkehr des Professors und sein, nun ja, cooleres Erscheinungsbild gesprochen. Da wird unter anderem humorvoll kommentiert, dass er ganz offensichtlich eine böse Version aus einer anderen Dimension sei.

Und ich gebe zu: Wenn das alles nur ein Trick ist, die Story weitergeht und es am Ende auf einen epischen Boss-Kampf gegen Fake-Willow hinausläuft, um den echten Professor zu retten – dann hab ich nichts gesagt. Aber ich bezweifele es.

Was haltet ihr von der Pokémon GO Story um den Professor? Hat sie euch interessiert, oder verfolgt ihr sowieso nicht, was in den Questtexten steht?

Wer gerne rätselt, kann sich übrigens gerade an den Teasern zur neuen Saison des Lichts austoben.

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Der.

Mir gefällt das neue Design von Professor Willow nicht. Warum wurde das alte Design als mangelhaft und überarbeitungswürdig befunden und ohne Absprache mit den Spielern geändert?

Xpiya

Niantic besitzt nicht einen einzigen Storywriter… nichtmal jemanden der allgemein gern eine Geschichte erzählt/liest.

Mal im Ernst, jede 1€ Forschung zum CDay ist langweiliger geschrieben als ein Aufsatz aus der 3. Klasse. Den Dreck kann man sich doch garnicht durchlesen ohne dabei einzuschlafen.

Das ganze qualitativ um 5.000% zu steigern wären wahrscheinlich nichtmal 50.000$ p.a. Nötig.

Warum man diesen Teil im Spiel so gänzlich negiert wird mir ewig ein Rätsel bleiben, dabei hat es so viel Potenzial für wie gesagt minimalsten Geldaufwand.

am Ende sind es auch nichtmal nur die Geschichten, auch alle Aufgaben bewegen sich auf dem „töte 10 Schweine“ Niveau aus WoW 2007.

wahrscheinlich könnte man den Client auch auf Japanisch stellen und würde über Jahre hinweg nichts verpassen.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Xpiya
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