Morhaime erklärt Fiasko mit Diablo 4 und Immortal auf der BlizzCon 2018

Der langjährige Chef von Blizzard, Mike Morhaime, blickt auf einige der einschneidenden Erlebnisse in seiner Zeit zurück. Das sagt er zur BlizzCon 2018, bei der Fans „Diablo 4“ erwarteten und „Diablo Immortal“ bekamen.

Wer spricht da? Mike Morhaime ist einer der drei Gründer von Blizzard und führte das Unternehmen lange Zeit.

Er war 27 Jahre bei Blizzard, ist mittlerweile ausgeschieden und sucht nach neuen Projekten. Im Gespräch mit Venturebeat schaut er auf seine Karriere zurück.

Morhaime-Blizzard
Mike Morhaime.

Was war auf der BlizzCon 2018 geschehen? Blizzard kochte vor der BlizzCon versehentlich einen Hype für Diablo 4 hoch, den sie dann nicht mehr einfangen konnten:

  • Im Vorfeld der Veranstaltung wurde bekannt, dass Diablo den zentralen Ankündigungs-Slot erhalten würde
  • Fans machten sich Hoffnung auf ein Diablo 4, das aus ihrer Sicht lange fällig war
  • Blizzard merkte das und versuchte, den Hype in Zaum zu halten. In einem Foren-Post sagte man, man habe verschiedene Diablo-Projekte und möchte auch drüber reden, aber das brauche Zeit
  • Auf der BlizzCon selbst war die Enttäuschung aber groß, als nicht Diablo 4 für den PC vorgestellt wurde, sondern das Mobile-Spiel „Diablo Immortal.“

Die BlizzCon 2018 galt wegen der Aktion als Flop und es wurde viel spekuliert, was da schiefging. Angeblich war eine Vorstellung von Diablo 4 geplant, wurde dann aber verschoben, weil Blizzard nicht völlig zufrieden mit dem war, was man zeigen wollte.

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„Die Nachricht drang nicht durch“

Das sagt Morhaime zur BlizzCon 2018: Er sagt, man hat eine Gruppe, die sehr leidenschaftlich für die Marke „Diablo“ empfindet. Die waren sehr aufgeregt und voller Vorfreude auf ein Produkt, das noch nicht angekündigt war.

Morhaime sagt: „Ich denke Blizzard hat versucht, die Erwartungen zu managen. Sie würden nicht Diablo 4 auf der BlizzCon ankündigen. Aber ich denke, diese Nachricht ist nicht richtig durchgedrungen. Sie hatten es in den Foren gepostet – und in der Vergangenheit wäre das auch genug gewesen. Aber in diesem Fall haben die Zuschauer die Nachricht offenbar nicht erhalten.“

Diablo 3 Crusader Wallpaper Art

Wie hätte Blizzard den Ärger verhindern könnte? Bei Blizzard spricht man nur selten über Spiele, die zu weit weg sind.

Morhaime deutet an, dass man in diesem Fall vielleicht etwas von der Regel hätten abweichen sollen. Er sagt: „Vielleicht hätte man in diesem Fall mehr darüber sprechen müssen, dass die Marke Diablo den PC nicht aufgibt.

Wenn wir die Produkte in einer anderen Reihenfolge angekündigt hätten, wäre wohl alles okay gewesen. Aber diese Lektion wurde hoffentlich gelernt.“

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