Na super, jetzt will Kim Dotcom Destiny 2 retten – Schon wieder

Der umstrittene deutsche Internet-Unternehmer Kim Dotcom (bürgerlich Kim Schmitz) ist großer Destiny Fan. Nun glaubt er, sein Lieblingsspiel Destiny 2 sei durch Bungie gefährdet. Er denkt: Das Game braucht einen leidenschaftlicher Führer. Schmitz scheint sich selbst in dieser Rolle zu sehen.

Kim Schmitz ist in Deutschland aufgewachsen und war in den 90ern und 2000er Jahren eine Mischung aus erfolgreichem Geschäftsmann und Hacker.

Schmitz‘ Geschäfte führten ihn immer wieder auf Konfrontationskurs mit den Behörden. Er war sowas wie das kontroverse Gesicht der ersten Generation von deutschen Internet-Pionieren: schnelles Geld und schneller Ruhm. Schmitz inszenierte sich als gewiefter Geschäftsmann, der die Zeichen der Zeit erkannt und es in seinen Zwanzigern zu Reichtum gebracht hatte.

2001 hatte Schmitz sogar einen Auftritt in der populären Harald Schmidt Show, wo er als „sympathischer Multimillionär“ angekündigt wurde und über sein Geschäft und seine Probleme sprach.

Auch in den 2010er-Jahren war Schmitz umtriebig. Er gründete die Download-Plattform MEGA und wanderte nach Neuseeland aus. Dort war aber das FBI hinter ihm her und wollte die Auslieferung in die USA erwirken und … ach.

Sagen wir: Schmitz lebt ein bewegtes Leben.

Aber für uns als MMO-Seite ist vor allem seine Beziehung zu Destiny wichtig. Die reicht lange zurück. Schon einmal spielte Kim Dotcom eine wichtige Rolle in der Geschichte des Shooters.

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Kim Dotcom hat schon mal Destiny gerettet – so irgendwie

2014 war Destiny gerade gestartet und das Thema der Stunde. Viele wollten im Dezember ihren Weihnachtsurlaub mit dem Science-Fiction-Shooter verbringen. Doch eine Gruppe von DDOS-Attackern, die sich „Lizard Squad“ nannte, drohte diesen Plan grinchmäßig zu sabotieren.

Mit Angriffen auf das PlayStation-Network und Xbox Live verhagelten sie vielen Zockern Weihnachten 2014. Das Schlimme: Sie machten sich dann noch darüber lustig und trollten das Netz.

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Damals war es Kim Dotcom, der als Vermittler auftrat und die Angreifer mit Bestechung besänftigte. Er gewährte ihnen lebenslange Privilegien auf seiner Download-Plattform, wenn sie ihre Attacken auf Xbox und PlayStation beenden würden. Setzten sie die Attacken fort, würden er ihnen die Privilegien wieder entziehen.

Das machte Kim Dotcom damals angeblich, um in Ruhe Destiny auf der Xbox One zu spielen. Er hatte nämlich schon zwei 31er Warlocks und einen 30er Hunter, die er wohl auf das Max-Level hieven wollte.

Hier ein Video von Kim Dotcoms eigenem YouTube-Kanal, das ein Leben im Luxus zeigt – mit eigenem Martial-Arts-Leibwächter.

3 Jahre später will Kim Dotcom nun Destiny 2 retten

Nun meldet sich Kim Dotcom drei Jahre später wieder zu Wort. Die Situation ist eine andere: Nicht Hacker gefährden seine Freizeit in Destiny, sondern die Entwickler sind die Bösen.

In einem Tweet an Destiny-Entwickler Bungie wirft er ihnen vor: Die hätten sein Lieblings-Spiel zerstört und gute Hüter zu Overwatch und Fortnite getrieben. Sie hätten eine Armee loyaler Destiny-Streamer ruiniert und dabei versagt, die Probleme des Spiels zu lösen.

Bungie brauche jetzt einen leidenschaftlichen und fähigen Anführer, der das Spiel auch wirklich spielt: „Ruft mich an!“

Als Plan schlägt Kim Dotcom vor:

  • Dedizierte Server im PvP
  • Loot, der sich an den Leistungen der Spieler orientiert – mit harten Meilensteinen, die dann den besten Loot spendiere
  • Und einen Battle-Royale-Modus – Destiny 2 verpasse hier einen Trend.

Ob Bungie auf das Angebot reagiert, darf bezweifelt werden.


Die Idee, dass Battle Royale und Destiny 2 zusammenpassen, hatten wir auch schon mal:

Passen Destiny 2 und Battle Royale zusammen? – Warum eigentlich nicht

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