Diablo Immortal: 4 Jahre nach der Blamage nimmt Blizzard eine Entscheidung zurück, die ihnen richtig geschadet hat

Diablo Immortal: 4 Jahre nach der Blamage nimmt Blizzard eine Entscheidung zurück, die ihnen richtig geschadet hat

Im November 2018 entstand ein Bild, das Blizzard 4 Jahre lang, bis heute, verfolgte. Ob man denn dieses neue Diablo Immortal auch auf dem PC spielen könne, wurde Entwickler Wyatt Cheng auf der BlizzCon gefragt. Der fragte zurück, ob die Jungs im Publikum denn keine Smartphones hätten: Die Szene tat Blizzard über Jahre richtig weh. Jetzt nimmt Blizzard die Entscheidung zurück, Diablo Immortal kommt doch für den PC. MeinMMO-Autor Schuhmann schaut sich das an.

Das war die Situation: Um zu verstehen, warum die Situation so schwierig war, muss man Diablo und die BlizzCon verstehen:

Diablo ist eine Säule von Blizzard. Es ist eines der „Ur“-PC-Spiele überhaupt. Es hat ein Genre erfunden und gleichzeitig geprägt, das Genre von „Hack’n’Loot“ – man killt Mobs, sammelt Items, um schwerere Mobs zu killen und bessere Items zu sammeln.

Auf den Ideen, die sich die Blizzard Vordenker in den 90ern überlegten, beruhten RPGs und MMORPGs der nächsten 25 Jahre, ja, sogar das heilige World of Warcraft.

Das 1. Diablo erschien 1997, Diablo 2 im Jahr 2000 – das begründete den Ruhm von Blizzard als „Multiplayer“-Schmiede, Diablo 3 kam 2012, aber mit diesem dritten Teil hatte sich Blizzard verzockt, auf ein Echtgeld-Auktionshaus gesetzt, den Bogen überspannt und musste dann die Weiterentwicklung früh abbrechen. Ein Echtgeld–Auktionshaus? Das ließen die PC-Spieler von Diablo, traditionell Puristen, nicht mit sich machen.

Die BlizzCon wiederum ist eine hohe Messer dieser ursprünglichen PC-Spieler. Zwar hatte Blizzard im Laufe der Jahre seine Spiele auch auf Konsolen gebracht, selbst auf die Switch, aber die BlizzCon zog die “treusten der treuen Fans” an – und das waren bei Blizzard schon immer PC-Spieler.

2018 bei der BlizzCon waren die Fans von Diablo ausgehungert, die letzte wichtige Erweiterung zu Diablo 3 war da schon 5 Jahre her, es hatte zuvor dubiose Ankündigungen auf ein Diablo 4 gegeben, die von Fans aufgenommen, aufgeblasen und verbreitet wurden. Vor der BlizzCon 2018 hatte Blizzard sogar versucht, das Gerücht, man zeige Diablo 4, zu zerstreuen. Es hieß, man sei noch nicht so weit. Die Fans müssten Geduld haben. Doch das wollte keiner hören.

Die Hardcore-Fans von Blizzard saßen 2018 also in der Halle, warteten auf die große Bombe zum Ende der Convention, auf ein Diablo 4 für den PC, doch Blizzard zeigte ihnen Diablo Immortal, ein reines Mobile-Spiel – ein Sakrileg.

Extrem miese Stimmung bei der Vorstellung von Diablo Immortal

Das war die Blamage? Als Diablo Immortal vorgestellt war, war die Stimmung in der Halle gereizt. In einer Frage-Runde nahmen die Blizzard-Granden Fragen aus dem Publikum an:

  • „Was ist mit Druiden? Ihr habt sie schon in Diablo 3 rausgelassen, jetzt lasst ihr sie in Diablo Immortal raus – Was ist da los?“
  • „Wie lange ist Diablo Immortal in Entwicklung und wie wirkt es sich auf andere Diablo-Projekte aus?“

Im Publikum hatte man Blut geleckt. Längst war klar: Eigentlich wollten die Fans über das nächste Diablo für den PC sprechen. Den Präsentatoren auf der Bühne schien die Situation immer unangenehmer zu werden.

Dann kam der Todesstoß. Ein junger Mann, der sich als „Lord Fluffy“ vorstellte, sagte, die Mechaniken sähen ja alle ganz interessant aus. Darum habe man ja auch schon seit Jahren bei Diablo 3 gebettelt. Er fragte, ob es denn Pläne gäbe, Diablo Immortal auch auf dem PC spielbar zu machen oder ob es „streng für Mobile sei – für immer.“

Wyatt Caeg, der doch nur sein Mobile-Spiel vorstellen wollte, geriet sichtbar ins Schleudern und sagte: „Also der aktuelle Plan sieht vor, dass wir es für Mobile-Plattformen bringen, für beide, für Android und für iOS. Wir haben im Moment keine Plane, es auf den PC bringen.“

Als Cheng ausgebuht wurde, fragte er ins Publikum „Do you guys not have phones?“ – “Jungs, habt ihr denn keine Telefone?”

Das Segment beginnt bei 27:40 Minuten:

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Moment wird zum Sinnbild für den Niedergang Blizzards

Was machte den Moment so hart? Dieser Moment wurde zu einem Meme, das man 4 Jahre lang Blizzard als Beweis vorhielt, dass sie den Kontakt zu ihren „wahren“ Fans verloren haben. Taub für ihr eigentliches Publikum geworden waren und Spiele entwickelten, die ihre Fans gar nicht wollen.

Blizzard würde “nur noch für den Aktienkurs” entwickeln, hieß es.

Als dann in den Jahren nach 2018 große Neuankündigungen ausblieben und die Probleme im Studio immer deutlicher wurden, kippte die Stimmung gegenüber Blizzard.

Viele machten ihren Unmut gegen die einstigen Lieblinge an Diablo Immortal und “Do you guvs not have phones?” fest.

In dem armen Wyatt Cheng sah man nicht den Bösewicht, gegen den sich der Zorn richtete. Sondern er war letztlich nur ein Symbol für ein allgemein negatives Verhalten, das Blizzard an den Tag legte.

Blizzard hat ein BlizzCon-Trauma: Deshalb zeigen sie ihr heißestes neues Spiel nicht

So fängt Blizzard diese Szene jetzt ein: In einem Blog-Post vom 25. April hat Blizzard jetzt doch angekündigt, Diablo Immortal auf PC zu bringen. Am 2. Juni 2022 soll es losgehen. Eine Free2Play.Beta wird auch für den PC starten.

Von Blizzard heißt es, dass sei ein „Feedback gewesen, das man immer wieder bekam“.

Aus dem FAQ wird dann deutlich, dass Blizzard 2022 genau das macht, was man vor 4 Jahren noch verneinte: Diablo Immortal soll auf dem PC spielbar sein. Es ist zwar keine „richtige eigene“ Version von Diablo Immortal, aber man wird PC-Spielern doch entgegnen kommen.

Warum wird man das machen? Das Team hat noch einen weiteren Blogpost veröffentlicht, um die Gründe zu erklären.

Es heißt, man habe sich immer wieder für und gegen einen PC-Port entscheiden, während man Diablo Immortal entwickelt hat.

Letztlich habe es den Ausschlag gegeben, dass man wusste: Viele der „treuesten Diablo-Fans“ würden Immortal ja doch auf dem PC spielen, wenn auch durch einen Emulator. Und da konnte man es gleich selbst und richtig machen.

Man bittet bei Blizzard um Verständnis: Es sei ein Experiment. Man habe das eigentlich nicht geplant und das Ergebnis werde sich „etwas verschieden“ anfühlen, aber man freut sich bereits darauf.

Das berühmte Meme erwähnt man mit keinem Wort.

Diablo Immortal Barbar ergreift Krone Titel 2
Später Triumph: Diablo Immortal wird doch auf dem PC spielbar sein.

Was steckt dahinter? Die Sache mit dem Emulator ist sicher richtig. Leute hätten Diablo Immortal definitiv per Emulatoren gespielt. Es spielen aber sicher noch weitere Einflüsse mit rein:

Entscheidung steigert das Interesse an Diablo Immortal

Hilft das jetzt? Für so richtig viel Euphorie sorgt die Entscheidung aber nicht. Dafür ist in den letzten Monaten zu viel Schlimmes bei Blizzard passiert. Ein Tweet von GameStar-Autor Maurice Weber bringt das auf den Punkt.

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Dennoch kündigten einige Spieler, etwa in den Kommentaren von MeinMMO an, sich jetzt doch für Diablo Immortal zu interessieren: Vorher hätten sie das Mobile-Spiel komplett ignoriert:

  • So schreibt etwa Hakuna Matatato: Wow, habe das Spiel bisher völlig ignoriert, da ich am Smartphone nicht spiele (einzige Ausnahme PoGo, welches ich länger gespielt habe).
  • Misterpanda sagt: Ich hätte es eh gespielt aber gibt es etwas besseres als Überbrückung bis Diablo 4 als ein anderes Diablo am PC, das sogar Crossplay / Crosssave hat? Das ist wie Weihnachten.
  • Leyaa schreibt: Wow, sie haben wirklich eine PC Version angekündigt. Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Das macht Diablo Immortal für mich nun eher relevant.

Es gibt aber auch Skeptiker:

  • So schreibt Muchtie: Na ja, irgendwie kein gutes Gefühl wegen der PC Version. Werd wahrscheinlich mal reinschauen aber mit Lost Ark gerade ist man gut bedient.

Daran, dass Diablo Immortal für Blizzard wichtig ist und sie viele Ressourcen in das Spiel stecken, besteht seit Jahren eigentlich kein Zweifel:

Warum Diablo Immortal so wichtig für die Zukunft von Activision Blizzard ist

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Desten96

Ich freu mich drauf. Wird die Zeit bis d4 überbrücken. Gut das es auch für den pc ist aber die Umsetzung muß stimmen.

De

Lieber erst mal abwarten wie die PC Version laufen wird… jeder weiß mittlerweile, Blizzard ist nicht mehr Blizzard und aus dem nichts soll es nun eine PC Version geben Erst mal abwarten wie diese laufen wird. Ein Schritt in die richtige Richtung ist es dennoch.

Klabauter

Ist definitiv eine sehr gute Entscheidung. Und die Specs sind ja echt albern, das läuft im Grunde auf jeder Maschine. Und wenn ich dann seamingless auf meinem Phone weiterspielen kann dann finde ich das richtig gut. Bleibt nur zu hoffen das der Echtgeld Einsatz nicht übertrieben hoch wird. Ich mochte Mobile Games schon immer auch wenn ich bisher nur Strike Force etwas länger gespielt habe.

Andy

Doppelte Einnahmequelle allerdings dann auch.

Hamurator

Wäre lustig, wenn die offizielle PC-Version auch nur über einen integrierten Android-Emulator läuft, so wie die PC-Version von Honkai Impact 3rd. 😀

HMG Leon

Ganz ehrlich ?
Für mich die Nachricht des Jahres 2022 das Immortal doch auf PC kommt.
Weil genau das habe ich gebraucht…Lost Ark spiel ich nicht mehr, D3 habe ich die Season fertig, mache dort noch para level und bis endlich D4 rauskommt.

Habe aber ein unsicheres gefühl, ich hoffe D4 leidet nicht darunter.
Weil D4 ist für mich die Krone des ARPG/Hack and Slays und da würde ich gerne viele jahre verbringen und natürlich auch einiges reinstecken.

Venrai

Wenn du die Krone der ARPGs suchst höchste Zeit mit PoE anzufangen.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Jahren von Venrai
HMG Leon

Kenn ich seit release…ich habs versucht x mal, mehrmals alle 10 akte durch und dann hab ich wieder aufgehört.
Habe im bekanntenkreis leider niemanden der PoE spielen will.
Ich mag ja die challenge alles selber zu entdecken, aber ka warum, ich hab aktuell keinen bock.
Archnemesis hab ich ne weile gespielt mit necro und dann wars mir zu blöd, weil ich ned weiterkomme.

Lost Ark hab ich auch 300h gespielt von release weg, hab mich aber blenden lassen.
Game ist gut, aber die möglichkeit sich zu equippen ist nicht so meins, da ist PoE oder Diablo besser.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Jahren von HMG Leon
Klaphood

In welcher Form leiden? Sind doch getrennte Entwicklerteams. 😉

Könnte höchstens sein, dass ein großer Erfolg von D:I bestimmte Design-Entscheidungen von D4 beeinflussen könnte, aber selbst das bezweile ich mal stark.

HMG Leon

Ich hoffe es.
Weil auch wenn Immortal ganz nett werden könnte.
D4 soll mein Main Game werden, wenn das aber auch schlecht wird, geh ich wieder zum ort der schande zurück wie jedes mal: WoW xD

Ooupz

Ganz Blizzard ist ein Ort der Schande, warte lieber auf Riot Games MMO, die wissen wenigstens wie man Spiele macht

Leyaa

Also da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Wie @Klaphood schon geschrieben hat, sind das komplett verschiedene Entwicklerteams. Diablo Immortal hat man an ein Studio fremdgegeben, die sich mit Mobile Releases auskennen – NetEase, ein chinesischer (mobile) Entwickler.
Diablo 4 hingegen wird wieder komplett intern von Blizzard entwickelt.

Falls du was neues im Hack & Slay Bereich suchst, kann ich dir empfehlen einen Blick auf Last Epoch zu werfen. Die sind zwar noch im Early Access, haben sich aber gute Ideen von Diablo (2) und Path of Exile genommen und darauf ein gutes Spiel gemacht. Entwicklung ist aber recht langsam, es ein Indie Entwickler ist. Multiplayer und Full Release lässt noch auf sich warten (leider).

Luripu

D2R startet die Ladder am 29.04. falls du noch bissel Diablo brauchst bis 02.06.

HMG Leon

Danke für die Info, bei D2R muss ich aber passen glaub ich, werde bis Release D3 Season noch bissl spielen.
Aber trotzdem irgendwie nice, dann gibt es bald 4 Diablo games im blizz launcher xD
D3, D2R, DI & D4

Accipiter

Hallo Herr Schumacher
Ein schöner Artikel, aber ich stoß mich etwas an den ersten Absätzen.
Das Diablo ein Meilenstein war, das steht wohl außer Frage, aber dieses Genre wurde wohl eher 10 Jahre vorher von Gauntlet erfunden.
Es ist einfach nicht Blizzards Stärke neue Genres zu entwickeln, sondern bestehendes richtig gut und eingängig zu machen und ja, dadurch auch neue Standards zu setzen.

MfG

Luripu

Diablo wurde auch von Condor entwickelt,
was dann später zu Blizzard North wurde,
nicht von Blizzard selber.

Threepwood

Ein Spiel, was niemand haben wollte, nun auch offiziell auf einer weiteren Plattform zu bringen, macht es als Lückenfüller/ -büßer aus einer Diablo-Unterversorgung heraus vielleicht relevanter, ja.
Und dennoch ist es ein merkwürdiger Trost für Diablo-Fans, die nach dem sehr umstrittenen dritten Teil auf ein richtiges Diablo 4 warten und scheinbar noch viele Jahre weiter werden warten müssen.

Ich bin vorrangig gespannt, wie sich Cross-Play hier ingame entwickelt. Ob PC Spieler bevorzugt für Inhalte gesucht werden und wie sehr die Monetarisierung in die Gesichter springt – es ist erstmal eine schöne Plattform für Tests diesbezüglich.
Wird auf dem PC sicher mal angespielt, aber die können noch so viele Influenzer anheuern, um das Handyspiel zu hypen….es ist eben doch auch nur ein solches. Was voll okay wäre, wenn die Hauptplattformen/ -spiele besser bedient werden würden.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Jahren von Threepwood
Threepwood

Bin total bei dir. Die Lage wäre von Anfang an entspannter und auch offener gegenüber solchen Nebenprojekten, wenn Blizzard in D3, WoW und OW nicht einen auf Blizzard gemacht hätte. Vor allem aus D3 hätten sie so viel mehr machen können…es ist mir ein Rätsel, wie das so schnell fallen gelassen werden konnte. Diese Seasons sind, wie auch in WoW jetzt, eher Beschäftigungstherapie als Content.

Mir tat Caeg auf der Con auch leid, dass er den Frust der Coregamer abbekam, die Blizz sich eben selbst und ganz bewusst rangezüchtet hat und noch immer irgendwie verhungern lässt.
Es freut mich auch für das Team, dass sie einen kleinen Hype erleben werden. Ob das alles so nachhaltig wird, weils eben zu einem großen Teil aus einer spieleübergreifenden Unterversorgung passiert…ich bleibe skeptisch.

Klaphood

Absolut deiner Meinung. Nichts gegen Threepwood, aber ich hab das Gefühl, dieser Maßstab wird immer nur an Blizzard angelegt. Von Leuten die, weil sie mal vor 15 oder 20 Jahren perfekte Spielerlebnisse bei Blizzard-Spielen hatten, erwarten und laut äußern dass diese sich NIE auch nur ein bisschen der heutigen Zeit anpassen dürfen, während man es in so vielen anderen Fällen stillschweigend akzeptiert.

Bei Genshin Impact urteilt auch niemand: “Nur ein Mobile Game”. Und ich wette, wenn D:I auch nur 1% des Cash Shops eines Lost Ark haben sollte, wird der Shitstorm gleich wieder unermesslich… 🙄

Teilweise muss ich dir Recht geben. Insbesondere was deine Ansicht zu einem möglichen Cash-Shop angeht. Hatte die Diskussion auch in meiner LA Gilde (als ich noch gespielt habe).

Ich war so frei die Cash-Shop Situation und das offensichtliche pay2win anzusprechen….wurde fast gesteinigt. Bei Blizz hingegen haut man ja in die gleiche Kerbe, da ist es dann i.O.

Ich will hier Blizz nicht von irgendwas freisprechen oder gar in Schutz nehmen, sondern lediglich auch darauf hinweisen, dass sich manche Spiele/Entwickler einfach Maßnahmen erlauben können, welche anderorts verteufelt werden.

Bestes Beispiel ist hier für mich ESO (was ich aktiv spiele und liebe). Die “predatory monetization” und psychologischen Tricks mit denen gearbeitet wird sowie die Fülle an kaufbaren Optionen (Lootboxen, Abo, Cash Shop) sind extrem heftig. Dennoch wagt es niemand dies bei ESO anzusprechen…ist ja ein top Spiel.

Derartiges “mit zweierlei Maß messen” wirst du aber immer finden. Gestärkt wird dies noch durch eine ordentliche Prise Copium und “sunk cost fallancy” Prinzip und voila, schon haben wir die hitzige Diskussion 🙂

Threepwood

Ich hab doch direkt über dir geschrieben, dass dieses Problem mit D:I gar nicht erst entstanden wäre, wenn sie ihre anderen Spiele nicht so vernachlässigt hätten. Da sind Schuhmann und ich uns sogar einig, es wäre eine ganz andere Akzeptanz da gewesen.

Immortal ist einfach kein “zeitgemäßer” Ersatz für das D3 Fiasko im Wartungsmodus und erst recht kein D4 – allein schon nicht, weil man Gameplay auf mobile ausrichten muss.
Als weiteres Nebenprojekt für junge Leute, die primär mobile zocken dürften und den asiatischen Markt? Klar.

Dieser Maßstab wird übrigens bei allen Studios angelegt, die ihre IPs über Jahre hochziehen und etablieren.
Blizzard hat eben mehrere ikonische IPs etabliert und in den letzten Jahren schmerzlich unterversorgt – das sage ich als Fan, der Blizz durch Lost Vikings kennengelernt hat und lieber Fanboy wäre, der das Gegenteil behaupten wollen würde…wenn Blizzard auch geliefert hätte.
Daher trifft es sie doppelt und dreifach, wenn sie ihre Spieler damit abspeisen wollen, nun bald doch eine tolle Alternative zu haben. Die Kritik betrifft allerdings Blizz selbst und nicht die Leute bei Netease. Letztere hatten den Shitstorm nie verdient.

Bei Ubisoft hat man z.B. gesehen, dass die mobile Ableger von Assassins Creed wunderbar nebenbei laufen können, wenn sie die Kern-Community der Hauptspiele weiter bedienen.
CoD Mobile funktioniert ebenfalls wunderbar nebenher, da auch hier die Community der Hauptspiele regelmäßig bedient wird.
Wenn sich bei den beiden Beispielen die Hauptspiele durch ein Mobile-Ableger verschoben hätten, hätte die Hütte gebrannt.

Maledicus

Wieso man für derart erfolgreiche Spiele wie Diablo bei Blizzard meint jeweils nur ein Add-on zu entwickeln habe ich noch nie verstanden. Das geht doch weg wie geschnitten Brot.

Hoffentlich wird das mit Diablo 4 anders.
Und Diablo Immortal dürfen sie auch gerne auf die Konsolen bringen, da warten auch millionen Fans drauf.

Gruß.

hans

ja ihr könnt es auf dem pc spielen…wie? na mit bluestacks 😁

Nakazukii

na geht doch, warum nicht gleich so

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