Ich will, dass Destiny 2 so gut wird, wie es sein sollte!

Destiny 2 bekommt heute mit „Kriegsgeist“ eine neue Erweiterung. Unser Autor Schuhmann sagt: „Das muss einfach gut werden.“

Muss man sich schämen, Destiny-Fan zu sein? Als Fan von Destiny kommt man sich ja manchmal vor, als gehört man irgendwie zu einer Gaming-Unterschicht. Als wäre man der „RTL 2“-Zuschauer unter den Gamern, über den andere die Nase rümpfen.

Ich hab gestern in ein Video reingeschaut von Jim Sterling. Der ist so ein bisschen ein Gaming-Snob, der ständig irgendwas geißelt. Diesmal sein großes Thema: Wie toll ist God of War. Wie toll ist es, dass es so Spiele heute überhaupt gibt. Nur Sony kann sich sowas als Plattform-Anbieter überhaupt leisten.

Sterlings Feindbild: Der aktuelle Gaming-Zeitgeist der AAA-Publisher im Allgemeinen. Und Destiny 2 im Besonderen.

Ich kenn das seit 2014: Destiny 2 muss als mahnendes Beispiel herhalten für all das, was im heutigen Gaming schiefläuft.

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Destiny 2: Alles, was schlecht ist

Destiny 2 als mahnendes Beispiel. Die Vorbehalte gegen Destiny sind groß. Es ist zu kommerziell und kalkuliert, zu unfertig, zu wenig innovativ. Es steckt zu wenig Liebe drin. Es ist repetitiv und erzeugt Motivation über künstliche Dinge wie den Loot, nicht über die Story. Alles dreht sich um den Cash-Shop und die Monetarisierung. Schimpfte man am Anfang noch auf die winzigen DLCs, die angeblich aus dem Grundspiel rausgeschnitten wurden, nerven heute der gierige Cash-Shop und die langen Content-Dürren.

Was Sterling vorbetet, liest man auf Facebook unter jedem Destiny-Artikel. Oft in wesentlich härteren Worten. Man muss sich anhören: „Destiny sei einfach Mist und wer es immer noch spielt, der lässt sich abzocken.“

Und das Schlimme ist: In letzter Zeit hatten Leute wie Sterling ja Recht.

Destiny 2 tess everis

Destiny 2 – ein leichtes Opfer für Spötter

Eine Kette von miesen Ideen. Furchtbare Entscheidungen von Bungie haben Destiny 2 zu einem leichten Ziel der Spötter gemacht. Man riecht hinter jeder dieser Entscheidungen die Lust auf mehr Geld.

  • Die Konzentration auf das Eververse war eine furchtbare Idee.
  • Dass man glaubte, mit Destiny 2 auf den eSport-Zug springen zu müssen, hat die Space-Magic ruiniert – und es hat nicht mal geklappt
  • Dazu zerplatzten alle PR-Blasen, mit denen Destiny 2 beworben wurde, nach und nach.destiny 2 Titan Borealis
  • Der Wahn, das Spiel noch zugänglicher zu machen, hat viel des alten Charmes zerstört.
  • Sogar Cayde-6, den früher alle mochten, geht mittlerweile den Leuten mit seiner holzschnittartigen „Halunken“-Tour auf den Geist

Okay, irgendwas lief in der Produktion gewaltig schief, kann man da als Verteidigung heraus nuscheln.

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Doch es wurden komische und falsche Entscheidungen getroffen. Das lässt sich ja nicht leugnen.

Ich glaube an Destiny 2

Doch ich bin nicht bereit, das Ende von Destiny zu akzeptieren. Es kann nicht sein, dass die Kritiker die ganze Zeit Recht hatten. Es spricht vieles für Destiny.

  • Die Idee von Destiny als ein sich entwickelndes Universum, in dem man seine Freizeit mit Freunden verbringen kann, ist einfach zu schön, um sie aufzugeben.
  • Das Gunplay ist fantastisch.
  • Die Produktionswerte sind der Hammer.
  • Es fühlt sich gut und richtig an, Destiny zu spielen.
  • Und es macht Spaß auf der spielerischen Ebene, auch wenn die abstrakten Belohnungs-Konzepte nicht funktionieren.

Außerdem stecken da hunderte Arbeitsplätze dahinter und es ist für Activision ein Riesen-Ding. Mittlerweile dürfte auch der letzte in den oberen Etagen verstanden haben, dass die Entscheidungen bei Destiny 2 falsch waren.

Selbst wenn es Activision und Bungie nur ums Geld geht, wie Kritiker behaupten: Selbst dann muss Destiny 2 jetzt besser werden, weil es in dieser Form nicht mehr so viel Geld einspielen wird wie früher.

Destiny 2 Kiregsgeist Oger

Ich denke es hat in den letzten Monaten ein Umdenken stattgefunden, das wir jetzt nach und nach erleben. Vielleicht noch nicht heute mit Kriegsgeist, sondern im September mit der Erweiterung. Aber wir werden ein Destiny 2 erleben, das man mit Stolz und Freude spielen kann. Und sogar die Entschuldigung, um die es mir neulich ging, kam heute Nacht von Balance-Designer Josh Hamrick.

So wie Destiny 1 mit „König der Besessenen“ deutlich besser wurde, kann Bungie das auch mit Destiny 2 erreichen.

Ich hoffe, dass wir heute mit „Kriegsgeist“ einen weiteren Schritt in ein Destiny erleben, das so wird, wie es das Spiel verdient hat. Im Moment hat man wenig Argumente, wenn man Destiny mag. Das muss sich einfach wieder ändern.

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