Das sind die beiden neuen Chefs von Blizzard – Was sie bisher gemacht haben

Der (ehemalige) Chef von Blizzard, J. Allen Brack, ist zurückgetreten. An seiner Statt treten nun zwei Vizepräsidenten in seine Fußstapfen: Jennifer „Jen“ Oneal und Mike Ybarra. Beide sind noch nicht lang bei Blizzard, haben aber etliche Jahre Erfahrung in der Spieleentwicklung.

Wer sind die beiden Chefs? Am 3. August 2021 verkündete Blizzard, dass der Chef J. Allen Brack das Unternehmen verlässt. Damit ist eine der letzten bekannten Figuren des „alten“ Blizzard nun ebenfalls gegangen.

Auf Brack folgen nun die beiden Vizepräsidenten Jennifer Oneal und Mike Ybarra als neue Chefs des Unternehmens, wie Blizzard in der Meldung selbst bestätigte. Kurz zuvor kündigte Activision-Chef Bobby Kotick noch an: Es werden Leute gefeuert.

Die beiden neuen Chefs sind noch nicht allzu lang bei Blizzard, haben jedoch schon viele Jahre Erfahrung in der Branche und in der Spieleentwicklung.

Zusammen über 46 Jahre Erfahrung in der Gaming-Branche

Wer ist Jen Oneal? Die ehemalige Entwicklerin und Studiochefin von Vicarious Visions ist erst seit Januar 2021 bei Blizzard. Ihr Studio gehört jedoch bereits seit 2005 zu Activision. Während ihrer Zeit in der Branche arbeitete sie unter anderem:

  • seit 1998 als Testerin
  • erstmals als Koordinatorin an Indiana Jones and the Infernal Machine (LucasArts; 1999)
  • Marvel Ultimate Alliance 2 als Produzentin
  • Skylanders: Spyro’s Adventure als Produzentin
  • etlichen Tony-Hawks-Spielen als Produzentin und Head of Studio
  • Destiny 2 zusammen mit Bungie

Jen Oneal kam über Diablo zu Blizzard. Ihr Studio sollte Blizzard bei der Entwicklung von Diablo 2: Resurrected unterstützen und wurde im Januar 2021 eingegliedert. Die Idee war, das Studio insgesamt mit dem Diablo-Franchise zu verknüpfen, auch mit Diablo 4.

Oneal ist außerdem äußerst engagiert bei der Förderung von Frauen in der Industrie. Seit 2015 gehört sie der Young Women’s Leadership Initiative an, seit 2017 ist sie Mitglied der Women Presidents Organization (via Linkedin.com).

Das Titelbild stammt von der Karriere-Seite von Blizzard (via Blizzard.com).

Blizzard Jen Oneal Linkedin
Jen Oneal. Bildquelle: LinkedIN.

Wer ist Mike Ybarra? Vor seiner Karriere bei Blizzard arbeitete Mike Ybarra über 19 Jahre bei Microsoft und zuvor weitere 2 Jahre beim Software-Entwickler Hewlett-Packard. Bei Microsoft war er früh als Manager tätig und arbeitete etwa an:

  • Age of Empires Online
  • Ryse: Son of Rome (Legendary Editions)
  • Sunset Overdrive
  • Quantum Break

Ybarra kam im November 2019 zu Blizzard, ist also ebenfalls erst seit knapp 2 Jahren beim Unternehmen. Dort war er bisher ebenfalls als Manager sowie als ausführender Vizepräsident tätig. Wie einige Spieler herausfanden, scheint Ybarra sogar selbst gerne WoW zu spielen (via WoW-Foren).

Blizzard Mike Ybarra Linkedin
Mike Ybarra. Bildquelle: LinkedIN.

Mit den beiden neuen Chefs soll offenbar ein Zeichen für Offenheit gesetzt und eine neue Richtung für die Zukunft angegeben werden. Der Wechsel folgt dem großen Sexismus-Skandal, welcher Blizzard seit dem 22. Juli 2021 verfolgt.

Wie sich Blizzard unter der neuen Führung entwickeln wird, muss sich noch zeigen. Sowohl Oneal als auch Ybarra haben mit ihren Hintergründen viel Erfahrung in Sachen Inklusion und Gleichberechtigung.

Die größte Marke von Blizzard, World of Warcraft, ist dagegen aktuell ebenfalls am Schwanken. Hier stören sich die Spieler immer wieder an den Inhalten und seit Kurzem sogar vermehrt am Bezahlsystem:

Spieler fragen sich: Warum bezahlt man für WoW noch ein Abo?

Quelle(n): Jen Oneal auf LinkedIN, Mike Ybarra auf LinkedIN, Jen Oneal auf MobyGames, Mike Ybarra auf MobyGames
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Zapfhähnchen

Für die Beiden heißt das wohl nun in erster Linie Schadensbegrenzung zu betreiben und Umstrukturierungen vorzunehmen, sowohl personell als auch geschäftspolitisch. Ein (Activision) Blizzard, wie es “früher” war, wird es wohl nicht mehr geben. Aber man kann darauf hinarbeiten, sich wieder ein neues Standing aufzubauen. Dazu zählt aber mMn auch, dass man versucht die Basis an Spielern, welche Blizzard ursprünglich so groß gemacht hat, wieder an das Unternehmen und die Spiele zu binden. Das schafft man aber nicht, indem man Casual Playern den kompletten Spielspaß nimmt und eine toxische Community heranzüchtet durch Grind-Faktoren, wie Azerit oder Anima (am Beispiel von WoW). Man kann sich aber auch nicht nur darauf verlassen, dass ein Relaunch (Diablo 2 oder WoW Classic) hierfür ausreichen. Dazu müssen die grundlegenden Prinzipien von Spielen wie WoW Retail geändert werden. Ein Schritt in die richtige Richtung, so wie es derzeit in Erscheinung getreten ist, ist Diablo IV. Aber abseits der Spiele muss sich durch die Beiden nun in der Unternehmensstruktur etwas ändern, was diversity, equal pay, workplace harassment etc. anbelangt.

HumanTarget83

Also ich bin mal richtig gespannt, wie es in Zukunft bei (Activision) Blizzard weiter gehen wird. Fest steht: Nach der ganzen Scheiße MUSS sich was ändern!
Ebenfalls fix ist: Jen und Mike haben haufenweise Arbeit vor sich. Ich wünsche den beiden alles erdenklich Gute für ihre zukünftigen Aufgaben und hoffe, dass sie viel Erfolg haben werden.

Kjtten

Bald wird man Leute sagen hören: Blizzard ist nicht mehr Blizzard – aber machen wir uns nichts vor, das abgöttisch verehrte Kult-Studio ist doch schon seit Jahren Geschichte.

Wenn die beiden nun den übrig gebliebenen Dreck rauskehren gibt es vielleicht die Chance auf ein neues, kultiges und auch in der heutigen Zeit verehrungswürdiges Blizzard.

Wobei ich befürchte, dass Blizz unter dem Druck und Einfluss von Activision nie wieder zu altem Glanz und Größe aufsteigen wird und nur ein (wenn auch Premium-) Studio von vielen bleibt.

Scardust

Die Arbeit beginnt jetzt erst richtig. Da hat Bobby wohl den Ansatz “teile und herrsche” verfolgt. Ja gut, wenn es etwas bringt warum nicht.

Dann bleiben wir mal gespannt wie sich das Ganze weiterentwickelt.

Weiss jetzt gar nicht hatte J. Allen Brack Dreck am Stecken? Oder ist er in diesem Fall einfach ein Opferlamm?

IsjustFlo96

Naja dann hoffe ich mal das sie es gut machen.

All Might

tja das wars dann mit den bunga bunga partys bei blizzard.. ein präsident weniger und 2 co leader mehr – bei blizzard wird es keiner mehr wagen ne frau anzumachen und frauen sind jetzt on pâr mit allen anderen angestellten so wie es von einem modernen unternehmen im 21 jahrhundert gewünscht wird
wer ist der gewinner?
ganz klar activision!
1 präsident weniger und 2 co leader mehr
und das vor diablo 2 remake und D4 was hohen umsatz verspricht
komischer zufall
wer hat eigentlich klage beim gericht eingericht und warum erst jetzt?
fragen über fragen

Scardust

Vergiss nicht regelmäßig über die Schulter zu blicken, du scheinst dich ja verfolgt zu fühlen bei so einer Verschwörungstheorie. ?

Scaver

Die Klage hat die Zuständige Behörde “für Arbeitsrecht” eingereicht und zwar jetzt, weil sie die Untersuchung abgeschlossen haben, welche 2 Jahre gedauert hat.

Also als Planung von Activision kann man das sicher nicht sehen.
Vor allem kommen da ggf. noch Millionen oder gar Milliarden an Strafe auf den Acitvision Blizzard Konzern zu durch das Verfahren! Unterm Strich werden sie sicher nicht davon profitieren.

Keragi

Erneuerung ist immer etwas gutes, geben wir den beiden 2-3 Jahre Zeit und schauen dann was sich getan hat.

Maevenson

Puhhh ist Young Global Leaders ist das nicht der Verein von Klaus Schwab und seinem Great Reset ding ? In dem Kram ist auch Baerbock, Merkel und Spahn drinne.
Hier Link zu Baerbock : https://www.younggloballeaders.org/community?utf8=%E2%9C%93&q=baerbock&x=0&y=0&status=&class_year=&sector=&region=#results

Boha und dann noch nen Microsoft Typ… das riecht vorne und hinten…. danke für den gut recherchierten Beitrag ich werde mich nun wirklich 10km von Blizzard/Activision Produkten fernhallten.

Eric

Hä? Was ist daran verwerflich bzw. falsch, das sich die Personen für sowas einsetzten bzw. nur weil der andere ehemals bei Microsoft gearbeitet hat, bedeutet das was? Erklär doch mal deine wirren Gedanken, was passieren wird/ kann.

Grinsekatze

Es tut sich was positives = 0 Kommentare. ?

Scaver

Mitten in der Nacht und dann über wenig Kommentare aufregen…

Klabauter

Das scheint mir eine gute Wahl zu sein. Wer weiß evtl. wird der Phönix aus der Asche geboren.

Was ist eigentlich mit Kaplan. Der ist so still und auch gegangen. Das find ich verdächtig.

Bei den ganzen Storys wünschen sich die Mitarbeiter wahrscheinlich das der Chef ihnen nur den nassen Finger ins Ohr steckt wie der von Borderlands. 😉

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Klabauter
jolux

Es ist wohl ganz gut, dass die beiden noch nicht so lang bei Blizzard sind. Man kann ihnen nur Viel Erfolg wünschen.

Scaver

Für die Führung kann das gut sein.
Für die Qualität der Spiele, gerade WoW, sehe ich da aktuell nichts positives.
Aber wir werden sehen was sich ergibt.

Max Mustermann

Neue Führungsspitze, gut! Hoffentlich vergessen sie nicht in der Personalabteilung durchzuwischen, da dort wohl einiges im Argen liegt. Vertrauensbrüche, Weitergabe vertraulicher Informationen. Da muss mehr kommen als nur ein „Führungswechsel“

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