WoW: 2008 dauerte es 62 Tage, bis der Endboss starb – Heute wird er in Classic nach 52 Minuten umgeklatscht

WoW: 2008 dauerte es 62 Tage, bis der Endboss starb – Heute wird er in Classic nach 52 Minuten umgeklatscht

Im MMORPG World of Warcraft kam 2008 der Endboss des Raids Sunwell heraus: Kil’jaeden, eine wichtige Figur in der Geschichte von WoW. Damals dauerte es 62 Tage, bis die erste Gilde ihn besiegen konnte. 2022 kam Kil’jaeden als Endboss in WoW Classic zurück. Nach 52 Minuten war er tot. Das liegt aber nicht nur daran, dass die Spieler heute viel besser sind – nein, Blizzard hat damals auch zu Tricks gegriffen.

Wie war WoW damals?

  • Der Raid „Sunwell“ war in WoW damals eine seltsame Geschichte. Denn eigentlich fühlte sich die Erweiterung „The Burning Crusade“ mit dem Tod von Illidan Stormrage am 5. Juni 2007 durch die legendäre Gilde Nihilum schon abgeschlossen an und WoW fiel in einen Schlaf.
  • Aber Blizzard brachte mit „Fury of the Sunwell“, am 25. März 2008, dann doch noch ein großes Update, um die Fans nicht anderthalb Jahre ohne neue Inhalte zu lassen, bis im November 2008 „Wrath of the Lich King“ erscheinen würde.
  • Das „Sunwell Plateau“ brachte harte Gegner im Raid, außerdem waren die letzten 3 Bosse „timegated“, man konnte also nicht sofort an die Endgegner ran:

Die Geschichte von WoW wurde auch von Bugs geprägt:

Seht im Video die 5 Bugs, die in WoW Geschichte schrieben

Durch Timegates hielten Bosse 2008 mehr als 2 Monate durch

Wie starben die Bosse damals? Die Bosse des Raids hielten damals lange durch (via method.gg):

  • der Raid öffnete am 25. März und die ersten 3 Bosse starben relativ schnell: Kalecgos, Brutallus und Felmyst waren innerhalb von 2 Tagen nach Öffnung des Raids erledigt worden.
  • die „Eredar Twins“ kamen erst am 8. April und starben am 10. April.
  • der Boss M’Uru kam am 29. April und starb am 4. Mai – der hielt also schon eine ganze Weile durch.
  • der Endgegner Kil’jaeden kam erst am 20. März 2008 und starb am 25. Mai.

Vom Start des Raids bis zu seinem Ende hielt Kil’jaeden also 62 Tage durch und sorgte für Abwechslung. Den Kill von damals könnt ihr euch im Video anschauen (via YouTube).

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Chinesische Gilde rennt in 52 Minuten durch den Raid in WoW Classic

So ist es 2022:

  • Dieser Tage kam das „Sunwell Plateau“ zu WoW Classic: Das war am Freitag, dem 13., im Mai 2022.
  • Die chinesische Gilde „Old school Cn“ rannte in 52 Minuten durch den Raid – 51 Minuten und 5 Sekunden, um genau zu sein
  • 5 Minuten später war die nächste Gilde durch, 10 Minuten später die dritte.

Im Vergleich zu früher fällt die Reaktion auf einen World First heute nüchtern aus:

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Wie wird das kommentiert? Es wird schon arg spöttisch gesehen. Auf reddit macht man sich darüber lustig, dass Kil’jaeden, ein mächtiger „Dämonenfürst der Burning Legion“, Schlächter von tausend Welten, nur so kurz durchhält.

Man lästert dann: Es liege daran, dass er in dieser Version keine Beine habe – jeder wisse, dass erst die Beine Kil’jaeden richtig mächtig machen.

Kil’jaeden kam 9 Jahre nach Sunwell erneut zu WoW und lieferte wieder einen starken Fight ab. 655 Versuche brauchte Method 2017, um ihn zu besiegen.

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2022 kam Sunwell zurück.

Früher war irgendwie doch mehr Lametta

Das steckt dahinter: Das Beispiel von Kil’jaeden zeigt krass, dass ein WoW Classic nicht die volle Erfahrung von einst zurückbringt.

Das Spiel und die Spieler haben sich stark verändert:

  • Es fehlt zum einen „die Atmosphäre von damals“, die Tricks der Entwickler, um den Raid hinauszuzögern.
  • Natürlich bieten die Bosse heute keine Überraschungen mehr, niemand muss die Kämpfe lernen
  • Zum anderen sind die Spiele heute viel besser organisiert und geschulter als früher.

Die bittere Erkenntnis fassten Spieler dann doch früh:

WoW Classic ist doch deutlich leichter als viele Spieler dachten

Quelle(n): esportspedia
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Niemand

Stimmt halt so nicht, da das in den 62 Tagen erworbene Wissen von damals inklusive aller Verfeinerungen der letzten 14 Jahre benutzt wurden, war es diesmal 14 Jahre +62 Tage +52 Minuten.

Absolem

Ich finde es richtig amüsant, wie jetzt einige denken, dass der content mega easy ist 🤣👌

Das sind Hardcore- Gilden, die seit Jahren den Content clearen…

Der Average Joe/Forum User hängt wahrscheinlich noch im Black Temple beim 2/3. Boss im Progress fest.

80s-Gamer

Spieler sind heute nicht besser, sondern einfach nur erfahrener, würde ich mal behaupten.

Threepwood

So richtig will sich mir der Erfolg von Classic insgesamt nicht erschließen.

Freunde von mir haben dort angefangen zu spielen (Ex Vanilla Spieler + Neueinsteigerin) und so bin auch mal zwischendurch dort unterwegs. Der Spielfluss ist so absurd mies. Die Klassen spielen sich über lange Wege nicht flüssig (Skills, Ressourcen, Schaden etc.), Aufheben von Items dauert 5 fcking Sekunden, kein Transmog, die alten Charaktermodelle…ja gut, obwohl nein…geht echt nicht mehr klar.

Ich hab das damals alles live erlebt und gefeiert – vielleicht ist Classic heute deswegen so unterwältigend für mich. Es war eine andere Zeit, andere Maßstäbe.
Retail ist auch echt nicht der heilige Gral im Genre, aber die Version hat eine ganz andere Wertschätzung der Lebenszeit von Spielern inne und bietet einen unterhaltsamen Spielfluss.

Ich hab mich regelrecht erschrocken, als ich Classic vor kurzem anfing und eine ganz neue Art von Wertschätzung gegenüber Retail entwickelt.😄

Pierre

WoW-Spieler damals: Krass 62 Tage bis der Raid gelegt wurde, war echt schwer aber hat Spaß gemacht!

WoW-Spieler heute: WIE DER RAID DAUERT SCHON 14 TAGE? DAS KANN DOCH WOHL NICHT WAHR SEIN?!?!?! MACHT DOCH KEINEN SPAß SO!

Cortyn

Vergleich mal bitte, wie damals und wie heute geraidet wird im High-End-Bereich.

Chafaris

Darf ich fragen worauf du dich beziehst? Die technische Ausstattung? Die Vorbereitung? Die Addons? Der neue vier-Schicht-Betrieb? Oder anderes?

Azurael

Besser Hardware, besseres Verständnis der Mechaniken da im Vergleich zu Aktuellem nicht so komplex, mehr Erfahrung in MMOs allgemein, besseres Raidmanagement, bessere Möglichkeiten optimale Items / Talente / Gruppenzusammenstellungen zu errechnen/testen , bessere Möglichkeiten sich vorzubereiten (P-Server, Simulationen etc.), bessere Addons, besser Kommunikationsmöglichkeiten, andere Mentalität des Hardcore-Raidens, mehr Informationsquellen zu Taktiken, mehr Erfahrung und
Übung mit Klassen etc. sind viele Gründe die da zusammenkommen … Vieles davon war schlecht, kaum oder garnicht gegeben.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Azurael
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