Der WoW-Chef erklärt, warum das Rennen um den „World First“ kein eSport wird

Viele Spieler wünschten, dass in WoW das Rennen um den „World First“ ein eSport wird, der von Blizzard veranstaltet wird. Doch der WoW-Chef erklärt, warum das wohl nicht passiert.

Das Rennen um den „World First Kill“ ist in World of Warcraft jedes Mal ein großes Event. Seitdem die großen Profi-Gilden mit Limit und Method den ganzen Prozess streamen, ist das ein riesiger Publikumsmagnet auf Twitch. Zehntausende schalten ein, um das Rennen zu verfolgen, doch gibt es immer wieder Kritik an dem Rennen, denn es sei schlicht nicht fair. Amerikanische Gilden fangen früher an zu spielen als europäische und in China funktioniert das System mit den Bonus-Würfen anders.

In einem Interview mit dem kleinen YouTube-Kanal „Warcraft Radio“ sprach der Game Director Ion Hazzikostas über das Rennen und erklärte auch, warum es wohl kein eSport wird.

Darum wird das „World First“-Rennen kein eSport: Auf die Frage hin, ob man das mythische Raids nicht einfach auf Turnier-Realms veranstalten könnte, erklärte Hazzikostas, dass dies nicht geplant sei. Mythische Raids wie Ny’alotha stellten die Spitze der PvE-Herausforderung dar und PvE sei eben dadurch definiert, dass man seinen eigenen Charakter immer weiter verbessert.

Viel Planung und Vorbereitung steckt in den einzelnen Charakteren. Dazu gehört auch, dass man bei den frühen Bossen womöglich Klassen mitnimmt, die nicht optimal sind, damit diese bei den späteren Kämpfen, in denen sie glänzen können, bessere Ausrüstung haben.

Außerdem sagte er:

Das ist ein Fall von „Behebt es nicht, wenn es nicht kaputt ist.“ Im Kern ist es [das Rennen um den World First] ein spannendes, kompetitives Ereignis, in das wir uns nicht einmischen wollen, denn es funktioniert großartig.

Später erklärte er noch, dass der Zeitvorsprung von amerikanischen Gilden zwar ein Problem sei, das aber nicht wirklich ins Gewicht falle, wenn das Entwickler-Team seine Arbeit gut macht und die Kämpfe entsprechend balanced. Zumal die Mitglieder von Method auch selbst gesagt haben, dass Limit dieses Mal einfach besser gespielt und den Sieg verdient hätte.

WoW Thrall angry Nzoth title 1140x445

Das sagte Hazzikostas zu den Bugs: Stark in der Kritik stand N’Zoth, weil der Kampf einige Bugs hatte und sogar einmal von den Entwicklern mitten im Kampf despawnt wurde. Auch darauf ging Hazzikostas ein. Er erklärte, dass Bugs zwar ärgerlich seien, aber unweigerlich zur Realität gehörten.

Obwohl das QA-Team harte Arbeit leiste, könne man nicht alle Fehler finden, die später Dutzende Profi-Gilden ausfindig machen, die mit ganz anderen Strategien an den Kampf herangehen.

Er erklärte auch, dass es früher ebenfalls Bugs gegeben hätte. Von diesen hätten die meisten Spieler allerdings nichts mitbekommen, da die Kämpfe damals „hinter verschlossenen Türen“ stattfanden. Das erste, was Spieler von einem First Kill sahen, war später das Kill-Video auf YouTube, wo der Kampf dann reibungslos verläuft. Aber auch in älteren Raids hat es immer wieder Fehler gegeben.

Übrigens: Die Profi-Gilden wie Limit und Method hätten alle einen oder mehrere Kontakte bei Blizzard, denen sie eine E-Mail schreiben können, wenn etwas an einem Kampf fehlerhaft scheint. Im Regelfall arbeitet Blizzard dann fieberhaft an einem Hotfix, um das Problem zu beheben.

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Interview bekommt viel Lob: Grundsätzlich wird das Interview in den Kommentaren massiv gelobt. Es seien gute Fragen gestellt worden und Hazzikostas ist auch auf die unangenehmen Fragen eingegangen und hat sie umfangreich beantwortet.

Selbst wenn die Antwort einigen Spielern nicht immer gefallen mag, ist es doch schön zu hören, was sich die Entwickler bei bestimmten Situationen gedacht haben. Der Tenor ist einstimmig: Man wünscht sich mehr Kommunikation mit den Entwicklern und mehr solcher Interviews, in denen Hazzikostas oder andere wichtige Personen von Blizzard Rede und Antwort stehen.

Was haltet ihr von diesem Interview? Coole Antworten und interessante Fragen? Oder alles nur „PR-Blabla“?

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somuchfcknskill
1 Monat zuvor

Der Chef, der selbst keinen Plan von seinem Spiel hat und wie ein Casual durch die WoW guffelt.

Fakt ist, dass es einfach gar nicht möglich ist, bei etwas das vom RANDOM FAKTOR abhängig ist einen Wettkampf zu veranstalten. Da würd’s dann ja nur darum gehen, wer mehr Glück hat.

Oder um es in 8.3 Worten zu sagen: Wer bekommt als erstes infinite Stars Rank 3.

N0ma
1 Monat zuvor

RANDOM FAKTOR hast du aber immer, selbst bei normalen Sport Wettkämpfen.

somuchfcknskill
1 Monat zuvor

Aber definitiv nicht so. Mit infite Stars steigerst du deine DPS um 15-20%. Das sind 10-15k reine DPS, nur durch den Effekt.

N0ma
1 Monat zuvor

Als zeitlich begrenztes ESport Event machts keinen Sinn, da hat er Recht, weils nicht planbar ist ohne massive Eingriffe ins Balancing. Man könnte allerdings eine Belohnung aussetzen, dann wirds ein Event mit unbekannter Laufzeit. Ich denke das würde einiges mehr an Aufmerksamkeit bringen, da verschenken sie einiges.

Zum wichtigsten Thema Zeitvorsprung kamen leider nur Ausreden, keine Gründe. Da kann ich die Beantwortung auch gleich lassen. Und was soll Method auch anderes sagen.

somuchfcknskill
1 Monat zuvor

Eine Belohnung wofür aussetzen? Für Lootluck?

N0ma
1 Monat zuvor

Naja ist schon bisschen mehr…
Ansonsten kann man auch sämtliche ESport/Events/usw Gelder in Frage setzen, wäre aber unrealistisch.

somuchfcknskill
1 Monat zuvor

Wieso ein bisschen mehr? Angenommen du hast zwei Teams die relativ gleich Perfomen. In Team A bekommt die Hälfte infinite Stars Rank 3. Im anderen, Team B bekommen es nur 3 leute. Schon hat Team A einene signifikanten DPS Vorteil von +10k-15k DPS Pro Person. D.h einzig und allein der Randomfaktor entscheidet, wie gut und schnell du vorran kommst, insofern du auf einem gewissen Niveau spielst.

N0ma
1 Monat zuvor

Infinite Stars sagt mir aktuell nichts. Das WoW zuviel RNG enthält und zwar in jeder Beziehung, hab ich jetzt mal ausgeklammert, ich kritisiere schon genug. Bezog mich nur allgemein auf die WFs als Event.

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