State of Play: Wo stehen die MMORPGs WoW, ESO, GW2, FF14 und Black Desert Anfang 2017?

MMO State of Play 2015In unserem State of Play schauen wir uns die Bezahl-MMORPGs WoW, ESO, Guild Wars 2, Final Fantasy XIV und Black Desert an. Wo stehen sie Anfang 2017?

Die älteren unter Euch werden sich an dieses Format erinnern. Das letzte State of Play ist 10 Monate her. Ende April 2016 haben wir uns das letzte Mal gefragt: Was ist bei den MMORPGs los? In der Zwischenzeit ist bei einigen Spielen viel passiert, bei anderen ziemlich wenig.

Wir fragen heute: Wo stehen die Spiele? Was passiert als nächstes? Und wie sind die allgemeinen Perspektiven von den fünf größten westlichen Bezahl-MMORPGs?

Final Fantasy XIV – Die Schäfchen sind im Trockenen

Wo steht Final Fantasy XIV?

Final Fantasy XIV kommt aus einem ruhigen Jahr. 2016 ist keine Erweiterung erschienen, stattdessen setzte Square Enix auf vierteljährliche, ziemlich routinierte Patches. Die Story wird zwischen zwei Add-Ons in Häppchen weitererzählt. Es kommen frische Features, Mini-Spielchen und eine Menge Content.

FF14StormbloodFinal Fantasy XIV hat wenige Probleme und die Probleme, die es hat, sind oft kompliziert und vertrackt. Square Enix hat etwa mit Heavensward eine neue Missions-Art eingeführt und die hat nie so richtig funktioniert, weil da Sammler und Jäger gleichzeitig auf ihre Kosten kommen wollten und damit hat man sich ewig rumgeplagt.

FF14 hat im Gegensatz zu den meisten anderen MMORPGs kein Content-, sondern ein Ermüdundungsproblem. Es kommen regelmäßig neue Spielinhalte, neue Tiers, neue Dungeons, Raids, Quests, Grinds. Da stöhnt der ein oder andere schon mal auf: Das ist doch immer dasselbe. Das, was ich neulich noch gemacht habe, ist jetzt schon nichts mehr wert.

Um das Problem weiß man, hat aber so richtig auch keine Lösung. Man bemüht sich redlich um Abwechslung, sagt der Chef. Will durch Qualität hier überzeugen.

Im Allgemeinen sind die Spieler aber ziemlich zufrieden mit Square Enix und dem Mastermind hinter Final Fantasy, Naoki Yoshida. Im Gegensatz zu den meist eher blassen Chefs der anderen MMORPGs wird Yoshida wie ein Rockstar gefeiert.

Final Fantasy XIV ist seit Jahren stabil in seiner Nische. Heavensward kam und ging – es hat am Ist-Stand von FF14 kaum etwas geändert. Wer’s mag, der mag’s weiterhin. Aber Heavensward hat nicht, wie erhofft, etwas am Status Quo geändert. Final Fantasy XIV ist nach wie vor ein Liebhaber-Spiel abseits des Mainstream.

Was kommt als nächstes?

2017 wird ein Erweiterungs-Jahr. Für Juni ist „Stormblood“ angekündigt, die nächste Erweiterung. Das Level-Cap steigt, es kommen zwei neue Klassen, wieder eine Menge Content.

Im Gegensatz zur Fantasy-Ausrichtung in Heavensward setzt Square Enix nun deutlich mehr auf „Eastern“, hat einen klaren Asien-Look. Will es so mal probieren.

Final-Fantasy-XIV-MinistrelWie ist die Perspektive für Final Fantasy XIV

FF14 orientiert sich an klassischen MMORPG-Ideen: Es geht immer höher, schneller, weiter. Die Item-Spirale dreht sich endlos nach oben.

Es ist ein MMORPG, das sich losgelöst vom Rest des Markts entwickelt. Überallherum werden Spiel-Inhalt nun „skaliert“, Games spielen mit Free2Play-Ideen, gehen andere Wege. Final Fantasy XIV kümmert das alles nicht: Wer die neue Erweiterung spielen will, der muss sich erstmal durch die langen Hauptquests des Grundspiels und von Heavensward questen. So sind die Regeln.

Vielleicht werden Spieler das in Zukunft auslassen können, wenn sie dafür bezahlen – das weiß man noch nicht so richtig.

FF14 hat seine Zielgruppe, hat seine Wurzeln, folgt den eigenen Zielen und zieht das durch.

Man hat einerseits den Eindruck, dass FF14 hier in Europa und im Westen schon gerne erfolgreicher wäre – den Haupterfolg hat FF14 in Japan, aber allzu viele Kompromisse will Final Fantasy XIV dafür auch nicht eingehen.

Die Fans lieben es. Andere stehen ein bisschen ratlos davor. Das alles wird sich wohl jetzt mit der zweiten Erweiterung, Stormblood, auch nicht mehr ändern. Final Fantasy XIV ist, was es ist, seit dem „Relaunch“ und das ist wohl auch gut so.

Final Fantasy XIV war nur der Anfang unserer Rundreise. Auf den nächsten Seiten schauen wir uns vier weitere MMORPGs an.

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