Es gibt immer mehr hochwertige Mobile-MMORPGs – Doch ist das die Zukunft des Genres?

In den vergangenen Monaten und Jahren waren die meisten Neuerscheinungen bei den MMORPGs Spiele fürs Smartphone. Das wird nur wenige überraschen, da der Mobile-Markt riesig ist. Doch sind Mobile-MMORPGs wirklich die Zukunft des Genres? Und was müsste sich ändern, damit sie bei uns akzeptiert werden?

Wie sieht der MMORPG-Markt derzeit aus? Wenn wir auf die Neuerscheinen bei MMORPGs für PC und Konsolen seit Anfang 2019 schauen, dann ist die Release-Liste hier im Westen überraschend kurz:

Die Lücke, die durch weniger Spiele und vor allem durch selten erfolgreiche PC-MMORPGs entsteht, wird immer öfter durch neue Mobile-MMORPGs gefüllt:

Der Trend hin zum Smartphone ist wenig überraschend, wenn man sich den gesamten Gaming-Markt anschaut. Auffällig ist jedoch, dass alle diese Mobile-Titel aus Asien, meist Korea oder China, zu uns gebracht werden.

Das neue MMORPG The Ragnarök will wie God of War sein und das auf PC, Konsole und Smartphone

Der Mobile-Markt boomt, nicht nur in Asien

So sieht es beim Gaming aus: Wie die Analyse-Website Newzoo im Mai 2020 zeigte, werden etwa 48% der Einnahmen in der Gaming-Branche über Mobile-Plattformen eingefahren. Dabei handelt es sich immerhin um 77,2 Milliarden Dollar. Zudem ist der Mobile-Bereich der, der am meisten im Vergleich zum Vorjahr gewachsen ist (13,3%).

Zwar befinden sich die meisten Mobile-Gamer in Asien, doch direkt dahinter liegt Europa und das mit einem deutlichen Abstand zu Nord- und Südamerika, wie eine Grafik von DFC Intelligence zeigt:

Mobile-Gamer pro Region

Die gleiche Studie von DFC Intelligence beschreibt, dass 48% der mittlerweile 3 Milliarden Gamer weltweit auf dem PC unterwegs sind. Eine genaue Zahl über die Mobile-Gamer gibt es dort jedoch nicht, weil auch PC- und Konsolen-Spieler häufig zusätzlich ein Smartphone verwenden.

Mobile ist in allen Genres angekommen: Der Mobile-Trend ist nicht nur bei MMORPGs zu sehen, sondern auch bei anderen Genres. Activision gelang mit Call of Duty: Mobile der beste Start eines Mobile-Spiels überhaupt, Blizzard arbeitet derzeit fieberhaft an Diablo Immortal und verriet bereits, dass es nicht das letzte Mobile-Spiel der Firma wird.

Selbst ein Spiel wie League of Legends, das seit 10 Jahren nur auf dem PC zu finden war, kündigte eine Mobile-Version mit dem Namen Wild Rift für 2020 an.

Mit Wild Rift kommt LoL-Mobile, das noch 2020 erscheinen soll.

Warum ist das so? In der heutigen Zeit haben viel mehr Menschen ein Smartphone, als beispielsweise einen PC oder eine Konsole. Das liegt auch an der einfachen Zugänglichkeit und dem meist günstigeren Preis. Fast jeder kann über das kleine Gerät in das Gaming einsteigen, sei es auch nur mit kleinen Titeln wie Peggle oder Candy Crush.

Zudem gibt es Regionen wie Indien, wo fast nur mit dem Smartphone gespielt wird und wo allein über 600 Mio. US-Dollar auf dem Gerät umgesetzt werden (via Moneycontrol).

Je besser die Spiele für das Smartphone und auch die Smartphones selbst werden, desto interessanter werden die Spiele für „Core-Gamer“. Doch das gelang bei vielen der derzeitigen Mobile-MMORPGs zumindest hier im Westen nicht.

Mobile-MMORPGs und ihre Probleme

Warum kann eigentlich kein Mobile-MMORPG überzeugen? Zwar sprießen viele Mobile-MMORPGs wie Pilze aus dem Boden, doch kaum ein Titel kann Spieler von PC-MMORPGs überzeugen.

Immer wieder berichten wir auf MeinMMO über neue Titel, doch schon bei dem Wort „Mobile-MMORPG“ schalten viele auf Durchzug. Und ich kann es verstehen.

Meistens sind die Spiele schön gemacht, sehen optisch gut aus und tragen einen großen Namen bei sich. Doch sie alle kämpfen mit ähnlichen Problemen:

  • Viele Titel setzen auf Auto-Run und Auto-Play. Man muss meist gar nicht selbst spielen, um Fortschritte zu sammeln.
  • Mobile-MMORPGs sind meist nicht so komplex wie ihre großen Brüder.
  • Fehlende Spieltiefe wird oft mit aufwendigem Grind überdeckt.
  • Viele der Titel setzen offen auf Pay2Win, indem man sich Ausrüstung, Fortschritte oder Ingame-Währung für Echtgeld kaufen kann.

Ich selbst habe dutzende dieser Spiele ausprobiert und immer nach einem Titel gesucht, der mich langfristig bindet. Zurückgekommen bin ich meist zu RuneScape, was aber auch daran liegt, dass es praktisch das PC-MMORPG für unterwegs ist.

Zu RuneScape kehre ich immer wieder zurück, vor allem aber, weil es kaum Alternativen auf dem Smartphone gibt.

Sind PC-MMORPGs schon tot?

Wie steht es um PC-MMORPGs? In den letzten Jahren erschienen zwar immer mehr Mobile-MMORPGs, doch auch auf dem PC tut sich noch etwas. So befinden sich einige aussichtsreiche MMORPGs in Entwicklung, darunter innovative Titel wie:

  • Ashes of Creation, das mit dem Node-System ein Alleinstellungsmerkmal hat.
  • Camelot Unchained, das an Oldschool PvP-MMORPGs anknüpfen möchte.
  • Crimson Desert, das Wert auf Story in Form einer Kampagne mit mehreren Helden legt.

Das Problem bei all diesen Spielen ist jedoch, dass sie sehr aufwendig sind und entsprechend lange Entwicklungszeiten haben. Für keinen der Titel gibt es ein echtes Release-Datum und schon jetzt scheint eine Veröffentlichung 2021 unwahrscheinlich.

ashes of creation Town 2
In Ashes of Creation sollen kleine Zeltlager in große Metropolen verwandelt werden können.

Sind Mobile-MMORPGs nun die Zukunft?

Wird es bald nur noch Mobile-MMORPGs geben? Obwohl sich der Trend zwar immer mehr Richtung Mobile bewegt, glaube ich nicht daran, dass Spiele, die nur für das Smartphone entwickelt werden, die Zukunft sind.

Vielmehr könnte ich mir vorstellen, dass sich Crossplay zwischen allen Plattformen, egal ob PC, Konsole oder Smartphone, durchsetzen wird.

Das versucht derzeit auch NCSoft mit ihrer Plattform „Purple“. Sie liefern quasi den Emulator für das Mobile-Spiel direkt mit, sodass ihr es am PC spielen könnt. Allerdings ist für mich persönlich der Weg falsch herum gewählt. Ich hätte es lieber, wenn ein Spiel für den PC optimiert und dann für andere Plattformen angepasst wird.

Lineage 2M kann dank Emulator auch am PC gespielt werden. Doch den Ansprüchen an ein PC-MMORPG wird es trotzdem nicht gerecht.

Das perfekte Mobile-MMORPG? Doch was wäre eigentlich mit einem guten Mobile-MMORPG, das von einem westlichen Entwickler kommt? Das auf problematische Dinge wie Autoplay und Pay2Win verzichtet und stattdessen mit Gameplay überzeugt?

Bisher scheint kein solcher Titel in Entwicklung zu sein, auch wenn vereinzelte Spiele wie Albion Online auf Android-Geräten gespielt werden können.

Eine Neuerung, die Mobile-MMORPGs zudem interessanter machen könnte, wäre das Nutzen von Funktionen wie bei Pokémon GO, also das Laufen in der echten Welt, um damit zu erkunden und zu kämpfen. Ein Schritt in diese Richtung geht ArcheAge Walk. Doch auch hier handelt es sich um einen koreanischen Titel.

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Aki

Ich muss dem Verfasser hier klar zustimmen…
Ein GUTES Mobile MMO gibt es einfach nicht und der richtige Weg wäre es tatsächlich Cross Play zu ermöglichen bei dem der Fokus ganz klar auf der PC Version liegen würde !!!
Damit könnte man dann auch CoreGamer erreichen…
Aber mit dem Billigen P2W autogame Schrott der da auf den Mobilen Geräten zu finden ist.. kann man doch nichts anfangen ! -,-

Vallo

Auf dem Handy ein gutes MMORPG abliefern? Ich schätze es ist absolut unmöglich. Auto-Play wird gehasst, aber ein absoluter Verzicht wäre auch nicht denkbar, da man auf dem Handy nicht seine volle Konzentration richten möchte. Ist ja auch schließlich ein Endgerät, welches im Bus, Bahn und sogar beim gehen benutzt wird und da fällt sowas schließlich schwer. Die Imersion fehlt einfach und ich wüsste nicht wie man es auf einem Handy hinbekommen sollte eine Welt zu erschaffen, die man wirklich erkunden und darin versinken möchte (so als MMORG).
Es gibt dazu noch viel mehr zu schreiben, aber ich glaube man weiß was ich meine. Dabei hätte ich nichts gegen ein gutes MMORPG auf dem Handy.

Wegen dem P2W: das wäre längst möglich, aber da sind die Entwickler zu gierig und die Konsumenten zu dämlich.

Patrick

Ich kenne kein gutes Handy MMOrpg und auch fast keines welches sich nicht von alleine spielt … Wovon aber wieder viele den Namen MMO gar nicht verdienen da es eher so Dungeoncrawler sind mit automatisierten Kampfsystem und maximal 4 Fähigkeiten….

Caliino

Meine Meinung:
Ich kann mobile überhaupt nichts abgewinnen und dort haben „richtige“ Spiele auch nichts zu suchen.

– Gameplay, so tief wie ein Kaffeeuntersetzer
– ganz kleiner Bildschirm, wo meist mehr als 1/3 durch die Buttons/Finger verdeckt wird
– keinerlei haptisches Feedback
– Auto-Systeme
– P2W/Mikrotransaktionen die einen enormen Fortschritt gewähren

Cradd

Ich probiere viele Mobilegames aus, jedoch bei MMORPG war ich bislang fast immer enttäuscht.
Was muss so eine Mobil MMORPG haben:

Im Hochformat spielbar – klingt vermutlich für alle komplett irrelevant aber für mich ist Querformat meistens der erste große Minuspunkt. Ich will mein Handy nicht immer drehen und allen zeigen, dass ich gerade zocke. Außerdem fühlt sich Hochformat für mich irgendwie besser an beim Zocken.

Einfach Grafik und Effekte – Wenn ich die Wahl hätte, würde ich den Comiclook bevorzugen. Zuviel Details halte ich für unnötig und auch auf dauer anstrengender fürs Auge.

Klassisches Gameplay – Bzw interessantes Gameplay .. leider bestehen fast alle Mobile-MMORPGs zu 40% aus Tutorial und Autoplay, 50% Cashshop-Angeboten und wenns gut läuft 10% Spielspaß.

Vogelperspektive – Ich glaube auf dem Handy und mit meinen zuvor genannten Ansprüchen, kann es nur ein MMORPG in Torchlights Optik sein. evtl irre ich mich, aber mir macht es glaube ich generell keinen Spaß am Handy in Ego oder Third-Person zu steuern… lieber von oben.

Nico Saborowski

Schau dir mal Albion Online an… bis auf das mit dem Hochformat, könnte es deine Wunscheliste erfüllen 🙂

Fain

Wer nen gutes Story rpg im 16 Bit Stil haben will sollte sich mal Guardian tales anschauen. Zwar kein mmo aber immerhin ein rpg und kann im pve ohne zu cashen durchgespielt werden. Und nur begrenzt Auto play.

Das pay to win Problem bei Mobile games bezieht sich meistens auf den pvp Bereich, dann ist halt immer die Frage inwieweit das pve motivieren kann.

Und es gibt mittlerweile echt gute Mobile games die auch ohne pay to ein auskommen. Nicht unbedingt im MMorpg Bereich, Aber trotzdem mit genügend Tiefgang um einen auch längerfristig an das game zu binden.

Fain

Ja im MMORPG Bereich hat man leider überwiegend nur so Asia Grinder AutoPlay P2W Müll, allgemein im RPG Bereich ist es schwer, da fast jedes neue Spiel sich nur wie ein RE-Skin von XY anfühlt. Ich habe immer das Gefühl die Entwickler setzen hier einfach auf die bewährte Gatcha + AutoPlay + FanService Formel und denken sich wird schon irgendwie laufen.

Selbst V4 oder Aura Kingdom 2, die ich als relativ gut und pay to win fair einstufen würde kommen halt mit AutoPlay daher. Da traut sich aber auch irgendwie kein Entwickler daran, MMO RPGs ohne AutoPlay raus zubringen.

Was ich empfehlen könnte wäre Life After, das lief irgendwie bei vielen unter dem Schirm. Das erfüllt eigentlich alle Kriterien als MMO RPG, hat kein AutoPlay aber ist halt ein Survival & Zombie Abenteuer und wird im Playstore auch nicht als Rollenspiel geführt, sondern eben als Abenteuer. Grafisch aber ein Brett und mit viel Tiefgang, man muss halt auf Zombies stehen ^^

Vallo

Das pay to win Problem bei Mobile games bezieht sich meistens auf den pvp Bereich

Und fast alle Spiele zwingen einen praktisch dazu am PvP teilzunehmen und Gewinne oder „Premium“-Wärung zu erfarmen. Ich mochte auch viele Spiele im PvE, welches aber durch dieses System so in die Länge streckt wurden, um weiter zu kommen, dass man das Interesse verloren hat.

Fain

Leider viele, das stimmt. Das liegt aber auch an der Tatsache, das der PvE Content irgendwann halt erschöpft ist, irgendwann hat man seine Chars eben alle entwickelt, irgendwann braucht man den Grind Content nicht mehr weil man eben alles hat.

Dann bleibt letztendlich nur noch PvP, was wiederum in vielen Games egal ob Mobile oder Konsole/PC, das Endgame darstellt.

Seither

NCSoft plant also ein neues Mobil-MMO für Aion, nachdem sie das Alte so schnell aufgaben?
Frage mich nur, ob die daraus gelernt haben und mehr Eigenes einbringen.

Führt mich gleich zur Hauptsache, die mich bei Mobil-MMOs stört: Es gibt gefühlt nur eine handvoll verschiedener Spieltypen und jedes Spiel eines Typs spielt sich exakt gleich, sieht nur anders aus und erzählt einen anderen Text, der aber meist nicht so wichtig erscheint. Wenn ich ein Spiel eines Typs habe, brauche ich all die anderen nicht.
Ist bei PC-Spielen ein bisschen anders, da die im Regelfall komplexer sind und ich besser in der Spielwelt abtauchen kann.

Luripu

Bei V4 sah das auf dem PC schon ok aus,
wenn ich vom fehlenden AA mal absehe.
Das Spiel selber war aber reine Automodus=gähn

Dragon Rahja sah auf Smartphone schon recht gut aus,
hatte sogar paar nette Ideen wie den Idol Modus.
Der Rest war aber wieder gähnende Langeweile.

Bis jetzt können die „normalen“ MMORPGs nicht das Wasser reichen.
Man vergleiche auch mobile MMO ~3GB.
ein ESO oder PSO2 haben locker über 70GB.
Das merkt man.
Ich werde mir immer mal wieder eins anschauen
aber glaube nicht das sich im mobilen Sektor groß was ändern wird.

Jona

Danke für den Artikel. Nach meinem positiven Post über EVE Echoes ist das hier ein Geschenk.

Nein, kein ernsthaftes MMORPG (ausser vielleicht EVE) sollte eine Zukunft auf mobilen Endgeräten anstreben. Die Steuerung ist furchtbar und das Gameplay ist meistens automatisiert und seicht. Warum der Mobilemarkt wächst ? Weil die heutige Jugend damit aufwächst und somit der Anspruch sinkt.

Man braucht sich doch nur mal die Top-Games in diesem Bereich ansehen.

Spitzenverdiener sind Spiele wie

Honor of Kings
Monster Strike
Candy Crush
usw.

Also entweder „Browersergames“ oder sehr kurzweilige Spiele. PUBG mag hier eine Ausnahme sein.
Meiner Meinung nach alles Spiele für zwischendurch oder Spiele die nicht unbedingt ein aktives Eingreifen erfordern.

Ein MMORPG fällt nicht in diese Kategorie. Das wissen die Entwickler und deshalb der ganze Automatismus.

Ne, MMORPGs gehören nicht auf mobile Plattformen (Ausser vielleicht EVE ^^)

Steelfish

Bin da komplett bei dir.

Das Problem ist das diesen mobile Mist hauptsächlich leute spielen, die eben keine „richitgen“ gamer sind. Die lassen sich dann auch schön ausnehmen und weinen nicht bei pay2win.

Die Ankündigung für das mobile diablo sollte gezeigt haben was pc/konsolen spieler von mobile games halten.

Ich hab schon so oft nach nem gescheiten mobile game geschaut aber einfach nichts gefunden. Würde da mal jemand n gescheites rausbringen das man kaufen kann und hat dann alles wäre das super. Aber die sind quasi alle gleich. Kostenlos die Leute ranlocken und dann mit inapp käufen absahnen.

Und die pc Spieler weinen bei gamestar in den Kommentaren schon wenn horizon zero dawn zum vollpreis rauskommt.

Wegen mir können se den ganzen mobile mist bleiben lassen.

denhope

Sehe das genauso wie du Steelfish.

Es gibt kaum gute Games wo man nach einer Zeit nicht heftig zur Kasse gebeten wird.

Völlig ohne Pay2Win kommt jedoch Teamfight Tactics von Riot aus – evtl. für dich ein Tipp. Ist echt ein super Spiel!

Ansonsten hatte ich mit Clash Royal viel Spaß – auch wenn man da irgendwann zahlen kann um deutlich schneller voran zu kommen.

VValdheim

So ist es und selbst wenn sie denn mal schaffen würden ein vollwertiges Spiel rauszubringen bliebe immernoch das mMn Riesenproblem mit der Steuerung. Gut ein Drittel des Bildschirms geht dann für das UI/Actionkeys drauf und es fühlt sich einfach furchtbar unpräzise an. Die einzigen Spiele die sich auf nem Smartphone gut spielen lassen sind z.B. Kartenspiele wie Hearthstone/Gwent oder Rundentaktik/Autochess Kram. Solange sich an der Steuerung nichts ändert sehe ich Mobile nicht als ernsthafte Konkurrenz auch wenn die Verkaufszahlen leider ein anderes Bild zeichnen :-/

Nico Saborowski

„Das Problem ist das diesen mobile Mist hauptsächlich leute spielen, die eben keine „richitgen“ gamer sind. Die lassen sich dann auch schön ausnehmen und weinen nicht bei pay2win.“

Was sind „richtige Gamer“?

Mobile Games haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Ohne mobile Games wäre das Thema „Videospiele“ niemals so breit in der Öffentlichkeit angekommen, wie es eben jetzt ist (…eben weil sich auch jeder Candy Crush Spieler als „Gamer“ bezeichnet). Was durchaus Vorzüge hat, da man als Gamer eben nicht mehr als „Kellerkind“ oder sonstwas stigmatisiert wird.

Man muss auch bedenken, dass mobile Games – wenn man nicht rein-casht – eine günstige Alternative sind, um mit dem Gaming zu beginnen. Ein Smartphone hat (fast) jeder. Eine Konsole, einen PC kann sich nicht jeder leisten.


Ich denke, dass die Generation, die mit PCs und „richtigen“ Konsolen aufgewachsen ist, sich niemals wirklich mit Mobile Games abfinden wird. Dennoch halte ich die Entwicklung aus genannten Gründen für durchaus positiv…. die P2W-Thematik mal ausgeklammert.

Und es muss ja auch kein entweder – oder sein… Ich spiele bspw. gerade Albion Online, was auch mobile verfügbar ist. Das ist mobil, wenn man mal vor dem Fernseher einfach nur stupide farmen will, eine tolle Ergänzung zur PC-Version.

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