LoL-Team zeigt perfekt, warum Amerika bei den Worlds keine große Rolle spielt

LoL-Team zeigt perfekt, warum Amerika bei den Worlds keine große Rolle spielt

Amerika spielt bei internationalen Turnieren in League of Legends seit Jahren keine große Rolle mehr. Das letzte Mal stand mit Cloud9 2018 ein amerikanisches Team im Halbfinale der Worlds. Nun gibt es neue Gerüchte zu den Transfers vom Team 100 Thieves. Und genau die zeigen, warum Amerika so irrelevant ist.

Was sind das für Gerüchte? 100 Thieves soll die neue Saison angeblich mit zwei Veteranen planen:

Insgesamt wäre der Kader von 100 Thieves für ein LoL-Esport-Team sehr alt. Derzeit hätten sie noch den Jungler Closer (25), den Supporter Huhi (27) und den Toplaner Ssumday (26) in ihrem Aufgebot.

Was ist das Problem? Schon länger gibt es Kritik daran, dass in Amerika erfahrene Spieler den Vorzug vor den jungen „Rookies“ bekommen. Das sagte auch Doinb, der Weltmeister von 2019, in einem Interview. Er würde immer nur dieselben Spieler sehen, allerdings im Trikot einer anderen Mannschaft.

Der Neueinkauf von Doublelift und Bjergsen würde genau das bestätigen, auch wenn es sich bisher nur um Gerüchte handelt. Zwar sind beide gute Spieler, doch international haben sie wenig erreicht. Es ist unwahrscheinlich, dass sie mit steigendem Alter noch einen großen Titel holen. Trotzdem schwören Teams auf sie.

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Doublelift und Impact spielten schon die ersten Worlds mit

Wie alt sind die Profis in Amerika? Doublelift führt die Liste in Amerika an. Mit seinen fast 30 Jahren gehört er zum alten Eisen. Schon 2011 nahm er an der ersten Weltmeisterschaft in LoL überhaupt teil, damals auf der Dreamhack in Schweden. Er erreichte mit Epik Gamer immerhin Platz 4.

Mit Zaqueri „aphromoo“ Black hat das Team FlyQuest wohl den ältesten Supporter mit einem Profi-Vertrag. Er ist bereits 30 und spielt seit 2012 kompetitiv LoL. Seinen ersten Auftritt bei den Worlds hatte er 2015 mit CLG.

Ein weiterer Veteran ist der Koreaner Jeong „Impact“ Eon-young. Er gewann 2013 die Worlds mit SK T1, dem Team von Superstar Faker. Anfang 2015 wechselte er dann nach einer enttäuschenden Saison in Korea nach Amerika. Dort spielt der 27-Jährige bis heute.

Zwar gibt es auch international einige Ausnahmetalente, die über Jahre erfolgreich spielen, etwa der angesprochene Faker (26) oder der Koreaner BeryL (25), der 2020 mit DAMWON und 2022 mit DRX die Worlds gewann. Doch hier werden oftmals gestandene Profis mit jungen Talenten gemischt.

DRX etwa hatte mit Zeka (19), Pyosik (22) und Kingen (22) eher junge Spieler im Squad und kombinierte sie mit BeryL und Deft (26). So holten sie den Titel.

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Amerika setzt auf Spieler aus dem Ausland: Auffällig ist zudem, dass in Amerika in den letzten Jahren viele Profis aus anderen Regionen spielen. Bei den Worlds 2022 nahmen drei amerikanische Teams teil, mit insgesamt 15 Spielern:

  • Die sechs Spieler Inspired, Closer, Kaori, Abbedagge, Jesen und Zven kamen aus Europa.
  • Mit Impact, Berserker, Ssumday und Huhi gab es gleich vier Koreaner.
  • Mit FBI und Fudge waren zwei Australier dabei.
  • Nur Jojopyun (Kanada), Vulcan (Kanada) und Blabber (USA) kamen wirklich aus der Region.

Zum Vergleich:

  • Alle 20 Spieler aus Korea kamen aus Korea.
  • 19 der 20 Spieler von europäischen Teams kamen aus Europa. Lediglich Malrang kommt gebürtig aus Korea.
  • 17 der 20 Spieler aus China kamen auch aus China – Kanavi, Scout und Viper sind Importe aus Korea.

Die Wechsel kommen jedoch nicht überraschend. Der ehemalige Coach von G2 Esports erklärte schon 2019: Wer nach Amerika wechselt, gibt das Gewinnen auf im Tausch für mehr Geld. Wer also in der LCS spielt, wird zwar international keinen Ruhm mehr ernten, aber immerhin anständig dafür entlohnt.

Quelle(n): Dexerto
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JJ

Typisch USA – sich mit Geld Erfolg einfach kaufen. Wobei sie nicht mal das gebacken bekommen.

xSkillz

Du meinst etwa so wie das deutsche fußball Team 😀 ??

Rappel

Die Mentalität ist einfach eine andere in Asien. Da hast du zu tranieren oder du fliegst einfach aus dem Team.
Gut zu sehen an dem Trainingsplan von DoingB, wo die 15 Stunden täglich LoL spielen.

Die Spieler gehen nach Amerika wo man einfach besser Geld verdienen kann ohne sich körperlich kaputt zu spielen.

Selbst wenn Spieler gut genug sind würde ein Wechsel nach Korea oder China nicht klappen. Die sind da einfach zu rassistisch/nationalistisch.

Dr34mC4tch3r

Uff… pauschalisieren, großes Tennis…

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