LoL soll von der kleinen Karte mit 3 Lanes zu einem riesigen Universum wachsen

2009 erschien das Spiel League of Legends und wurde von vielen als Klon der Warcraft 3-Mod Dota gesehen. Heute hingegen gehört LoL zu den einflussreichsten Spielen. Das liegt auch an vielen Entscheidungen, die um das Spiel herum getroffen wurden. Eine davon war die Gründung einer virtuellen Band, die sogar Nicht-Gamer anspricht.

Was macht LoL so bedeutend? League of Legends ist ein Phänomen. 2019 war es das PC-Spiel mit den meisten Spielern weltweit. Wenn die Weltmeisterschaften laufen, schalten zig Millionen von Zuschauern ein. Der Einfluss des Spiels ist riesig. Laut der Webseite Esports Observer war LoL im 3. Quartal 2020 mit weitem Abstand das einflussreichste Spiel auf dem Markt – gemessen an Spiel-Stunden, geschauten Stunden und Turnieren.

Dabei spielen oder schauen die Fans noch immer auf die gleiche Karte wie vor 10 Jahren. Die wurde zwar in den Details und der Grafik überarbeitet, besteht aber im Grunde noch immer aus den 3 Lanes und dem Dschungel dazwischen.

Doch 2020 gibt es rund um League of Legends weit mehr, als die Karte „Summoners Rift“. Es gibt neue Spiele wie TfT oder LoR, riesige Events in der realen Welt, Social-Media-Profile von Champions und sogar virtuelle Pop-Bands.

LoL KDA neues Outfit
Die Band K/DA soll LoL auch über die Grenzen von Computerspielen hinaus bekannter machen. Ihre Mitglieder sind die 4 Champions Ahri, Akali, Evelynn und Kai’Sa.

Im Rahmen einer virtuellen Presse-Konferenz, an der MeinMMO teilgenommen hat, hat Riot Games über den Hintergrund der Band gesprochen und dabei selbstbewusst gesagt, dass es um mehr geht, als nur ein Computerspiel zu sein.

„Wir wollen Pop-Momente kreieren, an die sich alle erinnern“

Was tut LoL, um noch bekannter zu werden? Eine der erfolgreichsten Aktionen rund um das LoL-Universum war die Erschafftung der virtuellen Band K/DA. Die veröffentlichte im Rahmen der LoL Words 2018 ihren Song Popstars. Auf YouTube hat dieser mehr als 380 Millionen Aufrufe.

Was war die Idee von K/DA? Die Gründung der Band war eine Promo-Aktion, um neue Skins für die Charaktere im Spiel zu bewerben. Doch für Riot steckt nach eigener Aussage noch mehr dahinter.

Ihr großes Ziel war es, LoL und Musik zu verbinden und „damit Pop-Momente zu kreieren, an die sich alle erinnern“. So beschrieb es Patrick Morales, der Creative Director für Marketing von Riot Games.

Das dürfte mit dem Auftritt bei den LoL Worlds 2018 geglückt sein, als die eigentlich virtuellen Champions sogar auf der Bühne standen.

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Mit der Musik wollen sie zudem nicht nur bereits vorhandene LoL-Spieler begeistern, sondern auch neue Zielgruppen erreichen. Dazu zählen sowohl Gamer als auch Menschen, die eben nicht spielen. Das sei nach eigener Aussage durch gute Platzierungen in den Charts von Spotify oder iTunes auch gelungen.

Heute, am 6. November, ist das erste komplette Album der Band mit dem Namen „ALL/OUT“ erschienen.

K/DA ist nicht das einzige Musik-Projekt: Die Band K/DA ist nicht das einzige Projekt, das Riot Games in Bezug auf Musik hat. Schon mit ihren Songs zu neuen Champions sorgten sie immer wieder für Aufmerksamkeit.

Eines der bekanntesten Beispiele dürfte „Get Jinxed“ sein, das Lied zu Champion Jinx. Das Video von 2013 kommt immerhin auf fast 100 Millionen Aufrufe.

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Neben solchen einzelnen Songs gibt es aber noch zwei weitere Projekte – Pentakill und True Damage:

  • Pentakill ist sowas wie eine Vorstufe zu K/DA. Auch hier gibt es Songs zu LoL, jedoch ohne dass die Sänger oder Champions im Vordergrund stehen.
  • True Damage hingegen ist eine Hip-Hop-Gruppe und funktioniert im Grunde wie K/DA. Sie wurde 2019 ins Leben gerufen und trägt Skins, die von Louis Vuitton designt wurden.

Doch auch Musik ist noch lange nicht alles, was das Universum von LoL ausmacht.

„Spieler lieben es mit ihren Champions zu interagieren“

Was tut Riot noch, um Fans zu binden? In den letzten Monaten setzten die Entwickler verstärkt auf Profile zu den Champions in den sozialen Medien. Auf Twitter, Instagram und Weibo findet man beispielsweise die Band K/DA, aber auch den neusten Champion Seraphine.

Sie erzählen Geschichten aus ihrem Leben, diskutieren mit den Followern und veranstalten sogar Challenges. Das kommt laut Patrick Morales richtig gut an:

Wie bei echten Popstars wollten wir, dass unsere Spieler mit ihnen interagieren können, wie mit realen Personen – über soziale Medien.

Etwas, das wir auch kürzlich über Ingame-Events wie Spirit Blossom herausgefunden haben, ist, dass unsere Spieler es lieben, mit ihren Champion zu interagieren.

Patrick Morales in der Pressekonferenz zu K/DA

Geht das wirklich immer gut? Die Nahbarkeit der Champions kommt jedoch nicht bei allen gut an. Rund um Seraphine gibt es derzeit viel Kritik. Die beruht zwar auch auf ihrem Gameplay und ihrer Hintergrundgeschichte, aber ein Aspekt ist auch, dass sie zu menschlich wirkt.

In einer rauen und brutalen Welt wie Runeterra, in der viele Kriege stattfinden und sich Champions ständig verraten, passt ein Charakter mit Popstar-Allüren und gleichzeitig starken Selbstzweifeln für viele nicht ins Bild.

LoL Seraphine Titel
Seraphine ist der Champion mit der aktivsten Social-Media-Präsenz – und das wird nicht nur positiv gesehen.

Das riesige LoL-Universum

Zu League of Legends gehört bereits jetzt eine ganze Menge mehr, als nur dieser eine Karte und dieser eine Spielmodus. Und das soll auch in Zukunft so weitergehen.

Morales versprach in der Pressekonferenz, dass es weitere Pläne für K/DA und den Ausbau des LoL-Universums in Richtung Musik gibt.

Doch auch spielerisch wird es Neuerungen geben. Eine ist das Singleplayer-Spiel „Ruined King: A League of Legends Story“, das 2021 erscheinen soll. Das wird ein rundenbasiertes Rollenspiel für PC und Konsolen.

Ebenfalls 2021 erscheint mit Wild Rift die Mobile- und Konsolen-Version zu League of Legends. Alles Wichtige zu dem Spiel und der im Dezember starteten Beta, findet ihr hier:

Wir wissen jetzt, wann ihr das LoL-Mobile endlich spielen könnt

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Thaurus

Liebe Redaktion,

das Spiel wurde am 27. Oktober 2009 released, sogar auf Steam.
Ich les echt gerne mal eure Artikel, aber bitte haltet auch die Qualität und orientiert euch da nicht zu sehr an den amerikanischen Prinzip der „alternativen Fakten“.

Bei Artikeln über Spiele, die vielleicht der ein oder andere nicht gut kennt, verlassen sich Menschen auf eure Aussagen.

Danke

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