Experte erklärt, eine Rolle in LoL ist so schlimm, dass nur Psychopathen sie gerne spielen

Der frühere LoL-Profi Yilang „Doublelift“ Peng ist der Ansicht, dass eine Rolle in League of Legends furchtbare Auswirkungen auf die Verfassung der Spieler hat: Auf der Top-Lane hätten nur Psychopathen Spaß. Warum das so ist, erklärt Doublelift in einem Twitch-Clip.

Das ist Doublelift:

  • Der 28-jährige US-Amerikaner hat das US-amerikanische LoL geprägt wie kaum ein anderer. Er spielte seit 2011 als Botlaner und wurde 8-Mal Meister in der LCS, zuletzt im Sommer 2020.
  • Nach seinem Rückzug aus dem professionellen LoL ist er noch stärker als Streamer auf Twitch aktiv als früher. Mittlerweile hat er 1,6 Millionen Follower auf Twitch. Wenn er streamt, schauen ihm knapp 15.000 Leute zu.
  • Doublelift war schon immer für seine hart formulierten, markigen Ansagen bekannt. So erklärt er jetzt, warum sich auf der Top-Lane in LoL nur Psychopathen wohlfühlen.

„Midlane ist Micky-Mouse-Cupcake” im Vergleich zur Toplane

Das ist die Situation: Doubelift schaut sich einen Clip des Streamers1 Tyler1 an, der hatte es in 669 Spielen zum Challenger in der Midlane gebracht. Für den Challenger-Titel in der Top-Lane hatte er einige Monate zuvor 1741 Spiele gebraucht.

Nun schwärmt Tyler1 davon, wie leicht die Midlane im Vergleich zur Top-Lane ist. Die Midlane sei „Micky-Mouse-Cupcake“ im Vergleich zur Top-Lane.

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„Die ekligste Rolle im ganzen verdammten Spiel“

Warum ist die Top-Lane so hart? Doublelift stimmt der Aussage von Tyler1 zu:

„Die Top-Lane ist die ekligste und unerbittlichste Rolle in dem ganzen verdammten Spiel. Wenn dich auf der Top-Lane wer erwischt, bist du für den Rest des Spiels am Arsch. Wenn der gegnerische Jungler will, dass du nicht mitspielst, kannst du nicht mitspielen. Wenn dein Gegner den Konter-Pick nimmt, kannst du für das ganze Spiel nicht atmen und wirst die ganze Zeit terrorisiert.

Top-Lane ist mit Abstand die für deinen Verstand verheerendes Rolle – und es ist noch nicht mal knapp.“

Doublelift, 8-facher LCS-Meister

Doublelift erklärt die Hälfte des Mists, der einem auf der Top-Lane passiere, resultierter aus den Junglern und Midlanern des Gegners oder aus der „Pick Priority“ oder weil der Supporter auf die Top-Lane roamt.

Top-Lane sei wie der AD-Carry eine Rolle, die nur Psychopathen gefallen würde. Beiden Rollen seien mental unheimlich hart – Mid-Lane hingegen sei „broken“, also einfach zu spielen.

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Sehen das andere auch so? Ja, Top-Laner beschweren sich immer wieder darüber, dass ihre Rolle undankbar ist (via reddit). In der Regel spielen auf der Top-Lane eher „stationäre, defensive Champs“, die weitgehend auf ihrer Lane bleiben. Wenn das Spiel gegen sie läuft, ziehen sie sich zum eigenen Tower zurück und versuchen, Mobs unter dem Tower zu farmen. Das ist ein Spielstil, den keiner so richtig mag.

Es ist schwierig, von der Top-Lane aus eigene Akzente zu setzen, weil man stark von dem beeinflusst ist, was die Gegner machen: Oft haben Top-Laner das Gefühl, sie sitzen da wie auf dem Präsentier-Teller und der gegnerische Midlaner oder Jungler warten nur darauf, dass sie 2 Schritte zu weit vom eigenen Turm weggehen, um aus dem Hinterhalt zu springen und sie zu überfallen.

Wenn Top-Laner am Anfang eines Spiels gegankt werden und erstmal beim Gold und dem Level hinter den anderen Spielern zurückfallen, sind sie häufig ein leichtes Opfer, die im Rest des Spiels nichts mehr ausrichten können und ständig sterben, weil sie in jedem Teamfight eigentliche eine „Front-Rolle“ erfüllen müssen.

Top-Laner beschweren sich konstant darüber, wie schlecht sie es haben, gerade im Vergleich zu den Midlanern, die ihre Lane verlassen und über die Karte „roamen“ können, um selbst Akzente zu setzen (via reddit).

Der ADC hat eine ähnlich „beschränkte Rolle“ und wenig Entscheidungsgewalt darüber, was er in der Laning-Phase, den ersten 15 Minuten eines Spiels so macht, der muss ebenfalls auf seiner Lane bleiben, während Jungler, Midlaner und sogar der Supporter die Möglichkeit haben, selbst aktiv zu werden und Akzente zu setzen.

Diese Abhängigkeit der Rollen davon, was der Gegner macht, scheint auf Dauer viele zu belasten, wie Doublelift glaubt.

Wie übel man es als Top-Laner haben kann, merkte ein Profi mal bei der WM 2019:

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Peter ist ja auch high Elo, da haben Top und Support auch eine andere Gewichtung weil das Spiel in high Elo mehr dem Pro Play ähnelt, so wie das Spiel eigentlich gespielt werden muss, als Teamspiel.

In low Elo ist Support die schwächste Rolle zum climben, Top Lane ist da viel besser.

Keiner spielt um den Support herum weil alle denken der Support muss alles machen. Die Supports selber picken meisten Lux was keinen Sinn macht wegen Gold und EXP Nachteil.

spielt sich einfach ≠  einfach zum climben

Sardeed

Als ich noch aktiv lol spielte, war ich 70% top und ich habe es geliebt.
Wenn hinten bisch musst halt gut sein und den gegner umspielen und reinlegen.
Die starten duelle in der lane waren das este, ich hab so viele zum rage quiten und feeden gebracht, einfach herrlich.

Hab ehrlich gesagt die gruppen kämpfe danach gehasst und bevorzugt split pushing und anti split pushing betrieben.

Wenn von der top mit 4/0/3 kommst und ne gute farm hast gabs wenige diedich stopen konnten.

Renrep88

Ich habe auf meiner Stufe eher Probleme mit der mid als mit der top (yorick)
Wenn ich jungle (trundle) wird die mid oft im vorbeigehen gegankt, was ich wenn ich mid spiele vermisse

OhneHonig

Klar, kann sein das ich einfach in einer zu niedrigen Elo spiele, aber ich hab dieses Problem fast nie. Ich bin Jarvan Main und dank meines Builds kann ich ziemlich häufig im Top-Jungle oder auf der Midlane aushelfen, besonders bei den gut abgesprochen Ganks. Aber das mit dem zurückfallen kann ich bestätigen, man braucht wirklich dann lange Jungle Unterstützung um aufzuholen wenn man am Anfang einmal ne Nasus/Wukong Combo ins Gesicht bekommt hat

Thyril

hier stimmt wohl was nicht „Der 8-fache LoL-Meister Doublelift erklärt, warum die Top-Laweil das aufm indexne eine so schwierige Rolle in League of Legends ist.“

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