Fortnite wird Lebensraub nicht zurückbringen: Frust für 90% der Spieler

Bei Fortnite gibt es seit Wochen Ärger wegen einer Änderung an den Regeln, die vor allem starke Spieler traf. Der Lebensraub (Siphoning) und das schnellere Sammeln der Baumaterialien wurden abgeschafft. Epic erklärt jetzt die Hintergründe: Die neuen Regeln hätten 90% der Spieler bei Fortnite frustriert.

Das ist der Konflikt: Mit dem Patch 8.20 wurden die Grundregeln für Fortnite in allen Haupt-Modi geändert. Die neuen Regeln, die Epic im Februar 2019 eingeführt hatte, wurden wieder zurückgenommen und es galten die „alten“ Regeln, mit denen Fortnite gestartet war:

  • Kein Lebensraub mehr – Vor 8.20 bekamen Spieler für einen „Kill“ 50 Lebenspunkte oder Schildpunkte zurück
  • Dafür mehr Hacken – Vor 8.20 brachte das „Ernten“ mit den Spitzhacken mehr Baumaterialien, auch Kills spendierten Ressourcen und das Cap für Holz/Stein/Metall lag bei 500 (jetzt wieder:999). Die Spieler mussten vor 8.20 weniger Zeit darauf verwenden, Baumaterialien zu sammeln.

Die Änderung der Regeln kam ohne große Begründung und einige Pro-Spieler sind seitdem auf den Barrikaden. Seit Wochen regen sie sich über Epic auf.

Fortnite: Die wichtigste Änderung in Patch 8.20 regt viele Spieler auf

Profis fühlen sich von Epic schlecht behandelt

So ist die Stimmung bei den Profis: Die Profi-Spieler empfinden das jetzige Fortnite als deutlich „lahmer“ als das vorige. Dazu ärgert sie, dass es jetzt zwei verschiedene Formen von Fortnite gibt:

  • Das „normale“ Fortnite mit den lahmen Regeln
  • Und das „kompetitive“ Fortnite mit den schnellen Regeln – hier gibt es aber zu lange Wartezeiten

Die Profis beschweren sich, sie könnten jetzt gar nicht für die so lukrative WM trainieren.

Die Profis fordern „Revert“ – Epic solle die Regeln zurücknehmen. Profis haben in den letzten Wochen das Gefühl, Epic haue ihnen gerade nur noch auf die Schnauze und interessiert sich nicht für ihre Bedürfnisse.

Einer sagt sogar: Wir spielen nur noch Fortnite, weil es hier um so viel Geld geht – nicht mehr aus Spaß.

Fortnite-Bonus-Stern
Der Patch 8.20 war ein heftiger Einschlag für die Profi-Szene.

Lebensraub war dazu gedacht, um Kompetitiv aggressiver zu machen

So erklärt Epic die Regeländerung: Jetzt nach Wochen des Schweigens äußerte sich Epic zu diesen Änderungen und zu den weiteren Plänen für den E-Sport von Fortnite (via epicgames.com).

Laut Epic hat man die „aggressiven“ Regeln nur eingeführt, weil das kompetitive Spiel zu langsam war. Die Profi-Spieler gingen defensiv vor, daher kamen viele ins Endgame.

Epic wollte mit „Lebensraub“ einen Anreiz schaffen, damit die E-Sportler aggressiver spielen:

  • Das klappte im kompetitiven Modus – deshalb bleiben die Regeln dort aktiv
  • Im „normalen“ Modus wurde aber schon vorher recht aggressiv gespielt, sagt Epic. Jetzt empfanden viele Spieler es als frustrierend, weil sie glaubten, kaum noch Chancen zu haben, zu gewinnen. Denn nun hatten die starken Spieler immer volle Kondition und Schilder.
Fortnite-Wick
Für Killer war die Änderung gut – für normale Spieler angeblich nicht.

90% der Spieler waren gefrustet

Epic sagt: Lebensraub hätte dazu geführt, dass 10% der Spieler mehr Spaß hätten, während 90% gefrustet waren und weniger spielten.

Es hätten „immer mehr Spieler“ die Hauptmodi ignoriert und gesagt, Fortnite sei ihnen zu hart geworden.

Fortnite-Wildcat

Das sagt Epic zur Auflösung: Weiteres Aufrege-Thema für die Profis ist die „feste Auflösung.“ Viele würden lieber in einer anderen Bild-Auflösung spielen oder sich ihr Sichtfeld so anpassen, wie sie es wollen. Sie fordern einen „Field-of-View“-Slider (FoV).

Da sagt Epic, man wolle keine Möglichkeit ins Spiel bringen, die einen klaren spielerischen Vorteil ermöglicht.

Denn Spieler würden den Vorteil nutzen, auch wenn das Spiel dadurch schlechter aussieht.

Daher will man Spielern keine Möglichkeiten geben, sich so einen spielerischen Vorteil zu ermöglichen.

Deshalb ist man für die „Feste native Auflösung“ und gegen einen „Field of View Slider.“

fortnite-flucht-titel-03

Gibt’s auch was Positives für die Profis? Es gibt zwei weitere Aussagen von Epic:

  • Man möchte das Gameplay in Anbetracht der Weltmeisterschaft möglichst wenig verändern – gibt aber zu bedenken, dass man das Spiel frisch halten will, denn so verdient man die Millionen, die man dann als Preisgeld rausknallen kann
  • Und Epic sagt, man möchte die Kommunikation mit den Spielern verbessern und wird daher mehr Präsenz in Online-Foren zeigen

So reagieren die Profis: Die sind denkbar bedient.

Profi-Spieler Tfue postete einen Clip deines Kumpels xQc, wie der einen Anfall bekommt

Tfues Partner, Faze Cloak, übt sich in der seltenen Kunst der Ironie und bedankt sich bei Epic für das Super-Update. Er hofft, Fortnite bringe bald die Flugzeuge zurück (die wurden von Profis allgemein gehasst.)

Für TSM_Myth sind die neuesten Ansagen von Epic ein Angriff auf die Hardcore-Community. Da helfe auch das viele Geld nichts.

In Fortnite tobt ein Kampf zwischen Spaß und Ernst – Epic ist für Spaß

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Davordoff
Davordoff
8 Monate zuvor

Ich finde diese „Profis“ jammern auf höchstem Niveau… kann doch nicht sein, dass Epic das Spiel extra für diese Profis bauen soll, damit diese ihren Spaß haben. Es gibt sicherlich mehr Noobs und Gelegenheitsspieler als Pros, demnach ist die Mehrheit der Spieler wichtiger als einzelne Fortnite-Ikonen. Dann sollen sie sich halt zurückziehen und was anderes spielen. Soll ein „Noob“ den ersten Platz aus Glück abräumen. Ich finde eh, dass E-Sports überbewertet sind. Mir soll mal jemand erklären, dass es verdient ist, dass ein Stubenhocker, der 12 Stunden vorm Computer „trainiert“ mal eben 500.000 oder sonst wie viel Geld mit einem… Weiterlesen »

SEMPER
SEMPER
8 Monate zuvor

Mit allem Respekt aber darüber zu werweisen ob 500k Preisgelder gerecht sind für „nur“ zocken oder nicht ist absolut sinnesfrei. Das Geld, die Sponsoren und das Interesse an Zuschauern ist vorhanden. Da gehts nicht um irgend eine Moraleinstellung sondern einfach um den wirtschaftlichen Aspekt. Ist ja sooo unfair das irgend ein fauler Stubenhocker ne halbe Kiste abräumt. Die Welt ist nicht fair komm drauf klar. Entweder hast du ein Talent oder du reiss dir den Arsch auf wenn du was haben willst. Auf einer Gaming-Newsseite darüber zu meckern bringt dich bestimmt nicht weiter wink

Mike Schulz
Mike Schulz
8 Monate zuvor

Ich bin ein Spieler mit einer 3er KD. Wie gut, oder schlecht das ist sei mal dahin gestellt.Zum Thema:Epic behauptet 90% der Spieler seien gefrustet, da das Spiel zu hart geworden sei und schieben es auf die Lebensraub-Funktion…Außerdem behaupten Sie das aus diesem Grund viele Spieler den Hauptmodi ignorierten.Ich denke alle die sich mit Fortnite auseinander setzen wissen, das dass nicht durch das Feature, sondern durch den steigenden Skill der Spieler und der unendlich viele Bugs/Glitches kommt !Es sollte heißen 90% der Spieler wünschen sich dieses Feature, sowie das beheben der Bugs!!Neue Items sind ja schön, wenn die meisten davon… Weiterlesen »

Christine
Christine
8 Monate zuvor

Ich hab das Spiel wegen der 50 leben /Schild pro kill aufgehört gehabt zu spielen und kenn mehrere die es aus dem selben Grund haben also glaube ich schon das es stimmt wenn epic sagt das 90% deswegen weniger gespielt haben. Und sorry wenn du dich beschwerst das du nicht einfach jeden killen kannst spielst du eventuell das falsche Spiel. Eben das taktiern ob man den Spieler jetzt killt oder sicher lieber muni und heil items für später aufbewahrt macht zumindest für mich den Spaß aus.

Mustafa Koc
Mustafa Koc
8 Monate zuvor

Wie hast du eigentlich vor dem Healh-per-Kill Update gespielt? Da gab es das doch damals auch nicht. Irgendwo Anfang Season 7.

Und wenn du mal die Pros anguckst, dann spielst du (oder jeder) auch falsch. Man muss sich mit einem Hamsterball einturteln. Denn das ist das, was die Pros machen. wink Deine Spielweise funktioniert doch nur, wenn du nur auf schwächere triffst.

harald
harald
8 Monate zuvor

Also ich bin kein besonders guter Spieler mit einer KD von 1,1.
Aber auch ich finde es mit dem Lebensraub besser.

Wenn man jetzt am Anfang kämpft und gewinnt hat man eigentlich nur Nachteile.
Man hat einen Kill mehr, dafür nur noch die Hälfte an Leben. Evtl bekommt man noch eine bessere Waffe vom Kill.

Seit dem Update meide ich es also, bei den gut besuchten Orten zu landen und halte mich lieber raus.

Mustafa Koc
Mustafa Koc
8 Monate zuvor

Ich fürchte mit 1,1 bist du auch nicht so schlecht, wie du denkst. wink

Christine
Christine
8 Monate zuvor

Ich persönlich hab genau daran meinen Spaß. Also zu überlegen ob sich der kill lohnt oder nicht

Ronald Menge
Ronald Menge
8 Monate zuvor

Gut so!

Sascha Herrmann
Sascha Herrmann
8 Monate zuvor

Diese heulenden Lappen immer ohne Witz. Genau richtig so. Wenns nur 10 % hilft raus damit. Ist das selbe mit den heulbojen bei wow die weinen weil es casualiger wurde. Aber mit den 5% top gilden verdient man nicht so viel.

Außerdem sollte es doch gerade als profi möglich sein sich auf Änderungen einzustellen. Oder sie sollen einfach den kompetitiven modus spielen. Sollen sie halt bissle warten. Mein gott…

Alzucard
8 Monate zuvor
Diablo McDevil
Diablo McDevil
8 Monate zuvor

Ich würde mal eher behaupten, dass 90% der Spieler davon frustriert sind, dass dieser Lebensraub wieder raus ist!

Mustafa Koc
Mustafa Koc
8 Monate zuvor

Ich weiß nicht, ob dich falsch verstehe, aber Epic hat die Statistiken. Oder denkst du, dass die das „einfach so“ behaupten? Die sehen doch auf ihren Servern wer spielt und wer nicht.

Ronald Menge
Ronald Menge
8 Monate zuvor

So ist es wink

Visterface
Visterface
8 Monate zuvor

Spinn ich oder sagt die Überschrift aus, dass 90 % der Spieler frustriert über die Abschaffung des Lebensraub sind? Im Text steht doch genau das Gegenteil.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
8 Monate zuvor

Hm, muss ich mal schauen, ob ich es deutlicher mache im Titel.

Saigun
Saigun
8 Monate zuvor

Nun das ist eben das was die Profis nicht sehen. Das Geld kommt nunmal von den angesprochenen 90% und somit auch das Preisgeld für die Turniere. Ohne die Patches für Otto normal Spieler währe Fortnite deutlich weniger erfolgreich und Fortnite ist definitiv kein brauchbarer E-Sportstitel. Völlig egal wieviel Preisgeld Epic in die Turniere wirft.

Edaemonia
Edaemonia
8 Monate zuvor

Nein, denn – wie anscheinend von Epic höchst persönlich bestätigt – hasst 90% der Spieler die Tatsache, dass es keine HP pro Kill mehr gibt. Wenn das Geld also von diesen 90% der Spieler stammt, ist es lediglich ignorant und dumm von Epic, gerade diese Spieler durch das Entfernen von Lebensraub zu verärgern. Unabhängig davon, ob es sich um einen „brauchbaren E-Sporttitel“ handelt oder nicht, beeinträchtigt diese Änderung den Spaßfaktor des Spiels für die meisten Spieler und somit auch den langfristigen Erfolg von Epic.

K3Ks!
K3Ks!
8 Monate zuvor

Du solltest den Text nochmal lesen…

ingo321
ingo321
8 Monate zuvor

Ne, er hat es richtig gelesen.
… Lebensraub hätte dazu geführt, dass 10% der Spieler mehr Spaß hätten, während 90% gefrustet waren und weniger spielten….

Und wenn die Zahlen so stimmen hat Epic das gemacht was die Streamer und Pros am Anfang immer so an Fortnite geliebt haben. Epic hört auf die Community.
Die Streamer vergessen leider immer, das die Community mehr ist als ein paar laute Leute….

gast1
gast1
8 Monate zuvor

Vielleicht nochmal den Artikel lesen. Da steht das Gegenteil drin…

Mustafa Koc
Mustafa Koc
8 Monate zuvor

Ich verstehe den Artikel so, dass 10% der Spieler die Tatsache hassen, dass es keine HP pro Kill mehr gibt. 90% sind ohne HpK zufrieden.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
8 Monate zuvor

Ich glaube sie bräuchten für den E-Sport ein anderes, stabiles Fortnite, bei dem sie sagen: Okay, das nächste Turnier geht mit Qualifikation über 4 Monaten – wir spielen mit dem Path x.x – der bleibt so, wie er jetzt ist. Wir fixen nur Bugs, die wir sehen. Und das „normale Fortnite“ für alle wird weiter so gespielt und gepatcht, wie wir möchten. Und wenn dann das nächste Fortnite-Turnier ansteht, gucken wir wieder ob wir eine neue Version für das PvP finden. Das wäre „für die Spieler“ sicher die beste Lösung. Da sagt Epic halt: Das wollen wir nicht, sondern wir… Weiterlesen »

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