Fortnite: Bauwut und das viele Geld killen Spaß und Server – Das will Epic ändern

Bei Fortnite wagt man den Einstieg in den eSport, aber ein erster Versuch schlug katastrophal fehl. Jetzt sagt Epic: Das hat vor allem an der Bauwut der Profis und ihrem defensiven Spiel gelegen. So will man das in den Griff kriegen.

100 Millionen in den eSport: Epic Games will Fortnite in einen eSport verwandeln und öffnet dafür die Geldbörse. 100 Millionen Dollar stellt man als Preisgeld für die 1. Fortnite-Saison 2018/2019 im eSport bereit. Mit einem 8-Millionen-Dollar-Versuchsballon startete man die Saison am letzten Samstag.

Erstes Turnier war eine Katastrophe

Langweilig und laggy: Das erste Turnier erwies sich aber als langweilig. Außerdem killten Lags den Spielspaß. Für die Zuschauer und die Teilnehmer war das Turnier eine Katastrophe. Das Event wurde nach nur 4 von 10 geplanten Matches abgebrochen. Spieler schieden zum Teil aus, ohne sich bewegen zu können. Wer überlebte, mauerte sich ein und versuchte nur möglichst lange am Leben zu bleiben, um einen Sieg zu erlangen und die dicke Hauptbelohnung einzustreichen: zehntausende von Dollar.

Fortnite: Das 1. offizielle eSport-Turnier floppt katastrophal, wird abgebrochen

Epic sagt: Das war nix

Statement von Epic: Die Macher von Fortnite haben jetzt in einem „Postmortem“ (via Epic) den Fehlschlag eingestanden. Es sei nicht wie geplant gelaufen, aber man habe eine Menge gelernt. Zwar betont man, das sei jetzt das erste Mal gewesen, doch man räumt ein: Das war nichts. Und gerade weil es um so viel Geld geht, sieht man sich in der Pflicht.

Das viele Geld ändert die Spielweise: Apropos Geld. Auch wenn Epic viele Tests gestartet hat, hat das viele Geld, um das es beim Turnier ging, das Verhalten der Spieler deutlich beeinflusst: Sie haben viel defensiver gespielt als normalerweise. Das liege daran, dass man in Duos viele Ressourcen (Munition, Lebenspunkte, Materialien) aufwenden müsse, um jemanden auszuschalten. Daher sei es taktisch klüger, diese Konflikte zu vermeiden. Hier will Epic ansetzen.

Make-it-rain-fortnite

3 Probleme killen Server. Es gab im Prinzip drei große Probleme, die auf die Server-Performance gedrückt haben:

  • Es waren zu viele Spieler am Leben, als das Spiel in die Endphase ging
  • Dann haben die Spieler zu viel gebaut, besonders am Ende
  • Und die Spieler, die tot waren, blieben noch im Spiel, um den anderen zuzusehen

Server werden optimiert für „enge Bauten“

Bloß nicht explodieren: Ein Problem entsteht etwa, wenn am Ende viele Bauten beisammen stehen und jemand eine Explosion verursacht. Dann meldet jedes einzelne Bauteil die Schadenszahlen an alle verbundenen Clients. Das sorge für eine große Belastung der CPU. An dem Problem arbeitet Epic im Moment, indem man die Server-Performance optimiert. Epic glaubt, damit auch andere Modi, wie das 50vs50, in FOrtnite besser zu machen.

Players-am-leben

Bauwut macht Server-Probleme: Vor allem die intensiven und engen Tunnelbauten scheinen die Performance gekillt zu haben. Die Spieler bauen dann „sich schlängelnde Tunnels“, sie betreiben richtige Grubenarbeit.

Das Problem mit dem Bauen und dem Spaß

Bauen ist aber auch langweilig: Die Bauwut drückt aber nicht nur auf die Server, sondern auch auf die Freude der Zuschauer. Denn die Tunnelarbeit macht es schwer, dem Match in Fortnite über Twitch zu folgen. Das Bauen senkt die Action. Offenbar sorgt es auch für den Lag.

Hier im Video sieht man bei Top-Spiel TSM_Myth wie irre die da gebaut haben:

Spectator-Tool auch ein Problem: Zudem kann Epic nicht auf das „Zuschauer-Tool“ zurückgreifen, das auf der E3 so gut funktioniert hat. Das funktioniert nur im LAN. Beim „Summer Skirmish“-Turnier musste man immer zu den einzelnen Streamern springen. Das hat es schwer gemachte, „eine Geschichte“ im Stream zu erzählen. Auch das eine Erklärung für das eher langweilige Turnier.

Auf die zum Teil scharfe Kritik an den Castern geht Epic aber nicht ein. Die hatte etwa PC Gamer sinngemäß als ahnungslose Sprücheklopfer dargestellt.

fortnite-bauarbeiten-titel

Die Maßnahmen, um eSport spannender zu machen

So will Epic das Problem lösen:

  • Mehr Belohnungen für Kills: Bei Epic hat man vor, jetzt die Belohnungen für Kills hochzusetzen, will dabei aber ein „einfaches“ Punkte-System verwenden, damit es nicht zu komplex wird. Man experimentiert mit den Formaten.
  • Nächstes Turnier auf öffentlichen Servern: Jetzt am Wochenende wird Epic das zweite Turnier auf öffentlichen Servern abhalten, um dann in der nächsten Woche wieder private Matches zu spielen.
  • Weniger Building: Im Moment denkt man darüber nach, wie man im eSport mit dem Bauen umgeht. Hier scheint man noch keine Lösung zu haben, was passieren soll, wenn so viele Baumeister aufeinander treffen. Das will man „vorsichtig abwägen“. Hier hatte Epic schon angekündigt, etwas zu ändern: Fortnite will sich ändern: Man soll ohne Super-Bauskills gewinnen können

Wir haben viel gelernt:  Bei Epic sieht man die „Niederlage“ letzte Woche sportlich. Epic sagt, dass man viel daraus gelernt hat und scheint zuversichtlich, das Problem in den Griff zu kriegen.

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KingK
1 Jahr zuvor

Gerade dieses Bauen aus dem Nichts ist einer der Hauptgründe dafür, dass ich Fortnite nichts abgewinnen kann. Schön und gut, dass man so andere outplayed, aber dieses Turnier zeigte ja gut wie das feature genutzt wird.

Seal
Seal
1 Jahr zuvor

Man tut sich ähnlich schwer einen Einstieg in den eSport zu finden wie es bei PUBG war und ist. Extrem defensive Taktiken um nicht im Early Game bereits die Segel zu streichen. Extrem taktisch und zäh.Es wird nach möglichkeit erst einmal nurgelootet und gelootet, beim Midgame geht es nur um eine gute Positioneirung für das Endgame. Dazu die große Anzahl an Teams/Spielern die es zu beobachten gilt, ein „Spielfeld“ was zur Beobachtung einfach zu groß ist, zuviel kram der Gleichzeitig passiert. Undankbar für Caster und Zuschauer.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass eSport und Battle Royale mit den aktuellen Spielregeln nur schwer zueinander finden können.

MaLoProject
MaLoProject
1 Jahr zuvor

Mh also bei mir ist die Luft raus was fortnite angeht. Seit S5 spielt es sich für mich persönlich einfach nurnoch schrecklich.
Spätestens nach der 3. Runde Ragequit.

Dann noch meine Lieblingsyoutuber sind alle zu fortniteyoutuber mutiert, spielen nix anderes mehr.

An sich mag ich das Spiel aber egal wo man hinschaut überall nurnoch Fortnite…ich kanns echt nichtmehr sehen.

Holy_13
Holy_13
1 Jahr zuvor

Ich fand das Keemstar-Modell am besten. Das Team mit den meisten Kills kommt weiter. Action pur.

Hackepetra
Hackepetra
1 Jahr zuvor

Geld, Geld, Geld. Meine fresse. Hätte ich den Skill, ich würde aus Spaß an der Freude für einen Pokal und einem Hackepeterbrötchen gewinnen wollen.

Hodor
Hodor
1 Jahr zuvor

Um die defensive Spielweise zu unterbinden müssen im E-Sports Bereich andere Regeln gelten. Z.b. könnte es sinnvoll sein die Ressourcen stark zu begrenzen und den Sturm schneller zu machen oder sogar von Anfang an zu aktivieren (ähnlich wie im Blitz-Modus), wodurch die Spieler immer in Bewegung bleiben müssten. Auch müssten Kills mit Punkten belohnt werden, sodass eine Gruppe, die viele Kills hatte, aber nicht gewinnen konnte, trotzdem belohnt wird. Dadurch würden die Runden kürzer und interessanter werden.

WooTheHoo
WooTheHoo
1 Jahr zuvor

(relativ) OT: Ich habe gehört, dass die aktuellen, teils massiven, Probleme im PSN mit Fortnite zusammenhängen. Kann das jemand bestätigen? Seit etwa Mitte letzter Woche haben wir im Clan (und scheinbar generell) mit heftigen Aussetzern zu kämpfen. Destiny 2 war teilweise fast unspielbar, Partys wurden zerhauen, Leute gekickt am laufenden Band etc. Gerade wenn man versucht genug Leute für die Eskalationsprotokolle zusammen zu bekommen, hat das zum ein oder anderen Biss in den Controller geführt. ^^ Ich ging auch davon aus, dass es besser läuft, bis dann gestern Abend der Mist wieder los ging!? Weiß die Redaktion von mein-mmo evtl. was darüber?

DanteDeReaper
DanteDeReaper
1 Jahr zuvor

Ich kann bestätigen das bei uns die Party öfters mal abschmiert. Wir haben auch das Gefühl das dass PSN zurzeit nicht stabil läuft.

WooTheHoo
WooTheHoo
1 Jahr zuvor

Die Auswirkungen scheinen auch von Spiel zu Spiel zu schwanken. Bei D2 macht sich das ganze stark bemerkbar, bei anderen Onlinegames (laut Aussage von Clanmitgliedern) so gut wie garnicht. Die Partyproblematik ist aber omnipräsent. Auch die Freundesliste, die Statusanzeige (ob man online ist) etc. haben mitunter übel gebuggt. Falls das Tatsächlich mit dem Ansturm auf Fortnite zusammenhängt, wird sich das sicherlich auch nicht so schnell ändern, denke ich. Das Interesse steigt ja in der Öffentlichkeit eher, als dass es abflaut. Und Umstrukturierungen in der Serverlandschaft sind sicherlich auch nicht mal schnell nebenher getan. Mir vergällt es momentan ein wenig die Spielerei. Hab nicht so viel Zeit pro Woche. Und wenn es da über Wochen nicht läuft (gerade auch wenn z.B. zeitexklusive Events im Lieblingsspiel laufen), ist das echt blöde. Naja, First world problems, würde Mancher sagen. wink

Naska
Naska
1 Jahr zuvor

Wenn man bauen limitiert indem man die keine mehr für das abbauen kriegt und stattdessen mit x startet würde es zwar zu weniger bauen führen aber auch mehr das man nicht kämpfen will.
Wenn man dagegen Ressourcen aller Art zum Überfluss macht würde man diese wohl mehr nutzen aber das heißt auch mehr bauen.
Die beste aber keine gute Lösung sehe ich da drin jedem zu beginn ca. 100 jeder Ressource zu geben + die Chance aus Kisten Baumaterial zu finden.
Das zusammen mit Kills als wichtigen Faktor könnte es zumindest taktischer machen.
Aber ehrlich gesagt sehe ich auch Fortnite nicht als besonders E-Sports geeignet in seiner eigentlichen Form und finde es schade das man hier unbedingt mein hin zu müssen.

Rets
Rets
1 Jahr zuvor

Ich finde den Modus von diesem Wochenende problematisch. Jeder spielt in seiner eigenen Lobby, ggf. begegnen sich die Kontrahenten in ihren Lobbies zufällig. Es gibt Unterschiede im durchschnittlichen Spielertalent zwischen EU, Asien und NA (laut Aussage von Streamern, die alle Server bespielt haben). Es gibt Unterschiede im Skilllevel (DURCHSCHNITT) von z.B. PS4 zu XBOX.

Das ist für mich zu viel Zufall. Mit dem RNG-Loot komme ich klar, das gehört einfach zu dem Spiel dazu (und dafür hat man ja verschiedene Landestrategien, mit denen man das Lootglück auch minimieren kann). Aber dass die Kontrahenten nur mittelbar gegeneinander spielen, nicht aber direkt, das stört mich irgendwie.

Es wird bestimmt trotzdem spannend, da zuzusehen, aber ich bin gespannt, ob sich dieses Spielprinzip bewähren wird.

slimenator
1 Jahr zuvor

Bauen gehört ja zu Fortnite, aber das ist genau der Grund warum ich da keine Lust mehr drauf habe. Aimen ist ok (nicht super), mein Bauskill dagegen unterirdisch. So gewinnst keinen Blumentopf.

Am Anfang wurde auch viel weniger gebaut. Jetzt wuselt jeder (der es kann) in nullkomma nix nen Turm in die Pampa und erschießt dich von oben mit ner Pumpe.

Rets
Rets
1 Jahr zuvor

Es gibt eigentlich nur 2-3 Grundkonstruktionen, die man schnell können sollte.

– Turm
– Push Rampe (mit Schutz wänden), ggf. doppelt
– Doppelrampe, die dir Schutz von oben bietet (inklusive dem Wenden)

Alles andere ist situationsgebunden und ergibt sich dann mehr oder weniger. Ich selbst habe in 50v50 (o.ä.) und Playground die Konstruktionen erst langsam und dann immer schneller geübt. Macht dann auch irgendwann sehr viel Spaß, wenn man das meistert. Dann erst ergibt sich für mich das eigentliche „Alles ist möglich“-Fortnite-Feeling, weil du durch das Bauen buchstäblich keine Grenzen hast.

Holy_13
Holy_13
1 Jahr zuvor

und genau das ist es was fortnite vom Rest abhebt. fortnite hat kein gutes gunplay. Bloom überall, ziemlich unbalanced Waffen.. letztendlich ist der größte skill den man tatsächlich gegeneinander messen kann das bauen. Loot und aim sind leider ziemlich Random und somit auch nicht wirklich esports-tauglich.

Alex B.
Alex B.
1 Jahr zuvor

Aim würde ich nicht sagen, das kann man lernen und ist nicht zufallsabhängig. Das einzige was hart nerven kann sind die lags, ich hab bis jetzt noch nie ne komplett lagfreie runde runde gehabt und das trotz super Ping. Leider seit S5 ist es deutlich schlimmer geworden. 50:50 lagt eigentlich durchgehend, mit 300er Ping alle 2min. Dann das man manchmal einfach nicht die Waffe zieht, bis die Eingabe ausgeführt ist ist man schon 10x Tod xD an meinem Internet liegt’s nicht.

Holy_13
Holy_13
1 Jahr zuvor

Aim ist nicht random.. Das stimmt.. Wo die Kugeln hinfliegen bei einer SMG oder einer AR, das ist dank Bloom allerdings schon Zufall. Wenn die Waffen eine Bullet-patern hätten, wie in jedem ordentlichen Shooter, dann könnte man Aim auch wirklich trainieren.

Und das mit den Lags dürfte ein Problem deiner Plattform sein. Klingt zumindest nach Konsole.. Solche Probleme habe ich und auch alle mit denen ich auf dem PC spiele gar nicht.

der
der
1 Jahr zuvor

Meiner Meinung nach machen unter anderem die Baufights den größten Reiz bei Protunieren (vgl die von Trymacs ) aus. Das entfernen dieses Elements würde für mich den Reiz an Fortnite auslöschen.

DanteDeReaper
DanteDeReaper
1 Jahr zuvor

Als der PvP veröffentlicht wurde, wurde echt weniger gebaut. Da habe ich mal ein Sieg geholt, ohne auch nur groß was zu bauen. Jetzt hat sich alles verändert und das bauen gehört dazu. Aber deswegen habe ich den PvP Modus ewig nicht mehr gespielt.
Ich bin nicht dafür das bauen zu entfernen aber ein eigener Spielmodus mit beschränkten bauen würde ich gerne mal ausprobieren.

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