„Hilfe, mein Kind spielt Fortnite!“ – Das sollten Eltern dazu wissen

Ihr Kind redet in letzter Zeit nur noch von gefährlichen Stürmen und Ressourcen, um Festungen zu bauen? Dann hat Ihr Sohn oder Ihre Tochter wohl Fortnite (PS4, Xbox One, PC) entdeckt. Wie Eltern mit Wutanfällen und Bettelei umgehen sollten, versuchen wir hier zu erklären.

Wenn ein Thema es in die beliebte amerikanische Frühstücks-Show Good Morning America schafft, ist es im Mainstream angekommen. Thema neulich: „Sollten sich Eltern wegen Fortnite: Battle Royale Sorgen machen?“

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Wir haben hilfreiche Tipps im Umgang mit den Kids parat!

Was ist Fortnite: Battle Royale überhaupt und warum absorbiert es Spieler so sehr?

Fortnite ist ein Arcade-Shooter im Comic-Stil, der in Deutschland ab 12 Jahren freigegeben ist.

Der Battle Royale-Modus von Fortnite ist so beliebt wie aktuell kein zweites Spiel.40 Millionen Spieler weltweit sprechen eine deutliche Sprache. Der Modus ist kostenlos und man kann ihn auf PS4, Xbox One und PC spielen.

Um ein Spiel im Battle Royale-Modus zu gewinnen, muss man taktisch vorgehen. Festungen müssen gebaut, das Equipment sorgfältig ausgesucht und Ressourcen abgebaut werden.

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Wenn mit Freunden gemeinsam gespielt wird, kommt die Absprache und Interaktion innerhalb eines Teams dazu. Diese Faktoren erzeugen eine Mischung aus Sucht („nur noch ein Spiel“) und Emotionalität (wenn eine Runde kurz vor dem Ende verloren wird).

Gewinnen in Fortnite: Battle Royale ist schwer – Frust garantiert

Um sich je nach Spielmodus gegen bis zu 99 andere Spieler durchzusetzen, ist entweder Können oder Glück gefragt. Da die Charaktere sich schnell ausschalten lassen, kann plötzlich Frust entstehen, wenn es den eigenen Helden  trifft.

Fortnite ist stressig, ständig muss man auf der Hut sein und seine Umgebung nach Bedrohungen scannen. Da kann eine Runde nach kurzer Unachtsamkeit schnell vorbei sein. Da es keine Möglichkeit gibt, in das Spiel zurückzukehren, müssen gefallene Spieler eine komplett neue Runde beginnen.

Gaming Kinder Studie

Sollten Ihre Kinder anfällig für derartigen Stress und daraus resultierender Wut sein, kann es helfen, wenn sie anwesend sind,während Fortnite läuft. So können sie Niederlagen moderieren. Denn jede verlorene Runde in Fortnite lässt sich begründen.

Bringen Sie ihr Kind dazu, zu überlegen, was schief gelaufen ist – und wie es in der nächsten Runde besser laufen kann.

Warum „Nur noch 5 Minuten“ in Fortnite nicht funktioniert

Ihr Kind sitzt schon wieder seit Stunden vor der Konsole und macht keine Anstalten, das Zocken einzustellen? Mit der Ansage „Nur noch 5 Minuten“ tun Sie ihrem Kind allerdings keinen Gefallen. Einzelne Runden dauern in Fortnite: Battle Royale je nach Verlauf bis zu 25 Minuten. 

Sagen Sie lieber: „Nach dieser Runde ist Schluss.“ Ihre Kinder werden es Ihnen danken. Ausreden wie „Ich bin in der letzten Runde aber viel zu schnell gestorben“ können Sie locker kontern mit „Dann hättest Du eben nicht in Tilted Towers landen dürfen!“

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Ein gefährliches Pflaster – Tilted Towers

Eine Pause-Funktion gibt es in Fortnite: Battle Royale nicht. Man kann also nicht einfach so das Spiel unterbrechen, ohne Gefahr zu laufen, wehrlos über den Haufen geschossen zu werden.

Ansonsten lassen sich mit Fortnite durchaus kognitive Fähigkeiten trainieren. Strategie und Taktik sind gefragt, auch die Hand-Auge-Koordination kann mit solchen Spielen gezielt gefördert werden. Darüber hinaus ist die Kommunikation mit den Team-Mitgliedern wichtig. Sie sollten allerdings stets wissen, mit wem sich Ihr Kind dort unterhält.

Achten Sie darauf, mit welchen Leuten Ihr Kind kommuniziert

Über die Konsolen PlayStation 4 und Xbox One lassen sich sogenannte Chaträume öffnen, mit deren Hilfe mit Spielkameraden kommuniziert werden kann. Da es in Fortnite fast schon Pflicht ist, ein Headset zu tragen, um die Gegner- und Umgebungsgeräusche wahrzunehmen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass auch die Unterhaltungen nicht über den Fernseher, sondern das getragene Headset ausgegeben werden.

Auch ohne entsprechenden Chatraum kann in Fortnite direkt mit zufälligen Teamkollegen gesprochen werden. Um mitzubekommen, wer auf welche Weise mit ihrem Kind kommuniziert, sollten sie die alternative Tonausgabe über den Fernseher aktivieren. Diese Einstellungsmöglichkeit finden Sie in den Settings der jeweiligen Konsole.

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Ist die Gewaltdarstellung in Fortnite problematisch für Kinder?

Im Gegensatz zu Konkurrenten ist Fortnite deutlich bunter und verspielter. Besiegte Gegner sterben nicht, sondern werden einfach aus der Welt teleportiert.

Blut oder andere Gewalt-Effekte gibt es nicht. Fortnite geht das Shooter-Genre humoristisch an, man kann verschiedene Tänze und Gesten ausführen. Die unterschiedlichen Skins (Outfits) sind lustig und verdeutlichen stets, dass sich das Spiel selbst nicht zu ernst nimmt.

Trotzdem wird da mit Feuerwaffen geschossen: Es ist ähnlich wie das A-Team früher. Zwar ballern alle mit Maschinengewehren, aber keiner stirbt.

Weitere Informationen zu Fortnite können Sie auch der offiziellen Fortnite-Seite von Epic entnehmen! In den Kommentaren unten teilen übrigens auch Eltern ihre Erfahrungen mit Fortnite.


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Autor(in)
Quelle(n): Forbes
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