Wir haben Google gefragt: Warum ist Fortnite: Battle Royale ein Hit?

Man muss sich schon wundern: Was auf den ersten Blick wie eine Verzweiflungstat aussah, geht durch die Decke. In den ersten Wochen von 2018 ist Fortnite: Battle Royale der große Hit. Woran liegt das? Wenn man die Trends von Google interpretiert, kommt man auf: Es ist kostenlos, auf der PS4, ziemlich tief und hat eine niedrige Altersfreigabe.

Warum sind Spieler süchtig nach Fortnite: Battle Royale?

Im Herbst 2017 war Fortnite schon so gut wie tot. Nur wenige Monate später ist es das wahrscheinlich größte Spiel in Europa und den USA. Im Februar 2018 explodiert das Internet, wenn die Server von Fortnite für ein Update heruntergehen.

Woran liegt es, dass Fortnite so sehr den Nerv der Spieler trifft? Wir werfen einen Blick zurück auf den Sommer 2017. Und wir fragen Google, woran es liegt, dass die Welt nach Fortnite süchtig wurde.

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Fortnite bringt Entwickler Epic wieder zurück auf die Bühne, aber nur kurz

Im Sommer 2017 erschien Fortnite als ein grindiger Coop-Shooter. Man hatte das Projekt und auch den Entwickler Epic da eigentlich schon ziemlich vergessen.

Epic war Anfang der 2000er mit der Unreal-Serie eine große Nummer, hat dann Gears of War entwickelt, ist aber mehr und mehr aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwunden. Eine Zockergeneration kannte die 2017 schon kaum noch oder nur als Engine-Fabrikant. Epic fehlten die Hits. Deren aktuelles Spiel Paragon blieb relativ unbeachtet.

Plötzlich war im Sommer 2017 Fortnite da und einige Tage lang machte das ordentlich Radau. Das passte zeitlich super, denn sonst war im Gaming damals wenig los. Der Mix aus Zombies abknallen, Basen bauen und Coop-Aktion sorgte 20, 30 Stunden lang für gute Laune.

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PvE-Rausch bei Fortnite war bald verblasst

Dann verflog der Rausch aber zusehends:

  • Fortnite war grindy. Der Loot war komisch geregelt und eng an den Cash-Shop geknüpft.
  • Man musste sich den Zugang kaufen, das sollte aber später Free2Play werden.
  • Außerdem begann jede Runde mit dem Basenbau und dem Durchsuchen der Karte. Das wurde letztlich monoton. So ab etwa 40, 50 Stunden fielen viele in ein Motivations-Loch.
  • Und so Fortnite wirkte ab dem Midgame unfertig – es war eben noch ein Early-Access-Titel.

Die meisten Spieler fanden letztlich: Hat Potential, braucht aber noch einige Monate oder ein Jahr. Warten wir lieber, bis es irgendwann in 2018 Free2Play geht.

Hier könnt Ihr unseren Test zu Fortnite lesen.

Fortnite Cross Play and Buy

Eigentlich war Fortnite im Herbst 2017 also schon erledigt. Da kam man bei Epic auf die Idee, einen separaten Battle-Royale-Modus ins Spiel zu integrieren. Mit dem sorgte PUBG auf dem PC als Early-Access damals gerade für Furore.

Der Modus Battle Royale in Fortnite funktioniert so:

  • Er ist völlig abgekoppelt vom PvE – man nimmt kein bestehendes Inventar mit
  • Es gibt keine Klassen mehr, jeder spielt Soldaten
  • man spielt auf einer eigens für den Modus entwickelten, großen Karte
  • Epic hat im Prinzip alle funktionierenden Elemente von PUBG übernommen (100 Spieler, Todeszone, „Last Man Standing“-Prinzip, und den Start auf einem Flugzeug)
  • Aber man hat den Bau-Modus und die farbenfrohe, relativ harmlose Ästhetik von Fortnite behalten

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Dieser Battle-Royale-Modus war in Teilen so dreist bei „PlayerUnknown’s Battlegrounds“ abgekupfert, dass die Alarm schlugen. Der Protest von Bluehole interessierte aber keinen.

Während man Fortnite in den ersten Wochen noch misstrauisch beäugt hatte und sich fragte: „Was haben die denn geraucht? Das passt doch gar nicht zueinander“, gibt der irrsinnige Erfolg Fortnite: Battle Royale mittlerweile recht.

Fortnite: Battle Royale ist eine erfolgreiche Alternative zu PUBG geworden.

Wenn bei Fortnite die Server zu Wartungen runtergehen, explodiert das Internet. Die Leute sind verrückt nach Fortnite: Battle Royale. Woran liegt das?

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Warum ist Fortnite: Battle Royale ein Hit? – Das sagt Google

Wenn man sich das Suchinteresse der Leute anschaut, die nach Fortnite fragen, und diese Ergebnisse interpretiert, kommt man auf 4 Ideen.

Fortnite ist kostenlos spielbar

Die Leute suchen immer wieder nach „Fortnite kostenlos spielen.“

Die PvE-Variante von Fortnite kostet zwar etwas. Die Battle-Royale-Variante ist aber abgekoppelt und gratis spielbar. Konkurrent PUBG will hingegen von Beginn an, dass Spieler zur Brieftasche greifen.

Das ist ein großer Vorteil für Fortnite: Battle Royale: Es ist ein Spiel für jeden und hat eine niedrige Schwelle zum Eintritt.

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Fortnite hat eine niedrige Altersfreigabe – USK 12

Wonach viele bei Google fragen istAb wie viel Jahren ist Fortnite?

Das kann man als Hinweis lesen, dass Eltern mit dem Spiel konfrontiert werden und sich unsicher sind. Sie fragen: Sollte mein Kind Fortnite spielen dürfen? Das ist ein Jugendschutz-Aspekt.

Wenn Eltern danach suchen, finden sie meistens etwas Beruhigendes: Fortnite ist ab 12 Jahren empfohlen und damit die „jugendfreundliche Alternative zu PUBG.“ Im Spiel gibt’s zwar Waffen, aber kein Blut oder Leichen.

Ein weiterer Vorteil für Fortnite: Battle Royale.

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Fortnite gibt’s zwar nicht für PS3 und Xbox 360, aber für die PS4

Die nächste Frage überrascht vielleicht Leute, die viel mit Gaming zu tun haben. Nach „PUBG Alternative PS4“ wird häufiger gefragt und Google spuckt „Fortnite“ als Antwort aus.

Fortnite: Battle Royale gibt es für die PS4. Bei PUBG stellt sich da Microsoft quer und will es möglichst lange exklusiv für die Xbox One behalten. Es gibt sogar Gerüchte, Microsoft wolle die PUBG Corporation kaufen, um PUBG für immer von der PS4 fernzuhalten. Das ist aber nicht offiziell.

Viele suchen sogar nach „Fortnite Xbox 360“ oder „Fortnite PS3“ und hoffen da, mit alten Konsolen noch am Hype teilnehmen zu können. Aber was es da an Videos gibt, wie man Fortnite vermeintlich auf Xbox 360 oder PS3 spielen kann, sind Fakes. Hingegen denken die Entwickler über eine Version für die Switch nach, aber das steht noch in den Sternen.

Auch Crossplay ist bei Fortnite immer wieder ein heißes Thema.

Klar ist: Fortnite deckt schon jetzt mehr Plattformen als PUBG ab und ist daher im Vorteil.

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Fortnite ist tief

Wenn man die Suchanfragen betrachtet, sieht man, dass sich zumindest einige Spieler auch tiefer mit dem Game beschäftigen. Sie wollen Vorteile durch Wissen erlangen.

Sie fragen bei Fortnite:

All diese Fragen deuten daraufhin, dass Fortnite eine gewisse Tiefe besitzt und Spieler beschäftigt, auch wenn sie nicht gerade zocken.

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Fortnite ist ein Hit, weil es so viele anspricht

In der Kombination kann man also sagen: Das Interesse an Fortnite: Battle Royale ist dermaßen hoch, weil es im Vergleich zu PUBG dasselbe Spielprinzip hat, aber einen größeren gemeinsamen Nenner findet:

Fortnite ist kostenlos, auf mehr Plattformen als PUBG und auch für Jugendliche geeignet. Das Bauen verleiht der Battle-Royale-Formel einen gewissen Pfiff und eigenen Dreh.

Es hilft außerdem, dass Konkurrent PUBG mittlerweile einige Schwierigkeiten hat. Die werden von Cheater-Problemen geplagt, seit PUBG ein Hit in China geworden ist. Diese Cheater-Probleme hat man bei Fortnite nicht so stark. Epic ist hart gegen Cheater vorgegangen und hat sie sogar verklagt.


So viel zu den Antworten, die Google gibt. Unser Fortnite-Experte Robert, der sich mit den Vorteilen von Fortnite: Battle Royale beschäftigt hat, kommt zum Schluss. Es ist einfach eine gute, spaßige Variante von Battle Royale, die Laune macht. Sieht einfach aus, bietet aber einiges an Komplexität und Tiefe.

PUBG vs Fortnite im Vergleich – Welches Battle-Royale-Spiel ist besser?

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