Dragon Age: The Veilguard startet mit positiven Reviews auf Steam – obwohl es bereits im Vorfeld große Diskussionen gegeben hat, besonders um ein Thema: Inklusion. Auf Deutsch ist das LGBTQ+-Thema durch eine ungewohnte Sprach-Wahl noch deutlicher zu spüren. Wie reagieren Spieler darauf?
Was hat es mit der Sprache auf sich?
- Das „Gendern“ im Deutschen soll sprachliche Inklusion fördern, sodass sich Frauen und non-binäre Personen in der Sprache mitgemeint und nicht ausgeschlossen fühlen, wenn das generische Maskulinum verwendet wird.
- Dragon Age: The Veilgaurd hat sich im Deutschen für eine solche Sprache entschieden. Hier gibt es außerdem sogenannte Neopronomen, die für non-binäre Personen genutzt werden.
- Die Richtung, in die The Veilguard damit geht, hat schon vor Release für Vorwürfe gesorgt, das Spiel sei „zu woke.“
Das sagen deutsche Spieler: Zu Release haben über 70.000 Spieler das neue Dragon Age auf Steam gespielt und es mit 79 % auf eine Bewertung von „größtenteils positiv“ bewertet. Filtert man lediglich nach den etwa 300 Reviews auf Deutsch, kommt man sogar auf 81 % positive Meinungen auf Steam.
Die Spieler loben in ihren Rezensionen insbesondere das Gameplay und das Kampfsystem sowie die Optik. Vor allem Haare finden immer wieder Erwähnung. In der Kritik stehen dagegen hardwarehungrige Performance und die zu kantigen Gesichter und maskulinen Figuren.
Dazu gibt es vereinzelt Beschwerden über Story, fehlende Open World und die Begleiter. Das Thema Gendern kommt dagegen so gut wie gar nicht auf. Ob die Spieler The Veilguard auf Deutsch oder Englisch spielen, lässt sich allerdings nicht an den Rezensionen ablesen, die auf Deutsch verfasst wurden.
Warum haben sich die Entwickler zum Gendern entschieden? Wir haben die Entscheidung des Genderns bereits in unserem Test zu Dragon Age: The Veilguard kritisch hinterfragt, weil sie Texte teilweise schwer leserlich und unverständlich macht. Zugleich haben wir bei EA nachgefragt, warum überhaupt gegendert wird. Das ist die Antwort:
Da die nicht-binäre Sprache weder universell etabliert und einheitlich ist, noch offiziell in der Grammatik und Wörterbüchern anerkannt ist, haben wir mit Linguistikern zusammengearbeitet, um grammatikalische Elemente und Aussprachen zu integrieren, die eine respektvolle Darstellung der nicht-binären Charaktere in unserem Spiel zum Ziel haben.
Die „Anti Woke Bubble“ kritisiert The Veilguard für Inhalte
Dragon Age: The Veilguard legt unverkennbar einen hohen Wert auf Diversität und Inklusion. Es gibt mehrere non-binäre Charaktere, sämtliche Romanzen-Optionen sind pansexuell und jeder wird gleich behandelt, unabhängig von Geschlecht und Hautfarbe.
Ein Detail, das vor Release für viel Ärger gesorgt hat, sind OP-Narben unter der Brust. Bei der Charakter-Erstellung habt ihr die Möglichkeit, Narben zu wählen, die durch Mastektomie, also Brust-Entfernung entstehen.
Die Meta-Diskussion hat sich so radikal entwickelt, dass sogar angebliche Review-Vorlagen von BioWare aufgetaucht sind, die besagen, dass Tester die „woken“ Inhalte nicht kritisieren dürfen. Das hat sich jedoch als Fake herausgestellt.
Einer der größten Gegner der Entscheidungen von BioWare ist etwa der Streamer Asmongold. Dessen Meinung ist offenbar so stark, dass sich ein gesamtes Subreddit dazu entschieden hat, jeden Kontakt mit ihm direkt abzustrafen: Das Reddit von Dragon Age sperrt jeden Fan eines Twitch-Streamers

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Es sind mittlerweile einige weitere Bewertungen in Steam aufgetaucht die das Spiel zwar loben, aber die Genderei teils stark kritisieren. (Es gibt tatsächlich sehr viele Bewertungen die eben dies kritisieren mittlerweile. Auch konstruktiv kritische.)
Also ich denke nicht das sich “nicht viele” daran stören, sondern tatsächlich ein Großteil der Spieler.
Ich selbst werd es vielleicht eines Tages mal auf dem Account meiner Frau spielen, sie hat aber auf jeden Fall Spaß am Spiel. Auch wenn man ihr ansieht, dass bei den “Gegenderten Teilen” (Was für eine Wortkombination…) der Lese- und Spielfluss sichtlich ins Stocken gerät. Sie ist Legastenikerin und diese Sternchen und Neopronomen und Co helfen ihr überhaupt nicht beim Textverständnis, geschweigedenn bei der Immersion.
P.S. – Die Aussagen von Geroniax sind definitiv eine Äußerst gute Möglichkeit die ganze Situation korrekt zu lösen. Hier ist allerdings das Problem, es gibt noch die Nicht Binäre Fraktion welche sich nochmals anders definieren möchte und daher Extra betitelt werden möchte.
Da kann ich zustimmen und finde auch das sie einfach nur ein störendes Element ist, das sich leider durch das ganze Spiel zieht und auch von vielen positiven Kritikern als negativ Punkt angebracht wird. Was ich durch aus ideale Toleranz und Respekt gegenüber dem Thema empfinde.
Was aber ich nicht tolerant finde und auch keinen Respekt zeigt, sind die Entwickler. Denn Geschlechts-Ideolgie, ist ja wie gesagt eine Ideologie, die nicht auf realen Fakten beruht. Sondern auf dem emotionalen Selbstbild. Ergo “Ich glaube, also bin ich!”. Das sind aber religiöse Züge und jemand der nicht an diese Ideologie glaubt wird somit diskriminiert. Das heißt jeder der dem wissenschaftlich belegten geschlechtlichen Dualismus folgt, wird hier diskriminiert und da zählen auch viele viele religiöse Leute darunter. Die glauben ein Gott hat nur zwei Geschlechter geschaffen.
Natürlich darf jeder glauben was man möchte, aber das man damit moralisch auf der richtigen Seite steht, ist dann auch nicht gegeben und wirtschaftlich gesehen ist es sowieso eine katastrophale Entscheidung. USA bei 90% religiösen Menschen und Europa mit 70% lässt nicht viel Käufer übrig. Asien und Russland kann man komplett dadurch vergessen. Ich weis nicht welcher BWLer da sitzt, aber der hat absolut null nachgedacht.
Aber sei es wie es wolle, ich definiere mich selbst als Queer und ich bin auch von der Einbindung mächtig enttäuscht. Schon in Baldurs Gate gab es Artefakte mit Geschlechtswechsel und da gab es sogar eine ganze Story darum. Ich hab seit über 20 Jahren solche Stories mit in Pen and Paper eingebaut. Handel mit dem Teufel, Magier, Alchemisten und und und. Hauptsache eine coole epische Story. Was wird hier geboten? “Oh ich habe OP Narben an der Brust!”, wie respektlos gegenüber Trans-Männern. Die genau so nicht an ihr altes Ich erinnert werden möchte und im realen würden sie diese sich auch wegmachen lassen, wäre es möglich. Aber in einer Welt mit Magie, mit Heilungszauber? Echt jetzt? Das ist so als würde ich als Schwerbehinderte Person nicht meine Auto-Immun Erkrankung wegmachen lassen durch Magie oder jemand dickes nicht sein Fett weg Zauber auf sich wirken lassen. Diese Inklusivität bar jeder Logik ist doch einfach nur Unfug.
Kurz um “cringe a.f.” oder für die halb greisen wie mich, wenn man es nicht richtig macht und nicht sich die Mühe machen will, dann sollte man es lassen. Wo ist die coole Story für Heteros die sich total in einen femininen Mann vergucken und die Option bekommen, ein richtiges echtes Mädchen aus ihm zu machen? Ein Handel mit einem Dämon, epische Story, Brücken bildende Story für Norm und Queer Leute? Wow! Nö! Nicht mit Bioware! Echte Stories für Queere Chars wo kommen wir da noch hin, die Leute könnten solche Menschen auch noch respektieren und ihre Motivation verstehen! Mit ihnen Leiden, sie dadurch akzeptieren und respektieren! Ne Ne, nicht mit Bioware, da muss man sofort jeden so akzeptieren wie er ist und das ohne jedwede gute Begründung die Nachvollziehbar ist!
Kurz um… hat recht! Ich stimme dir zu und es soll auch nicht dich angehen. Nur hat mein Post so schön unter deinen gepasst! Kein Angriff gegen dich, nur meine ähnliche Meinung.
Die biologischen Geschlechter wurden doch nicht in Frage gestellt, also sollte sich doch eigentlich diesbezüglich niemand angegriffen fühlen.
Im das soziale Geschlecht als reine Ideologie bezeichnen zu können, ist es noch viel zu wenig erforscht.
Die OP-Narben sind wie alles bei der Charaktererstellung optional, wenn man dort mit solchen Argumentationen kommt, müsste man auch Glatzen, Brandnarben bzw. allgemein Verletzungen aller Art entfernen.
Klar wären mir auch gut eingebunden Geschichten lieber, bin generell eher der düstere Typ, aber von persönlichen Präferenzen abgesehen, was spricht gegen eine Welt in der sowas einfach normal ist?
Was die sexuellen Vorlieben angeht war das ja bereits schon in Origins der Fall.
Ich stimme dir zu was das Thema betrifft, dass die Biologischen Geschlechter nicht in Frage gestellt werden. Allerdings ist das “stören” an der unangenehmen Sprech- bzw. Schreibweise dann doch weit verbreitet. Dementsprechend wäre es dem Ziel und der Allgemeinheit doch viel dienlicher oder hilfreicher, sowas ebenfalls Optional zu machen wie die Option sich selbst zu Diversifizieren, ebenso wie die OP Narbe. Optionen sind immer ein logsicher und absolut angebrachter Kompromiss – vor allem in solchen Sachen.
In Origins war es ebenfalls kein Problem, da Optional. Außerdem wurde da die Sprache nicht so in Mitleidenschaft gezogen wie in DAV. (Zumindest was ich beurteilen konnte auf Basis der Aussagen meiner Frau und was ich beobachtet hab.)
Da stimme ich dir voll und ganz zu, zumal es nachweislich wirklich einen anderen Teil (Leute mit Legasthenie etc.) das Lesen schwerer macht.
Allerdings glaube ich, dass es dabei vermutlich auch Probleme gäbe.
Die einen würden sich von so einer Entscheidung angegriffen fühlen von wg Inklusion als Menüpunkt (zugegeben, eine gewisse Komik hätte es ja sogar) und die anderen würden das dann irgendwie als Bestätigung dieser “Heuchelei”, “DEI-Agenda” oder was auch immer abtun.
Solche Entscheidungen zu treffen ist wirklich nicht leicht.
Irgendwo ist es vielleicht sogar ganz gut, dass es mal so versucht wurde und es dazu so viele kritische Stimmen gibt.
Hoffentlich wird das dann irgendwann für alle oder möglichst viele zufriedenstellend gehandhabt.
Meta-Kommentar:
Irgendwie war mein obiger Kommentar 2mal da, habe einen davon jetzt mal gelöscht, sorry (ich hasse Handys)
Das mag durchaus sein das es auch als Option irgendwem auf den Wecker fällt – aber genau hier ist dann der Punkt an dem man geschlossen appellieren kann: “Es ist Optional!” Niemand ist gezwungen dies zu nutzen. Wer es nutzen will, der möge sich erfreuen – wer nicht, ebenso. Eine klare Win:Win Situation in meinen Augen. Wer das Haar in der Suppe haben will, der findet es sowieso. Aber so kann man den “Haarsuchern” zumindest vor die Nase halten, dass man sich ja auch nicht im Einkaufsladen aufregt dass es Mandelmilch gibt.
Da bin ich bei dir. Wir müssen abwarten und hoffen dass sich das ganze in die richtige Richtung entwickelt – fernab von Zwang und drängen in irgendeine Richtung. Auch wenn ich ziemlich Pessimistisch gestimmt bin das es je zu einer Vernünftigen Lösung kommt…
Zitat:
Das heißt jeder der dem wissenschaftlich belegten geschlechtlichen Dualismus folgt, wird hier diskriminiert
Zitat Ende
Wenn wir das nun auf das “echte Leben” beziehen, wo derartige Änderungen nicht von Entwicklern vorgenommen werden. Eine von dir hier beschriebene Person trifft auf eine, sagen wir mal, nobinäre Person und sie lernen sich kennen. Da die nobinäre Person nun sich selbst außerhalb des binären Spektrums sieht und ein anderes Pronomen wählt, wird die andere Person, weil dies nicht ihrem Glauben entspricht, diskriminiert? Es sollte in dem Fall also in Ordnung sein, dieses Pronomen ablehnen zu dürfen, um nicht diskriminiert zu werden? Aber durch Nichtnutzen des Pronomens wird ja die nonbinäre Person diskriminiert.
Wie lösen wir nun das Dilemma?
Ich persönlich bin der Meinung, dass die Anerkennung einer anderen Identität den eigenen Glauben weder angreift noch gefährdet. Und somit kann die Inklusion einer anderen Ideologie keine Art von Diskriminierung sein. Was mMn auch durch den Grundsatz “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!” bestens abgedeckt ist, denn dieser hat nicht etwa den Nebensatz “…es sei denn, dieser Nächste glaubt etwas anderes als du!”
Zum Spiel selbst kann ich keinen Bezug nehmen, da ich es (noch) nicht gespielt habe. Wie das Ganze also dort eingebunden ist, weiß ich nicht. Ich wollte einfach nur Stellung zum Thema Diskriminierung nehmen.
Wobei die Menschen, die sich als nonbinär identifizieren, bei schätzungsweise 0,2% liegen.
Und davon besteht auch nur ein Teil auf ein extra Pronomen.
Kann man sich bei “Sehr geehrte Damen und Herren..” nicht einfach inkludiert fühlen? Die Kinder werden da auch nicht extra erwähnt, aber niemand würde auf die Idee kommen, das dies respektlos oder gar kinderfeindlich wäre.
Aber wahrscheinlich sollte ich hier keine Grundsatzdiskussion starten. -_-
Bei solchen Fragestellungen: lass doch einfach mal eines davon weg und dann überlege, ob du dich bei zB. nur “Liebe Damen” mitgemeint gemeint fühlen würdest oder nicht. Oder ob in einem vollgefühlten Saal sich so alle mitgemeint fühlen
Wie spricht man denn deiner Meinung nach korrekt einen Vollgefüllten Saal an? Sehr geehrte Damen, Herren und undefinierter Rest?
Klingt ehrlich gesagt doof und irgendwie beleidigend.
Sehr geehrtes ‘Publikum…Zack, Problem gelöst ganz ohne Genderquatsch, Neopronomen, Schluckaufsprache oder Eiertanz weil es ens gibt der sich als Alien-Otherkin-Hybrid definiert und nicht in den 60 verwendeten Ansprachen (nach 5 Minuten Begrüßung anstatt 5 Sekunden) vorkam.
Auch wenn die Wortwahl etwas gewagt ist, stimmt die Kernaussage zumindest. 😅 “Früher” ging es ja auch ohne eben solches.
Der Alien-Otherkin-Hybrid kam nicht von mir sondern von einer jungen Frau in einer Funk-Doku, die sich selbst unironisch als solchen definiert hat während sie erklärte ihre wahre Gestalt sei ein 3m großer Wolf aus dem Weltall mit 3 Schweifen (ja ich wähle bewusst nicht nicht das Wort “Schwanz” weil es den ohnehin absurd komischen Beitrag noch mehr ad absurdum führen würde 🙂 )
Wenn ich mich in einem vollgefüllten Saal nur mit Frauen befinden würde, und zwar als einziger Mann, dann wäre mir das sowas von egal. Abhängig von den Umständen würde ich wohl nicht einmal auf die Idee kommen nicht angesprochen zu sein.
Wahrscheinlich wäre ich im Falle einer persönlichen Erwähnung eher peinlich berührt.
Ich bin auch kein Freund vom gendern und kann es hier auch nicht beurteilen, wie schlimm es ist, da ich Spiele generell niemals bei Release kaufe (Geizkragen und so).
Es stellt sich mir dennoch die Frage, ob es wirklich so schlimm ist, wie es teilweise dargestellt wird.
Eigentlich sollten doch nur Begriffe, die mehrere Personen etc. betreffen gegendert werden, wenn man für sich selbst spricht nimmt man ja üblicherweise die jeweilige Form, die für einen passt.
Kommt das wirklich dermaßen häufig vor oder wird das hier anders gehandhabt?
Was die Neopronomen angeht scheint es ja nur wenige Charaktere zu betreffen und dementsprechend weniger vorzukommen.
Auf mich wirkt die Diskussion um das Thema ziemlich aufgebauscht.
Es ist mit Sicherheit nervig, aber mehr doch auch nicht, da finde ich jede Eskortmission schlimmer.
Auch das ganze Gerede von Zwang; ich frage mich, ob von den Leuten, die gendern sich jemand davon gestört fühlt, dass das bei den meisten Spielen nicht getan wird.
Persönlich wäre es mir am liebsten, man könnte sowas wie andere Dinge im Menü einstellen, wobei man ja leider an den OP-Narben sieht, dass selbst optionale Dinge für Einige schlimm zu sein scheinen.
In nicht allzu ferner Zukunft werden die Menschen sich über das heutige Gendern totlachen.
“Es wurde sich damals beschwert, dass die Frauen in unserer Sprache speziell hervorgehoben werden?. Ja, die armen Kerle, gehen halt daneben in der Masse unter…
Moment, die Frauen haben sich beschwert? Seltsam.”
“Naja, die Menschen hatten es schon echt schwer damals. Und jetzt ab ins Boot, wir müssen zur Arbeit. Und heute bist du dran mit rudern.”
Ich bin im Spiel noch nicht sehr weit und merke, dass ich für den schnellen Action-Combat vielleicht etwas zu alt bin. Das taktische Kampfsystem von BG3 gefällt mir jedoch deutlich besser. Als alter Bioware-Fan freue ich mich sehr über den neuen Teil von DA, insbesondere über die vielen Optionen in Bezug auf geschlechtliche Identität – das finde ich großartig. Je mehr Optionen, desto besser. Das nimmt ja niemandem etwas, gibt aber vielen etwas.
Auf Steam gab es schon lange vor dem Release die typischen Threads der anti-woken Trolle, die man inzwischen in fast jeder Kommentarspalte zu Games, Serien oder Filmen findet. Oft geht es um Hauptfiguren, die schwarz, queer oder weiblich sind und nicht im herkömmlichen Sinne attraktiv. Manchmal ist die gesamte erste Seite der Diskussionen voll mit Threads, die “Is this game woke?” oder ähnlich lauten.
Mein Eindruck ist, dass es Gruppen gibt, die große Angst um ihre Privilegien haben. Dabei haben wir seit Anbeginn der Zeiten in fast allen Medien zu 99% männliche, heterosexuelle, weiße Protagonisten erlebt. Es wird höchste Zeit für eine Veränderung.
Umso mehr freue ich mich, dass Spiele wie BG3 und auch DA: The Veilguard dennoch sehr erfolgreich sind.
Hast du recht mit, aber BG3 geht dann doch viel subtiler damit um als es bei DAV der fall ist.
Ja, dass stimmt. Die Frage ist nur, warum es unbedingt subtiler sein muss…
Weil es natürlicher wirkt? Keiner fängt ein Gepräch an mit “Hey, ich bin Trans. Und du so?” Leider fühlt sich DAV verglichen mit BG3 genau so an.
Das bedeutet ja nicht das progressivität schlecht ist. Ist es halt nicht. Nur scheinen die Entwickler bei Bioware zu denken das ihre Spielerschaft 12 ist und die ganzen Dialoge sind darauf ausgerichtet.
Subtiler ist hier falsch gewählt. Es war logischer!
Wenn ein Bärendruide als Gestaltwandel halt bisexuell unterwegs ist, weil er eh das sein kann was er möchte, ist das in der Welt und der Logik die dieser Welt folgt angemessen eingebunden.
Das Problem an der Sache ist, das in DA:VG es eben nicht logisch eingebunden ist. In der Welt predigt eine Kirche von der Dualität von Mann und Frau, Dämonen sind böse weil sie “Anders” sind und nicht sich in das Konzept des “Erbauers” einfügen. Da bindet man nicht einfach mal “non-binäre” ein die sich an den Tisch setzen und sagen “ich bin übrigens non-binär”, weil man sonst erst einmal eine fünf Petzen zur Kirche rennen hat und einige halbstarke meinen “Was hast du gesagt, das klingt nach Kezterei”. Die Welt von Dragon Age ist nun mal fast so ungeeignet für Geschlechts-Ideologie wie Warhammer.
Wenn ich hingegen dann in Dragon Age auf einmal in eine geheime Kneipe kommen würde, wo die Leute ihr Queer sein ausleben können. Wunderbar und gut, aber alles auf einmal so offen und toll und happy happy happy. Ne das ist nicht Dragon Age.
Also mich stört es nicht wenn es um einzelne Charaktere geht, die ein für sich passendes Pronomen wollen. Kann ich hinnehmen. Trotzdem die Notwendigkeit sei mal dahingestellt. Gäbe es aktuell keine große, öffentliche Debatte zu der Thematik, würde es dies sehr wahrscheinlich auch nicht in dem Spiel geben. Das erweckt halt für mich den Eindruck als würde man hier nur einem “Trend” folgen und dies nicht aus moralischer Überzeugung machen. Ist aber nur meine persönliche Annahme.
Wenn man aber anfängt an alles ein *innen ranzuhängen, bin ich raus. Sowas funktioniert geschrieben super zum Abkürzen aber nicht wenn man das ausspricht. Denn wenn man zum Beispiel “Lehrer*innen” einfach so Ausspricht und nicht “Lehrer und Lehrerinnen” verwendet kommt das beim Gegenüber ggf. so an als Spreche man nur von Lehrerinnen. Und das wirkt dem eigentlichen Zweck der Geschlechterneutralität entgegen.
Ansonsten hab ich noch nicht viel gespielt aber das Kampfsystem macht mir auf jeden Fall schon mal Spaß und auch der Charaktereditor ist nice.
Eigentlich kann man sowas nur auf Dokumenten machen, und keinesfalls für fliessenden Text nutzen. Aber das kommt bei Einigen einfach nicht an.^^
Lehrer*innen ist schon schlimm., aber funktionert zumindest halbwegs.
Bis die Leute die “Schluckauf-Sternchen-Pause” nicht mehr machen, was schon jetzt selbst bei den Nachrichtensprechern passiert.
Dann ist das Ganze plötzlich gar nicht mehr neutral.
Und jetzt denk mal an Polizisten*innen, Beamten*innen, Anwalt*in…
Alles Worte die es nicht gibt, und wo dann nur die rein weibliche Form genutzt wird.
Das Ganze ist von Anfang an geistiger Durchfall gewesen. Das einzig Konsequente und tatsächlich Machbare wäre es, alle weiblichen Formen zu löschen, so wie es in anderen Sprachen auch ist.
Oder alle männlichen. Einfach nur noch das Femininum nutzen, es “enthält” ja zumeist bereits beide Formen 🙂 🙂 🙂
Nur das es halt keine männliche Form ist, sondern die allgemeine.
Da du englisch sprichst, solltest du das eigentlich wissen.
Die ganze Debatte hätte man nicht, wenn die Leute nicht so faul wären. Anstatt in einem fließtext von “Lehrern und Lehrerinnen” oder “Schülerinnen und Schülern” zu sprechen, muss es ja unbedingt abgekürzt werden.
Naja ich bin zu alt für diesen Genderquatsch das stört meine Immersion.
Ich denke die jungen unter uns können da noch drüber wegschauen ich bin halt ein Kind der 80er-Fantasy
Wie in meiner Review schon geschrieben: Mich hat das auch immer wieder aus der Immersion gezogen. Auf Englisch merkt man es aber so gut wie gar nicht – darum habe ich irgendwann umgestellt.
Das umstellen auf Englisch wäre eine Idee.
Es können gerne homosexuelle Inhalte usw. im Spiel enthalten sein, dass stört mich nicht. Es sollte sich aber an die offizielle deutsche Sprache gehalten werden.
So ist es wirklich ätzend zu lesen. Hab mich schon gefragt was “ders Behütere” sein soll, bis mir klar wurde, dass es wohl dieser Gender-Blödsinn ist…
So bekommt das Spiel schon einen Sternabzug wegen schlechtem Deutsch.
Ja das will ich damit ausdücken, wenn ich von Gendern spreche habe ich natürlich nichts gegen homosexuelle Charaktere das ist ja was das es in viele Games gibt und absolut kein Thema ist.
Es ist nur einzig und alleine die Sprache die mich stört.