Luke Smith: Wir sind bei Destiny 2-mal ausgerutscht – Aber nicht wegen des Geldes

Bei Destiny und Destiny 2 glauben viele Fans, dass die Tiefpunkte erreicht wurden, weil der Einfluss von Activision Blizzard und die Gier nach mehr Profit zu stark war. Dem widerspricht der Chef des Spiels, Luke Smith, nun am Rande der E3 2019.

Das ist die Theorie: Es gibt schon lange eine Theorie unter den Hütern von Destiny. Der schwache Zustand, in dem Destiny 2 erschien, liege am bösen Einfluss von Activision Blizzard. Die hätten Bungie dazu gezwungen:

  • das Spiel möglichst zugänglich zu machen – für die sogenannten „Casuals“
  • auf die Balance zu achten, damit es ein eSports-Titel wird – das hätte das Spielgefühl von Destiny völlig ruiniert
  • zu viel aufs Business zu achten und so zu vernachlässigen, dass man wirklich ein tolles Spiel macht

Die Fehler bei Destiny werden dem „Business“-Fokus zugeschrieben, der Konzentrations aufs Geld, die durch Activision repräsentiert wird

Schon beim Release von Destiny 1 wunderten sich einige, warum die Story so zerstückelt war und das Spiel in dieser Hinsicht schwächelte.

Die „Activision ist Schuld“-Theorie kommt wohl daher, dass Bungie als Studio so einen guten Ruf aus Halo-Tagen genoss und sich viele nicht vorstellen konnte, dass das Team beim Launch beider Titel so daneben liegen kann.

Destiny-2-Shadow

Keine „Business“-Gründe für die Fehler

Das sagt Luke Smith nun: Mittlerweile ist Bungie unabhängig und hat die Partnerschaft mit Activision Blizzard eingestellt.

In einem Panel am Rande der E3 2019 sprach der Franchise Director Luke Smith über die Tiefpunkte von Destiny. Er verwendet das englische Wort „slipped“, es bezeichnet ein „Wegrutschen“, dass einem etwas „entgleitet.“

„Wir sind mit Destiny zweimal ausgerutscht. Einmal ist es mit dem Orginalspiel passiert und bei Destiny 2 ist es auch passiert. Wir haben das nicht aus geschäftlichen Gründen gemacht, es ist aus rein kreativen Gründen geschehen.

Wir haben zu der Zeit das versucht, von dem wir dachten, dass es das Beste ist, was wir für das Spiel tun können.

Was manchmal passiert in solchen Beziehungen zwischen Entwickler und Publisher: Man arbeitet zusammen und entscheidet sich für Richtungen. Und manchmal sind diese Richtungen nicht die Richtungen, für die sich die Kernspieler interessieren. Wir haben jetzt ein Jahr gebraucht, um uns nur darum zu kümmern.“

Destiny-2-Smith-Noseworthy
Luke Smith (links) und Mark Noseworthy (rechts)

Das soll sich jetzt ändern: Der Producer Mark Noseworthy ergänzt, jetzt will man den Spieler zum Zentrum aller Entscheidungen machen. Viele spielten und liebten Destiny.

Diesen Spielern will man jetzt mit der neu gewonnen Unabhängigkeit nachjagen: „Wir werden Destiny jetzt für die Leute machen, die es lieben. PUNKT. “

Das sei aufregend und belebend.

Luke Smith – Wie der Retter von Destiny zum Schurken in Destiny 2 wurde

Das will man ändern: In einem Live-Stream hat man Bungie bereits eine Vielzahl von Änderungen vorgestellt, die mit Shadowkeep kommen. Darunter:

Als einen weiteren Schritt, um Destiny 2 zu verbessern, will man jetzt dafür sorgen, dass die Seasons besser ineinander übergehen. Die letzten Seasons wirkten sehr vereinzelt, als hätten sie wenig miteinander zu tun.

Das will man mit Shadowkeep ändern: Etwas, das Season 8 abschließt, soll gleichzeitig Season 9 einleiten.

Google Stadia Destiny 2 Titel 1

Das steckt dahinter: Wir hatten auf MeinMMO mal kritisiert, dass Bungie sich nie so richtig zu den Fehlern von Destiny 2 bekannt hat. Das hat Luke Smith jetzt öffentlich nachgeholt.

Es scheint im Moment tatsächlich einiges im Umbruch bei Bungie zu sein, auch was die Außendarstellung angeht. Wir sind gespannt, ob sich dieser „neue Geist“, den Smith und Noseworthy hier beschwören, auch langfristig im Spiel wiederfindet.

Neue Erweiterung Shadowkeep und Pläne für Jahr 3 enthüllt – So geht’s mit Destiny 2 weiter
Autor(in)
Quelle(n): Gamesradr
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