Baldur’s Gate 3 bietet haufenweise verschiedene Spielstile. MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus spielt im Moment einen Schurken-Build, der eigentlich gar nicht so gut funktionieren dürfte, wie er es tut. Das Geheimnis liegt in der Gruppen-Zusammenstellung.
Das ist der Build: Mit meinem Assassinen-Schurken setze ich rein auf kritische Treffer und Gegner-Kontrolle. Dabei nutze ich zwei einhändig geführte Schwerter, viel Täuschung und massenhaft Gifte. Und ja… mir ist bewusst, wie ironisch es ist, dass ich nicht die beste Klasse im Spiel zocke, von der ich selbst ständig schwärme.
Mein Vorgehen ist eigentlich recht einfach: töten, was sich nicht wehren kann. Und wenn ein echter Kampf doch unausweichlich ist, lasse ich meine Leibwachen die Leute verprügeln, die sich weigern, sofort zu sterben.
An sich ist mein Build eine Mischung aus „Stealth Gameplay“ und roher Gewalt. Finesse, so lange es funktioniert und brutales Abschlachten als Plan B.
Warum sollte der nicht funktionieren? Schurken sind in der Tier List von Baldur’s Gate 3 im B-Tier zu finden und Assassinen gehören hier auch noch zu den schwächeren Ausrichtungen. Das Problem mit Assassinen rührt aus ihrer Rolle in Dungeons & Dragons:
- ihr seid im ersten Zug enorm stark und könnt quasi einen beliebigen Gegner sofort töten
- danach seid ihr mehr oder weniger nutzlos, denn alle Vorteile werden auf den ersten Zug angewandt
- je länger der Kampf dauert, desto schwächer werden Assassinen im Vergleich zu anderen Klassen
Trotzdem habe ich es in Baldur’s Gate 3 geschafft, den Build so aufzupolieren, dass ich mir fast jeden Kampf aussuchen und entsprechend gewinnen kann. Nur „gescriptete“, also unvermeidliche Kämpfe machen mir noch Probleme.
Hier gibt’s Tipps zu allen Klassen direkt von den Entwicklern:
Assassinen-Schurke: Die wichtigsten Attribute
Die wichtigsten Werte sind Geschick und Charisma. Geschick erhöht den Schaden mit Finesse-Waffen und verbessert die Schleich-Fertigkeit. Charisma hilft euch dabei, Kämpfe zu umgehen, wenn ihr sie nicht führen wollt.
Der +2-Bonus bei der Erschaffung sollte entsprechend auf Geschick gesetzt werden. Der +1-Bonus geht auf Charisma oder Konstitution, je nachdem, wie groß euer Vertrauen in die Würfel ist. Das ideale Volk für den Build sind Drow wegen ihrer Übung mit Handarmbrüsten und der verbesserten Dunkelsicht.
Assassinen-Schurke: Die wichtigsten Talente
- Level 4: Zwei-Waffen-Kämpfer
- Das wichtigste Talent für den Build und eines der besten Talente überhaupt. Ihr könnt nicht nur leichte Waffen, sondern alle Waffen in beiden Händen führen, die nicht zweihändig sind. Als Drow seid ihr geübt in Kurzschwertern und Rapieren, was euch früh im Spiel starke Waffen an die Hand gibt. Achtet aber darauf, dass sie mit „Finesse“ gekennzeichnet sind.
- Level 8: Attributsverbesserung
- Auf Stufe 8 ist es wichtig, Geschick zu verbessern. Ziel ist hier mindestens 18 Geschick und ein weiterer Wert auf eine runde Zahl. Nur so gibt es Boni auf Würfe.
- Level 10: Meister der Kampfkunst oder Glückspilz
- Auch hier gilt, dass ihr voll auf die möglichkeit kritischer Treffer und erhöhtem Schaden durch diese gehen wollt. Ziel ist, so viel Schaden wie möglich in der ersten Runde zu machen.
- Level 12: Wilder Angriff, Attributsverbesserung oder Waffenmeister
- Level 12 ist das Max-Level in Baldur’s Gate 3. Wenn ihr durch Items oder andere Buffs schon 20 Geschick (oder mehr) habt, ist Wilder Angreifer die beste Wahl. Ansonsten verbessert ihr Geschick weiter.
Waffenmeister hilft euch, wenn ihr etwa Krummsäbel nutzen wollt oder eine andere Waffe, die euer gewähltes Volk nicht beherrscht.
- Level 12 ist das Max-Level in Baldur’s Gate 3. Wenn ihr durch Items oder andere Buffs schon 20 Geschick (oder mehr) habt, ist Wilder Angreifer die beste Wahl. Ansonsten verbessert ihr Geschick weiter.
Der Vorteil am Assassinen ist, dass ihr beim Leveln nur wenig beachten müsst. Die meisten Talente bekommt ihr automatisch und müsst sie nicht wählen. Das wichtigste Talent erhaltet ihr dabei bereits auf Stufe 3: Attentat.
Ein Angriff gegen eine überraschte Kreatur ist ein automatischer kritischer Treffer. Außerdem seid ihr im Vorteil gegen Kreaturen, die noch nicht an der Reihe waren. Das ist wichtig für den Einsatz hinterhältiger Angriffe, der besonderen Schurken-Fähigkeit.
Als Assassine regeneriert ihr zudem zu Beginn eines Kampfes eure Aktion und Bonusaktion. Das heißt: wenn ihr als erstes zustecht und damit den Kampf erst eröffnet, habt ihr gleich 2 volle Angriffe mit beiden Waffen frei, von denen einer garantiert kritisch trifft.
So levelt ihr richtig:
Strategie: So funktioniert der Build
Nutzt euer Charisma, um NPCs einzuschüchtern, zu täuschen oder zu überreden – abhängig davon, ob ihr gut oder böse seid. So könnt ihr euch besser aussuchen, welchen Kampf ihr führen wollt und welchen nicht. Tipp: Euer Geschick hilft enorm dabei, Händler auszurauben.
Habt ihr euch für einen Kampf entschieden, trennt ihr den Schurken von der Gruppe und lasst ihn schleichen, um ein beliebiges Ziel schon direkt zu Kampfbeginn aus dem Kampf zu nehmen. Unsichtbarkeit ist hier enorm hilfreich. Anschließend zieht ihr den Rest der Gruppe in den Kampf – ebenfalls schleichend oder offen.
Nach der Eröffnung kommt der Punkt, der den Build eigentlich so stark macht: Gifte. Anfangs wollt ihr vor allem Drow-Gift nutzen, später Karabasans Gift oder jedes andere, das Gegner kampfunfähig macht.
Ich würde außerdem raten, die Parasiten-Kräfte auszubauen. Mit diesen könnt ihr später noch häufiger kritisch treffen, Angriffe verstärken oder sogar Attribute entziehen.
Die besten Begleiter für den Schurken
Die Idee ist, dass ihr dafür sorgt, dass Gegner wehrlos werden. Das ermöglicht dem Rest der Gruppe (oder euch selbst) automatische kritische Treffer im Nahkampf. Daher sind die idealen Begleiter für den Build:
- ein Kleriker als Tank, etwa Schattenherz
- ein Kampfmeister-Kämpfer, etwa Lae’zel
- ein Rache-Paladin mit Zweihänder, etwa Minthara, wenn ihr sie rekrutiert habt
- ihr könnt jeden Begleiter übrigens auch einfach umskillen
Eure Gruppe kann einen wehrlosen Gegner mühelos dahin metzeln. Die hohe Rüstungsklasse aller Mitglieder sorgt dafür, dass sie selbst viel aushalten und Paladin sowie Kleriker können mit Heilung und weiteren Zaubern unterstützen.
Großer Vorteil: die kurze Rast hilft euch enorm bei der Regeneration:
Weitere Vorteile und Tipps
Ein weiterer Vorteil ist, dass euch eine kurze Rast bereits genügt, um fast die gesamte Kampfkraft zu regenerieren. Ihr habt keinen lästigen Zauberer, der plötzlich nichts mehr kann. Das ist aber zugleich der größte Schwachpunkt: ohne Resistenzen seid ihr vielen starken Zaubern ausgeliefert. Versucht, Zauberwirker möglichst direkt in Runde 1 zu töten.
Der ideale Origin für den Build ist übrigens das „Dunkle Verlangen“, das vor allem für Einsteiger eigentlich wenig geeignet ist. Ihr schaltet hier aber später einige Möglichkeiten frei, die euren Schurken im Kampf zu einer wahren Kampfmaschine machen. Und für einige ist die „Dark Urge“ sogar erst der Grund, das Spiel zu lieben:

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Naja Tier Listen sind einfach Schrott.
Laut Tier List ist ja auch der Mönch nur C, obwohl der projektile automatisch fängt und gefühlt drölf Angriffe hat.
Schurken sind enorm stark in D&D 5, weil hinterhältigen Angriff gegen fast jeden Gegner wirkt und man dafür nur im Vorteil sein muss.
In früheren editionen klappte das ja nicht fegen Untote, kondtruke und zahlreiche andere Gegner.
Jetzt einfach irgendwo rauf klettern und runde für runde Steak attack per fernkampf. Piu piu piu 😀
Selbst mit Sneak macht der Rogue aber in einer Runde nicht annähernd so viel Schaden wie ein Barbar oder Battle Master.
Habe astarion zu meinem Assassinen / waldleäufer gemacht ein Zeichen der jagt zwei klingen des königsmörders und Resistenz verringern Stichschaden auf taktisch ist er mein zweit verlässlichster man
Und für einige ist die „Dark Urge“ sogar erst der Grund, das Spiel zu lieben:
ich habe es probiert, aber für mich ist kindertöten und tierquälerei kein grund das spiel zu lieben …
Das musst du nicht tun. Es passte bei mir aber zum Playthrough, wobei ich das vermutlich mit jedem chaotisch bösen Charakter gemacht hätte.
Die Kinder im hain konte ich nicht töten das wäre der perfekte Anakin Moment gewesen