2018 wird ein komisches MMORPG-Jahr und Bless könnte es gewinnen

2018 werden nur wenige neue MMORPGs erscheinen und Bless steht hier am besten da, glaubt unser Autor Schuhmann.

MMORPGs, die 2018 wirklich erscheinen: Der MMO-Spezialist „Fevir“ hat auf YouTube ein Video hochgeladen: MMORPGs, die 2018 wirklich rauskommen. Es sind zwei Spiele auf seiner Liste: Bless und Crowfall. Und bei Crowfall merkt er an: „Die brauchen noch viel mehr Zeit.“ Na super.

Und Fevir hat Recht. Zwar gibt es überall Listen mit MMORPGs, die man 2018 im Auge behalten sollte, aber kaum eins davon wird wirklich veröffentlicht werden. Unsere eigene Liste mit Gaming-Highlights 2018 ist gespickt mit Erweiterungen von MMORPGs, Games wie Conan Exiles und Red Dead Redemption 2 oder eben Bless.

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2018: Wenig Neues in Sicht

Dürre-Periode: Es ist eine komische Zeit, um ein MMORPG-Fan zu sein:

  • Zwar erscheinen regelmäßig neue MMORPGs, aber die sind so Indie wie „Project Gorgon“ oder „Tales of Toast“, dass sie kaum wen interessieren
  • die bestehenden großen MMORPGs laufen alle solide, bringen stetig neuen Content, aber keiner hier erfindet das Genre neu, die MMORPGs wollen vor allem ihren bestehenden Spielern etwas zu tun geben
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  • und die interessantesten MMORPGs werden noch Jahre brauchen, bis sie einem Release näher kommen: Das früheste ist da vielleicht 2020 ein Project TL, ein Ashes of Creation oder Lost Ark – sonst ist man darauf beschränkt, sein Traum-MMORPG aus der Ferne zu bewundern, während es von Pre-Alpha zu Pre-Alpha taumelt

Und das Schlimme ist: Das ist nicht erst seit 2018 so, das ist im Prinzip der Status des MMORPG-Fans seit 2015.

Bless Online Travel Mate

MMORPGs beschreiten Seitenwege

Neue Wege: Wir haben eine Zeit, in der MMORPGs neue Zielgruppen erforschen. Tera kam jüngst auf die PlayStation 4 und Xbox One. So gut wie jedes MMORPG von NCSoft kriegt einen Mobile-Port. Und Black Desert macht einfach alles: Die kriegen einen Port auf die PS4, auf die Xbox One und auch noch eine Mobile-Version.

Den meisten Kern-MMORPG-Fans, die auf dem PC zu Hause sind, ist das aber einfach wurscht. Die wollen ein neues MMORPG, am besten eins mit dem Fokus auf PvE.

Black-Desert-Mobile

Bless, der große Gewinner – trotz Warnzeichen

Riesige Chance: Tatsächlich könnte Bless zu keinem besseren Zeitpunkt herauskommen, als zum 30. Mai 2018. Es ist vier Jahre her, dass etwas in Richtung „PvE-MMORPG“ in Europa erschienen ist, das das Potential hatte, in der ersten Liga mitzuspielen. Die letzten Spiele waren The Elder Scrolls Online und WildStar.

Deshalb sind viele bereit, die Probleme und Warnzeichen zu übersehen, die Bless nun aufweist:

  • Das „immer aktive“ PvP schreckt viele ab,
  • auch die bisherige Bilanz des Spiels in Russland, Südkorea und Japan ist durchwachsen
  • Dazu werden zum Release 3 der 8 Klassen nicht spielbar sein.

Aber: Bless sieht gut aus, die Entwickler sagen all die richtigen Sachen und auf erste Kritik hat man vernünftig reagiert. Zwar gibt es Bless schon seit Jahren, doch das Versprechen eines Relaunchs und einer Überarbeitung machen es erneut frisch. Viele Fans können ihre Hoffnungen erneut in das Spiel projizieren, das für viele noch als weiße Fläche dient.

bless-online release

Das Besondere bei Bless: Neowiz gibt das Spiel selbst raus. Das sorgt zwar für skurrile Events, aber wenigstens hat man keinen, der einem in die Monetarisierung reinredet und heimlich doch an der Pay2Win-Schraube dreht. Probleme, die andere Korea-MMORPGs wie ArcheAge oder Black Desert plagten.

Es werden viele Bless ausprobieren, allein weil der Hunger und die Lust auf ein neues MMORPG so groß sind. Aber: Die Vergangenheit hat gezeigt, zwar sind viele bereit, einem neuen Spiel eine Chance zu geben, aber das muss dann auch überzeugen.

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Der Hunger nach einem neuen MMORPG ist riesig

WildStar als mahnendes Beispiel: Sonst könnte Bless dasselbe Schicksal wie WildStar vor 4 Jahren erleiden. WildStar war 2014 eigentlich als Retter des MMORPG-Genres gebucht, erkoren und auserwählt. Und zu Beginn sah das auch rosig aus.

Doch kauften zwar viele das Spiel, blieben aber nicht. Zahllose Probleme sorgten dafür, dass WildStar nicht die hohen Erwartungen erfüllen konnte, die Spieler jahrelang in das MMORPG projiziert hatten.

Auch bei WildStar war damals der Hunger nach einem neuen Spiel groß – Carbine konnte die Chance aber nicht nutzen. WildStar versank tragisch in der Versenkung. Seitdem haben wir das Schlamassel und kein westlicher Publisher fasst das heiße Eisen „MMORPG“ mehr an.

Bless Online Drache

Daumen drücken für Bless: Als Fan von West-MMORPG muss man seitdem seine Hoffnungen in ein Twitch-Experiment von Amazon oder in ein noch weit entferntes Magic-MMORPG der Neverwinter-Macher stecken.

Als MMORPG-Fan wünscht man sich, dass Bless das nun besser macht. Denn bis 2020 es ist noch verdammt lang hin.

Bless ist auf unserer Liste der aussichtsreichsten MMORPGs – das ist es das dritte Jahr in Folge.

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