Warum sich WoW Classic 2022 für euch lohnt, selbst wenn ihr WotLK früher nicht gespielt habt

Warum sich WoW Classic 2022 für euch lohnt, selbst wenn ihr WotLK früher nicht gespielt habt

WoW Classic gilt als der große Service für Fans von World of Warcraft, die nochmal in „die gute alte Zeit“ eintauchen wollen. Aber die neu aufgelegten Versionen sind nicht nur Nostalgie für Veteranen, sondern lohnen sich sogar für Neueinsteiger. Das gilt auch für die bald erscheinende Erweiterung Wrath of the Lich King.

Viele WoW-Fans schwärmen heute immer noch von alten Erweiterungen, vor allem The Burning Crusade, Wrath of the Lich King und Legion. WotLK gilt sogar als die beste Erweiterung laut unserer Umfrage hier auf MeinMMO. Dabei erschien WotLK erstmals 2008, also vor 14 Jahren.

Wer aber erst in den letzten Jahren mit Battle for Azeroth oder Shadowlands ins Spiel kam, hat zu diesen Erweiterungen gar keinen Bezug. Trotzdem, oder genau deswegen, lohnt sich aber ein Blick in die Classic-Version von WotLK.

Am 27. September erscheint mit WotLK Classic die 2. Erweiterung von WoW erneut. MeinMMO verrät euch, warum ihr euch das Spiel ansehen solltet, auch wenn ihr damals noch gar nicht WoW gespielt habt.

Hier seht ihr den Trailer zu WotLK Classic:

Wrath of the Lich King ist die beste WoW-Erweiterung für MeinMMO-Leser

Was genau ist „WoW Classic“ überhaupt? Grundsätzlich soll WoW Classic die World of Warcraft so zurückbringen, wie sie damals war. Nicht unbedingt als 1:1-Kopie, sondern vor allem so, wie es sich damals zu spielen angefühlt hat.

WoW hatte früher einige komplexere Systeme, etwa deutlich größere Talentbäume, mehr Buffs für Gruppen und Schlachtzüge und eine etwas losere Rollenverteilung. Wo heute etwa die Aktivierung der Schutz-Spezialisierung als Paladin reicht, musste früher ein bestimmter Wert an Verteidigung erreicht werden, um tanken zu können.

Grob gesagt hat sich WoW damals mehr an alten Rollenspiel-Systemen orientiert und weniger Sachen vereinfacht. Das ist weder schlechter noch besser, sondern einfach eine andere Spielerfahrung:

WoW Classic: Was es ist und ob es sich für dich lohnt

Was macht WotLK so besonders? WotLK gilt für viele Fans vor allem deswegen als beste Erweiterung, weil die in Warcraft III erzählte Geschichte hier endlich zu einem Ende kommt. Arthas Menethil, der Lichkönig und einer der größten und beliebtesten Bösewichte von WoW, dient hier als Endboss.

Das gesamte Addon über kämpft ihr gegen die von Arthas befehligte untote Geißel und arbeitet darauf hin, den Lichkönig von seinem gefrorenen Thron zu stoßen. WotLK ist dabei ein Treffen großer Namen der WoW-Geschichte, wie Jaina Prachtmeer, Bolvar Fordragon, Alexstrasza und Varok Saurfang, die euch in der Kampagne unterstützen.

Der ganze Krieg mit dem großen Finale gegen Arthas gilt als eine der besten Storys, die Blizzard je erzählt hat. Passend dazu findet sich auch die legendäre Cutscene „Pforte des Zorns“ in WotLK, das erste Ingame-Cinematic von WoW überhaupt:

Außerdem erschien mit WotLK damals die erste Heldenklasse und die erste neue Klasse überhaupt: der Todesritter. Dieser bekam ein eigenes Startgebiet, ein eigenes Reittier und durfte, anders als alle anderen, schon auf einer höheren Stufe das Spiel beginnen.

Todesritter gibt es zwar heute immer noch, allerdings sind sie heute in Retail deutlich anders als früher. Runen mussten besser verwaltet werden, alle Specs konnten tanken und die „Präsenzen“ sorgten für dafür, dass Todesritter ihren Spielstil noch minimal zusätzlich anpassen konnten. WotLK Classic bringt diese „alte“ Version des Todesritters zurück.

WotLK brachte auch erstmals eine ähnliche Version des Dungeon-Finders, wie ihr ihn heute kennt. Das Tool wird allerdings nicht in WotLK Classic enthalten sein.

WoW WotlK Classic Todesritter erstellen
Todesritter stehen allen Klassen aus WotLK zur Verfügung, aber ihr könnt nur einen pro Server haben.

Eine andere Ära: WotLK ist nicht Retail!

Was muss ich als Neuling beachten? Wenn ihr WoW früher nie gespielt habt, wird sich vieles für euch sehr ungewohnt anfühlen, zumal die Welt selbst der euch bekannten sehr ähnelt. Verlasst euch aber nicht darauf, dass euch euer Wissen viel nützt.

Über die Jahre wurden etwa alle Klassen verbessert. Früher war das Gameplay durchaus an einigen Stellen noch etwas hakelig, sodass etwa Zauber-Klassen auch mal mit dem Stab zuhauen oder den Zauberstab zücken mussten. Eine grobe Übersicht, was euch erwartet:

  • Leveln dauert deutlich länger, besonders von Stufe 1 an.
  • Ihr bekommt jede Stufe einen neuen Talentpunkt – vergesst nicht, ihn zu verteilen!
  • Viele Fähigkeiten haben verschiedene Ränge. Als Faustregel solltet ihr immer den höchsten Rang nutzen – niedrigere Ränge werden erst in Raids wirklich wichtig.
  • Neue Zauber, Fertigkeiten und höhere Ränge müsst ihr bei eurem Klassenlehrer für Gold kaufen.
  • Es gibt keinen Kriegsmodus. Die Server selbst sind in PvP und PvE unterteilt. Auf PvP-Servern herrscht immer und überall Krieg!
  • Fraktionsübergreifende Gruppen gibt es erst seit Shadowlands. In WotLK sind sie nicht verfügbar, auch nicht über das Battle.net.

Das Klassen-Balancing war früher ebenfalls noch nicht so ausgefeilt wie heute. Vor allem Veteranen weisen gerne darauf hin, dass etwa Schattenpriester nur als Mana-Batterie dienen, nicht als DPS-Klasse und dass Disziplin-Priester höchstens als PvP-Heiler taugen.

MMORPGs wie WoW waren früher besser, weil sie uns alle gleichgemacht haben

Warum sollte ich mir WotLK Classic ansehen? Wenn ihr euch für die Story von WoW interessiert, ist WotLK die vielleicht beste Erweiterung, um überhaupt tiefer in die Geschichte einzutauchen. Ihr erfahrt hier viel von dem, was zu aktuellen Geschehnissen führte, insbesondere was Dinge wie das endgültige Ende von Arthas Menethil angeht.

Wollt ihr jetzt noch schnell die Story nachholen, solltet ihr euch allerdings beeilen. Die Server von Burning Crusade Classic verschwinden mit dem Release von WotLK. Noch habt ihr ein paar Wochen, um die alte Erweiterung zu genießen, ohne zu schnell in neue Gebiete geworfen zu werden.

Trotz seiner Ähnlichkeit zu Retail ist WotLK aber trotzdem eine völlig andere Version von WoW. Ihr solltet es euch vor allem ansehen, wenn ihr das MMORPG entschleunigt spielen wollt, mit weniger Druck und einem frischen Blick aufs Spiel. Für den Zugang braucht ihr außer einem aktiven WoW-Abo nichts weiter.

Was ihr sonst über WotLK wissen müsst, erfahrt ihr in unserem Info-Hub:

WoW WotLK Classic: Release, Pre-Patch, Beta – Alle Infos zur neuen Erweiterung

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Horstkewin

Wotlk Classic ist in meinen augen echt schrott die zeiten von damals sind leider vorbei und werden nie wieder kommen habe sie leider nie erlebt sehr schade

Zuletzt bearbeitet vor 23 Tagen von Horstkewin
Osiris80

Ich warte lieber auf retail , der Socialendcontent in classic/tbc war mir dann doch zuviel.

T.M.P.

Ist ja alles schon ne Weile her, aber ich bin mir sicher das mit den Priestern war eher die TBC-Ära.^^
Da hatte der Ele-Schami in meiner Shadowgruppe noch Freudentränen in den Augen, weil der Manabalken nur noch Dekoration war. Dafür war halt weniger Schaden möglich.

Aber in Wotlk kamen diverse Buffs für Shadow und auch Diszi. Shadow konnte extrem glänzen bei 2-4 Zielen oder wenn viel Bewegung im Raid war. Und Diszi war an sich eh Pflicht als Tankheal wegen Absorb.

Theojin

Als ich gelesen habe, daß der Dungeonbrowser gestrichen wird, war mir klar, daß ich damit wohl keinen erneuten Ausflug nach Nordend machen werde. Dazu hat sich mein Leben einfach viel zu sehr gewandelt in den letzten knapp 15 Jahren. Damals habe ich quasi im Spiel gelebt, hatte Zeit ohne Ende, eine große Gilde, viele Freunde etc. Davon ist heute nichts mehr da, die Zeit zum organisierten Raiden fehlt, dank Schichtarbeit. Für mich wäre das aber in Ordnung, auch ohne Raids, aber mir dann auch weiterhin Gruppen für Dungeons manuell suchen zu müssen, vor allem, wenn man nicht zu den Stoßzeiten spielt, dafür habe ich nicht mehr den Nerv.

Allerdings gönne ich es jedem, die Erfahrung des Questens durch Nordend und den Aufbau der Geschichte dort mitzuerleben. War auf jeden Fall eine tolle Zeit ( also für jemanden, der sich ein wenig für die Lore interessiert ).

Bravestarr1701

Interessanter Artikel, jedoch eine Sache die direkt hervorsticht ist.

„Viele Fähigkeiten haben verschiedene Ränge. Als Faustregel solltet ihr immer den höchsten Rang nutzen – niedrigere Ränge werden erst in Raids wirklich wichtig.

Das ist gerade in Wotlk nicht mehr der Fall und mit einer der besten Änderungen zu TBC. Downranking gibt es dort nicht mehr.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Bravestarr1701
Bleakly

Niedrige zauberränge sind zu wotlk als frost Magier in der Arena wichtig. Frostblitz Rang 1 zum slowen

Bravestarr1701

das kann gar nicht wichtig sein denn in wotlk kostet jeder rang ob 1 oder 12 das gleiche mana, ergo gibt es kein downranking mehr was mit einer der geilsten änderungen im spiel war.

Bleakly

Es ist sogar extrem wichtig. Wesentlich kürzere zauberzeit, gleicher slow.

Bravestarr1701

es ändert sich nichts an zauberzeit und mana.

Bleakly

Da irrst du dich^^ kannst es ja testen wenn wotlk da ist, dann merkst du es

Dubspawn

„Dabei erschien WotLK erstmals 2018, also vor 14 Jahren“ LuL

Scaver

„Warum sich WoW Classic 2022 für euch nicht lohnt, wenn ihr WotLK früher gespielt habt“
Weil es einfach nicht WotLK wie damals ist. Zu viele Änderungen am Game und die Community ist auch eine andere.
NICHTS in WoW Classic oder TBC Classic hat sich nach „damals“ angefühlt. Ergon wird es WotLK auch nicht. Ergo würde das Spielen dieser Version eher die Erinnerungen an damals zerstören, anstatt sie zurück zu bringen.

Jedem viel Spaß dort, aber es ist eben NICHT das Game von damals, nicht mal ansatzweise.

N0ma

Die Experience ist allerdings eine komplett andere als Retail. Das wird wohl auch mit dieser neuen Version so sein 😉

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