WoW: Alte Götter in Dragonflight? Viele Prophezeiungen haben nun einen neuen Sinn

WoW: Alte Götter in Dragonflight? Viele Prophezeiungen haben nun einen neuen Sinn

Versteckt sich hinter der Story von World of Warcraft Dragonflight doch „nur“ wieder Alte Götter? Viele Prophezeiungen passen gut auf die Story des neuen Addons …

Wenn es um die Story von World of Warcraft gibt, dann entstehen immer wieder zahlreiche Theorien. Vor allem das Geflüster der Alten Götter aus früheren Erweiterungen wird immer wieder herangezogen, wenn es um große Entwicklungen in der Geschichte von Azeroth geht. Auch mit der neuen Erweiterung Dragonflight scheint das wieder der Fall zu sein.

Viele der alten Zitate werden nun wieder wild diskutiert – und scheinen ausgesprochen gut zu passen.

Um welche Zitate geht es? Vor allem um Zitate von Il’gynoth. Das war ein Boss in der Erweiterung „Legion“ und später nochmal in „Battle for Azeroth“. Er ist ein Diener der Alten Götter und gehört damit der kosmischen Macht der Leere an. Die Leere hat die Fähigkeit, sämtliche möglichen Zukunfts-Varianten zu sehen, kann aber nicht erkennen, welche davon wirklich eintreffen wird. Daher ist es gut möglich, dass Zitate dieser Kreaturen kompletter Unsinn sind, der niemals eintreffen wird – oder aber genau das, was den Helden von Azeroth schon bald bevorsteht.

Seit ihrer Einführung wurden diese Zitate immer wieder wild diskutiert und das ist nun auch bei Dragonflight der Fall. Im Subreddit von World of Warcraft wurden einige Details zusammengetragen.

Il’gynoth labert viel, wenn der Tag lang ist. Und manches davon passt einfach viel zu gut.

„Fünf Schlüssel, unseren Pfad zu öffnen. Fünf Fackeln, unseren Weg zu leuchten.“

(„Five Keys to open our way. Five torches to light our path.“)

Die Zahl 5 taucht in World of Warcraft immer wieder auf. So gab es in Legion bereits 5 Säulen der Schöpfung, in Shadowlands 5 Anführer der großen Pakte und in Dragonflight gibt es 5 Drachenschwärme mit ihren 5 Aspekten.

Das Zitat ist vor allem in Verbindung mit einem zweiten Zitat interessant, denn später sagt Il’gynoth noch:

„Fünf Laternen, jetzt verdunkelt. Die Flamme, die sie suchen, wird den Weg der Meister erhellen.“

(„Five lanterns, now darkened. The flame they seek will light the masters‘ way.“)

Auch das passt ausgesprochen gut auf die Aspekte. Denn diese haben mit dem Ende von Cataclysm einen großen Teil ihrer Macht eingebüßt – also wurde im übertragenen Sinn ihre „Laterne verdunkelt“. Mit der Rückkehr zu den Dracheninseln versuchen die Aspekte auch, ihre Macht wiederzuerlangen um einmal mehr über Azeroth wachen zu können – sie suchen also eine neue „Flamme“, um ihre Kraft ein weiteres Mal zu entfachen.

„Die Oberfläche erstrahlt hell, maskiert den Schatten darunter.“

(„Its surface blazes bright, masking shadows below.“)

Auch dieses Zitat passt wunderbar zum Cinematic der Dragonflight-Erweiterung. Immerhin erstrahlt das Leuchtfeuer von Tyr hell und auch Azeroth selbst, wie man zu Beginn am Meer sieht, leuchtet im magischen Glanz. Gut möglich, dass man hier von der Verderbnis spricht, die im Untergrund an Azeroth nagt und sie langsam aber sicher der vollständigen Korruption näher bringt.

„Aus der Erde zieht er Kraft. Unsere Erde. Unsere Kraft.“

(„From the earth, he draws strength. Our earth. Our strength.“)

Wesen, die aus der Erde Kraft ziehen, gibt es vor allem zwei mögliche Kandidaten. Der erste ist Galakrond. Dieser riesige Drache ist zwar schon seit vielen Jahrtausenden tot, doch sein Skelett besteht noch immer. Datamining hat schon vor Jahren herausgefunden, dass es eine neue Karte der Drachenöde gibt, in der das Skelett fehlt – auch wenn das bisher nie umgesetzt wurde. Allerdings ist auch der NPC Rafaam aufgetaucht, der in Hearthstone Galakrond bereits erweckt hatte. Er könnte das gleiche in WoW vorhaben …

Der zweite Kandidat könnte Furorion sein. Das ist einer der verbliebenen schwarzen Drachen, die traditionell die Erdwächter waren. Wie schon Neltharion (Todesschwinge) bezieht er aus der Erde seine Kraft und könnte dadurch mit der Verderbnis in Kontakt kommen – denn immerhin ist die Erde von den alten Göttern verseucht, was auch zum nächsten Zitat passen könnte:

„Am Tisch des Meisters der Kindkönig dient. Drei Lügen trägt er euch an.“

(„The boy-king serves at the master’s table. Three lies will he offer you.“)

Auch wenn in der Vergangenheit hier vieles auf Anduin hindeutete, der schon auf als „Kind-König“ bezeichnet wird, würde der Titel genau so auf Furorion zutreffen. Denn auch Furorion ist noch extrem jung, dürfte aber in der Lage sein, die Kontrolle über den schwarzen Drachenschwarm zu übernehmen und damit quasi zum „König“ zu werden. Durch seine Verbindung zur Erde – und damit womöglich zur Leere – könnte er ein Diener der Alten Götter werden.

WoW Anduin Wrathion Finger Point
Furorion und Anduin sind Freunde – aber ist einer von ohnen verdorben?

„Zur Stund ihres dritten Todes verheißt sie unser Kommen.“

(„At the hour of her third death she ushers in our comming.„)

Lange Zeit wurde vermutet, dass es sich dabei um Azeroth handelt – doch könnte es genau so gut Königin Azshara sein. Diese „starb“ ein erstes Mal, als ihr Königreich unterging und sie einen Pakt mit N’Zoth einging. Ein zweites Mal „starb“ sie im Kampf gegen die Helden in Naz’jatar und wurde nach Ny’alotha gebracht. Von dort entkommt sie (dank unserer Hilfe) und erklärt, dass sie „zum wahren Thron der Macht“ müsse. Ein Thron, der womöglich tief unter den Dracheninseln liegt. Denn jetzt sind mehrere Jahre vergangen und Azshara wird früher oder später sicher wieder auf den Plan treten.

Die Thematik des „Erwachens“

Ein letzter Punkt ist die allgemeine Thematik des Addons Dragonflight. Blizzard hatte bereits erklärt, dass es um „Erwachen“ gehen wird – auf den ersten Blick um das Erwachen von Azeroth, das Erwachen der neuen Stärke der Drachen und allgemein der elementaren Energien, die langsam den Planeten fluten. Doch schon in vergangenen Erweiterungen hatte die Thematik immer auch eine zweite, finstere Bedeutung und das wäre in dem Fall das Erwachen von etwas Dunklem.

Wer weiß, ob sich nicht die Kräfte der Leere wieder regen und das Ende von Dragonflight nicht später zur nächsten kosmischen Bedrohung der Alten Götter überleitet. Immerhin wechselt Blizzard in aller Regel immer zwischen „kosmischen, übergroßen“ Bedrohungen und danach wieder zu einer etwas simpleren, auf Azeroth fußenden Thematik.

Wie wahrscheinlich ist das alles? Letztendlich ist das Ganze natürlich nur eine Spekulation, so wie in den vergangenen Jahren auch. Allerdings gibt es bereits Hinweise in den Spieldaten der Alpha darauf, dass wir im Laufe des Addons unterirdisch in die Dracheninseln vordringen und dort vermutlich einiges finden werden – das würde thematisch zumindest wieder zu den alten Göttern und deren Verderbnis passen, ebenso wie eine mögliche Rückkehr des gigantischen Urzeit-Drachen Galakrond.

Doch selbst, wenn sich nichts davon bewahrheiten sollte, zeigt sich bei den ganzen Zitaten ein interessantes Detail: Sie sind ziemlich gut geschrieben und sorgen dafür, dass man immer wieder neue Theorien spinnen kann, die niemals konkret etwas erwähnen, aber doch spezifisch genug sind, um viele Interpretationen zu erlauben. Genau so, wie coole Weissagungen sein sollten.

Und zu guter Letzt macht das Spekulieren auch einfach Spaß. Es gibt immerhin viele Möglichkeiten, in die WoW sich jetzt entwickeln könnte …

Was glaubt ihr, in welche Richtung wird sich die Erweiterung Dragonflight entwickeln? Wird es sich um Alte Götter, Azshara oder Galakrond drehen? Oder wird Blizzard von diesen Themen erstmal die Finger lassen?

Quelle(n): reddit.com/r/wow/
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tom

Wie bei Destiny die leute basteln sich wieder was total tolles zusammen mit difusen hinweisen und am Ende wird es eine total einfallslose schlecht konstruierte auflösung wie immer 🙂

Geroniax

Ich glaube theorien kann man viele spannen und das macht sicherlich auch einen reiz aus, aber wenn sich nie etwas bewahrheitet, wird das ganze nur noch ermüdend. Ich meine wie lange kennen wir nun diese „Prophezeiung“? 5 oder 6 Jahre? Ist klar das man nicht gleich sein ganzes Pulver verfeuern sollte, aber ich denke es wäre das beste gewesen wenn wir in Nyalotha verloren hätten und das Addon nach Bfa nicht Shadowlands hieße, sondern Black Empire. Dabei hätten man diesen Kreis schließen können und etwas wie Shadowlands hätte besser in einem kosmischem Handlungsbogen gepasst.

Ganz ehrlich, wie lächerlich wirkt das? Wir haben quasi die manifestation des Todes bezwungen, alles irdische was nun kommt wirkt dagegen unbedeutend. Wir haben in Legion das Pantheon der Titanen gerettet, die kosmische Domäne der Ordnung, und nun nicht nur das Pantheon des Nachlebens, sondern quasi die ganze Schöpfung gerettet. Das soll nicht bedeuten das Dragonflight schlecht wird – das muss die Zeit zeigen, aber was die Reihenfolge der Storyabschnitte angeht sollte Blizz denke ich einen besseren Pfand wählen.

Threepwood

Kann ich verstehen, so gehts mir auch oft in Serien, Bücherreihen, Comics etc. Manchmal müssen die aktuellen Schaffenden mit den merkwürdigen Entscheidungen von gestern klarkommen und das Beste daraus machen. Egal ob sie von sich selbst, oder von anderen getroffen wurden.

Für meinen Geschmack sind die ganzen, immer krasser werdenden Bedrohungen aber auch komplett ausgereizt. Bedrohung nutzt sich bzw. stumpft ab (siehe im RL Kriegsberichterstattung, Woche 1 dramatische, empathische Wahrnehmung, Woche 6+ Routine) und Shadowlands war thematisch nicht clever platziert.

Ich würde mir nach DF für WoW ein Addon wünschen, was quasi einen Rollback zur Bodenständigkeit macht. Horde und Allianz zerstreiten sich wieder und entfachen einen Krieg untereinander. Ein simpler Reset. Nach dem Motto, kein großes Unheil am Horizont? Dann kommt es, wie es kommen muss. Irgendjemand sucht immer Streit. Neue Clans entstehen, vielleicht eine dritte Fraktion. Söldner oder ähnliches. Ließe sich sowohl im PvE und PvP gut umsetzen. Ein bisschen Faction Wars aus GW1 dazu, das wöchentiche Ergebnis bestimmt die im PvE zu raidende Hauptstadt/ Landstrich. Irgendwie Dynamik reinbringen und Trennungen von Spielertypen überwinden.

OG gab es bereits als PvE-Raid, große Schlachtfelder in Arathi usw ebenfalls. In gut und als echtes, langfristiges Feature könnte das WoW einfach spannender machen.
Nach einer Auszeit von ultimativen Bedrohungen könnten sie auch neue Erzählstrukturen entwerfen und umsetzen.
So große Mythen im Hintergrund sind trotzdem cool. Spekulationen halten Communities auch am Leben.

Huehuehue

Ich glaube theorien kann man viele spannen und das macht sicherlich auch einen reiz aus, aber wenn sich nie etwas bewahrheitet, wird das ganze nur noch ermüdend.

Das ist doch die Natur von Prophezeiungen und deren Reiz? Dass Theorien gespannt werden und darüber diskutiert wird, ob die Vorhersage denn schon erfüllt wurde odee nicht! Schon die Prophezeiungen der griechischen Orakel haben alles und nichts heißen können und die „Erfüllung“ war dann Interpretationssache. Oder Nostradamus? Wie oft ist Welt jetzt schon, zumindest nach den Interpretationen der Prophezeiungen, untergegangen? Und trotzdem sitzen wir immer noch hier und reden darüber, ob sich Prophezeiungen „bewahrheiten“ müssen oder nicht

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