Wie geht ihr mit „Noobs“ in MMORPGs wie WoW um, wenn sie eure Freunde sind?

In World of Warcraft gehört zum Spielspaß manchmal auch Leistung dazu. Doch was tut man, wenn die eigenen Freunde einfach „zu schlecht“ sind?

In MMORPGs wie World of Warcraft kennt es jeder: Man ist mit einer Gruppe in einem Dungeon unterwegs, der recht anspruchsvoll ist. Es gibt ein Zeitlimit oder eine bestimmte Herausforderung und immer wieder scheitert die Gruppe aufgrund der Fehler eines einzelnen Spielers. Während man bei Random-Gruppen nach einigen Versuchen dazu geneigt ist, die Person einfach zu kicken, wenn sich keine Besserung einstellt, gibt es eine Gruppe von Leuten, bei denen das schwieriger ist: Freunde und Bekannte.

Doch was soll man tun, wenn der Problemfall in der Gruppe zu den eigenen Freunden zählt?

Manchmal ist jeder ein kleiner “Noob” – nicht wahr?

Spiele wie World of Warcraft machen am meisten Spaß, wenn man sie in einer festen Gruppe mit Freunden spielt. Solange der Spaß im Vordergrund steht, ist es auch gar kein Problem, wenn nicht alle Spieler auf dem gleichen Niveau sind. Erst im Endgame kommt es zu Problemen, wenn bestimmte Hürden einfach nicht mehr genommen werden können, weil einzelne Spieler zu schwach sind oder zu viele Fehler machen.

5 Fehler, die Leute in WoW machen

Es gibt eine Menge Dinge, die in WoW schiefgehen können:

  • Der Tank schätzt seine Standhaftigkeit falsch ein und bleibt einfach stehen, anstatt die mächtigsten Feinde einige Sekunden lang zu kiten und damit den Heiler zu entlasten.
  • Der Magier kriegt seine Rotation nicht richtig auf die Kette und landet beim Schaden noch hinter dem Tank.
  • Ein Priester ist unaufmerksam und geht immer wieder rückwärts gefährlich nah an anderen Mobgruppen heran, die zusätzlich gepullt werden.
  • Der Heiler kriegt es einfach nicht hin, den gefährlichen Voidzones auszuweichen, die sich schon Sekunden vorher ankündigen.
  • Ein Mönch wirft nach dem ersten Wipe die Flinte ins Korn und findet, dass „Man das jetzt eh nicht mehr schafft und man deswegen auch gleich aufgeben kann“.

Mechaniken in WoW sind vielfältig und eine ganze Menge kann schiefgehen, von der eigenen reinen „Output“-Leistung, bis zum korrekten Spielen der Mechaniken vieler Feinde oder der reinen Einstellung, herausfordernde Inhalte auch konzentriert und effektiv angehen zu wollen.

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In einer Freundesgruppe ist vieles einfacher – aber manche Probleme auch schwieriger.

Für mich persönlich gilt: Solange das Ziel erreicht wird, ist mir die Leistung erst einmal egal. Wenn das Ziel etwa nur ein Schlüsselstein auf Stufe Mythisch+7 ist und das auch mit eher schlechter spielerischer Leistung zu bewältigen ist – kein Problem. Ich spiele gerne leistungsorientiert, doch solange das Ziel erreicht wird, kann ein Spieler ruhig etwas hinter den anderen herhinken.

Problematisch wird es erst, wenn die angestrebten Ziele zum wiederholten Male nicht erreicht werden und es ganz offensichtlich zu sehen ist, wo die Probleme in der Gruppe liegen.

Spaß ist eindeutig wichtig und solange alle Spaß haben, kann auch gerne mal etwas schiefgehen. Wenn jedoch immer wieder die als Gruppe angestrebten Ziele verfehlt werden, dann sinkt der Spaß mit der Zeit unweigerlich.

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Nicht jeder kann mit Kritik gut umgehen – erst recht, wenn sie von Freunden bei einem Spiel kommt.

In meiner Gruppe gibt es dafür so ein gemeinsames Bewusstsein. Fällt ein Spieler dauerhaft aus der Reihe, gibt es den kollektiven Wunsch, diesen „Fehler“ zu beheben – auf möglichst freundliche Art. Das kann eine zusätzliche Ansage im Discord sein, wann genau ein bestimmter Spieler sich zu bewegen hat, ein paar Ideen und Anregungen bei der Rotation der Fähigkeiten oder auch nur das Heraussuchen von vernünftigen Guides, an denen man sich orientieren kann.

Doch auch hier gibt es manchmal Probleme. Immerhin können nicht alle Spieler gleichermaßen mit Kritik oder Ideen für Verbesserungen umgehen. Manch einer möchte an seinem Spielstil festhalten, weil es ihm oder ihr so einfach mehr Spaß bereitet. Andere können mit dem Gedanken schlecht umgehen, von ihren Freunden in einem Spiel belehrt zu werden und damit indirekt gesagt zu bekommen: „Du bist gerade das Problem, bitte ändere das doch.“

Genau hier möchte ich von euch nun wissen, wie ihr mit so einem „Problemfall“ im eigenen Freundeskreis umgeht.

Schreibt doch in die Kommentare, wie ihr mit Freunden in eurer Gruppe verfahrt, wenn es anhaltende Probleme in der spielerischen Leistung gibt.

  • Ignoriert ihr das Problem und macht einfach so weiter, in der Hoffnung, dass das Problem sich von selbst erledigt?
  • Sprecht ihr das Problem an und versucht es zu lösen, auch wenn man damit jemanden in eine unangenehme Lage bringt?
  • Werft ihr auch Freunde nach einer Weile aus der Gruppe, wenn die Leistung einfach nicht reicht?
  • Habt ihr eine ganz andere Form des Umgangs?

Was ist, wenn ihr selbst der Noob seid?

Aber auch die andere Seite würde mich interessieren. Wie geht ihr damit um, wenn ihr selbst der Problemfall seid? Habt ihr es schonmal erlebt und gespürt, dass es ganz eindeutig an euch selbst liegt, dass die Gruppe aktuell scheitert und es wegen euch nicht vorangeht? Wie reagiert ihr darauf?

Ich habe hier eindeutig den Vorteil, dass ich ein ziemlich ehrgeiziger Mensch Dämon bin, wenn es um die Leistung im Spiel geht. Ich mag es, wenn mein Tank sich auch ohne Heiler eine Weile am Leben halten kann oder mein Schattenpriester im Raid einen der besten DPS-Plätze belegt.

Wenn das nicht der Fall ist – was oft vorkommt – dann nagt das an mir.

Dann suche ich fast immer nach Wegen und Möglichkeiten, mich zu verbessern. Egal ob das eine Umstellung der Talente oder kleine Änderung der Spielweise ist, alles was mich effektiver in meiner Aufgabe macht, wird zu Rate gezogen. Ich sehe es als meine Pflicht, meine Rolle möglichst gut erfüllen zu wollen – denn wenn ich das nicht versuche, warum sollte der Rest der Spieler es dann tun?

Klar gibt es hierbei auch Grenzen. Ich würde gegenwärtig zum Beispiel nicht meinen Pakt ändern, um noch ein oder zwei Prozente mehr Leistung rauszuholen. Doch alles andere steht zumindest zur Debatte.

WoW Noob Checkbox Mage Female title 1140x445

Umso mehr nagt es an mir, wenn ich keine Lösung finden kann. Wenn mir ein anderer Spieler der gleichen Klasse und Spezialisierung begegnet, der bei ähnlicher Ausrüstung einfach Längen vor mir ist, bin ich schnell frustriert.

Denn nicht immer liegt für mich klar ersichtlich auf der Hand, wo der Fehler liegt. Wenn mir etwa Warcraftlogs sagt, dass ich bei einem Kampf nur knapp 50 % – 60% meiner rechnerisch möglichen Leistung erbracht habe, dann zuckt mein rechtes Augenlid unruhig. Da hilft es mir persönlich dann auch wenig, wenn der Boss trotzdem lag und ich im DPS-Ranking weit vorne war. Wenn mehr dringewesen wäre, will ich das auch erreichen.

In WoW im Speziellen ist für mich Spaß schon lange an einen Leistungsgedanken gekoppelt. Ich habe Spaß, wenn ich weiß, dass ich meine Sache gut mache und für alle anderen kein Klotz am Bein bin, sondern ein Gruppenmitglied, bei dem man am Ende denkt: „Guter Schattenpriester, den nehme ich gerne wieder mit“ oder „Toller Tank, 5/5 Sterne, swipe ich nach rechts“.

Wenn ihr jetzt noch Lust habt, dann beantwortet doch die zweite Frage in den Kommentaren: Wie sieht der Leistungsgedanke bei euch aus, wenn ihr merkt, dass ihr selbst gerade das Problem seid?

So manch einer jammert gerade über Torghast – wie könnte Blizzard das beheben?

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Serandis

Momentan in unserer Gruppe ein großes Thema. Die Leute habe ich tatsächlich über Zeit in Shadowlands kennengelernt. Als tank bestimme ich das Tempo und es hilft ungemein, die Mechaniken vor jedem Boss zu erklären. Die Leute sind meist recht dankbar und es hat sich ausgezahlt, nett und hilfsbereit zu bleiben. Man hat sich kennengelernt und ist mittlerweile als feste 5ergruppe unterwegs.

Unsere Heilerin ist mit 197 Gear nur bei 1,9k HPs und unsere Schamanin mit 193 Gear mir bei 800 – 1,6k dps.

Grenze ist bei uns dann einfach 5+.so bleibt der spielspas erhalten und wir haben eine super Zeit. Aber natürlich wollen wir weiter kommen. Aber mir Geduld und Übung geht alles. Der spielspas geht jedoch vor. Die Tage dann erst einen neu audgesammelten Jäger zurechtweisen, da man den +6 key in der andren Seite nicht rechtzeitig geschafft hat. Klar darf man genervt sein, aber sobald bei uns dann Toxizität rein kommt, wird aussortiert. So handhaben wir das und haben die Zeit unseres Lebens als Grüppchen. 🙂

Man ist gerne schnell genervt mit randoms, aber wie sich rausstellte sind 2 aus unserer Gruppe tatsächlich Damen. Ist immer ganz nett für das Gruppenklima in der World of Warcraft. Also Männers (aber auch Damen) – benehmt euch. 😉

Sternwuffel

Ich spiele sowieso mit niemanden, den ich auch persönlich kenne. Daher gibt es im Spiel auch keine “Freunde”.

Grundsätzlich bin ich bei allen Spielern gleich.
Ruhig, geduldig und konzentriert. Der Druide halt.

Sicherlich lass ich mir selten, in meine ohnehin schon optimierte Spielweise reinreden. Dafür hat man zuvor probiert, studiert und viel Zeit geopfert, bis es wirklich im gesamten passt.

Um allerdings meckern zu können, sollte man auch die Klassen selbst kennen und beherrschen.

Im pve bleibt oftmals der Faktor Nervosität.
Alles ist berechenbar, alles bleibt absehbar, ganz chillig also. Keine Ahnung warum hier die Masse so toxisch sein muss.
Es gibt klare Ansagen und es läuft.

Die pve Mentalität im pvp ist da bloß extrem nervig geworden.

Und warum haben überhaupt so viele permanent eine schlechte Laune?

Angefangen haben wir alle mal. Rumprobieren mussten wir auch alle erstmal.

Egal mit welchem char man spielt
Vieles ist eben eine Gruppenaktion und als Teil der Gruppe, muss ich sich meinen Teil dazu beitragen.
Und sei es bloß, dass die Leute ab und an mal etwas auf ihre Wortwahl achten möchten.

Es sitzt noch immer ein Mensch auf der anderen Seite.

Fliegendes LLama

Ich bin definitiv der Noob in unserer Gruppe und das wird wohl für immer so bleiben. Ich queste total gerne, ich bin die einzige Person, die den ganzen Text liest und dann weiß was zu tun ist – damit gleiche ich meine schlechte Leistung in Dungeons und Raids aus.
Ich hab ziemlich viel Glück mit meinen Freunden, die sind super geduldig mit mir, erklären gewisse Mechaniken und wenns mal wirklich schlecht läuft lassen die mich gar nicht aufgeben und behalten mich in der Gruppe damit ich in der wöchentlichen Kiste auch mal besseres Gear drinnen hab. Der höchste Mythic+ den ich in BfA mitgemacht hab war 5 – ich glaub das sagt ziemlich viel aus, die anderen waren da schon längst irgendwo bei 15 oder so.

Ich bin da nicht so wirklich ehrgeizig, mir geht’s mehr um die Story, gibt’s Raum für mehr Leistung – bestimmt aber ich spiel nicht regelmäßig genug um in einer Routine zu sein.

Van

Grundsätzlich spiele ich aus Spaß und nicht um Leistungen zu erbringen. Egal ob ich jetzt der Knackpunkt bin oder einer meiner Freunde, man macht sich dann einfach aus den Fehlern einen Spaß daraus und lacht zusammen darüber – ganz einfach, oder? 😉

Sebastian

Ich behaupte Mal wir spielen alle aus Spaß. Wenn ich keinen Spaß mehr aus den Spiel ziehen kann würde ich dazu raten eine Pause zu machen.

Steed

Bei Freunden die rum nooben wird sich erstmal drüber lustig gemacht, natürlich gehört auch das obligatorische aufziehen dazu und danach gibt es natürlich Hilfestellung. Nach Hilfestellung funktioniert es auch immer, nie erlebt das einer aus dem Freundeskreis ein hoffnungsloser Fall war.

Sebastian

Ach doch in den ganzen Jahren die ich WoW Spiele habe ich solche Fälle schon erlebt. Wichtig ist dabei (wenn der Kumpel der Noob ist) gemeinsame und realistische Ziele zu finden. Denn weder alleine Spielen wird Spaß machen, noch hat er/sie Spaß daran im HC/Mytischen Content ständig auf dem Boden zu liegen und mit allem überfordert zu sein

Alexander Ostmann

Die lachen wir erstmal gründlich aus. Was glaubt ihr denn?
Wer höflich nach Hilfe fragt, kann bei mir auch welche erwarten!

Nico

Erstmal wird geschaut ob deren rota stimmt, aber ich würde niemals jemanden flamen wenn er zuwenig schaden macht und auch keinen best spec einen aufzwingen. Denn es ist an Blizzard die specs die hinterherhängen gleichzusetzen. Aber blizzard reagiert bei sowas ja wie man weiß sehr langsam und haben auch 0 gefühl für balance.
Da könnten sie sich mal ne scheibe von ff14 abschauen ;P

Zavarius

Ich bezieh das jetzt mal auf ESO und WoW:

“Werft ihr auch Freunde nach einer Weile aus der Gruppe, wenn die Leistung einfach nicht reicht?”

Niemals. Zu 90% muss man “Freunde denen man das Spiel näher brachte” erstmal den Mut zusprechen, damit überhaupt “Schwere Dungeons” gemacht werden. Erstelle ich selber eine Gruppe, wird sofort gesagt, dass ein Neuling dabei ist und man entsprechend darauf eingestellt sein soll. Gehe ich mit Freunden/Bekannten in eine Gruppe, habe einen Neuling an der Hand, wird das auch direkt klargestellt und man bemüht sich demjenigen, bei Fehlern, alles zu erklären und Notfalls die Position/ Aufgabe zu “unterstützen”.

In WoW verliert man beim nächsten Addon sowieso alles, in ESO ist es ein Witz wie wenig das Gear wirklich ausmacht (Craftset, Mage, Linke Maustaste gedrückt halten, MVP… JA! Addons lügen nüüücht.) Entsprechend “Locker” sehen wir das.

Wer sich auf Progress einstellt, nimmt gar nicht erst Leute mit, die ungeeignet sind. Klar differenziert zwischen “Wir laufen gerne M5+ mit dir und helfen :)” und “So Leute, X, Y, ich haben vor M10 in time zu laufen >:3”.

—-

“Was ist, wenn ihr selbst der Noob seid?”

Wenn X Stunden Videos glubschen und Ausfragen von Freunden nicht hilft, ich in einem Dungeon trotzdem permanent “kassiere”, tritt Text 1 in Kraft. Ich taste mich ran, man nimmt mich bei der Hand, erklärt mir Dinge die ein YouTuber in einem Guide vll ausgelassen hat. Addons unterstützen mich in der Fehlersuche etc etc…

Headset hatte ich das letzte mal vor 3 Jahren an. Just saying. Im Zeitalter von “Ihr lernt ab der 9. nun 10 Finger blind + Fast-Tests” geht der “Crashkurs” auch locker zwischen den Phasen.

Zuletzt bearbeitet vor 6 Monaten von Zavarius
Vallo

Freund aus der Gruppe werfen. Da musste ich lachen. Was sind das denn für Freunde die sowas machen würden 🤣

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