Overwatch zu Tracers Homosexualität: „Normale Dinge sind normal“

Während einer Präsentation verteidigt Kaplan die Darstellung der Overwatch-Charaktere. Vor allem Tracers Homosexualität sei einfach normal.

Vor einigen Tagen hat Jeff Kaplan, der Game Director von Overwatch, auf der D.I.C.E Summit 2017 vor vielen anderen Spieleentwicklern eine Präsentation zum Thema „World Building“ – also dem Erschaffen einer Spielwelt – gehalten. Einer der Punkte war dabei auch die Diversität, die durch die zahlreichen, unterschiedlichen Helden entsteht.

Vor allem Tracer, die im Comic „Reflections“ zusammen mit ihrer Freundin in einer Beziehung gezeigt wurde, ist nach wie vor ein heißes Gesprächsthema. Jeff Kaplan hält es aber für wichtig, auch solche Situationen zu zeigen:

Overwatch Tracer Spotlight

„In einem Comic wollten wir die Helden in ihren normalen Alltagssituationen zeigen. Dabei wurde bekannt, dass Tracer zuhause eine Freundin hat – und keinen Freund, wie viele vermutet haben. Und das ist alles ein Teil von – wie wir es beim Overwatch-Team sehen – der Darstellung von: Normale Dinge sind normal. Und es ist wichtig, normale Dinge normal zu zeigen, damit sie noch normaler werden.“

Dass ausgerechnet Tracer homosexuell ist, bleibt nach wie vor eine kleine Sensation, denn sie ist immerhin das „Covergirl“ von Overwatch. Ein weiterer Punkt, auf den Kaplan im Verlauf seiner Präsentation eingeht.

Er schließt die Rede zum Punkt der Diversität mit einem anderen Vergleich ab. Auf einer Grafik zeigt er die letzten 10 Jahre der großen Shooter und ihrer Verpackungen – vor allem Call of Duty und Battlefield.

Shooter 10 Jahre
Grimmige Männer – das typische Shooter-Cover.
Overwatch Tracer full small

„Kaum jemand hat soviel Zeit in diese Spiele gesteckt wie ich und es ist wahrscheinlich noch viel mehr Zeit, als ich will, dass jemand herausfindet. (…) Aber was das Design angeht, haben Shooter immer diesen „grimmigen Soldaten-Kerl“. (…) Wir haben einen LGBT-Charakter auf dem Cover, der auch noch eine Frau ist. Das ist etwas, auf das wir ziemlich stolz sind.“


In Overwatch denkt man derweil über einen erneuten Nerf für Roadhogs Haken nach – der Stun wird wohl entfernt.

Quelle(n): mashable.com
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Ninja Above

Jeff: „äh hallo? Wir haben eine homosexuelle Heldin auf dem cover, hat das auch jeder mitgekriegt“ xD

Psyclon

Ich wurde im GW2-Forum mal „infracted“, weil ich in einem „GayPride March“-Thema gefragt habe, wie das „Gleichberechtigung“ sein kann, wenn es zwar einen Gay March gäbe, aber keinen für Heterosexuelle. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass die Welt – nun ja, die Diskussionskultur – kaputt ist und jemand wie Trump nötig war und ist.

Wenn ich lese, dass man „stolz“ darauf ist, dass ein virtueller Charakter, dem man als Designer ALLES geben kann, was man möchte, homosexuell ist, dann frage ich mich wirklich, ob diese Menschen ihre Büroräume noch verlassen.

Wie TheViso schon unten schreibt: Die Instrumentalisierung ist furchtbar. Ich hatte einen schwulen Arbeitskollegen, Mitte 40. Er heiratete. Wie sie heißt frage ich. „Armin“. Der Kerl war einfach nur ein ganz normaler Mann. Wenn aber Tunten sich dann in Selbstmitleid einkugeln und Gesinnungsterror betreiben, weil sie ja unter Artenschutz stehen, dann geht das zu weit.

Lootziffer 666

was das ganze mit trump zu tun haben soll, frage ich mich dennoch.
ps. ich will keinen 1000 zeilen text zu dieser frage, siehs einfach rhetorisch.

Gerd Schuhmann

Findest du denn, dass „Tunten“ ein ganz normaler Begriff für Homosexuelle ist?

Dann wunder es mich nicht, wenn du irgendwo „infracted“ wirst.

Bitte halte dich doch in Zukunft von solchen Themen fern. Du gehst da jedes Mal ab und merkst gar nicht, was du da eigentlich sagst.

Afd, Trump, Flüchtlinge, Putin, Russland – das sind keine Themen, über die wir uns hier unterhalten. Wenn du darüber reden willst, geh woanders hin. Ich weiß nicht, wie oft oder wie deutlich ich das noch sagen soll.

Manchmal streifen Artikel solche Themen, aber da muss nicht nur weil es mal um Homosexualität geht, das große politische Weltbild aufgemacht werden.

Ich werd da in Zukunft Kommentare löschen, die in die Richtung gehen und darauf so wenig Zeit wie möglich verwenden.

Minori

Normal ist ein Wort, das ich nicht mag und ehrlich was ist schon wirklich normal? Glaub eher das Sie von natürlich sprechen. Finde es mutig und gut das Sie so gehandelt haben. Homosexualität gibt es in unserer Welt und das ist in Ordnung.Sie hat Ihren Platz wie der Baum im Wald. Und das in Spiele beiläufig in die Story zu integrieren ist in dem Fall absolut „normal“.

Corbenian

Genau mein Gedankengang.

Homosexualität gibt es auch bei Tieren. Es ist ganz natürlich und hat unterschiedlichste Gründe. Für die Betroffenen ist es v.a. am Anfang, wenn sie es selbst realisieren, schon schwer genug, ohne das die Gesellschaft einen noch dazu bewertet…

Und zur Frage „Was ist schon normal?“: Normal ist die griffigere Kurzdefinition von „der Norm entsprechend“. Ergo ist Homosexualität nicht normal, aber natürlich.

Cortyn

Ich sag immer: Es gibt keine normalen Menschen. Von daher ist so ziemlich alles normal (solange es keinem anderen schadet – versteht sich von selbst).

Corbenian

Joa, verstehe deine Intention schon und irgendwie hast du ja auch recht. Aber normale Menschen sind halt Personen, die der Norm entsprechen und nur geringfügig abweichen (in der Mathematik, Naturwissenschaft und Statistik, ergo Wissenschaft, toleriert man meistens eine Abweichung von 10%, um dennoch etwas kategorisieren zu können. Denn sonst könne man nie etwas zuordnen).

TheViso

Homosexualität ist nicht normal, andernfalls würde es diese grotesk sinnlose Debatte gar nicht erst geben. Was normal ist und was nicht baut im Sozialen lediglich auf Gewöhnung und Ablehnung, entweder entgegen der Norm oder den Missverständnissen der menschlichen Natur und dem dazugehörigem Dualismus. Homosexualität ist so unglaublich irrelevant, dass es mich nervt überall damit konfrontiert zu werden. Mir ist es egal ob jemand homo- oder heterosexuell ist, de facto sogar so sehr, dass es mich bei anderen Menschen in meinem Umfeld nicht im Ansatz interessiert. Erst diese zwanghaft aufdrängelnde Diskussionspolitik macht das Thema zu einem der Nicht-(Normalitäts)-Kategorie. Tracer ist homosexuell, na und, meinetwegen kann sie auch Winston f*icken, objektophil oder omnicophil sein. Für mich ist der springende Punkt einfach, dass ich mittlerweile gefühlt überall mit Klischees oder obligatorischen Gegenteilen konfrontiert werden muss, selbst wenn mir das Thema egal ist. Und das ist es mir.

Ian C.

Ziemlich viele ‚weise‘ Worte für jemanden dem das Thema egal ist.
Geh‘ du mal mit gutem Beispiel voran, wir anderen kümmern uns um den Rest.
– Schließlich gibt es ja Menschen, die aufgrund irgendwelcher Eigenschaften/Merkmale diskriminiert werden. Und viel Spaß dir noch im Elfenbeinturm.

TheViso

Du missverstehst mich. Homosexualität als Präferenz ist mir egal, ebenso wie Heterosexualität. Das förmliche Erschlagen und vor allem der obligatorische Selbstzweck hinter der Debatte stressen mich. Das Thema wird mittlerweile mEn einfach zu oft bis auf’s Absurdeste instrumentalisiert.

Und Diskriminierung zu eliminieren indem man die Diskriminierungsgrundlage einfach nur thematisch ausschöpft, als Zeichen der Toleranz natürlich, ist blödsinnig naiv. Die Menschen die üblicherweise homophob sind, sind es aufgrund von Kultur, Religion, eigener Wertvorstellungen oder irrationalen Resultaten. Daran ändert nicht Blizzard etwas, sondern Vernunft durch Bildung und Intellekt. Kant Grundkurs.

Ja mir ist durchaus bewusst, dass es somit paradox erscheint überhaupt an der Diskussion teilzunehmen. Ist nur – für die Diskussion an sich – relativ.

Ian C.

1.) Nirgendwo drauf klicken wo es um Themen geht die dich nerven.

2.) „Und Diskriminierung zu eliminieren indem man die
Diskriminierungsgrundlage einfach nur thematisch ausschöpft, als Zeichen der Toleranz natürlich, ist blödsinnig naiv.“ Eindeutig ein Slippery-Slope-Argument (Argumentationstheorie 1. Sem.). Außerdem impliziet beleidigend der Autorin gegenüber.

„Kant Grundkurs.“ Vielleicht ging es bei Kant ja auch mal um Bescheidenheit, ggf. Schicklichkeit ? – Lesen!

3.) Wollen wir wirklich auf die Metaebene wechseln?

TheViso

1.) Ich denke nicht, dass ich da große Entscheidungsgewalt hab. Dass es mich nervt ist für den letztendlichen Fakt, dass ich trotzdem das Bedürfnis habe mich in die Diskussion einzufügen, unwichtig.

2.) Kein DB-Argument, nicht mal im Ansatz. Oh mann, so schwer ist das doch nicht. Aber: Ich gebe zu, dass es leicht unbedacht war, den Kommentar so zu verfassen. Sorry, falls es beleidigend rüberkam. Es heißt übrigens „implizit“.
Zu Kant: Unter anderem, aber wo ist deine Quintessenz?

3.) Nein. Ich denke auch nicht, dass da was halbwegs Brauchbares bei rumkommen würde.

Hiermit beende ich diese Diskussion. Erstens offtopic, zweitens zu groß, als dass wir der Thematik vollends gerecht werden könnten.

Ian C.

1.) Etwa Determinist ?

Aber schön, dass du die Diskussion beendest. Du hast schon recht, das kann, unter den o.g. Prämissen, wohl keine Früchte tragen.
Ist ja auch langsam Schlafenszeit.

Plague1992

Ich denk mal das lesbische Zeug kam ganz zum Schluss. Zuerst war das Design, mit blinks und Zeit und so … Dann hat man dies als Galionsfigur gesetzt da es ( bis heute ) das vermartkungstechnisch beste Kit ist … Alle Helden sind doch irgendwie generisch, bzw. setzen auf Mechaniken die man schon kannte ( oder vielmehr Klischees ) … So ein Champion die blinkt und die Zeit zurückdreht klingt da noch am kreativsten, also ganz vorne hin. Gib der nur nen knackigen Arsch und fertig, Coverfigur ist fertig … Ich sags mal so eine Mei wäre nie die Coverfigur geworden, Blizzard stellt sich so offenkundig hin aber dabei wussten sie genau was sie taten. Auf Tracer treffen für mich einfach zuviele „Zufällige Eigenschaften“ aufeinander.

+1 Jahr später wurde dann grob gefragt „Wer ist eigentlich der Homo?“ … „Keine Ahnung
… Lass Tracer mal sein“. Sich im nachhinein zu feiern kann jeder.

Cortyn

„Wer ist eigentlich der Homo?“ … „Keine Ahnung… Lass Tracer mal sein“
– Das ist doch nur Theorie von dir.

Plague1992

Wie gesagt Tracer ist nicht ohne Grund Covergirl geworden, sie hat Eigenschaften die z.B eine Mei oder eine Symmetra nicht haben ( zum Beispiel schwer vorzustellen dass Symmetra auf den Cover wäre ums vllt so zu verdeutlichen ). So ganz unschuldig ist Blizzard nicht. Kreativste Kit – Markanteste Persönlichkeit – gutes Äußeres – Covergirl und rein zufälligerweise ~2 Jahre später auch noch die Lesbe … Ich bitte dich o.O

Cortyn

Ich find Tracers Kit nicht kreativer oder unkreativer als das der meisten anderen Helden – aber das ist wohl einfach ein sehr subjektiver Eindruck. Wie genau ist denn eine positive, lebensbejahende Persönlichkeit „markanter“, als eine Edgelord-„Alles ist finster“-Persönlichkeit von Reaper oder eine „Ehemaliger Soldat auf Vergeltungstour“ von Soldier: 76? Und – bitte – es heißt „lesbisch“ und „Lesbe“ … da gehört einfach kein P rein.

Plague1992

Nahezu jeder Champion lässt sich irgendwie zuordnen. Man hat den typischen Shotguntypen, man hat den Sniper, der Typ mit dem Schild, der mit den Hook, der mit den Turrets, der Sentrytyp etc. Da sticht einfach soetwas wie Tracer doch etwas hervor … Ist zumindest nicht ganz so „generisch“ ( doch eigentlich passend ) wie der Großteil der anderen. Vielleicht ganz wenige Ausnahmen wie Genji oder Zarya. Aber du müsstest lügen wenn du diverse Champions nicht schon auf den ersten Blick zuordnen konntest „Wow Torbjörn ist ein Zwerg der Turrets baut? Was für eine abgefahrene Mechnanik!!!“.

Blizzard war sich dessen einfach bewusst. Das erste(!) Gameplay eines Charakters was sie 2014 zeigten war diese Tracer Zeitspule. Und das nicht ohne Grund. Einfach das ( Selbst zu Zeiten von MOBAs und Co. ) das „eigenständigste“ Gameplay.

Blizzard hatte zum Announcement 4 Persönlichkeiten auf Lager. Reaper, Widow, Winston und Tracer. Unter den 4 bekam Tracer bereits da am meisten Persönlichkeit zugreschrieben ( Widow z.B. eigentlich gar nicht ). Zufälligerweise auch eine aufrechtige Persönlichkeit mit der sich auch jeder zumindest indendifizieren könnte ( Was bei einem +50 Jährigen Opa der gerne auf edgy tut eben schwer der Fall ist ). Also wer da wohl aufs Cover sollte … Ebenfalls alles Marketing.

Hinzu kommt ein relativ neutrales Design ( von der engen Bekleidung mal abgesehen ). Kein Risiko eingegangen. Hautfarbe, Herkunft, Design, Religion … Tracer ist halt ein Stereotyp.

Und einfach mal 1 und 1 zusammenzählen. Man hat eines der wenigen guten Kits, man hat eine Barbyfigur in enger Lederhose, man hat eine positive Persönlichkeit und ein neutrales Äußeres … Hhhmmm wer sollte wohl die Coverfigur werden? Und wer sollte 2 Jahre später ebenfalls zufälligerweise die Lesbe werden? Bin ich da der einzige der da mit verschränkten Armen da sitzt? xD

Für mich ist Tracer fast schon das Sinnbild dessen was Blizzard eigentlich vermeiden wolte. Eine Abarbeitung einer gewissen Liste an Sachen die „funktionieren müssen“. Klar ihr Argument ist dass sie eine Frau ist, dafür eine Frau die dies und jenes haben musste um zu „funktionieren“, was aus meiner Sicht keinen Deut besser ist. Im grunde das gleiche wie die Soldaten auf dem Cover über die er her zog.

Petit Oiseau

Ich versteh den Hype irgendwie nicht.
Es ist cool, wie unterschiedlich die Charaktere sind und ich liebe jedes Detail der Hintergrund-Storys, aber auf dem Cover ist für mich einfach eine starke Heldin zu sehen, ein Charakter, den es zu spielen großen Spaß macht. (Bekämpfen ist hingegen weniger spaßig :D) Da ist mir das Aufhebens um Tracers Sexualität ehrlich ein Rätsel und zeugt vielleicht tatsächlich von der Rückständigkeit der Games-Szene.
Ich wüsste gern, was Anita Sarkeesian zu dem Trara um Tracers Beziehung sagen würde und wie sie die dadurch ausgelöste Erschütterung analysieren würde.

Multiplayerbuch

Der aufschrei wär viel größer wenn sie einen männlichen helden schwul gemacht hätten.

Cortyn

Jeder weiß um die Liebe zwischen Torbjörn und Reaper.

Zottelchen

<3
Wie heißen die? Teaper? Torber? Reapbjörn?
Und mich würde es nicht wundern, wenn es Junkrat wäre^^ Blizzard hat ja bestätigt, dass es mittlerweile mehrere homosexuelle Charaktere sind.

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