Overwatch bannt jetzt Dauer-Flamer

In einem neuen Beitrag im offiziellen Forum hat sich Scott Mercer vom Overwatch-Team zu einigen Änderungen und Verbesserungen geäußert. Neue Systeme sollen schlechtes Spielerverhalten besser erkennen, während beispielsweise Flamer mit Schweigeminuten bestraft werden.

Um was geht es? Schon seit der Veröffentlichung von Overwatch in 2016 haftet der Overwatch-Community das Image an, toxisch zu sein. So gibt es immer wieder Spieler, die beleidigend auftreten oder sich sogar gegen das eigene Team wenden.

Blizzard selbst kämpft schon seit einer ganzen Weile gegen das toxische Verhalten in Overwatch und hat nun weitere Schritte angekündigt, die die Atmosphäre in dem Team-Shooter verbessern sollen.

Änderungen für ein besseres Spielerlebnis

Um die Bemühungen um ein besseres Spielerlebnis durchzusetzen, hat das Overwatch-Entwicklungsteam ein „Strike-Team“ gebildet. Das soll die Änderungen zusammen mit den Kundenservice-Teams, dem Community-Team und verschiedenen anderen Abteilungen von Blizzard koordinieren und ausführen.

Overwatch Retribution Moira

Blizzard setzt weiter auf das Melden: Das Hauptwerkzeug für das Team, um schlechtes Verhalten zu erkennen, ist das Spieler-Berichtssystem. Vor Kurzem wurde die Berichtkategorie „Schlechte Teamarbeit“ entfernt und „Griefing“ in „Gameplay Sabotage“ geändert. Dadurch soll das Melden von schlechtem Verhalten vereinfacht werden.

Seit einiger Zeit erhalten Spieler, die toxische Nutzer melden, Dankesbotschaften im Spiel. Diese sollen sie wissen lassen, dass die verfassten Berichte tatsächlich einen positiven Einfluss auf das Spiel haben. Um das Miteinander der Spieler weiter zu verbessern, soll in Zukunft auch eine KI helfen.

Künstliche Intelligenz soll Flamer finden

„Machine Learning“-Systeme überprüfen Chats: Um missbräuchliche Chat- und Gameplay-Sabotage zu identifizieren, sollen „Machine Learning“-Systeme zusammen mit den Spielerberichten eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um eine künstliche Intelligenz, die aus Beispielen lernt und dadurch ein Muster erkennen kann. So kann das System etwa einen Chatverlauf scannen und Beleidigungen erkennen.

Da jeder einmal einen schlechten Tag haben kann, wurden kürzlich Warnungen zu Overwatch hinzugefügt, die die Spieler wissen lassen, dass sie sich inakzeptabel verhalten.

Overwatch Brigitte Highlight Schild

Spieler können Mitspieler meiden: Seit kurzer Zeit können Spieler andere Nutzer markieren, mit denen sie nicht in einem Team zusammenspielen möchten. Eine Option zum meiden von anderen Spielern wurde schon lange von den Overwatch-Spielern gewünscht.

Derzeit ist es nur möglich, bis zu zwei Spieler zu meiden. Diese Begrenzung soll im Laufe der Zeit jedoch angehoben werden, wenn sich die Entwickler sicher sind, dass sich das neue Feature nicht negativ auf das Matchmaking auswirkt.

Beleidigungen führen zum Ban: Zuletzt wurde eine Änderung vorgenommen, wie wiederholtes Flamen bestraft wird. Früher wurden wiederholte Beleidigungen mit einer Schweigeminute bestraft. Dabei wurde die Kommunikation mit anderen Spielern im Spiel eingeschränkt und jede weitere Regelverletzung führte zu einer längeren Schweigedauer.

Wenn nun jemand weiterhin missbräuchliche Unterhaltungen nutzt, selbst nachdem er oft genug gewarnt, zum Schweigen gebracht und suspendiert wurde, wird er dauerhaft vom Spiel ausgeschlossen. Solche Spieler hätten bewiesen, dass kein positives Mitglied der Overwatch-Gemeinschaft sein wollen.

Overwatch

Das denken die Spieler: Die Änderungen wurden zum großen Teil positiv aufgenommen. Im Overwatch-Subreddit machen sich Spieler allerdings Sorgen, dass die KI, die zusammen mit den Spielerberichten eingesetzt werden soll, nicht zwischen Sarkasmus und Witzen und wirklichen Beleidigungen unterscheiden kann.

Was denkt Ihr über die kommenden Änderungen? Ist Blizzard auf dem richtigen Weg oder greift Euch das Unternehmen gegen toxisches Verhalten noch nicht hart genug durch?

Autor(in)
Quelle(n): Blizzard

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