Overwatch: Hack-Entwickler wurden verhaftet – 10.000$ Geldstrafe

Nachdem Overwatch in Südkorea in den Jahren 2016 und 2017 ein großes Problem mit Cheatern und Hackern hatte, geht Blizzard nun rigoros gegen die Entwickler der Cheating-Tools vor. Dabei hilft ein neues Gesetz. Das soll dem Hacking in Südkorea Einhalt geboten werden soll.

Was war passiert? In den Jahren 2016 und 2017 hatte Overwatch in Südkorea ein massives Problem mit Hackern. Nur wenige spielen in Südkorea von zu Hause aus. Die meisten gehen in sogenannte PC Bangs, Internetcafés, um ihre Lieblings-Games zu spielen. In den PC Bangs wird die Spielzeit nach Stunden abgerechnet, Overwatch selbst musste nicht gekauft werden.

Und hier lag das Problem: Da die Nutzer Overwatch selbst nicht besaßen, mussten sie sich auch nicht mit ihrem eigenen Battle.net-Account anmelden, sondern nutzten freie Accounts. Cheater wechselten so auch einfach zwischen den freien Accounts, sobald sie erwischt und das Konto gesperrt wurde.

Wie reagierte Blizzard: Um dem Cheater-Problem Herr zu werden, änderte Blizzard ihre Strategie in den PC Bangs. Seit dem 17. Februar 2017 müssen sich nun auch die Spieler in den Internetcafés mit einem eigenen Battle.net-Account anmelden.

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Koreanische Battle.net-Accounts erfordern weit mehr Informationen, als die Konten in unseren Breitengraden. So ist es etwa nötig, bei einem koreanischen Account seine Sozialversicherungsnummer anzugeben. Wird das Konto gesperrt, müssten die Spieler erst eine andere Sozialversicherungsnummer angeben, um einen neuen Account eröffnen zu können.

Neues Gesetz geht gegen Hack-Entwickler vor

Ein Gesetz will nun die Leute hinter den Cheats: Während es den Spielern in Südkorea nun erschwert wurde, in PC Bangs zu cheaten, konzentriert sich ein neues Gesetz nun auf die Entwickler der Hacks. Das Gesetz vom Juni 2017 erwähnt ausdrücklich die Entwicklung von „Game Hacks“ sowie die Erstellung und Verteilung von privaten Servern.

Der Erlass selbst ist mittlerweile jedoch auch selbst unter Beschuss geraten, da er den Kritikern zufolge zu weit gefasst ist. So könnten auch harmlose Mods in das Visier der Ermittler geraten.

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13 Hacker verhaftet, zwei erhalten Strafe

Blizzard arbeitet mit Behörden zusammen: Anfang 2018 wurden in Südkorea 13 mutmaßliche Täter verhaftet, die mit Hacks für Overwatch in Verbindung gebracht werden konnten. Blizzard Korea hat dafür seit Januar 2017 mit der Cyber-Sicherheitsabteilung der Polizeibehörde in Seoul zusammengearbeitet.

Zwei der Täter haben nun ihre Strafe erhalten. Während einer der beiden zwei Jahre Bewährung erhielt, muss der andere Hacker eine Geldstrafe von 10 Millionen Won, etwa 10.000 US-Dollar, zahlen.

Laut dem neuen Anti-Hacker-Gesetz können Verurteilte mit einer Höchststrafe von fast 50.000 Dollar oder aber fünf Jahren Gefängnis rechnen.


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Quelle(n): Kotaku
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