Mecker Mittwoch: Die Nachteile des Fortschrittssystems von Overwatch

Wieder einmal Mittwoch und… ach, sparen wir uns den ganzen Einleitungskram. Ihr wisst ja, was hier sonst immer so steht. Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv in Overwatch umgesehen, den ein oder anderen Kopfschuss verteilt (und kassiert… so viel mehr kassiert!) und mich nebenbei in einen Charakter verliebt, den ich vorher nicht für möglich hielt. Aber zu meinem Lieblingshelden Roadhog komme ich noch an anderer Stelle. Heute möchte ich mich ein wenig über das Belohnungssystem auslassen, welches es aktuell in Overwatch gibt. Ihr wisst nicht, was das ist? Dann könnte ein Blick in diesen Beitrag Abhilfe schaffen.

Overwatch RoadhogBlizzard hat lange über ein Fortschrittssystem für Overwatch nachgedacht und sich dabei einige Ziele gesetzt gehabt, die man auf jeden Fall umsetzen wollte. Die zwei größte Punkte waren hierbei wohl:

  • Der Fortschritt soll rein kosmetisch sein und keine Vorteile bieten.
  • Der Fortschritt soll niemanden in einen bestimmten Charakter „zwingen“.

Auf den ersten Blick könnte man nun sagen, dass das beim aktuellen System durchaus gelungen ist. Vorteile gibt es tatsächlich nicht durch das System, aber den zweiten Punkt zweifle ich stark an. Warum? Ganz einfach! Zwar macht es für das Freispielen der Beutekisten keinen Unterschied, was für einen Charakter man spielt, der Grund für mein Gemecker ist ein anderer.

Overwatch ChestDie Belohnungen sind vollkommen zufällig. Ich gehöre wohl zu den Testern, die ausgesprochen viel Pech beim Öffnen der Kisten hatten, ich habe bisher genau einmal einen schicken Skin bekommen. Wozu führt das nun, wenn ich exakt einen Skin bekommen habe, der mir gefällt? Richtig geraten. Ich spiele exakt diesen Charakter, weil mit dem kann ich ja „cool“ und „besonders“ aussehen, wohingegen alle anderen Helden nur „gewöhnlich“ sind.

Overwatch Widowmaker OdileMan wollte zwar vermeiden, dass die Spieler bestimmte Charaktere spielen, um mit ihnen Dinge freizuschalten, doch hat man jetzt einfach „das Pferd von hinten aufgezäumt“.

Nun bin ich ja im Regelfall doch eher etwas erfolgsfixiert und opfere gerne mal meine Rolle (*hust* Wers glaubt…), um etwas zu spielen, was der Gruppe gerade mehr hilft – aber zahlreiche Spieler tun genau das nicht und ihnen geht es ähnlich. „Ich habe leider nur für Widowmaker einen Skin“ heißt es da im Chat – und dann wird konsequent weiter Widowmaker gespielt, selbst wenn man sich im angreifenden Team befindet und mit drei Snipern deutlich überversorgt ist.

Wie seht Ihr das? Ist das aktuelle System spaßig und erfüllt seinen Zweck? Oder muss Blizzard da noch rumschrauben?

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