Chef gibt zu: „Fallout 76 war nicht gut, aber es wird gut“

Fallout 76 hatte einen ziemlich schlechten Start – und der Chef weiß das, hat es sogar erwartet. In einem Interview spricht Game Director Todd Howard darüber, wie Fallout 76 bisher lief, was besser hätte sein können und was nun aus Fallout 76 wird.

Das sagt der Chef zu Fallout 76: Todd Howard sprach in einem Interview mit IGN über die Schwierigkeiten von Fallout 76 und darüber, welche Auswirkungen der Launch des Spiels hatte und wie es sich nun entwickeln soll:

Immer, wenn man etwas Neues wie das hier [Fallout 76] macht, weißt man, dass es Schwierigkeiten geben wird. Viele Leute werden sagen „Das ist nicht das Spiel, das wir von Euch wollen“, aber wir wollen trotzdem jemand sein, der neue Dinge ausprobiert.

Trotz des rauen Starts sei Howard aber stolz auf sein Team und alles, was es bereits mit Fallout 76 erreicht habe. Er sieht positiv in die Zukunft, denn der einzige Weg, Fallout zu retten, sei hart daran zu arbeiten und es zu verbessern.

Den ersten Teil des Interviews mit Todd Howard könnt Ihr auf Englisch auf IGN sehen. Das volle Interview soll am 4. Juni erscheinen.

Fallout 76 Capitol Building in Charleston besser
Das Wasteland ist noch nicht verloren.

Was war schlecht an Fallout 76?

So ruppig verlief der Launch: Fallout 76 hatte kurz vor seinem Launch im November 2018 nur eine kurze Beta-Phase, in der Spieler begrenzte Zeit testen konnten. Kurz darauf wurde das Spiel veröffentlicht und erhielt teilweise vernichtende Fan-Reviews auf Metacritic.

Die Leute kritisierten, dass Fallout 76 nicht fertig sei, zu viele Fehler habe, dass die NPCs fehlten und dass das Spiel einfach nicht gut wäre. Todd Howard selbst sagt dazu sogar, dass viel dieser Kritik „wohlverdient“ ist.

Etwas später nach dem Launch gab es selbst von den noch aktiven Spielern häufig Beschwerden über Gameplay-Mechaniken – etwa über den miesen Loot der Endbosse des Spiels oder darüber, dass einige Modelle einfach aus Fallout 4 oder Skyrim übernommen wurden.

Fallout 76 Brandbestie Scorchbeast
Brandbestien wurden oft kritisiert. Bildquelle: Fallout Wiki.

Das sind die Auswirkungen: Todd Howard geht damit auf den ziemlich rauen Start von Fallout 76 ein, der die Marken Fallout und Bethesda sogar nachhaltig geschädigt haben könnte:

Ich bin mit sicher, dass es [bleibende Schäden verursacht] hat. Es wäre naiv, zu glauben, das hätte es nicht. Aber ich denke, wenn Leute jetzt zum Spiel kommen, wären sie überrascht. Ich bin sehr stolz auf alles, was wir im Spiel erreicht haben.

Fallout Vault Boy ist verwirrt
Fallout 76 hat die Marke wohl nachhaltig geschädigt

Das ist nun gut

Was hat sich verändert? Seit dem Release von Fallout 76 hat sich am Spiel einiges verändert. Viele, vielleicht sogar die meisten der neusten Änderungen, kamen bei den aktiven Spielern äußerst positiv an. Dazu zählen:

Howard selbst sieht in Fallout 76 mittlerweile „ein fabelhaftes Spiel mit einer wunderbaren Community“, das durch die harte Arbeit des Teams erschaffen wurde.

Fallout 76 Spieler Shops
Spieler-Shops sind äußerst beliebt.

Das lernt Bethesda aus Fallout 76

Wie hätte der Launch besser laufen können? Howard gibt auch zu, dass der Launch von Fallout 76 holprig war. Einen der größten Fehler sieht er darin, dass das Spiel nicht ausgiebig getestet wurde.

Die Beta von Fallout 76 lief nur wenige Wochen, in denen Spielern immer nur einige Stunden am Tag spielen konnten. Es wäre laut Howard klüger gewesen, mehr Spielern Vorabzugang zu Fallout 76 zu geben, um die Beta „24/7“ zu testen.

So muss Bethesda mit der Community umgehen: Fallout 76 zeigte den Entwicklern aber auch, wie sie mit den Spielern umgehen müssen. Fallout 76 sei kein Spiel, das einfach auf dem Markt geworfen und dann den Spielern überlassen werde.

Bei Fallout 76 musste Bethesda jedoch lernen, wie Updates laufen sollten und wie am besten mit den Spielern kommuniziert würde, die ein sich stetig entwickelndes Spiel spielen.

Fallout 76 Menschen gehen in die Vault 2 Titel
Fallout 76 hätte mehr Leute zum Test einladen sollen.

So geht es nun weiter

Für die Zukunft versprach Todd Howard deswegen nun noch einige Verbesserungen und neuen Content, von dem er jedoch noch nichts genauer verraten hat. Es ginge „nicht darum, wie du startest, sondern darum, was daraus wird.“

Wir wissen bereits, dass die Roadmap für Fallout 76 im Jahr 2019 zumindest noch die Updates Nuclear Winter mit Raids und einem neuen Spielmodus sowie das Update Wastelanders bereithalten wird.

Fallout 76 Roadmap 2019

Mehr Info zu Fallout 76 und der kommenden Entwicklung versprach Howard für die E3 2019, die bereits am 9. Juni startet. Die Pressekonferenz von Bethesda wird in der Nacht von Sonntag, den 9. auf Montag, den 10. Juni um 2:30 Uhr morgens laufen.

Was wünscht Ihr Euch von Fallout 76?

Bethesda veröffentlichte soagr kürzlich einige Zahlen, die zeigen, wie beliebt Fallout 76 ist:

Schon fast 2 Millionen Spieler starben am gefährlichsten Gegner in Fallout 76
Autor(in)
Quelle(n): PCGamerIGNvg247
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