Mit Diablo 4 und Path of Exile 2 gibt es aktuell zwei große Titel für ARPG-Fans. Wenn ihr euch noch unsicher seid, welches Spiel besser zu euch passt, hilft euch unsere Gegenüberstellung bei der Entscheidung.
Viele Fans von Action-RPGs stehen aktuell vor einer Entscheidung: Diablo 4 oder Path of Exile 2? Beide Spiele bieten haufenweise Content, vielfältige Klassen und verschiedene Endgame-Aktivitäten. Beide haben, alleine aufgrund ihrer Vorgänger, jeweils eine riesige Community. Doch trotz vieler Gemeinsamkeiten sprechen sie unterschiedliche Zielgruppen an – vor allem aufgrund des unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades.
Welches ARPG eignet sich für mich?
Beide Spiele gehören zwar zum Genre der Action-ARPGs, richten sich jedoch nicht zwangsläufig an dieselbe Zielgruppe. Wir fassen euch zusammen, wann sich welcher Titel für euch lohnt. Anschließend werfen wir einen genaueren Blick auf wichtige Aspekte, die eure Entscheidung beeinflussen könnten.
Diablo 4 eignet sich für euch, wenn:
- ihr ein ARPG für den Einstieg sucht, das leicht zu verstehen ist.
- ihr nur wenige Stunden am Tag Zeit habt, um euch mit einem Spiel zu beschäftigen.
- ihr abschalten und einfach ein paar Monster schnetzeln wollt.
- ihr ca. alle 3 Monate Bock auf neuen saisonalen Content habt..
- …oder auf dem ewigen Realm länger mit einem Spielercharakter zocken wollt.
- ihr Lust auf Gruppen-Content habt und euch mit Leuten (etwa über den Gruppen-Finder) zusammenschließen wollt.
Path of Exile 2 eignet sich für euch, wenn:
- ihr Lust auf ein herausforderndes ARPG habt und tief in die Materie abtauchen wollt.
- ihr eine Langzeitmotivation sucht, um euren Charakter immer weiter auszubauen und viel Zeit investieren wollt.
- ihr Lust darauf habt, euch mit einem absurd großen Skill Tree auseinanderzusetzen.
- euch Freiheit bei den Skills nicht verunsichert und ihr Lust darauf habt, herumzuprobieren.
- ihr eine gute Frustrationstoleranz habt und nicht schnell aufgebt.
- euch Bosskämpfe, die auch mal länger dauern können und viele verschiedene Mechaniken beinhalten, nicht abschrecken.
Wie die Bosse in Path of Exile 2 entstehen, seht ihr hier:
Fertiges Spiel vs. Early Access
Wie ist der Stand der beiden ARPGs? Zum aktuellen Zeitpunkt ist Diablo 4 seit über einem Jahr auf dem Markt. Zusätzlich ist im Oktober 2024 mit Vessel of Hatred die erste Erweiterung erschienen. Für die Kampagne allein könnt ihr 10-20 Stunden, für Vessel of Hatred 5-10 weitere einplanen.
Das Endgame bietet dann unterschiedliche Herausforderungen, in denen ihr euren Charakter weiter verbessern könnt. Wer das absolut beste Gear haben will, muss mit weit über 100 Stunden rechnen. Spieler starten im Regelfall jede Season neu und zocken dann einige Wochen, ehe sie wieder aufhören und später wiederkehren.
Diablo 4 startet im Februar 2025 in seine siebte Season und hat entsprechend schon viel Content bekommen. Der Plan ist, das Spiel noch über Jahre hinweg weiter zu unterstützen. Seasons kommen grob alle 3 Monate.
Im Gegensatz dazu ist Path of Exile 2 noch „frisch“, denn das ARPG ging im Dezember 2024 in den Early Access. Es bietet im Moment eine Kampagne mit drei Akten. Später sollen noch drei weitere hinzukommen. Bis dahin spielt ihr die ersten drei Akte praktisch zweimal durch, um ins Endgame zu gelangen. Erste Änderungen für das Endgame haben die Entwickler schon geplant.
Der vollständige Release von Path of Exile 2 ist zwischen sechs und zwölf Monaten nach dem Start der Early-Access-Phase geplant. Das bedeutet, dass ein Release zwischen Mai 2025 und Dezember 2025 wahrscheinlich ist. Wie der Early Access von Path of Exile 2 aussieht, erfahrt ihr hier. Mit dem endgültigen Launch wird vermutlich auch saisonaler Content Einzug ins Spiel halten – ähnlich wie bei Diablo 4.
Entspannter Grind oder Herausforderung?
Wie schwierig sind die ARPGs? Diablo 4 ist ideal für Neueinsteiger ins Genre, da es leicht zugänglich und einfach zu verstehen ist. Doch das Spiel richtet sich nicht nur an Casuals, sondern besonders an eine spezifische Zielgruppe: Männer mittleren oder fortgeschrittenen Alters mit Job, Familie und wenig Zeit, die „Gamer Dads.“
Für viele ist Diablo 4 das perfekte „Feierabendspiel“, um entspannt ein paar Stunden zu grinden und Monsterhorden zu erledigen. Besonders praktisch: Ihr könnt die Schwierigkeitsstufe anpassen und nach und nach höhere Stufen freischalten.
Path of Exile 2 hingegen bietet deutlich mehr Herausforderung ohne wählbare Schwierigkeitsstufe. Die Kämpfe sind härter, dauern länger und erfordern mehr Konzentration. Manche Spieler von Path of Exile 2, die den Vorgänger gewohnt sind, fühlen sich wie in Dark Souls. Der riesige passive Skilltree sowie die unzähligen Möglichkeiten bei den Skills setzen voraus, dass ihr euch intensiv mit euren Builds beschäftigt.
Kurz:
- Diablo 4 eignet sich für Casuals, die ohne viel Stress daddeln wollen.
- Path of Exile 2 bietet mehr Tiefgang und richtet sich an Core-Gamer, die eine Herausforderung suchen.
Die Sache mit der Langzeitmotivation
Welches ARPG beschäftigt mich länger? Wenn ihr auf der Suche nach einem Action-RPG seid, das euch langfristig beschäftigt, seid ihr mit Path of Exile 2 besser bedient. Zwar bringt Diablo 4 regelmäßig neuen saisonalen Content, doch selbst dieser ist schnell abgeschlossen, wenn ihr viel Zeit investiert.
In den letzten Seasons von Diablo 4 wurde das Leveling-Tempo deutlich erhöht. Dadurch ist es machbar, das neue Max-Level von 60 in wenigen Tagen oder sogar Stunden zu erreichen und direkt ins Endgame einzutauchen. Ab dem Max-Level beginnt der Grind nach Paragon-Stufen, während ihr euren Charakter weiter ausbaut.
Path of Exile 2 befindet sich dagegen derzeit noch im Early Access, ihr spielt die ersten drei Akte quasi zweimal durch, um ins Endgame zu kommen. Dabei ist der zweite Durchgang deutlich härter als der erste. Doch auch dann seid ihr noch lange nicht am Ziel: Euer Charakter muss weiter ausgebaut werden, sowohl in Bezug auf das Level als auch auf Gear und Skills. Ihr könnt euch im Endgame den Prüfungen stellen und euch durch das endlose „Map-System“ schlagen.
Die Langzeitmotivation bei beiden Spielen hängt davon ab, wie sehr euch Grind in Spielen gefällt.
Im Dezember 2024 ging Path of Exile 2 in den Early Access, und die Community hat seitdem ein gemischtes Fazit gezogen. Viele Spieler lieben den Grind des ARPGs und können einfach nicht genug davon bekommen – sind aber auch genervt von den Problemen, die das Spielerlebnis trüben. Mehr dazu erfahrt ihr hier: Spieler sind genervt von Path of Exile 2, aber können einfach nicht aufhören zu zocken – So geht es dem ARPG
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.
Nachdem ich bei poe2 bei den Maps angekommen bin hat sich wieder die gleiche Langeweile eingestellt wie in poe1. Dass mein build durch einen Patch unspielbar wurde hat auch nicht besonders geholfen… Ich hoffe mit dem nächsten Patch kommt nochmal ein frischer Wind mit neuen builds
Da macht d4 aktuell noch mehr Spaß, ich hoffe zum Release tut sich noch einiges bei poe2. An sich ist die Basis schon sehr sehr gut.
Es gibt nur 1 zulässige Antwort: beide!
Ich mag die Abwechslung und freu mich schon auf Titan Quest II. Wenn ich auf das Eine kein Bock hab, spiel ich halt das Andere.
Vielfalt und Anspruch hab ich in beiden Games und über Pro und Contra schreib ich nix. Wofür? 🤗
Ich frag mich, warum die Internet Gemeinschaft sich momentan wegen 2 Spielen so penetrant in die Haare bekommt. Jedes der beiden Spiele hat, finde ich, Vor und Nachteile und dementsprechend auch eine Daseinsberechtigung.
Diablo4 hat zum Beispiel eine wirklich gut gemachte Kampagne mit krassen Zwischensequenzen. Und wie oben schon geschrieben ist, ein einfaches Gameplay für den Casual Spieler ohne das man dafür ne Hochschulabschluss braucht.
Während PoE2, welches sich noch in Early Access befindet, gerade wegen der Fertigkeiten + Support und Willensgemmen allein schon passen muss.Und dabei fehlen ja noch unzählige Waffenklassen, Skills, Klassen, Akte. Und nicht zu vergessen der gigantisch große passive Skillbaum, welcher ja auch noch, denke ich mal, erweitert wird im Rahmen der Early Access. Dazu kommen auch die unterschiedlichen Währungen, Runen, Ligamechaniken später die auch ihre eigenen Crafting Materialien besitzen.
Also frei gesprochen Diablo4 ist gut für die Anfänger und Casual Spieler, während PoE2 doch wesentlich anspruchsvoller ist.
Ja, generell dieses: “Mein Spiel ist BESSER. Deins ist ABFALL!”-Attitüde wird immer stärker und es nervt.
Also ich finde da mittlerweile echt mehr Mythos als Fakten. Aus PoE 1 schwingt häufig noch der Mythos der Komplexität mit, von der in PoE 2 so viel auch nicht mehr übrig ist. Vom hochkomplexen Skillbaum ist in PoE 2 noch ein unübersichtlicher Skillbaum übrig, in dem halt alle Skillbäume der Klassen zusammengeführt sind. Wenn ich aber einen Minionbuild spiele, dann suche ich die Minion Skillknoten uns levele diese, so wie ich es in anderen ARPGs auch mache. Eine sonderliche Komplexität sehe ich da nicht, eher eine Unübersichtlichkeit. Aber was definitv cool ist, ist die Theorie, dass man in PoE 2 mehr Freiheiten hat und theoretisch mit allen Klassen alle Skillknoten angesteuert werden können. Diese Theorie wird aber torpediert, in dem man wie gesagt eh nach den Skillknoten für seine Klasse sucht, weshalb diese Freiheit auch eher nur in der Theorie da ist. Zumindest ist das momentan so.
Langzeitmotivation im Endgame sehe ich überhaupt nicht. Wo ist die in PoE 2 aktuell? Das ist eine Ansammlung von greater Rifts, die sich sehr repititiv anfühlt. Die Langzeitmotivation hat zudem ein sehr großes Problem, weil PoE 2 aktuell ein großes Balanceproblem zwischen Loot, Crafting und Trading hat. Trading ist aktuell META und das sehr deutlich. Bevor ich also stundenlang grinde, kaufe ich einfach Gear. Für mich persönlich wirkt sich das sehr negativ für die Langzeitmotivation aus, weshalb ich momentan eher mehrere Chars hochspiele und dann nur mal eben ins Endgame reinschaue. Ich bin mir aber recht sicher, dass sich das im EA noch ändern wird und dann wird Langzeitmotivation wohl defintiv ein Punkt Pro PoE 2 sein, aber Stand jetzt sehe ich diesen Punkt definitiv nicht.
Was ich an PoE 2 sehr gut finde, sind die knackigen Bosskämpfe während der Kampagne. Allerdings bleiben von diesen im Endgame auch nicht mehr viel über und in den Greater Rifts… äh Maps… sind die Bosse dann auch wieder in wenigen Sekunden genukt. Allgemein mag ich das entschleunigte Gameplay in PoE 2, aber auch hier gibt es mit den zu großen Maps ein dickes Downsite, dass die Laufwege einfach zu weit sind.
Ganz klar erwähnen muss man momentan auch die Serverperfomance. Der technische Zustand von PoE 2 muss echt angegangen werden, wofür aber hoffentlich der EA da ist. In einer T15+ Map mit einem Minionbuild zu spielen… Da wird nicht mehr viel animiert und hin und wieder sind die Lags derart krass, dass ich sogar ein “Spiel pausiert” auf den Bildschirm bekomme.
Also für mich persönlich fällt das Fazit nach 150 Stunden PoE 2 bislang recht gemischt aus. Es ist defintiv besser als Vanilla D4, aber gegen den aktuellen Stand von D4 hat es für mich in einigen Bereichen das Nachsehen. Leider auch in denen, die den Vorgänger stark gemacht haben.
Ich bin aber recht optimistisch, dass sie genau die Dinge noch im EA angehen werden und wir dann in der finalen Version ein komplexeres Spiel mit motivierenderen Endgame haben werden. Als ARPG-Fan wie mich, macht das aktuell sehr viel Spaß. Für mich (aber das ist natürlich bei jedem anders) haben dann beide Spiele ihre Daseinsberechtigung auf der Festplatte und ich wechsle auch gerne zwischen ihnen hin und her.
Sehe ich ähnlich. Das Beste an PoE2 ist für mich die Kampagne, und ich hoffe, dass als alternativer Endgame-Inhalt einfach immer weitere Schwierigkeitsgrade hinzugefügt werden. Diese spiele ich nämlich viel lieber durch, als die 200. 15er+-Map zu farmen.
Auch finde ich es schade, dass man kaum passende Ausrüstung für die eigene Klasse findet und stattdessen fast alles ertraden muss. Als jemand, der ARPGs meistens “Selffound” spielt, trübt das für mich leider etwas den Spielspaß. Ansonsten gefällt mir das Spiel mit seinem Kampfsystem, der Einteilung in kleinere und abwechslungsreichere Karten etc. mehr Spaß als D4.
Möchte man Umfang dann PoE2.
Eintönig immer das selbe dann D4.
Spiele beide Spiele und wo poe2 aktuell mehr Umfang haben soll als diablo 4 müsstest du mir dann bitte ausführlicher erklären.
würde sogar sagen das aktuell das endgame in diablo 4 besser ist als in poe2.
compadre hat oben eine gute Zusammenfassung geschrieben.
denke die Spiele können auf jeden fall koexistieren. Um sie aber wirklich vergleichen zu können muss poe2 dann erstmal Full released werden.
da wird sich noch so viel ändern.
Weißt du, was an Kommentaren wie deinen – welche man zuhauf im Netz findet und auch bei PoE 1 schon immer fand – das größte Problem ist?
Sie drücken PoE ständig als Bashing gegenüber Diablo in eine Legacy, mit der PoE 2 Stand jetzt zu keiner Zeit mithalten kann. Also wo soll dieser große Umfang in PoE 2 sein? Was gibt es eintönigeres, als im Atlas nur von einer repititiven Map zur anderen zu springen?
Im Gegenteil, der größte Umfang für den Progress nimmt in PoE 2 das Trading ein. Und um effizient traden zu können, benötigst du mit Echtgeld kaufbare Stash Tabs. Würde Blizzard so etwas machen, dann hättest du einen maximal großen Shits**rm bezüglich pay2win. Da frage ich mich dann manchmal bei solchen Kommentaren, ob die aus einem Paralleluniversum geschrieben werden, in dem PoE 2 mit einer guten Lootbalance, stabiler Serverperformance, keinen Tradingsites die Hacker ermöglichen selbst Admin Accounts zu hacken und einem motivierende Endgame releast wurde?
Also du findest D4 umfangreich? Na dann.
Kommt halt drauf an welchen Umfang. Talenttree-Umfang, Loot-Umfang, Crafting/Trade-Umfang, Tiefe Story-Umfang?
Gegenfrage: Was ist denn deiner Meinung nach im aktuellen Zustand von PoE 2 umfangreicher?
Also der Vollständigkeit halber, ich habe echt keinen Bock auf dieses ständige Bashing zwischen den beiden Spielen und sehe eigentlich keinen Mehrwert in dieser “Diskussion”, aber es würde mich schon mal interessieren, was hinter deinen Zweizeiler-Kommentaren steckt. Führ doch mal aus. Was macht es umfangreicher? Das Crafting ist es nicht. Das Endgame ist es auch nicht. Die Kampagne hat die geileren Bosse, aber dafür weniger Inszenierung. Der Loot (das wichtigste in einem ARPG) ist eine Katastrophe. Also, was ist in PoE 2 umfangreicher?
So verschieden können empfinden sein. Finde gerade das Crafting besser. Ebenso das Endgame. Der Skillbaum. Allein das ich mir die Maps mit den Karten selbst gestalten kann. Die komplette Aufmachung, die Steuerung ist der Hammer, die Abwechslung an verschiedenen Gegnern, über die Bosse muss man ja erst garnicht reden usw und so fort. Man bedenke bitte noch das man sich im early Access befindet.
Die Frage oben war welches ARPG soll ich spielen? Das oben war lediglich meine Antwort für mich auf diese Frage. Wenn Sie dir nicht passt oder das Game dir nicht schmeckt dann ist das ist das doch okay.
Jetzt hast du ausgeführt, was du subjektiv besser findest. Das ist – wie du selbst sagst – persönliches Empfinden.
Deine Aussage bezog sich ja aber auf Umfang und Eintönigkeit. Wo hat PoE 2 mehr Umfang und wo ist es weniger eintönig? Weil man in den Atlas eine Map legt anstatt ein greater Rift an einem Portal zu starten?