WoW: Nostalrius gibt den Code weiter, nachdem Blizzard schweigt

Nostalrius lebt (irgendwie) weiter. Der Source-Code für den Classicserver von World of Warcraft wurde weitergereicht.

Eigentlich hätte die Geschichte rund um Nostalrius eine kurze sein können: Fans eröffenen einen Privatserver von World of Warcraft, Blizzard lässt ihn schließen, Ende. Doch das Team von Nostalrius hat sich nicht geschlagen gegeben und lange für die Community gekämpft, die sich klassische Server von World of Warcraft wünscht. Es gab sogar ein Treffen zwischen dem Betreiberteam und Blizzard. Auch Mark Kern, der ehemalige WoW-Chef hat eine Petition bei Blizzard eingereicht, mit Hunderttausenden Stimmen, die sich einen klassischen Server wünschten.

Doch danach wurde es ruhig.

WoW Nostalrius Shutdown Suicidemarch

Das Ende von Nostalrius – es gab sogar einen Trauermarsch.

Vor der BlizzCon hatte das Team von Nostalrius dann „gedroht“, sich „weiter um Classicserver zu kümmern, wenn Blizzard keine Ankündigung macht“. Und genau so eine Ankündigung kam dann auch nicht.

Das Team von Nostalrius hat nun die Konsequenzen gezogen und den Quellcode an den zweitbekanntesten, illegalen Classic-WoW-Server weitergegeben: Elysium. Das Ziel sei es hier, eine „Vereinigung“ aller Fans des klassischen WoW zu schaffen, sodass die Community gebündelt wird. Einige ehemalige Mitarbeiter von Nostalrius wären bereits bei Elysium eingestiegen und sogren dafür, dass der Umstieg vom alten auf das neue System reibungslos verläuft.

https://twitter.com/Grummz/status/795322033517170689

Besonders tragisch an der Sache ist, dass Blizzard – laut den Aussagen von Nostalrius und Mark Kern – nach dem ursprünglichen Treffen nie wieder auf E-Mails geantwortet hat. Mark Kern bezeichnet das ganze Treffen im Nachhinein als komplettes „PR-Gewäsch“ und ist ziemlich enttäuscht von Blizzards Verhalten.

Nostalrius Blizzard Team Foto

Nostalrius und die Mitarbeiter von Blizzard – das sah doch friedlich aus.

Offiziell veröffentlicht Nostalrius den Code für die Technik zu „Lernzwecken“, sodass Entwickler sich schon vorher in Serverstrukturen einarbeiten können, wenn sie später in diesem Bereich arbeiten wollen.

Cortyn meint: Ein schwieriges Thema bei dem ich langsam beide Seiten nicht mehr so richtig nachvollziehen kann. Auf der einen Seite ist es erschreckend, dass Blizzard nicht mehr auf E-Mails antwortet, auf der anderen Seite auch ein wenig albern, eine sehr plötzliche Reaktion zu erwarten – vor allem, nachdem klargestellt wurde, dass es auf der BlizzCon keine Ankündigung geben wird.

Das freundliche Klima scheint auf jeden Fall verschwunden zu sein und das ganze Thema scheint eklig zu werden – am Ende wird Blizzard wohl am längeren Hebel sitzen.

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Quelle(n): massivelyop.com
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