Kein Witz: Verhasster Konzern zeigt gerade Blizzard, wie man in WoW gegen Boosting und Account-Sharing vorgeht

Kein Witz: Verhasster Konzern zeigt gerade Blizzard, wie man in WoW gegen Boosting und Account-Sharing vorgeht

Eine Version von WoW passt seine Maßnahmen gegen Boosting und Echtgeldhandel an und startet die neue Ausrichtung mit einer umfassenden Bannwelle.

Um welchen Konzern und welche WoW-Version geht es? Der Publisher NetEase betreut bekanntlich die chinesische Version von World of Warcraft, die seit August 2024 wieder verfügbar ist. Hier im Westen genießt der Großkonzern aus China keinen allzu guten Ruf:

Welche Maßnahmen hat NetEase für WoW angekündigt? In einem umfangreichen Post auf wow.blizzard.cn kündigte der Publisher jetzt eine Verschärfung der Maßnahmen gegen den Verstoß der Nutzungsvereinbarungen von World of Warcraft an, wenn es um Account-Sharing oder Boosting geht (also dass man sich von anderen Spielern durch Inhalte ziehen lässt).

Zusammenfassen lassen sich die Maßnahmen mit: zunehmend härtere Strafen für Verstöße (und zwar für den gesamten Account und alle zugehörigen Charaktere), Aberkennung aller erspielten Inhalte, Nachverfolgung über Servergrenzen hinweg (falls jemand versucht, mit einem Servertransfer der Strafe zu entgehen).

Um die neuen Maßnahmen zu unterstreichen, gab’s auch gleich eine Bannwelle, die 27.000 Spieler aus WoW erfasst hat.

„Boosting sollte es nicht geben, Punkt.“

Wie reagiert die westliche Community darauf? Viele Spieler feiern die Maßnahmen und wünschen sich ein vergleichbares Vorgehen von Blizzard.

  • Doodlefinger_it wundert sich auf Reddit: „Ein seltener Sieg für NetEase, wer hätte das gedacht …“
  • james_church fragt sich auf Reddit: „Ich frage mich, ob sie in Nordamerika/Europa etwas Vergleichbares tun werden. Boosting wird von Blizzard an diesem Punkt quasi durch das WoW-Token und den Dienstleistungskanal ermöglicht.“
  • Thaeldis lobt die Maßnahmen auf Reddit: „Gut, Boosting sollte es nicht geben, Punkt. Du hast keine Zeit, um zu spielen und Fortschritte zu machen? Dann spiel etwas anderes oder setz dir niedrigere Ziele.“
  • DeliciousSquats hofft ebenfalls auf Reddit: „Boosting ist so ein beschissener Teil des Spiels. Ich hoffe, die westlichen Server werden nachziehen.“

Wie wahrscheinlich ist es, dass Blizzard im Westen nachlegt? Da NetEase und Blizzard völlig unabhängig voneinander agieren, bedeutet die Verschärfung der Maßnahmen in China erst einmal nichts Handfestes für die westlichen Versionen von WoW.

Ganz im Gegenteil toleriert Blizzard das Boosting ja sogar seit vielen Jahren, solange es im Spiel selbst keine Hinweise auf Echtgeldhandel gibt und die Regeln bezüglich Ingame-Werbung eingehalten werden (via eu.support.blizzard.com). Der Echtgeldhandel läuft daher meist ausgelagert über beispielsweise Discord-Kanäle.

Was haltet ihr von den jüngsten Maßnahmen von NetEase und der Politik von Blizzard, was Boosting angeht? Dass die chinesischen Betreiber von WoW eine ganz andere Herangehensweise beim Kampf gegen Betrüger haben, wissen wir aber bereits seit März 2025, als diese Meldung die Runde machte: WoW bestraft 12.000 Cheater und stellt ihre Namen öffentlich an den Pranger

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EL-MACHINO

Mir erschließt sich jetzt nicht ganz wo das Problem mit boosting ist? Wie jemand ein Spiel spielt sollte der Person ja wohl selbst überlassen sein (so lange es kein Cheaten oder Exploiten ist). Hab nie WoW gespiel von daher weis nicht was da so schlimm dran ist,kann mich da wer aufklären?

JeanPascall

Es geht hier nicht (nur) um Level boosting, sondern andere spielen das Spiel für dich oder ziehen dich durch Inhalte, die ohne boost zu schwer wären – z.b. Arena auf hohes Rating.

Die arena boosts gibt’s jetzt schon seit Jahrzehnten. Ich hab’s damals schon zu wotlk/cata Zeiten mitbekommen, wo quasi alle rank1 spieler gegen Echtgeld (und schon damals teilweise 1000€ und mehr gezahlt wurden) andere auf gladi rating gezogen haben – hat man auch schön an den teams gesehen, wo nur 1 Spieler drin war.

Das blöde daran: andere Spieler, die sich das selbst erspielen wollten – sind dann hinten runter gefallen, weil immer nur eine bestimmte Anzahl von Teams die entsprechenden Titel erhalten haben. Also du hattest bspw. ein Rating von 2700 – gladi safe – und am nächsten Tag bist du aus der Rating Schwelle raus, weil ein push team drüber war.

Eine Zeit lang war gladi für viele unmöglich, da alle Plätze verkauft wurden bzw traf man nur noch auf rank1 spieler mit ihren twinks. (Stell dir vor du spielst cs und triffst nur auf donks und s1mples – in cs nennt man das smurfen)

Aktuell ist es einfacher, da man nur noch eine bestimmte Anzahl von Spielen braucht um die Titel zu erhalten, aber trotzdem ist boosting Scheisse, da der Erfolg nicht selbst erspielt wurde. Kenne selbst viele Leute, für mit ihren titeln flexen, aber keiner davon selbst erspielt.

Im pve wird auch schon seit langem geboostet bzw items aus den Instanzen verkauft oder Raidplätze. Das gabs auch schon zu BC Zeiten. Das finde ich noch ok, da hier nicht wirklich jemand zu Schaden kommt.

Zuletzt bearbeitet vor 7 Monaten von JeanPascall
Mithrandir

In meinen Augen wäre bei den Boosting-Services das eindämmen der Werbung dazu der wichtigere Schritt. Klar ist “Für Gold von professionellen Boostern durchziehen lassen” für die, die es regulär spielen potentiell frustrierend. Auf der anderen Seite: “Von Freunden durchziehen/mitziehen lassen, die viel besser sind als man selber” ist Teil vom Sozialaspekt eines solchen Spiels und ein zu hartes durchgreifen gegen Boosting per se läuft immer Gefahr auch “Freunde mitziehen” oder “Twinks ausstatten” mit zu erwischen.

Zuletzt bearbeitet vor 7 Monaten von Mithrandir
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