World of Warcraft passt sich seiner alternden Spielerschaft an

World of Warcraft hat jetzt zehn Jahre auf dem Buckel, einige der Spieler sind mit dem Game gealtert und leben nun ganz andere Leben als früher. Dem will man bei Blizzard Rechnung tragen.

World of Warcraft möchte ein Spiel für die ganze Familie sein

Für die älteren …

In einem Interview mit der englischen PCGamer geht Ion „Watcher“ Hazzikostas, der Lead Game Designer, auf Fragen zu World of Warcraft ein. Die Veränderung, die „Casualisierung“, die manche dem Spiel vorwerfen, liege auch daran, dass man sich den Bedürfnisse der WoW-Veteranen anpasst: „Viele Spieler, die mit WoW in 2004 anfingen, waren damals Studenten oder Schüler, aber jetzt haben sie Beruf und Familie. Vielleicht haben sie früher bis tief in die Nacht geraidet und heute versuchen sie 60 oder 90 Minuten zwischen Familie und Job in WoW zu verbringen, um die alte Leidenschaft am Kochen zu halten.“

World of Warcraft Anfänger

… und für die jüngeren

Das müsse man beim Design des Spiels berücksichtigen, allerdings auch nicht ausschließlich. Denn immer noch kämen neue Spieler ins Game, um die Besten zu sein, um die ersten in der Ladder oder die erfolgreichsten Raider der Welt zu werden. Bei Blizzard möchte man sich breit aufstellen und alles abdecken.

Dabei will man den Einstieg für Neuling barrierenfrei gestalten. Dass es Mists of Pandaria jetzt gratis im Grundspiel gibt, sei eine der Methoden, um eine Hürde zu beseitigen. Die andere sei es, Charaktere gleich auf Stufe 90 zu erlauben.

Keine Pläne für Neugestaltung von altem Content – soll als „Damals sah’s so aus“ dienen

Keine Pläne hat man bei Blizzard für eine Neugestaltung von Content aus The Burning Crusade oder Lichking. Laut dem Lead Designer seien Ressourcen besser in neuen Gebieten aufgehoben. Und es habe auch etwas, wenn man durch Burning Crusade schaue und dann sagen könne: „So sah WoW also damals aus.“ Das diene als eine Art „Timeline“: Wer die alten Gebiete spiele, könne so auch die Entwicklung der World of Warcraft miterleben.

World of Warcraft - Garnison Horde

Köcher sollen kommen, Free2Play aber nicht

Die nächsten Verbesserungen sollen eher in die Charakter-Modelle fließen, etwa in Köcher für Hunter oder die verschiedenen Tierformen der Druiden. Auch die Rüstungen könnten noch etwas mehr Tiefe vertragen.

Auf den einsamen Panda angesprochen, der sich nur mit Blümchenpflücken im Startgebiet bis auf die 90 quälte, sagte er, dass man die Möglichkeit dazu wohl beseitigt hätte, wenn es am Anfang einem Designer aufgefallen wäre. Als klar war, dass es Spieler versuchten, habe man aber Abstand davon genommen, an dieser Mechanik etwas zu ändern. Man wollte kein Spiel-Verderber sein.

Einen Korb gab Watcher allen Diskussionen um Free2Play. Das jetzige Business-Modell stehe und habe sich als erfolgreich erwiesen.

Auf eine Aussage in Richtung „Wir bringen jetzt jährliche Add-Ons“ raus, lässt sich der Lead Designer nicht festlegen. Das verspreche man immerhin schon seit 2008 und dem stehe oft der eigene Drang zum Perfektionsmus entgegen. Versuchen will man es aber auf jeden Fall.

Zeit zum Expansion-Üben wird man wohl ohnehin noch genug haben. Der Lead Game Designer ist sich sicher: World of Warcraft wird in zehn Jahren seinen zwanzigsten Geburt feiern. Auch den dann mit besonderem Content, so wie jetzt den zehnten.

Quelle(n): PCGamer
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Galaton

Ich glaube das ältere Spieler mehr wert auf RP legen und ein Spiel geniessen können!
In meinem Bekanntenkreis mußte ich feststellen das die wenigen , welche noch spielen und es auch zugeben ein MMORPG nicht durchrennen wollen.
Da ist der Endcontent nicht das allerwichtigste!
Sondern das spielen miteinander , Spaß an gemeinsamen oder auch soloquesten!
Neue Landschaften geniessen aber nicht dieses gerenne!
Gemeinsame Dungeonbesuche geniessen ohne Eile und nicht sauer sein wenn nichts dolles droppt!
Wir sind alle zwischen 1954 und 1972 geboren!
Aber auch dann spielt man gern und wir haben die Erkenntnis erhalten das man nicht alles schaffen kann!
Aber ein Spiel geniessen , ohne Zeitdruck , ist auch was wert!

Elikal Ialborcales

Genau. So sieht’s aus. Kein “Speedrun” mehr. ^^

m_coaster

Der Punkt mit dem älter werden, Kind, Familie und Beruf ist einer der Dinge warum Wildstar bei der Generation WoW eben kaum funktioniert und WoW immer noch so gut läuft.

Pliszcen Hakoke

*fast sich mit der Hand ans Ohr* Waaass sagst du, schenkt man uns gamern?

Gerd Schuhmann

Loooooooot!

Elikal Ialborcales

Ich finds gut, dass man mal an uns ältere Gamer denkt. *krückt herum* ^^

N811 Rouge

Fühlst Du Dich damit als Randgruppe? Ich zumindest eigentlich nicht. Ich weiß nicht, wieviele Gamer heutzutage tatsächlich 30+ sind, aber gefühlt scheint sich das schon im Rahmen von 30% aufwärts zu bewegen. Insofern bedient Blizzard letztlich ja “nur” ein Kundenbedürfnis, welches sich in knallharten schwarzen Zahlen wiederspiegelt 🙂

Elikal Ialborcales

Nee, aber mir scheinen heute viele Spiele doch ein wenig an Älteren vorbei.

– ist man älter, hat man oft nicht die Zeit, oder das physische Durchhaltevermögen für 12 Stunden Sitzungen
– man hat vielleicht auch einfach ein anderes Leben und will nicht mehr solche 8-Stunden Raid Sitzungen, die das Hirn verblöden
– manch nicht-MMO erfordert heuer oft eine Reaktionsgeschwindigkeit, die ich auch nicht mehr so habe
– zuletzt, in einem gewissen Alter (die ersten in meinem Freundeskreis werden 50! Ich geh auch stramm drauf zu), da wünscht man sehr mehr als bloß “more of the same” und ist nicht mehr so leicht mit dem X-ten Abklatsch des immer gleichen zufrieden zu stellen. Wenn man 16 ist reicht einem vielleicht ne Arena und 20 Mitspieler in einem 30×30 m großen Areal zum Dauer-Abknallen, idR wird man im “Alter” aber auch etwas anspruchvoller was den Inhalt betrifft
– man wird zunehmend dankbar für rundenbasierte Spiele. 😉

Galaton

Aber einfach mal einloggen , etwas questen , entdecken und abschalten ist auch toll!

Hektik hat man im Alltag genug…finde ich!
Es müssen nicht immer x Stunden am Abend sein.

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