Wir haben die Entwickler gefragt: „Macht Ihr ein Warframe 2?“

Anlässlich des 5. Jubiläums von Warframe führte unsere Autorin Leya ein Interview mit Rebecca Ford, Live-Ops und Community-Director bei Digital Extremes (DE). Wir befassten uns mit der Vergangenheit und der Zukunft von Warframe. In dieser Zukunft werden Open-World-Maps wie die Ebenen von Eidolon eine wichtige Rolle spielen. 

Warframe ist ein kostenloser Multiplayer-Online-Shooter von Digital Extremes, der gerne mit Destiny verglichen wird. Ihr spielt in einem futuristischen Setting einen Tenno, dem verschiedene biomechanische Kampfanzüge zur Verfügung stehen. Diese Anzüge werden als Warframes bezeichnet und besitzen unterschiedliche Fähigkeiten.

Im März 2013 erblickte Warframe das Licht der Welt und startete als reiner Lobby-Shooter mit genau einem Level. Seitdem hat Warframe einen starken Wandel durchlebt und bietet den Spielern ein komplettes Sternensystem.

Rebecca Ford ist die Community-Direktorin bei Digital Extremes und beantwortete uns bei Mein-MMO ein paar Fragen zum Thema „5 Jahre Warframe“.

Rebecca-Ford

Warframe hat sich in 5 Jahren zu einem anderen Game entwickelt

Mein-MMO: Wir blicken gerade auf fünf Jahre Warframe zurück. Während der Beta hattet Ihr zum Teil Probleme, das Spiel überhaupt am Leben zu halten. Ihr hattet eine kleinere Playerbase und bekamt gemischte Reviews. Heute habt Ihr mehr als 35. Millionen registrierte Spieler und seid bekannt dafür, nahe an der Community zu sein. Könntest Du uns eine kurze Zusammenfassung geben, wie sich Warframe in den letzten 5 Jahren verändert hat?

Rebecca: Hmm…eine kurze Zusammenfassung von Warframe der letzten fünf Jahre? Das ist vielleicht die schwierigste Frage, die mir bis heute gestellt wurde.

Kurz: „Gehe viele Risiken ein und erkenne, wann Du den Erfolg feiern und wann Du Fehler eingestehen solltest.“

Ein bisschen spezifischer würde ich sagen, dass Warframe an Inhalten und im Charakter gewachsen ist, da wir eine enorme Gruppe an begeisterten und engagierten Fans angezogen haben, die das Spiel lieben. Wir geben ihnen eine Menge Gründe, um rumzuhängen, zu spielen und zurückzukommen.

Zweitens geben wir Spielern die Möglichkeit, zusammen zu spielen. Drittens laden wir sie regelmäßig ein, uns herauszufordern, mit uns zu reden und sich mit uns zu treffen.

Falls Warframe vor zwei Jahren von Deiner Bildfläche verschwunden ist oder wenn Du es gespielt hast, als es gerade auf der PlayStation 4 erschien und Du aufgehört hast, gibt es jetzt so viele Verbesserungen und Veränderungen, dass Warframe nahezu ein anderes Game ist.

Vergleich

„Es ist wichtig, Chancen wahrzunehmen“

Mein-MMO: Als Ihr die „Ebenen von Eidolon“ zu Warframe brachtet, habt Ihr die Korridore Eures Lobby-Shooters geöffnet und die erste Open-World-Map eingeführt. Auf welche Weise hat Euch ein riskantes Update wie dieses als Entwickler beeinflusst? 

Rebecca: Die Ebenen von Eidolon auf der TennoCon 2017 vorzustellen, war eine der angsteinflößensten und aufregensten Enthüllungen, die wir jemals hatten. Wir waren schon andere Risiken eingegangen, aber das war etwas anderes!

Wir haben enorm viel Arbeit in diese Kreation gesteckt und wir hatten keine Ahnung, ob Spieler es lieben oder hassen würden. Aber Chancen wahrzunehmen ist als Games-as-a-Service„-Titel, wie wir es sind, wirklich wichtig. Wir sind ständig in Bewegung, gestalten immer neuen Content und haben das Gefühl, dass wir uns immer selbst herausfordern sollten, in unserer eigenen Wahrnehmung, was Warframe ist und sein könnte.

Die Ebenen haben uns neue Energie, Kreativität und eine neue Bestimmung gegeben. Die Ebenen haben seitdem bereits einige Updates erhalten, darunter auch „Schreine der Eidolons“ und wir haben noch weitere Neuerungen geplant. Nach den Ebenen möchten wir außerdem zur Venus reisen, um dort auch eine Open-World-Erweiterung einzuführen.

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Ein künftiger Fokus von Warframe sind die Open-World-Bereiche

Mein-MMO: Die Ebenen von Eidolon brachten eine Menge neue Spieler zu Warframe und das Update kam insgesamt gut an. Seitdem habt ihr wichtige Mechaniken wie die Arcanes als Raid-Ersatz zu den Ebenen verlegt. Einige der Spieler haben das Gefühl, dass ihr ihnen die Ebenen durch solche Aktionen aufzwingt. Liegt die Zukunft in Warframe etwa in den Open-World-Maps und was würdest du zu Spielern, die sich darüber Sorgen machen, sagen?

Rebecca: Allerdings, die Zukunft von Warframe wird noch mehr Open-World-Erweiterungen erhalten. Wir erhielten viel positives Feedback, das darauf hindeutet, dass Spieler die Idee im Gesamten lieben.

Anfang des Jahres führten wir eine Umfrage durch, in der wir herausfanden, dass ein Großteil der Spieler die Ebenen von Eidolon mag und sich künftig auf mehr offene Zonen in Warframe freuen würde.

Das bedeutet allerdings nicht, dass wir jetzt ausschließlich einen Fokus auf Open-World legen. Das ist ein Teil unser Ausrichtung. Wie dir vielleicht aufgefallen ist, durchlebt Lotus einige Veränderungen und ihre Zukunft ist ein kleiner Bestandteil einer größeren Geschichte, die wir in diesem Jahr veröffentlichen möchten.

Warframe-Operator1

Neue Umbra-Form der Warframes kommt zusammen mit der Story-Erweiterung

Mein-MMO: Obwohl Warframe im Kern ein Loot-Grinder ist, habt ihr in den letzten fünf Jahren eine bewegende und eindringliche Story in Warframe integriert. Würdest du mir einen Teaser zur kommenden Lore von Warframe verraten?

Rebecca: Nun ja, ich habe schon in meiner letzten Antwort so viel verraten, wie ich kann, ohne es in Spoiler ausarten zu lassen. Aber lass uns einfach sagen, dass es dieses Jahr viel mehr neue Story geben wird, zusammen mit einem längst überfälligen Besuch von Umbra.

Zur Erklärung: Umbra-Warframes werden eine besondere Version der Kampfanzüge. Der Warframe Excalibur soll die erste Umbra-Version erhalten. Die Einführung von Excalibur-Umbra wurde von Digital Extremes als etwas besonderes geplant und wird vermutlich mit einer einzigartigen Beschaffungsmethode einhergehen. 

Warframe Tenno Jahr 5

Auf der neuen Open-Venus-Map wird alles anders

Mein-MMO: Ihr habt bereits erste Bilder der Open-World-Map auf der Venus veröffentlicht. Es war deutlich, dass ihr eine andere Richtung als mit den Ebenen auf der Erde einschlagt. Erwartet uns hier auch eine neue Art von Content und Gameplay? Wird es etwa neue Bosse geben, die eine andere Herangehensweise erfordern, als die Eidolons auf den Ebenen?

Rebecca: Venus ist die zweite unserer Open-World-Erweiterungen und mit ihr werdet ihr eine neue Welt sehen. Das bedeutet, dass es ein anderes Set von Feinden, andere Wetter-Bedingungen und andere Bosse geben wird. Wie etwa Spinnen-Bosse!

Über die Geschichte der Venus-Map kann ich so viel verraten: Die Orokin betrieben Terraforming auf der Venus, um den Planeten für sie bewohnbar zu machen. Die Fraktion der Corpus bevölkerten die Venus als die Orokin fielen und führten die Arbeit dieser fort. Auf der Venus befindet sich eine Kühlflüssigkeit, die für eine niedrige Temperatur auf dem Planeten sorgt.

Auf der Venus wohnt eine übriggebliebene Zivilisation, die im Untergrund lebt. Sie werden die “Solaris United” genannt und sind unglückliche Arbeitskräfte der Corpus. Sie sind dafür verantwortlich, Kühlflüssigkeit zu verarbeiten und zu verfeinern, damit diese auf der Oberfläche der Venus genutzt werden kann. Die Kälte auf der Venus sorgt dann für Eisstürme.

Spinnen-Boss

Digital Extremes geht mit Warframe einen anderen Weg als Bungie mit Destiny

Mein-MMO: Habt ihr jemals daran gedacht, komplett von vorne anzufangen und mit eurer jetzigen Erfahrung ein Warframe 2 zu entwickeln? Bungie ist diesen Weg eingeschlagen und entwickelte ein Sequel zu Destiny. Kannst du die Probleme, die Bungie jetzt hat, nachempfinden, nachdem sie sich dazu entschlossen, ihr Game neu zu gestalten?

Rebecca: Als wir die Ebenen von Eidolon veröffentlichten, fragten uns ein paar Spieler, ob sie das einfach Warframe 2 nennen könnten. Uns gefällt die Idee eines Warframe 2, aber Warframe ist ein Spiel, das sich konstant weiter entwickelt.

Wir möchten Warframe weiterhin mit Updates versorgen, es entwickeln und unseren Spielern zuhören. Das hat uns bisher sehr gut getan! Wir planen kein Sequel.

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Ein Warframe 2 wird es also nicht geben und die Welt vom Online-Shooter wird in ihrem jetzigen Bestehen weiterentwickelt. Es ist jedoch zu erwarten, dass in den nächsten Jahren ein starker Fokus auf den offenen Zonen in Warframe liegen wird, die von Fans schon als Warframe 2 bezeichnet wurden.

Was würdet Ihr von einem Warframe 2 halten? Würde es dem Spiel gut tun einmal alles einzustampfen und frisch anzufangen?

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