„Kein Respekt für das, was Disney getan hat“: Der Sohn des Regisseurs von Schneewittchen attackiert die neue Verfilmung

„Kein Respekt für das, was Disney getan hat“: Der Sohn des Regisseurs von Schneewittchen attackiert die neue Verfilmung

Am 20. März 2025 erscheint die nächste Realverfilmung eines Disney-Klassikers. Nach König der Löwen und Die Schöne und das Biest folgt einer der wichtigsten Disney-Filme: Schneewittchen. Doch die Verfilmung des Films wird nicht von allen positiv aufgenommen. Auch nicht vom Sohn des originalen Regisseurs.

Warum ist der originale Schneewittchen so ein wichtiger Film? Zwar machte Disney vorher schon kleinere Animationsfilme, das bekannteste Beispiel ist wohl Steamboat Willie von 1928. Der erste richtige Spielfilm war aber Schneewittchen von 1937.

Der bekommt jetzt eine Realverfilmung, die schon am 20. März 2025 bei uns erscheint. Über die Neuauflage sind viele aber gar nicht erfreut. Auch nicht der Sohn des Surpervision Directors des Originals, David Hand. Er kritisiert die Realverfilmungen und glaubt, dass weder sein Vater noch Walt Disney damit zufrieden wären.

Bildrechte von Schneewittchen 2025 liegen bei Disney

Kein Respekt für das, was Disney getan hat

Was sagt der Sohn von David Hand? David Hale Hand sprach im Zuge der Realverfilmung mit telegraph.co.uk und hatte keine guten Worte für das kommende Remake übrig. Er glaubt, sein Vater und Walt Disney hätten nichts von so einem Remake gehalten.

Es gibt keinen Respekt für das, was Disney getan hat und was mein Vater getan hat … Ich glaube, Walt und er würden sich im Grabe umdrehen.

Zusätzlich dazu sagt er, dass die Storys dieser Remakes zu sehr geändert werden. Es seien gar nicht mehr die Originale. Ich finde es ehrlich gesagt ein bisschen beleidigend, was sie mit einigen dieser Filmklassiker gemacht haben.

Der 91-Jährige nennt den Film woke und sagt, ihm gefallen solche Sachen nicht. Später im Interview erwähnt er auch noch Adriana Caselotti, die Schneewittchen im Original die Stimme geliehen hat. Er glaubt, sie wäre vom Remake erschrocken.

Wie valide ist seine Kritik? Natürlich sind die Live-Action-Remakes bekannter Klassiker von Disney kritikwürdig. Oft wird die charmante Optik gegen ein generisches Design geändert. Die Kritik, dass man ja alles ändern würde, passt aber nicht so gut.

Wie Jeuxvideo beschreibt, hält sich der Film aus 1937 auch nicht an die Geschichte des Originals der Gebrüder Grimm. Viele Disney-Verfilmungen sind kindgerechter und seichter als die klassischen Märchen. Remakes können zudem aus Klassikern auch moderne, gute Versionen machen.

Wer sich selbst von der Qualität des Films überzeugen möchte, kann das ab dem 20. März 2025 tun. Ab dem Donnerstag kann man das Remake zu Schneewittchen in den deutschen Kinos schauen. Auch Walt Disney war nicht bei allen der beliebte Filmemacher: „Abstoßend“ – Tolkien hat Disney so sehr gehasst, dass er nie wollte, dass sie die Rechte an Herr der Ringe bekommen

Quelle(n): Titelbildquelle: Disney auf YouTube
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Zoxx

Find es ja lustig das er meint sein Vater hätte die originale Geschichte verfilmt und es ist jetzt zu sehr abgeändert.
Genau genommen ist das Original wesentlich älter und auch nicht so friedlich und freundlich wie es von Disney dargestellt wurde, die originalen Märchen waren eigentlich alle wesentlich brutaler als das was wir heute zu lesen und zu sehen bekommen.

MathError

Das stimmt schon, aber sie sind doch deutlich näher am Original dran, als vieles was jetzt produziert wird. Es sind ja alles “Märchen” d.h. erfundene Geschichten, daher finde ich sollte man schon nah am Original bleiben und es nicht zu sehr auf ein 2025 Gewand aufziehn und versuchen es “woke”, “politisch korrekt” oder sonstigen heutigen gesellschaftlichen Standards anzupassen.

Lieblingsleguan

Grimms Märchen sind auch keine Originale, es sind Sammlungen von zum Teil sehr alten Geschichten, die in verschiedenen Regionen in unterschiedlichen Versionen erzählt wurden. Die Brüder Grimm haben diese Geschichten dann an die gesellschaftlichen Standards des 19. Jahrhunderts angepasst, deshalb findet sich in so vielen Märchen, auch in Schneewittchen, das Ideal vom artigen, fleißigen Mädchen. Schönes Beispiel ist Frau Holle, das bezieht sich eigentlich auf die alte heidnische Göttin Perchta, die germanischen oder keltischen Ursprungs ist und diese wird eingearbeitet in eine Geschichte mit der Moral “brave Mädchen, die den Haushalt machen, werden belohnt und faule Mädchen bestraft”.
Ich störe mich btw. auch an dem ein oder anderen modernen Werk, das zu sehr auf die “Moral” “Männer sind dumm und böse und Frauen können alles” setzt. Die Argumentationslinie mit den “Originalen” finde ich aber oft wackelig und Anpassungen an den Zeitgeist sind kein neues Phänomen.

Sveasy

Es besteht aber ein Unterschied ob ich etwas (mit Respekt für eine Vorlage) modernisiere, oder etwas (respektlos) ideologisiere. Und die Äusserungen von Zegler im Vorfeld waren, wenn man ihr böses unterstellen will, ideologisch hoch 10. Selbst wenn man ihr nur das Beste unterstellen wollen würde, waren die Aussagen immer noch schlicht dumm.
Es hat schon seinen Grund wieso Disney sie bei den Red Carpet Events in der letzten Zeit etwas aussen vor hält. Sobald sie keinen vorgefertigten Pressetext aufsagt und frei nach Schnauze losplappert gehts nach hinten los..

ach-nee

Mal bösartig überspitzt: Dann besorg’ dir doch die Filem von Leni Riefenstahl, wenn Dir aktuelle Verfilmungen zu woke oder korrekt sind.

Es ist nun mal leider so, dass in der Zeit als Grimm’s märchen aufgeschrieben wurden, Menschen noch in Rassen eingeteilt wurden und der Hautrfarbe eine Wertigkeit zugewiesen wurde. Das jetzt endlich mal aufzuheben hat also eher was mit gesundem Realismus als mit Ideologisierung zu tun. Frauenwahlrecht, Frauenarbeit und viele andere demokratisierende Errungenschaften haben uns doch auch nicht geschadet. Ganz im Gegenteil: Die USA führt uns gerade in den Persona Trump & Musk vor, was passiert, wenn vermeintlich Wokes abgeschafft wird. Sklaverei, Kinderarbeit, nicht/kaum vorhandener Arbeitsschutz – alles zu Grimms Zeiten präsent. (Keine Sorge, das werfe ich nicht den Gebrüdern vor!) Gut dass das alles weg ist – dem kannst Du vielleicht zustimmen, ohne gleich an Wokeness leiden zu müssen.

Und was heißt bei Märchen schon Original? Die wurden erzählt und weitererzählt und weitererzählt. Mangels Alphabetisierung und Buchdruck nur mündlich und immer wieder mit Anpassungen, Weglassungen, Ergänzungen – Die Gebrüder Grimm haben “nur” einen bestimmten Stand konserviert. Das soll ihre Leistungen nicht schmälern! Und oh S Schreck – selbst diese Originale werden kaum noch in Fraktur gedruckt unsd auch die Orthographie ist längst angepasst!

Und zu guter Letzt: Wer seine Meinung in einem Onlineforum kundtut, statt auf öffenlichen Plätzen herumzuschreien oder Kommunikation per berittenem Reiter zu erledigen, der sollte sich besser ganz stark zurückhalten, was das Anprangern an das Anpassen gesellschaftlicher Standards betrifft. Nix für Ungut – aber selbst Du bist woker als Du denkst! 😉

MathError

Ich habe nichts gegen “woke”, ich selbst entspreche null der “Norm”, möchte nichts ins Detail gehen, da dies Privatsache ist. Klar muss man mir der Zeit gehen, sonst ist die Menscheit dem Untergang geweiht. Was da in den USA abläuft ist schon ein Rückschritt, wenn man bedenkt, dass jetzt nur noch die Zustimmung des Parlaments fehlt, das Trump das Bildungsministerium abschaffen kann, ist schon heftig und wird wohl passieren.

Mir ist auch bewusst, das vieles was Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte zurückliegt, immer mehr “verfälscht” wurde. Und mir ist auch bewusst das damals schon einiges angepasst werden musste, dass es zu einer Kinderverfilmung passt.

Ich habe auch nichts gegen den Film, er ist ok bis gut, aber nicht als Schneewittchen Märchen. Das Schneewittchen nicht weiß ist sondern eine Latina und Polin, ist nicht wirklich ein Problem in meinen Augen, aber die Geschichte ist aber so stark anders, dass man sie von mir aus hätte nennen können wie z.B. Prinzessin gegen die dunkle Macht oder sonst was, aber bitte nicht Schneewitchen und die 7 Zwerge. Die Zwerge sind ja nun als Endlösung computernanimiert und einen Prinz gibt es auch am Ende nicht mehr.

Aktuell hat der Film 3,5 Millionen USD eingespielt und für das gesamte Eröffnungswochenende werden aktuell am oberen Ende 60 Millionen Dollar an Einnahmen prognostiziert. Der Film hat aber ein Budget zwischen 250 und 270 Millionen Dollar “gefressen”, in den nächsten Wochen muss sich das ganze um multiplizieren, aber wenn die Entwicklung in den USA so weiter geht, sehe ich da auch schwarz.
Der Film als unabhängige Identität als komplette Neuerzählung oder Abwandlung in eine andere Zeitepoche hätte wohl besser geklappt.

Wobei ich der Meinung bin, man sollte solche Filme einfach in Ruhe lassen, so wie sie damals waren und sich neue und eigenständige Filmideen überlegen, darin ist Disney eigentlich sehr gut, wieso sie es nicht weiter so machen, weiß ich auch nicht.

ach-nee

Danke für Deine weiterführende Einordnung! 🙂

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