Overwatch: Selbst Ashe findet die Kündigungen bei Blizzard bescheuert

Sogar eine Synchronsprecherin von Overwatch ist mit den Kündigungen bei Blizzard nicht einverstanden. Sie findet harte Worte für solche Praktiken.

Die knapp 800 Kündigungen bei Activision Blizzard sorgen für einen großen Aufschrei in der ganzen Gaming-Community. Besonders abstrus wirkt dieser Schritt, da Blizzard im vergangenen Jahr ein Rekord-Jahr mit riesigen Einnahmen verzeichnet hat.

Entlassen wurden zahlreiche Leute aus der „Nicht-Spieleentwicklung“, wie etwa dem Community Management. Sogar dem bei den Spielern überaus beliebte Ythisens (WoW) wurde gekündigt.

Das Ganze schlägt solche Wellen, dass sogar Synchronsprecher, wie etwa Jennifer Hale, die englische Stimme von Ashe in Overwatch, sich lautstark gegen diese Praktiken aussprechen.

Was hat Hale gesagt? Auf Twitter bezog sie recht deutlich Stellung dazu, was sie von den aktuellen Entlassungen und Zahlungen an CEOs halte. Sie erklärte:

„Der Durchschnittslohn von CEOs war 1980 noch 30x so hoch wie der eines Angestellten.

Heute ist der Durchschnittslohn 500x so hoch wie der eines Angestellten.

Greift zu den Mistgabeln.
Es ist an der Zeit.“

Dass Hale damit nicht wirklich zur Gewalt aufruft, dürfte klar sein. Es geht wohl eher darum, den Entwicklerstudios und vor allem den Bossen auf andere Weise zu zeigen, dass man mit der Entwicklung nicht einverstanden ist – wie etwa mit dem Geldbeutel beim Nicht-Kauf der nächsten Spiele.

Auch in anderen Tweets äußerte sie sich über den Vorfall deutlich kritisch und findet auch ein paar derbere Worte:

Warum Hale sich das erlauben kann: Jennifer Hale ist eine der wohl bekanntesten Synchronsprecherinnen im Gaming-Bereich. Sie ist nicht nur in Overwatch zu hören, sondern gab auch der weiblichen Shepard in Mass Effect oder Samus Aran aus der Metroid-Reihe ihre Stimme.

Einige Fans meinen, dass Hale wohl nicht mehr lange die Stimme von Ashe bleiben wird, nachdem sie in dieser Sache Position gegen die Führungsriege von Blizzard – einem aktuellen Arbeitgeber von ihr – bezogen hat. Andere Fans glauben, dass Hale das aber recht egal sein dürfte, da sie einen recht sicheren Stand in der Branche hat.

Was haltet ihr zu diesem Statement von Jennifer Hale? Ist es gut, wenn sich auch Leute, die für Blizzard arbeiten, sich so klar positionieren? Wie steht ihr zu dieser ganzen Entwicklung?

2019 brauchen wir nichts Großes von Blizzard erwarten
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Rick G.

Genau so und das bitte von viel mehr Personen! So viele Menschen schauen einfach nur noch zu und lassen sich alles gefallen, obwohl sie wissen das es falsch ist. einfach aus Angst vor persönlichen Nachteilen. Meine Fresse…Wenn alle zusammen halten ist es deutlich schwieriger unangenehme Leute verstummen zu lassen oder zu benachteiligen. CEOs sind einfach nur Menschen und keine Götter. Warum ist das so selbstverständlich, diesen Personen keinen Gegenwind entgegenzubringen?

Allein der Fakt, dass man zu solchen Tweets sagt, es sei mutig und sogar spekuliert ob sie ihren job behalten wird, zeigt wie eingeschüchtert die Menschen sind. Aber klar wenn jeder 1 Haus und 3 Autos braucht, ist man natürlich abhängig von seinem Job.

Fenris Wolf

Ehrenfrau

Lygras Hypocrit

Mutiges Statement für jemand aus der Branche, speziell in den USA. Bewirken wird es allerdings nichts, CEO´s und CFO´s sind schon von Berufswegen absolut schmerzbefreit und haben gelernt in der Position Dinge einfach auszusitzen. Ob da irgendeine Tante auf Twitter was dazu schreibt oder nicht geht denen am verlängerten Rücken vorbei. Aus deren Sicht ist das eine extrem erfolgversprechende Strategie. Das einzige vor was jemand in dieser Position Angst hat ist der Share Holder Value. Den werden wir als Konsumenten nicht realistisch beeinflussen können es sei denn eine wirklich große Anzahl von Kunden würde sich entschließen nichts mehr zu konsumieren was Blizzard herstellt.

Und mal ehrlich, wie viele derer die jetzt laut schreien würden trotzdem am selben Tag noch die Preorder für das nächste WoW Addon machen…

TestGewn

So?
Starwars BF2 und BF5 von EA zeigen, das man eben nicht mehr mit allem durchkommt.

Lygras Hypocrit

Ach wirklich. Und, hat einer aus dem EA Management Board weniger verdient deswegen oder hat es irgendwelche Konsequenzen im Management gehabt?

Du musst glaub ich noch unterscheiden lernen zwischen Effekt auf das Spiel und Effekt auf die Unternehmenskultur. Das sind zwei ganz unterschiedliche paar Stiefel.

TestGewn

Nö, hab ich auch nicht geschrieben.
Aber es hat Konsequenzen für EA gehabt. Ist doch nicht schwer zu verstehen.

N0ma

Aufruf zur Gewalt ist nicht mutig das ist naiv. Was wenn das einer wörtlich nimmt. „Warum Hale sich das erlauben kann“ – Da haben sich schon andere Leute verschätzt, mit dem Stempel Kommunist fässt sie keiner nichtmal mehr mit der Kneifzange an, grad in USA.

Cortyn

„Dass Hale damit nicht wirklich zur Gewalt aufruft, dürfte klar sein. Es
geht wohl eher darum, den Entwicklerstudios und vor allem den Bossen auf
andere Weise zu zeigen, dass man mit der Entwicklung nicht
einverstanden ist – wie etwa mit dem Geldbeutel beim Nicht-Kauf der
nächsten Spiele.“

N0ma

Das hab ich schon verstanden. Wenn das aber jemand doch wörtlich nimmt, kommt man mit dem Argument hab ich nicht so gemeint, nicht allzuweit.

HRObeo

Wie du schon sagtest – das Statement könnte tatsächlich brandgefährlich für ihre Karriere sein. Egal wie Recht sie damit auch haben mag – man weiß ja, wie empfindlich die Amis bei allem sind, was für sie nach Sozialismus klingt (selbst wenn es nicht im entferntesten damit zu tun hat).

TestGewn

Weil doch jeder Mistgabeln zuhause rumliegen hat…

Koronus

Also ich habe Gladius und Streitkolben.

Stephan

Ja, am besten Aufstand anzetteln und Blizzard spiele boykottieren. Dann können die gleich die nächsten Kündigungen vorbereiten.

barkx_

finde es absolut richtig. Normalerweise schlägt man der Schlange den Kopf ab, von daher, raus mit den Mistgabeln!

WooTheHoo

Ich finde es klasse, dass sie Stellung bezieht. Gerade der Kommentar zu Mondgehältern in der Management-Riege einiger großer Konzerne ist wirklich gut. Warum müssen immer „die Kleinen“ leiden? Warum nich zwei oder drei Entscheider feuern, wenn es nicht nach Plan läuft? Naja, vielleicht hab ich ja ein falsches Verständnis von Verantwortung und Gerechtigkeit aber ich kann so etwas nicht nachvollziehen. Und es ist ja keine Ausnahme.

DerDon

So ist es, das aktuelle Wirtschaftssystem (Kapitalismus) hat nicht das Ziel das es jedem gut geht, sondern nur einer gewissen Machtelite.
Ich denke aber das hier Blizzard noch der kleinste Fisch ist, die Banken sind da doch viel schlimmer…

Leider wird uns noch immer eingetrichtert das an dem System nichts geändert werden kann und es perfekt ist … Nunja

sagigagi

Das ist jetzt der 4. Artikel zum gleichen Thema wie viele kommen denn noch?
*Mann der zufällig am Blizzard HQ vorbei läuft äußert sich kritisch zu den Kündigungen*
Extrablatt!
*Blizzard entlässt 800 Mitarbeiter warum nicht 1000?*
*Verbliebene Mitarbeiter fühlen sich durch die Kündigungen von nur 800 Mitarbeitern benachteiligt*
*Die Tante der Schwester meiner Schwieger Oma findet Kündigungen ungerecht*
🙂 😉

Cortyn

Solange es ein heißes Thema in der Community ist, werden wir darüber berichten.

Gibt aber einen leichten Trick, wie du es umgehen kannst, wenn du es nicht magst: Klick die entsprechenden Artikel nicht an 🙂

N811 Rouge

Finde es auch unfair, daß in den Nachrichten ständig über Dinge berichtet wird, die mich persönlich gar nicht interessieren. Können die nicht mal kurz vorher bei mir persönlich anfragen, ob ich schon wieder eine News über Donald Trump hören möchte?! Und beim Fussball dann bitte auch nur noch berichten, wenn mein Lieblingsverein gewonnen hat. Sonst nervts! ;-))

sagigagi

Schlechter Vergleich in den Nachrichten läuft die eine Meldung in Dauerschleife und da wird nicht darüber berichtet das die Oma von Mario Götze sich kritisch zum Spiel ihres Enkels äussert und das der Platzwart es doof findet das die Bayern wieder gewonnen haben das ließt man eher in der Bildzeitung

N811 Rouge

Schön wär’s ;-))

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