Fortnite-Star Ninja: „Kids heute wissen gar nicht, wie gut sie es haben“

Der Fortnite-Star und millionenschwere Streamer Tyler „Ninja“ Blevins ist zwar erst 28, aber spricht über die schlimmen alten Zeiten als eSportler. Im Vergleich dazu hätten es heutige Profis leicht. Die sollten aufhören, über den Ping zu jammern.

Was ist der Zusammenhang? Ninja selbst hat einen Clip auf Twitter hochgeladen mit der Überschrift „Kids these days“ – „die Jugend heutzutage.“

Das ist ein Code für „Alter Mann regt sich über die heutige Zeit auf und erzählt, wie es früher war.“ Ninja ist sich bewusst, wie diese Ansprache auf seine Follower wirken wird.

Fortnite Ninja Twitch 2
Ninja doziert ein bisschen.

Ninja ist zwar erst 28, aber seine Karriere als eSportler begann bereits vor 10 Jahren mit Halo 3. Er kennt noch eine andere Zeit im eSport, bevor Epic mit dem ganz großen Budget kam und Teenager über Nacht zu Millionären machte:

  • Damals fanden Turniere vor Ort statt, im LAN – alle hatten die gleichen Bedingungen
  • Heute werden viele eSport-Turniere, etwa in Fortnite, online ausgetragen. Spieler verbinden sich zu einem Server. Manche haben durch ihren Wohnort einen schlechteren Ping als andere und Nachteile
Tfue-Titel-Twitch
Tfue ist 8 Jahre jünger als Ninja – er ärgert sich häufig über seinen Ping.

Das sagt Ninja: Ninja sagt, eSportler, die heute über den Ping in Fortnite meckerten, wüssten gar nicht, wie gut sie es hätten. Es sei unfassbar, dass Spieler heute die Chance hätten, online um Millionen von US-Dollar zu spielen.

Früher, sagt Ninja, mussten Spieler:

  • zu den Orten reisen, an denen Turniere stattfanden
  • dafür den teuren Flug oder das Benzin bezahlen
  • sich vor Ort ein Hotelzimmer nehmen
  • noch einen Teampass kaufen
  • oft für längere Zeit bei Turnieren bleiben, weil die über mehrere Tage gingen
Titelbild King Top 5
Der 13jährige King hat sich online aus Argentinien für die Fortnite-WM in den USA qualifiziert und dort abgeräumt. Mit der Quali hatte er schon 50.0004 sicher.

Erzähl Mami und Papi, dass du 2.000$ verloren hast

Das waren die Schwierigkeiten: Ninja sagt, damals mussten die eSportler oft mindestens 2.000$ investieren, um zu einem Turnier zu kommen. Dann hätten sie aber immer noch keine Garantie gehabt, irgendwas zu gewinnen.

Die Leute heute sollten sich mal vorstellen, wie das war, als 13-Jähriger seine Eltern davon zu überzeugen, 2.000 $ locker zu machen, damit man 6 Stunden durch die USA fliegen kann, um an einem Turnier teilzunehmen.

Oder wie schlimm es war, den Eltern zu erzählen, dass man diese 2.000$ in den Sand gesetzt hat, um zu einem Turnier zu reisen, bei dem man nichts gewann.

Am Ende sagt Ninja den klassischen Satz: „Die Kids heute haben es gut und wissen es gar nicht zu schätzen.“

Während er am Anfang noch darauf achtete, alle von 13 bis 80 anzusprechen, ist er am Ende bei den „Kids“ angelangt.

So reagieren die Leute auf Twitter: Es ist gespalten. Einige machen sich ein bisschen über Ninja lustig, andere stimmen ihm aber zu. In jedem Fall erhält der Clip viel Aufmerksamkeit, über 800.000 haben ihn bereits gesehen.

In den Kommentaren gehen viele auf diese „alter Mann redet über früher“-Attitüde ein.

  • Einer sagt: „Zu unserer Zeit mussten wir 15 Meilen im Schnee laufen, um einen anständigen Ping zu kriegen“
  • ein zweiter sagt: „Diese verdammten Gauner gewinnen Millionen von Dollar, während sie in ihren Schlafanzügen zocken und Mami ihnen Essen kocht“
  • Ein dritter sagt: „Komm nach Südafrika, dann verstehst du es.“
  • Es gibt aber auch einige, die das wie Ninja sehen: „Leute wie Ihr habt den Weg bereitet.“
  • Andere Twitter-Nutzer erinnern sich an ihre eSport-Erfahrungen – um wie wenig Geld es damals vergleichsweise ging und welche Unannehmlichkeiten man auf sich nehmen musste.
Fortnite: Ninja ruft im Stream bei Epic an, um unfassbar dreisten Cheater zu bannen
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Jonathan Henke
Jonathan Henke
3 Monate zuvor

ich finde die aussagen lächerlich … da es zwar früher anders war als heute aber heute ist es halt so das Konzerene mit E-sportler einen große menge an geld machen und daher das ganze recht billig erscheint. Der ping macht schon verdammt viel aus und das ändert nix ob s früher und heute ist. ich erriner mich noch an Tuniere von cs 1.6, klar war das ganze ni9cht so profitabel doch ging es damals weniger ums geld als um den spaß. Früher ging es den meisten leuten um den spaß an videospielen udn da war man auch mal berreit 2000… Weiterlesen »

Psycheater
Psycheater
3 Monate zuvor

Provokanter Titel, der natürlich bewusst so gewählt wurde. Aber im Grunde hat er absolut recht

What_The_Hell_96
What_The_Hell_96
3 Monate zuvor

Recht hat er doch. E sports hat in 10 Jahren gewaltige Sprünge gemacht und er kam halt noch aus der alten Zeit.
Weiss nicht, warum hier so viele gegen diese Aussage reden.

Steffen
Steffen
3 Monate zuvor

Das ist richtig …
Diese Aussage fällt aber in die gleiche Kategorie wie …
„Früher war alles besser … “ ????

Kuba
Kuba
3 Monate zuvor

Ok jetzt weiss ich durch den Artikel das er 28 ist…:)
Habe die ganze Zeit gedacht der wäre 18 oder 19…
Es ist die Haarfarbe^^

Alexander Ostmann
Alexander Ostmann
3 Monate zuvor

Ich dachte bisher immer, dass er mit Fortnite angefangen hätte.

chrizQ
chrizQ
3 Monate zuvor

Ich hab aber im ersten Moment auch gedacht, der ist doch selbst noch ein Kind…

Medicate
Medicate
3 Monate zuvor

Die Tuniere von Halo 3 konnte man sich aber deutlich besser ansehen als diesen Kindergarten von Fortnite.
Schade das Halo nicht mehr so relevant ist und dort die E-Sport Szene den Bach runtergeht. Hat halt mehr von nem Arena Shooter und nicht dieses Battle Royal *würg*

Mel MacBrody
Mel MacBrody
3 Monate zuvor

Als ich Jung war wurde draußen auf dem Bolzplatz Fußball gespielt auch wenn man eigentlich kein Fußball mochte, wir waren den ganzen Tag unterwegs und haben viel Blödsinn draußen gemacht und uns die Knie aufgehaun.
Heute hocken die Kids am Handy oder an der Konsole und wenn sie das Pech haben scheiß Helikopter Eltern zu haben, dann wird aus denen richtig verweichlichter Abschaum.

Kinder sollten in der heutigen Zeit lieber etwas gas geben in der Schule als an eSport zu denken, wenn die Arbeit/lernen durch ist dann können sie gerne zocken.

Yuma Yamamoto
Yuma Yamamoto
3 Monate zuvor

Du verallgemeinerst das aber brutal. (;

Voidy
Voidy
3 Monate zuvor

So schlimm ist es vielleicht nicht, aber die Wehrpflicht abzuschaffen war ein Fehler.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
3 Monate zuvor

Jo, das war schon bei der Fortnite-WM. Da waren die meisten 13-16. Da kennst du ja einfach noch nichts.

Der Zweitplatzierte war 24 – der hatte da schon eine Karriere als eSport-Pro bei Heroes of the Storm hinter sich.

Ich denke auch, das ist schon so, dass Ninja hier mit 28 und 10 Jahren Profi-Erfahrung eine ganz andere Perspektive hat.

Steffen
Steffen
3 Monate zuvor

Und trotzdem muss man bei so einer Aussage nur Schmunzeln.

Was hätte er nur gesagt wenn er schon via 56k Modem gezockt hätte ????

Ronald Menge
Ronald Menge
3 Monate zuvor

Früher…hau mich weg

visien
visien
3 Monate zuvor

Ich hasse diesen Hype um diese Person. Er unterhält mich noch nicht mal sondern schreit gefühlt 90% nur rum. Er ist zwar ein guter Spieler aber kaum lange zu ertragen. Verstehe echt nicht, warum die Leute ihn so mit Geld zu schütten. Aber wer versteht schon die Welt wink

Darki
Darki
3 Monate zuvor

Damals, mussten wir das Internez noch pro Minute bezahlen ^^

Ace Ffm
Ace Ffm
3 Monate zuvor

28 is der Bub…Wenn so einer von ‚früher‘ erzählt,muss ich einfach schmunzeln.

Seal
Seal
3 Monate zuvor

Ahjo, ich bin auch nur knapp unter 30 und fange dann schon mal an „von früher“ zu erzählen. Merke dann aber auch, wenn ich mit unserem frischen Azubi (19 Jahre) über solche Themen rede, dass das allein aus technischer Sicht zwei gänzlich unterschiedliche Generationen sind. Da sind die end-80er und Anfang-90er Jahrgänge noch näher an den „Urgamern“ dran (Modem, LAN Partys, Röhren schleppen, Demo CDs) als die Generation 2000 die mit nem Touchscreen besser umgehen kann als mit nem Lamy-Füller und schlicht auf alles Zugriff haben (kann) und ständig verbunden ist.

Ace Ffm
Ace Ffm
3 Monate zuvor

Das mit dem Lamy Füller fand ich gut. wink
Edit: Als der rauskam,hab ich den Pelikan in Rente geschickt. Hab sogar heute noch einen. Mann,bin ich alt geworden…

Ace Ffm
Ace Ffm
3 Monate zuvor

Nach nochmaligem lesen muss ich sagen das du wirklich die Grenzgeneration darstellst. Ich musste mir erst sehr viel später darüber Gedanken machen. Ich verstehe das und habe fast Hochachtung vor deiner Auseinandersetzung damit.

AYW
AYW
3 Monate zuvor

der Ping ist aber nicht zu unterschätzen ….

Voidy
Voidy
3 Monate zuvor

Richtig, aber für die Kids von heute ist >25 mit „unspielbar“ gleichzusetzen.

Die Generation vor diesem rosa Buben kam mit einem sehr! guten Anschluss unter 50, eher richtung 80-100.
Selbstverständlich durfte da keiner währenddessen ne Website öffnen.

Ectheltawar
Ectheltawar
3 Monate zuvor

Sorry, meistens kann man ja ignorieren was man hier über den guten Ninja liest, aber kommt er sich nicht selbst etwas lächerlich vor wenn der so einen Mist von sich gibt….Da fehlen einem echt die Worte.

Ricotee
Ricotee
3 Monate zuvor

Ja, das waren noch Zeiten, als ich mit Ninja zusammen damals zu Hause „Bruce Lee“, „International Karate“ und „Karateka“ auf dem C64 gespielt habe…

Michael M
Michael M
3 Monate zuvor

Der Typ soll mal leise sein.
Der jammert doch genau so wie alle anderen wegen Kleinigkeiten rum.
Und solche Sprüche von jemanden der 28 ist????einfach lächerlich.

Kevko Bangz
Kevko Bangz
3 Monate zuvor

28 ist für E-Sportler ein hohes Alter.
Oder muss der erst 50 Jahre alt werden um das vergleichen zu dürfen ? ????
Aber 10 Jahre vor ihm gabs wahrscheinlich jemanden, der das selbe gesagt hat????

zFeliix
zFeliix
3 Monate zuvor

Du weißt doch genauso wenig, was du willst. Sich auf der einen Seite darüber aufregen, dass er „rumjammere“ und andererseits darüber meckern, wenn er etwas halbwegs sinnvolles von sich gibt. Typisch deutsch, bei allem Respekt…

Steffen
Steffen
3 Monate zuvor

Ich fühle mich mit 43 plötzlich steinalt …????

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