Fortnite: Weltmeister Bugha wird geswattet, während er auf Twitch live ist

Bugha, der Weltmeister in Fortnite: Battle Royale hat nicht nur Fans. Jemand, der ihm Böses wollte, hat Swatting gegen ihn betrieben und ein bewaffnetes Einsatzkommando losgeschickt, das ihm live im Stream unterbrochen hat. Zum Glück ging die Sache aber glimpflich aus.

Was ist passiert? Kyle „Bugha“ Giersdorf ist einer der berühmtesten Fortnite-Spieler der Welt. Er hat in der Fortnite-Weltmeisterschaft 2019 das Solo-Turnier gewonnen und so 3 Millionen US-Dollar einkassiert (auch wenn ihm nach der Steuer nur knapp die Hälfte blieb).

Doch der 16-Jährige Junge hat nicht nur Fans. Böswillige Menschen hetzten ihm im Rahmen des so genannten Swattings ein Einsatzkommando der Polizei auf dem Hals.

Titelbild WM Gewinner

Die Polizisten überraschten Bugha während eines Live-Streams auf Twitch. Bughas Vater kam mitten im Spiel herein und sagte, das bewaffnete Polizeibeamten vor der Tür stünden. Darauf hin war Bugha plötzlich weg und sein Avatar im Spiel verglühte im Sturm. Seine Mitspieler waren entsprechend verwirrt: „Ist der gerade mitten im Spiel rausgegangen?“

Wie ging das Swatting aus? Bugha war gut 10 Minuten lang weg, um die Situation zu klären. Zu seinem Glück ging die Klärung recht schnell, denn einer der anwesenden Beamten wohnt in Bughas Nachbarschaft und hat den Jungen erkannt.

Daher war schnell klar, das gerade kein Gewaltverbrechen in Bughas Haus stattfand und es sich um einen schlechten Scherz handelte.

Cop aus der Nachbarschaft erkennt Bugha wieder

So reagierte Bugha: Bugha kam nach der Aktion wieder online und seine beiden Mitspieler Bizzle und Dubs, die das Match übrigens ohne ihn gewonnen hatten, wollten wissen, was passiert war: „Ich wurde geswattet“, gab Bugha noch sichtlich mitgenommen von sich. „Die kommen einfach rein mit Waffen. Die sind echt angerückt, heilige Scheiße!“

Darum ist Swatting ein großes Problem: Die Sache mit Bugha ging zum Glück glimpflich aus. Doch insgeheim ist Swatting vor ein ernstes Problem. Denn die anrückenden Einsatzkräfte wissen nicht, dass es sich um einen grausamen Fake handelt. Sie gehen davon aus, dass Gewaltverbrechen oder Geiselnahmen im Verzug sind. Sie rücken voller Bewaffnung an und sind entsprechend angespannt. Denn sie rechnen damit, dass Ihr eigenes Leben in Gefahr ist, wenn sie am vermeintlichen Tatort ankommen.

Daher kam es schon zu einem Fall, in dem ein Unschuldiger von der Polizei erschossen wurde, weil man ihn für einen bewaffnete Verbrecher hielt. Doch auch ohne solche drastischen Folgen ist Swattting ein Problem.

Denn ein Einsatzkommando, das wegen solch einem Fake-Anruf ausrückt, fehlt womöglich, wenn zeitgleich ein wirkliches Verbrechen in der Umgebung stattfindet und die Beamten dann im entscheidenden Moment nicht zur Verfügung stehen, weil sie einen harmlosen Twitch-Streamer live vom Bildschirm zerren.

Zudem reagiert nicht jeder Betroffene so entspannt wie Bugha. Für viele, die geswattet wurden, war das ein einschneidendes Erlebnis, bei dem sie um ihre Sicherheit und die ihrer Liebsten bangen mussten.

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Autor(in)
Quelle(n): Kotaku
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