Fortnite: Battle Royale – Langweiliges Midgame dank Tilted Towers?

Das große Karten-Update in Fortnite: Battle Royale wurde frenetisch bejubelt. Neue Schauplätze wurden ergänzt – unter anderem die Mega-City Tilted Towers. Nun mehren sich die kritischen Stimmen, dass das Midgame langweilig und zäh wird. Was ist dran an der Kritik?

Eine Runde Fortnite: Battle Royale lässt sich grob in drei Phasen teilen:

  • Der Start einer Runde wird zum Looten und Verbessern der Schildreserven genutzt. Der Start ist je nach Landepunkt geprägt von intensiven Kämpfen um die beste Beute.
  • Das Midgame dient dazu, einzelne Orte wie Ruinen zu plündern, Ressourcen für das Endgame zu sammeln und in das Auge des Sturms zu wandern.
  • Das Endgame ist der Showdown – hier werden die dicken Festungen hochgezogen und die explosive Munition verballert, bis ein Sieger feststeht.

Naturgemäß sterben die meisten Spieler relativ früh in einer Runde. Das Midgame dünnt die Spielermasse weiter aus, das Endgame wird je nach Spielmodus von nur wenigen Spielern bestritten.

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Dank dem Karten-Update, welches eine Reihe von neuen, interessanten Punkten auf der Map von Fortnite: Battle Royale ergänzt hat, soll der Großteil der Spieler bereits noch früher das Zeitliche segnen.

Dies führt zu einem langweiligeren Midgame, da weniger Spieler über die große Karte verteilt – und Begegnungen rarer werden. Doch stimmt das? Und was hat Tilted Towers damit zu tun?

Tilted Towers als Wurzel allen Übels?

Wer einmal in Tilted Towers gelandet ist, wird es gesehen haben: Spielermassen, die den Himmel verdunkeln wie es sonsten Heuschrecken-Schwärme im mittleren Westen der USA können.

Tatsächlich ist die neue Mega-City beliebt wie kein zweiter Landeplatz auf der Karte. Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • Viele Gegner laden dazu ein, an den eigenen Kampf-Skills zu schrauben,
  • Die Stadt liegt relativ zentral und damit so gut wie immer in der ersten sicheren Zone,
  • Loot – Unmengen an Loot. Wer Tilted Towers als einziger Überlebender verlässt, dürfte bis an die Zähne bewaffnet sein.
  • Die Häuser bieten gute Versteckmöglichkeiten und Orte für Fallen.
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So muss es sich anfühlen, Tilted Towers als Sieger zu verlassen

Da aus diesen Gründen vermehrt Spieler in Tilted Towers landen, ist die Karte mit der ersten sicheren Zone nahezu verwaist, so die Kritik. Doch stimmt das wirklich? Oder täuscht der Eindruck die Kritiker hier?

Das Midgame von Fortnite: Battle Royale – Langeweile pur?

Die Zahlen ähneln sich mehr oder weniger von Runde zu Runde: Sobald die erste sichere Zone vom Sturm eingeschlossen ist, wurden bereits bis zu 70 Spieler unsanft in die Lobby zurück geschickt.

Das bedeutet, dass nach nur sechs Minuten mehr als zwei Drittel aller Spieler tot sind. Das war doch vor dem großen Karten-Update nicht so, oder?

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Ich bin einige Streams durchgegangen, die vor dem großen Karten-Update aufgezeichnet wurden. Nach dem Ende der ersten Sturmphase waren zwischen 25-35 verbleibenden Spielern alles dabei. Zugegeben, die Stichprobe war nicht gigantisch, nach 20 ausgewerteten Spielen aber durchaus repräsentativ.

Was bedeutet das nun? Der Spielerschwund zu Beginn eines Spiels ist wohl doch nur Einbildung. Sicher kann es zu Abweichungen nach oben und nach unten kommen. Letztendlich hat die Wahl des Landeplatzes allerdings keine gravierenden Auswirkungen.

Denn um die Beute wird in jeder Stadt gekämpft, ergo schalten sich überall auf der Karte gegenseitig Kontrahenten aus, egal ob sie in Tilted Towers oder Retail Row landen.

Wie ist euer Gefühl dabei? Denkt Ihr auch, dass zu viele Leute zu schnell sterben?

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