Obwohl alle MMORPGs sich voneinander unterscheiden, gibt es auch Trends, die das ganze Genre betreffen. Genau solch einen Trend besprechen gerade die Spieler von MMORPGs und kommen dabei auch zu einer Forderung.
Worüber wird diskutiert? Ein Reddit-Beitrag im MMORPG-Forum erregt derzeit viel Aufmerksamkeit der Spieler. Dabei stellt der Ersteller des Beitrags mit dem Titel „Die aktuelle Endgame-Formel ist extrem langweilig“ die Behauptung auf: „MMORPGs sollten langsamer sein und sich mehr auf die Welt konzentrieren, anstatt auf Endgame-Raids.“
Doch statt das Argument einfach abzuschmettern, entsteht unter der Behauptung eine rege Diskussion.
Spiele wie Where Winds Meet zeigen, wie Themenpark funktioniert, auch ohne MMO:
Mehr Welt wagen
Was denken die Spieler? Dass das MMORPG-Genre aktuell stark auf Raids als Hauptinhalt für das Endgame setzt, sehen auch die Spieler so. So bringt eine neue Erweiterung oder ein Update inhaltlich meist nur neue Dungeons oder Raids, aber wenig Gründe mehr in die Welt des MMORPGs zu gehen.
Genau das wäre aber eine wichtige Erweiterung zu den Raids, die egal wie abwechslungsreich die einzelnen Herausforderungen sind, immer dem gleichen Schema folgen. Doch der Trend zu Raids war nicht immer so, wie Reddit-Nutzer toljar erklärt:
„Stimmt, ich habe meine MMO-Karriere mit Asheron’s Call begonnen. Bei diesem Spiel ging es zu 100 % um die Welt und die Reise. MMOs sind mehr oder weniger zu Lobby-Spielen geworden. Man rennt zum maximalen Level und sitzt dann herum und wartet auf eine Gruppe, um einen Dungeon oder PvP zu spielen. Und das Ganze wiederholt sich dann immer wieder.“
Gleichzeitig betrifft dieses Phänomen vor allem Themenpark-MMORPGs deren Konzept es ist, Spieler von einer Attraktion zur nächsten zu bringen. So erklärt Reddit-Nutzer Denaton_: „Es gibt unzählige MMOs, die nicht einmal Raids bieten …“
Ob Elder Scrolls Online noch etwas taugt oder gar auch an der großen Schwäche leidet, erklären wir in unserem YouTube-Video rund um das Game:
Was spricht noch gegen das Eingangsstatement? Der Kommentar mit den meisten Upvotes auf Reddit stammt von Nutzer traitorgiraffe. Er erklärt: „Es ist egal, wie langsam du sie machst, lol. Die Spieler spielen das Ding bis zum Umfallen und beschweren sich dann, wenn sie das Ende erreichen.“
Hinter der Diskussion steckt eigentlich der Kampf zwischen Themenpark-MMORPGs und Sandbox-MMORPGs. Bei letzteren fehlt es seit Jahren an einem innovativen Trendsetter, der das Sub-Genre mit neuen Ideen und einer spannenden Welt füllt.
Das letzte große MMORPG, das dieses Sub-Genre richtig erfüllt hat, ist wohl das deutsche Albion Online, das bis heute mit seiner Sandbox viele tausende Spieler überzeugt und immer wieder große Updates bringt. Gleichzeitig zeigt auch der anhaltende Erfolg von Old School RuneScape, dass Sandbox-MMORPGs noch immer gefragt sind.
Dennoch könnten sich wohl auch viele Spieler von Themenpark-MMORPGs mit dem Gedanken anfreunden, mal wieder mehr von der Welt außerhalb von Levelphasen und Berufe-Grind zu erleben. Die Spielwelten der meisten MMORPGs sind liebevoll gestaltet und würden sich sicher über die ein oder andere Endgame-Aktivität freuen.
Dass Themenpark-MMORPGs immer mehr zur Lobby für Raids und Dungeons werden, hat ein Entwicklerteam auf die Idee gebracht, doch gleich ganz auf Open-World und Leveling zu verzichten und nur auf Dungeons als Inhalte zu setzten. Wie das funktioniert, erfahrt ihr hier: Neues Spiel auf Steam wollte das Beste aus MMORPGs bieten, aber ohne die Nachteile, legt erstmal typischen MMO-Start hin
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.
Es sollte so sein wie im Anime Frieren.
Ein wichtiger Punkt ist meiner Meinung nach auch noch die Tatsache dass mit jedem Patch alter Content komplett irrelevant wird.
Auch jegliche Erweiterungen in Sachen Skill/Klassen sind meist Endgame only, weshalb es nicht unüblich ist, dass die “Level Rotas” irrelevant sind.
Ich weiß ich hole das oft als Argument aus der Schublade, aber DAOC hatte ein wunderbares Endgame. Das immer noch beste PVP-System (Gab bis jetzt leider keine qualitative gleichwertige Neuauflage) und zugleich Raids bzw. Mats Farmen fürs PVP-Gear was die PVE’ler in Beschäftigung hielt 🙂
Will Sich den nicht mal jemand mit nen paar Mio’s an ne DAOC -Enchantet (DAOC-2) Version wagen? Und hört mir auf mit Daoc-unchained, da deute alles auf nen Rohrkrepierer hin.
Ja alle Spiele sowieso, lineage 2 hatte auch ein sehr nachhaltiges endgame, cratting ab a Tier Equipment, PvP usw
Ob ich nen blauen Goblin mit 100hp für 10 Schaden haue, oder nen roten Goblin mit 10.000hp für 1000 Schaden, das Gameplay bleibt gleich.
Warum also eine Levelphase? Verteilt doch den Aufwand, die Quests, die Dungeons anstatt 50:50 einfach 10:90 aufs endgame.
So wie es GW1 ab Factions gemacht hat. Man war sehr sehr schnell max lvl. und ab da war es horizontale Progression.
Ich glaube den meisten nicht-Endegame-Enthusiasten geht es nicht um das Leveln an sich sondern um das Spielen und den Fortschritt. GW1, GW2, ESO zeigen doch, dass dies sehr beliebt ist.
Wenn man also beim Entwickeln des Spiels seine Ressourcen zu 80-90% auf Endgame liegt, dann hat man auch nicht so schnell das Dürre Problem welches sehr oft Schuld am massiven Spielerschwund ist.
Wow classic oder andere alte MMORPGs etc zeigen aber auch das Levelphasen Spaß machen können. Es geht ja nicht um 100 hp vs 10000. Sondern darum wie man einen Gegner bekämpft. Und da ist taktisches Skill nutzen vor allem in Gruppe wie ich finde um Welten mehr spaßig als zb wie retail mit dps rotas in Sekundentakt und dann nur Felder ausweichen etc
Problem ist doch das content fehlt für 2-3 Spieler und das geht immer gut in Elite Gebieten in der Open world. Man könnte soviel machen um das aufzupeppeln und auch interessant zu gestalten.
Problem ist heutzutage eher das jeder halt sofort ne belohnung für alles erwartet, selbst bei Zeitaufwand von 20-30 min
Mehr Welt wagen, heisst aber auch mehr Hardware kaufen und einrichten.
Man kann aber die Start Karten und Dungeons nicht einfach für den neuen Kontent opfern. Das hat mal WoW mit Kataklysmus (oder wie man das Schreibt) versucht. Wie wurde das angenommen?
Irgendwann erreicht man einen Punkt wo man nicht mehr Hardware dran klatschen kann und die Welt kann nicht mehr wachsen. Aber vielleicht mit einem knif, kann man es hinauszögern
Archelogie einführen. Das kann man in den Newbie Dungeons oder EndDungeons einbringen.
Tore zu Welten die es mal Gab, ob man daraus Sci-Fi oder ein Tripp in die Vergangenheit machen will. Müssen Sie selbst wissen. einen Rückschritt ist kompliziert mit der Lore einzubringen, wobei die “Flucht” nach Vorne schon eher passt. Weil es keine Lore gibt die Ketten sind. Aber selbst diesen Weg muss man behutsam gehen. SZu grosser Sprung nach Vorne und es hagelt “Das ist nicht mehr mein Spiel!” Kommentare
EndGame ist meistens dafür um sein Gear zu Verbessern, eine “TOP Spieler/Gilden” Liste zu Pflegen usw oder das “Erwarten” von Neuem Kontent. Das am ende immer Schwerer wird, wo am ende kaum mithalten kann…
Es ist ned einfach
Hardware ist Blödsinn. Es gibt lawyer, Phasen Channel Systeme heutzutage.
tendenziell müssen sich hier die Entwickler aber auch die spielerschaft diesen Schuh selbst anziehen. Die Spieler weil sie die dlcs kaufen und die Entwickler weil sie schlicht wissen dass sie mit diesem content durchkommen. Gibt wirklich viele Beispiele wo es schön ausgearbeitete Welten zum Release gibt, diese sich nach zig dlcs aber nicht verändern. Hier ein dungeon, da ein raid aber große Speicherfresser von Inhalten werden schlicht nicht genutzt weil sie keine Liebe mehr erfahren.
Natürlich nicht, schließlich lebt ein (Themepark-)MMORPG davon, dass man viele Mitspieler hat und diese möglichst auch “sieht”. Und das geht halt am verlässlichsten, wenn sich möhlichst “alle” in denselben Gebieten bzw. Inhalten aufhalten, statt sich immer mehr auf möglicherweise immer weiter in ihrer Anzahl wachsende Gebiete und Inhalte zu verteilen. Und, weil es Themeparks sind, braucht es aber auch immer einen konstanten Zufluss an neuen “Fahrgeschäften”, damit man nicht an den Punkt kommt, alles schon mehrfach gesehen zu haben.
und der weg zum nächsten Fahrgeschäft bleibt marode und der Betreiber stört sich nicht groß daran.
Muss ich echt zustimmen. Wow hat mir damals so gefallen, die Welt zu erkunden weil sie sehr immersiv wirkte, alles hängte zusammen du die lichtstimmung das war alles echt gut und hat uns alle für 100e Stunden gebunden. Ich habe damals mit meinem ersten 60er bei /played 14 Tage stehen gehabt das ist halt schon ne Nummer aber das interessante man hatte danach nicht genug, man hatte ja noch die Horde oder Allianz Seite oder Gebiete die noch ned fertig waren bis ich in die raids rein bin hatte ich 3 60er und alle auf verschiedenen Realms. Hab mit wow zu Release angefangen und ich glaub wir waren auf Blackrock oder nera thor, die gilde Endzeit.
was ich eig sagen möchte ich fände es schön wenn es wieder eine schöne zusammenhängende Welt geben würde die sich lohn zu erkunden.
bzgl lichtstimmung: ich finde allgemein wird das in spielen so unterschätzt.. das Licht und die Gestaltung. Hätte wow ne andere Lichtengine könnte man es sich heute nicht mehr anschauen. Aber selbst die Ur Version von classic, kann man sich heute noch anschauen das sieht einfach immer noch hübsch aus.
anderes Beispiel destiny 1 und destiny 2 .. vergleicht mal das kosmodrom und ihr werden sehen das Teil 1 optisch besser aussieht, weil es die perfekte lichtstimmung hat … das altert auch nicht.
noch ein Beispiel? Monster Hunter World das ist von 2018 und es sieht immer noch sooo gut aus durch den Wald zu gehen das ist echt zeitlos.
sorry für die typos: Handy + autokorrektur …
Ich fühle das auch sehr! Die Welten bieten so viele Orte bei den man teilweise nur für 2 Stunden beim leveln herumhängt, das dürfen die Devs ruhig mal mit neuen Ideen füllen. Warum nicht mal n Open-World-Event, Weltenboss dorthin, IDK Seuche befällt alle Mobs, die sind plötzlich viel stärker und lassen was Seltenes fallen, Meteor fällt vom Himmel löst ’ne Event-Quest aus. Also da braucht’s keine Erweiterung um mal bisl Schwung abseits von Raids zu schaffen. Stichwort: Lagerfeuermomente
Warum musste ich jetzt an Terraria denken… Achja, weil es perfekt passt! 😃
Da passiert jede Menge an der Oberfläche- es wird nie langweilig! Und genau dies sind so Dinge, die ein Spiel interessant halten: Ein bekanntes Gebiet, durch besondere Ereignisse (kurzzeitig) zu verändern.