WoW: Legion – “Bring the player, not the class” ging zu weit

Die Klassen in WoW werden wieder vielfältiger, denn mit “Bring the player, not the class” hat man es damals übertrieben.

Langjährige Fans von World of Warcraft erinnern sich sicher noch daran, dass Blizzard vor langer Zeit den Satz “Bring the player, not the class” (“Nehmt einen Spieler nicht, nicht seine Klasse”) verkündet hat. Die Designidee dahinter war, dass Raidleiter oder Gruppenanführer Freunde und Bekannte in ihre Gruppen mitnehmen können sollten und nicht einen “unbekannten” Spieler bevorzugen, nur weil dieser die passende Klasse hat, die gerade noch fehlte.

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Diese Grundgedanke hat in der Vergangenheit auch dazu geführt, dass die Klassen in World of Warcraft sich immer mehr ähnelten (besonders in Mists of Pandaria und Cataclysm war das extrem).

Im vergangenen Interview zwischen Josh Allen (Community Manager) und Ion Hazzikostas (Game Director) gab man nun zu, dass man es in vergangenen Zeiten mit dieser Philosophie ein bisschen übertrieben habe.

Deswegen versucht man seit Warlords of Draenor auch, den Klassen wieder eigenständige Fähigkeiten zu geben, die keine andere Klasse mit sich bringt – ein Beispiel wäre hier das Portal des Hexenmeister, mit dem man in einem Bosskampf schnell große Distanzen überbrücken kann.

Cortyn meint: Letztlich wird diese Philosophie wohl auf einen gesunden Mittelweg hinauslaufen. Ich erinnere mich noch an eine Zeit, in der man zwingend einen Schamanen im Raid haben musste, wenn man erfolgreich sein wollte. Denn nur die verfügten damals über den Kampfrausch – Magier besaßen noch keine Zeitkrümmung und Kriegstrommeln konnte man ebenfalls nicht herstellen. Ein so starres Raidschema, wo jeder Schlachtzug 6 Magier, 3 Paladine und 4 Jäger brauchte, wünsche ich mir nicht zurück. Mehr Abwechslung zwischen den einzelnen Klassen erachte ich allerdings als lohnenswert. Die Artefaktwaffen (und einige legendäre Gegenstände) sind hier ein guter Weg.


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Quelle(n): mmo-champion.com
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Ectheltawar

Ja, das war zu Classic-Zeiten wirklich schlimm. Nachdem der erste Guide zu Molten Core rauskam, durften plötzlich alle Paladine oder auch Druiden plötzlich nur noch heilen. Weil mit tankenden oder DPS-Paladinen/Druiden geht es ja nicht….sagt Guide XY. Als ich meiner MC-Gruppe damals mitgeteilt habe, das ich gerne mit dem Druiden tanken wollte, schlug mir auch erstmal nur Gegenwind entgegen und ich mußte erstmal Wochenlang in Instanzen dem Raidleiter beweisen das ich überhaupt tanken kann. War schon seltsam, wenn sich ein Krieger gemeldet hatte, mußte der sich nicht “beweisen” da Krieger ja das tanken eingebaut haben. Besser ging es den Kriegern dabei aber auch nicht, den egal wie sehr sie sich das wünschten, als DDler dürften die halt nicht mit.

Trotz allem fand ich Classic und BC gerade im Bezug aufs Klassendesign schlicht besser. Danach wurden, in meinen Augen, quasi nach und nach die Klassen aus dem Spiel rausgepatcht und auch wenn ich in jedes AddOn mit Ausnahme von Legion nochmal reingeschnuppert hat, ist es einfach nicht langfristig motivierend eine Klasse zu spielen, welche keinerlei Besonderheiten hat, die einzig diese auszeichnet.

Bodicore

Ja geklappt hat es ja trotzdem nie… Man hat einfach die DPS stärksten mitgenommen.
Eine ute Mischung im Raid ist nur möglich wenn man die Buffs anderer Klassen braucht. Es muss wieder auf die Raid-DPS ankommen und nicht auf die der einzelnen Mitspieler. Dasselbe gilt für Heiler und Tanks.

Ectheltawar

Das war mit einer der Grunde, warum ich zuletzt nie wieder dauerhaft in WoW wohl gefühlt hatte. Das Klassensystem war schlicht Schwachsinn weil auch wenn sich jede Klasse anders spielte, hatte doch keine etwas “besonderes” das nur sie auszeichnete.

Die Aussage “man MUSS Klasse XY dabei haben” war schon zu Classic-Zeiten Schwachsinn und finde es traurig das sowas hier niedergeschrieben wird. Es war niemals zwingend erforderlich eine bestimmte Klasse zu haben. Man beachte den kleinen Unterschied das eine bestimmte Klassenzusammensetzung in der Vergangenheit ohne Frage ihre Vorteile hatte, aber nur weil etwas einfacher oder leichter ist, bedeutet das nicht im Umkehrschluss das es anders unmöglich wäre. Und nur wenn letzteres gegen wäre, könnte man von einer Verpflichtung sprechen bestimmte Klassen dabei zu haben.

Ich habe in Classic wie auch danach noch in BC sehr aktiv geraidet und es war toll wenn man dabei auf ein optimales Gruppensetting zurückgreifen konnte. Es hat uns aber auch nie gehindert auch ohne ein solches zu raiden und auch wenn es dadurch sicherlich nicht einfacher war, haben wir vermutlich eher selten das optimale Setting gehabt und haben trotzdem die Raids geschafft. Klar, sicherlich nie als Serverfirst, aber das ist auch nicht unbedingt jedermanns Anspruch.

Wie nun ein “Mittelweg” da aussehen soll ist mir schleierhaft, entweder hat eine Klasse etwas einmaliges das nur sie auszeichnet, oder eben nicht. Im ersten Fall, der mich wirklich freuen würde, hätten wir aber wieder genau das was manch einer ja anscheinend so schlimm findet. Im zweiten Fall ändert sich ja nichts zum aktuellen Zustand. Wie sollte sich also ein Mittelweg gestalten?

Cortyn

Da ich damals in der Raidleitung echt aktiv war, muss ich dich enttäuschen: Wer damals effektiv raiden wollte, der brauchte eine bestimmte Zusammensetzung. Gerade wie von Larira erwähnt, etwa der einlullende Schuss vom Jäger, der war Pflicht (und den hatten damals noch nichtmal alle Jäger).

Ectheltawar

Geniales Beispiel….es stimmt Magmadar war ein Boss der wirklich auf eine bestimmte Klasse angewiesen war, bzw auch nur dann, wenn der Jäger den speziellen Schuss schon besaß. Wir sprechen hier von einem Raid für 40 Personen und das ist natürlich nun eine Untermauerung Deiner nach wie vor Unsinnigen Aussage das man bei 40 Leuten zumindest einen, besser 2, Jäger dabei haben mußte….

Und nochmal: Die Aussagen “effektiv” und “Pflicht”, sind 2 vollkommen unterschiedliche Dinge! Es gab bestimmte Aufstellungen, die schlicht besser waren als andere. Wer also maximal “effektiv” raiden wollte, nutzte diese. Jedoch war es im Regelfall nicht unmöglich, nur weil man eben besagte Aufstellung nicht hatte. Zumal wenn man wirklich zu 100% effektiv sein wollte, mußte man quasi spätestens bei jedem Boss die Aufstellung ändern, da die effektivste Aufstellung bei jedem Boss im Grunde anders aussah.

Daher kannst Du mich nicht enttäuschen, den nach wie vor bin ich im Recht mit meiner Aussage das es nicht die einzige Aufstellung gab und ohne diese war das scheitern quasi automatisch. Nur in diesem Fall wäre Deine Aussage korrekt, in jedem anderen eben nicht! Ich halte wirklich viel von Dir als Autorin hier, aber die Aussage man muß eine bestimmte Aufstellung haben um etwas zu schaffen ist simpel nicht korrekt, da es auch schon zu Classic-Zeiten durchaus ging wenn es eben mal nicht die optimale Aufstellung war.

Ich bin zu Classic-Zeiten mehr raiden gewesen als gut für mich war und zähle vermutlich zu den wenigen WoW-Spielern, welche Naxxramas in seiner ursprünglichen Form gecleared haben. Daher weiß ich schon durchaus wovon ich spreche. Es hieß zu Classiczeiten auch das Druiden nicht tanken können (was sich heute vermutlich niemand mehr vorstellen kann^^), ich persönlich habe als Druiden-Tank aber bereits alle Classic-Raids gemacht. Klar war der oftmals nicht die Optimale Besetzung, geklappt hat es trotzdem.

Meine Aussage braucht man nicht als Angriff werten, den so ist sie nicht gemeint, aber ich lehne mich auch weiterhin gegen die Aussage auf das man in Classic nur mit einer bestimmten Aufstellung zum Erfolg kam. Da hilft ein auch einzelnen Beispiel wie Magmadar nichts, den dieser erforderte auch keine bestimmte Aufstellung, sondern schlicht einen Jäger der bereits den einlullenden Schuss hatte.

Warum mich das Thema so trifft, ist eben das es diese Schwachsinnigen Aussagen bezüglich “nur das effektivste und optimalste geht und alles andere ist zum scheitern verurteilt”, welche erst dazu geführt haben das Blizzard nach und nach alle Klassen zu einem Einheitsbrei gemacht hat und es heute schlicht keinen Spaß mehr macht. Letzteres bezieht sich natürlich nur auf mich persönlich und andere mögen es toll finden das alles was ihre Klasse kann, letztlich auch jeder andere kann. Aber wie Larira schon schreibt, dann brauche ich im Grunde gar keine Klassen mehr.

Cortyn

Dann reden wir wohl aneinander vorbei.

Es gibt definitiv eine mathematisch “effektivste” Aufstellung und die sieht sicher für jeden Raidboss anders aus.

Ich sage ja auch nicht, dass man mit leichten Abweichungen davon nicht raiden konnte – das ging sehr gut.
Ich sage lediglich, dass man damals in bestimmten Situationen auf bestimmte Klassen angewiesen war. Das heißt, wenn man etwa GAR KEINEN Jäger dabei hatte, konnte man den Abend knicken (oder von Magmadar immer und immer wieder zerfleischt werden). Ähnlich, wenn man beim 1. Boss damals nicht genug Leute zum entzaubern der Flüche hatte.

Ectheltawar

Ich bezweifel doch auch gar nicht die “effektivste” Aufstellung. Darum ging es wirklich nie. Es ging wirklich einzig darum das es eben “NUR” diese bestimmte Aufstellung gab um erfolgreich zu sein.

Ich fand es wirklich gut wie es zu Classic-Zeiten war, da hatte jede Klasse irgendwie das Gefühl wichtig zu sein und etwas zu beherrschen das andere halt nicht konnten. Der Jäger hatte seinen einlullenden Schuss, andere konnten entfluchen, entgiften oder was auch immer.

Magmadar, ist wie schon angesprochen, natürlich eins der wenigen Extrem-Beispiele. Der war ohne Jäger mit einlullendem Schuss fast nicht machbar, bewußt sage ich fast, weil wir zB später auch MC zB mit 40 Druiden gemacht haben, zumindest theoretisch geht der auch ohne.

Mir persönlich ist es so lieber, als wenn ich eine Klasse spiele, die im Grunde von jeder anderen ersetzt werden kann. Und ich erwähnte auch, das ich auch genau deswegen auf die Aussage überhaupt erst angesprungen bin. Eben weil es diese Grundhaltung vieler Spieler war, das es eben nur mit der “effektivsten” Variante geht, die dazu geführt hat das Blizzard im Grunde alle Klassen zu Einheitsbrei verwandelt hat.

Gorden858

Natürlich war es niemals tatsächlich Pflicht bestimmte Klassen dabei zu haben, in dem Sinne, dass einem deswegen vom System der Eintritt zum Raid verwehrt wurde. Aber den Begriff nur dann zuzulassen und sonst zu behaupten, die Aussage wäre “Schwachsinn”, ist doch ziemlich pingelig. Denn es war nun mal so, dass das Fehlen bestimmter Klassen die Performance des gesamten Raids negativ beeinflussen konnte, sodass anstatt des Freundes dessen Klasse bereits vertreten ist, der Schamane mit Kampfrausch oder irgendein anderer Lieferant eines fehlenden, raidweiten Buffs selbst dann sinnvoller war, wenn der Spieler absolut erbärmlich gespielt hat. Und das kann man eben spätestens, seitdem die Raidgrößen reduziert worden einfach nicht mehr voraus setzen. Mittlerweile gibt es schließlich mehr Klassen als im Raid mindestens Leute vorhanden sein müssen.

Es ist ja schön, wenn euch damals wichtiger war, zusammen zu spielen und die Effektivität nicht im Vordergrund stand, aber behaupte nicht, dass zu Classiczeiten bestimmte Klassenkonstellationen keine Grundvoraussetzung waren um zumindest einigermaßen erfolgreich zu spielen.

Was den Mittelweg angeht, kann man an den bisherigen Änderungen glaube ich ganz gut sehen, wohin die Reise gehen soll. Anstatt dass die Performance des gesamten Raids von der Anwesenheit bestimmter Klassen abhängt, ändert sich eher die eigene Effektivität abhängig vom Encounter. So sind bestimmte Klassen besser für Singletarget und andere für Multitarget-Situationen geeignet und vor allem will man wohl allen Klassen einzigartige Utility Fähigkeiten geben, mit denen sie glänzen können, wenn sie diese in einer Bosstaktik einbringen.

Ectheltawar

Die Frage ist eben nach dem “Erfolgreich” und das ist eine Definitionsfrage. Wer darunter versteht um Firstkills zu spielen, ja der ist darauf angewiesen wirklich in jeder Situation das effektivste raus zu holen. Wer unter Erfolgreich definiert etwas zu schaffen, zB einen Raid zu clearen, der ist darauf eben nicht angewiesen.

Ich habe in meiner aktiven Raidzeit vom Progressraid bis zum reinen Funraid alles mitgemacht oder geleitet. Ich habe die Classicraids mit beiden Varianten gecleart. Natürlich hat die Variante “Funraid” bei allem doppelt so lange gebraucht (wenn nicht gar länger), aber funktioniert hat es eben.

Bestimmte Klassenkonstellationen waren also keinesfalls Grundvoraussetzung für einen bestimmten Raid, sie waren eher für bestimmte Arten von Raids Grundvoraussetzung.

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