Weil er einen DDoS-Angriff auf WoW startete, muss er nun in den Knast

Ein „dummer Streich“ endet im Gefängnis. Für einen DDoS-Angriff auf die World-of-Warcraft-Server muss nun jemand hinter Gittern.

Der Rumäne Calin Mateias attackierte im Jahr 2010 die Server von World of Warcraft mit einem DDoS-Angriff. Jetzt wurde er nach Amerika ausgeliefert und ein Gericht fällte ein Urteil für dieses Verbrechen. Die Strafe umfasst auch ein Jahr Gefängnis.

Was war geschehen? Die Staatsanwälte erklärten, dass Mateias ein leidenschaftlicher Spieler von World of Warcraft war. Er beteiligte sich mit seinem Charakter an Gilden und Raids. Im Laufe der Zeit geriet er immer wieder in Streitereien mit seinen Mitspielern, wenn es um die Verteilung von Beute oder die Mitgliedschaft in einer Raidgruppe ging. Aus diesen Streitereien resultierte später ein DDoS-Angriff, um seinen Mitspielern zu schaden. Tausende Spieler waren vom Ausfall der Server betroffen.

Mit DDoS-Attacke zum Raidplatz – WoW-Heiler sabotiert seine Mitspieler
WoW Dont stand in the fire

Was ist ein DDoS-Angriff? Bei einem DDoS-Angriff wird ein Online-Service wie eine Website oder ein Spiel künstlich mit Tausenden Anfragen überschüttet. Der Server wird beim Verarbeiten der Daten überlastet. Er wird erst langsamer und schließlich bricht er komplett zusammen und es kommt zum Ausfall des entsprechenden Dienstes.

Welche Strafe wurde verhängt? Mateias wurde dazu verurteilt, die knapp 30.000 US-Dollar zu zahlen, die Blizzard beim Versuch der Abwehr des Angriffs und dessen Folgen entstanden sind. Darüber hinaus erwartet ihn nun ein Jahr Gefängnisaufenthalt. Dass sein Charaktername auch noch eine Abweichung des Namens „Dr. Mengele“ war, eines Arztes aus der NS-Zeit, der grausame Experimente an Gefangenen durchführte, dürfte vor Gericht ebenfalls nicht förderlich gewesen sein.

Laut den Staatsanwälten war Mateias’ Motiv das „jugendliche Verlangen, seine Rivalen zu bezwingen“.

Und so endet eine „World of Warcraft“-Karriere nach 8 Jahren im Gefängnis.


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Quelle(n): bbc.com
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Tharsonius

Auch wenn es vielleicht oberlehrerhaft rüberkommt bitte ich die Artikelschreiber sich doch bei Gelegenheit darüber zu informieren was eigentlich Verbrechen sind. Mir rollen sich jedes Mal die Fußnägel hoch in welchem Kontext ihr das Wort Verbrechen verwendet. Jemanden der einen DDoS-Angriff auf Server ausgeführt hat mit Mördern auf eine Stufe zu stellen ist doch etwas übertrieben.
MfG
Meinereiner

Nora mon

Wirtschaftsverbrechen sind nun mal richtige Verbrechen es ist ja ein Schaden entstanden.

Viciskander

find ich gut und gerechtfertigt. Meiner Meinung nach gehört die Anonymität im Inet soundso weg. Eindeutige Zuordnung für jeden Internetzugang z.b. über die Rentennummer und das weltweit und so einige auswüchse würden endlich verschwinden. Wer kein Scheiss baut, hat auch nichts zu befürchten und wer Scheiss baut, hat halt dann endlich mit den Konsequenzen zu leben.

Coreleon

Du kannst jeden über die IP->ISP ermitteln, da ist nichts mit völlig anonym.
Es ist nur die Frage ob man die via Anzeige anfragen lässt oder nicht, bei dem üblichen Netz gepöbel zeigt meist keiner etwas an und daher randalieren die Leute weiter.
Bei ausufernden Sachen oder illegalen Aktionen steht die Polizei schneller vor der Tür als man gucken kann.
Das wär so als wenn in eine Bank einsteigst und deinen Perso da liegen lässt.

Daran haben sich schon viele die Pfoten verbrannt, weil dachten das Internet wäre anonym. Im falle von DDOS geht es immer wieder Leuten an den Kragen die das mal ausprobieren wollten. Abhängig vom Ziel wird das schon echt hässlich und grade die Amis verstehen da überhaupt keinen Spaß.

Erzkanzler

Yeayyy endlich totale Überwachung… und auch gleich noch mit “Wer nix zu verbergen hat braucht ja nichts zu befürchten”.

Totalisierung der Überwachung aufgrund des Fehlverhaltens einiger weniger ist so lange witzig, bis du merkst, dass Staatsorgane sich verändern und sie in Zukunft vielleicht andere moralische Ideale vertreten als du. Dann wird dir diese Beweislastumkehr tierisch auf die Füße fallen.

Wenn du merkst, was du hättest verbergen sollen ist es bereits zu spät.

Lars Grünheid

Wer was “zu verbergen” hat macht keinen DDoS Angriff und lässt sich erwischen.

Wer was “zu verbergen” hat nutzt auch kein Facebook oder Google, es sei denn er ist halt einfach so dumm, und dann hat er es erst recht verdient.

Wenn jemand an meine Daten will kann er da jetzt schon ran, da brauche ich nicht auf die Zukunft warten. Aber ich bleibe mal entspannt, weil das was man über mich im Netz rauskriegt muss ich zum Glück tatsächlich vor keinem verbergen. Und ich bin so gläsern wie ein Bürger nur sein kann…

Erzkanzler

“Wer was “zu verbergen” hat macht keinen DDoS Angriff und lässt sich erwischen.”

Ist irgendwie was anderes als:

“Meiner Meinung nach gehört die Anonymität im Inet soundso weg.”

Und mit “muss ich zum Glück tatsächlich vor keinem verbergen” lehnst du dich weit aus dem Fenster… aktuell musst du das vor keinem Verbergen.

Aber nur mal als Gedankenspiel: Hast Bilder von dir auf Parties online? Na dann warten wir doch bis deine Krankenkasse das auswertet, dich als Risikokunden einstuft (Alkoholgenuss/Tabak) und deine Beiträge erhöht.. mal schauen ob du deine Meinung dann änderst 😉

Man sollte bei der Vorderung nach totaler Transparenz eben auch mögliche zukünftige Entwicklungen bedenken, zurücknehmen kannst du sie nämlich nicht mehr.

Lars Grünheid

Die Krankenkasse müsste mir erstmal vor Gericht nachweisen dass das auch wirklich ich auf dem Bild bin, und das auch wirklich Alkohol im Glas war. Abgesehen davon das dies schwierig werden könnte – so ein Verfahren kostet die sicher mehr als die dadurch gewinnen würden.

Ich vordere keine totale Transparenz, ich glaube die meisten wollen nicht ganz genau wissen was da so alles in den Schlafzimmern passiert. Privatsphäre ist wichtig. Was keinen anderen was angeht das behalte ich auch aus gutem Grund für mich.

“Aktuell musst du das vor keinem Verbergen.”

Genau! Wir haben bei uns zum Glück ganz vernüftige moralische Standards. Das ist ein ganz entscheidender Vorteil für Deutschland als Wahlheimat. Wenn dieser Vorteil wegfällt gibt es einen verdammt wichtigen Grund weniger hier zu leben, das wissen auch die Politiker.

Und um davon soweit abzuweichen das es weh tut braucht es schon was mehr als das Fehlverhalten “einiger weniger”.

Das sich nun langfristig was daran ändern kann ist hingegen auch nichts neues, kann sogar sehr schnell gehen wie die Geschichte zeigt. Aber Ich werde definitiv nicht mein ganzes Leben in Angst und Schrecken verbringen, wegen dem das was künftig mal sein könnte.

Ich lebe im hier und jetzt, und das genieße ich mit allen Vorzügen die mir geboten werden. Wer das nicht tut ist selber schuld.

Erzkanzler

Es geht ja auch nicht darum sich etwas zu verwehren, sondern sich zu überlegen was der plakative Schrei nach “Aufhebung der Anonymität im Internet” denn letztlich bedeuten könnte und noch einmal zu bewerten ob es die zu erwartenden Vorteile auch wirklich wert ist die eigene Freiheit, die Freiheit anderer und die bestehende Unschuldsvermutung in die Waagschale zu werfen.

Ich bin nur dieses “Wir heben die Anonymität auf und leben dann in einer besseren Welt”-Utopie leid.

P.S.: Krankenkassen (vor allem private) müssen für eine Beitragsanpassung meines Wissens nach nicht vor Gericht 😉 und frei nach “Du hast doch nix zu verbergen” hat man sicher schnell auch ne Mehrheit an Mitgliedern die das unterstützen weil sie selber ja keinen Alkohol trinken und es leid sind für deine Unverantwortlichkeit höhere Beiträge zahlen zu müssen. Schon haben wir die Auflösung der Solidargemeinschaft. Aber wir schweifen deutlich vom Thema ab.

Viciskander

ja theoretisch richtig. aber aus angst vor hätte,wenn und aber, die aktuellen Probleme hinnehmen, weil man angst vor der Zukunft hat ? Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, aber zu viele denken es wäre so und benhmen sich wie die Schwei..e.Stell dir vor jeder könnte zu einem bankautomaten gehen und könnte völlig annonym egal von welchem Konto Geld abheben. Jedem dürfte klar sein zu was das führen würde. Genau das selbe ist es mit der anonmität im Internet. Man kann hoffen das sich alle korrekt verhalten … tun sie aber nicht. und dabei ist der im Artikel genannte Sachverhalt doch eher noch ein kleineres Problem.

Ich finde deine Meinung absolut ok, aber ich teile sie leider nicht 😉

Luriup

Für was man alles so ausgeliefert wird,ist schon erstaunlich.

Erzkanzler

Vielleicht wird nun langsam auch anderen Menschen klar, DDoS-Attacken sind eine Straftat und Straftaten haben Konsequenzen. Gerechtfertigtes Urteil und bei dem Nick hätt ich ihm ja dann doch fast das Jahr Knast gegönnt… aber letztlich sollte eine “Jugendsünde” jetzt auch nicht gleich ein Leben versauen. Und mit Jugendsünde meine ich die DDoS-Attacke nicht seinen Nick… über den sollte man mal gesondert mit ihm sprechen.

Der Blobb

Als Jugendsünde kann man das kaum bezeichnen, der Mann ist 38 Jahre alt 😉

Erzkanzler

Ich meinte auch eher von der Intention der Tat her. Ich glaube nicht, das sein Ziel war die Server lahm zu legen. Ob er es billigend und wissendlich in Kauf genommen hat, ist eine andere Frage die für mich sehr deutlich in Betracht gezogen werden muss wenn das Strafmaß ermittelt wird.

Der Blobb

Ja das stimmt, und das sein Land ihn deswegen an die USA ausliefert ist eigentlich auch ziemlich hart finde ich.

cyber

Wirkt mir gerecht. Wobei ich spannend finde wie Blizzard den Schaden berechnet hat.

Nora mon

Das meiste werden wohl Personalkosten sein und verschenkte Tagesabos für die Betroffenen.

cyber

Bzw zugebuchte Rechenkapazitäten.

Twitch.tv/Vaylor_TV

1 jahr ist viel zu wenig.

Bodicore

Ein Jahr kann ganz schön lange sein in der USA… Das sind immerhin 365x Seife aufheben, da braucht du später einen sehr bequemen Gamingchair

cactusmunkee
Koronus

Korrekt der Knast in den USA ist kein Spaß da dort du mit Mördern und anderen Verrückten zusammen bist und falls dein Vater, Onkel, Schwiegervater, etc ein Al Capone ist oder du ein Übermensch wird der Aufenthalt sehr ungemütlich. Dort dient der Knast um das Gesindel zu bestrafen und nicht wie bei uns, wo du dort in Gefangenschaft über deine Aktion besinnen sollst.

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